Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  3. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  4. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  5. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  6. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  7. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  8. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  9. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  10. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  11. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  12. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  13. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  14. Voodoo-inspirierte Installationen in Kirchen? „Wie konnte das Erzbistum Paris so etwas genehmigen?“
  15. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘

Kardinal Meisner zur Bundesratsentscheidung über PID

6. Februar 2013 in Deutschland, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Meisner kritisiert Entscheidung des Bundesrates über die Präimplantationsdiagnostik: Der Schutz sei nun noch mehr abgebaut worden. „Hier wird ja nicht nur das Leid aus der Welt geschafft, sondern gleich der Leidende: der geschädigte Embryo.“


Köln (kath.net/pek) Zur Entscheidung des Bundesrates über die Präimplantationsdiagnostik am 1. Februar erklärt Erzbischof Joachim Kardinal Meisner:

Am 1. Februar 2013 hat der Bundesrat einer Gesetzesverordnung zugestimmt, die es Eltern mit genetischen Risiken erlaubt, ihre im Reagenzglas gezeugten Embryonen auf schwere Defekte untersuchen und gegebenenfalls abtöten zu lassen. Nach der bedingten Straffreiheit von Abtreibungen ist dies nun der nächste Schritt, der in unerbittlicher Konsequenz wegführt von der unbedingten Achtung und dem Schutz des ungeborenen Lebens.


Selbstverständlich lassen sich viele Befürworter der neuen Gesetzesregelung subjektiv von guten Motiven leiten: Sie wollen das Leid verhindern, das durch erblich bedingte Schädigungen von Kindern entsteht. Dennoch heiligt auch der beste Zweck nicht jedes Mittel. Hier wird ja nicht nur das Leid aus der Welt geschafft, sondern gleich der Leidende: der geschädigte Embryo.

Die Verantwortlichen haben eine soziale Dynamik außer Acht gelassen, die bewirkt, dass sich solche Aufweichungen immer weiter ausbreiten. „Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären“: So hat Friedrich Schiller diesen Automatismus formuliert. Wenn man meint, beim Lebensschutz die Wahrheit zugunsten anderer Werte hintanstellen zu dürfen, gerät man nur in immer schlimmere Bedrängnis.

„Wer unschuldig und im Recht ist, den bring nicht um sein Leben…“ Man muss nicht Jude oder Christ ein, um den Wert dieser Weisung aus dem alttestamentlichen Buch Exodus (23,7) zu erkennen. Das Wort schließt aber die unbedingte Schutzwürdigkeit des unschuldigen, ungeborenen Kindes ein. Trotz aller mit dem neuen Gesetz verbundenen Auflagen ist dieser Schutz nun noch mehr abgebaut worden. Das Tor zur Willkür steht wieder einen Spalt weiter offen; das hätte nicht geschehen können, wenn es mit dem unbedingten Respekt vor dem Leben versiegelt gewesen wäre.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Präimplantationsdiag

  1. Schutz vor Missbrauch in eklatanter Weise verletzt
  2. CDL weist Jens-Spahn-Vorschlag zur PID entschieden zurück
  3. "Sind für Jens Spahn Pharmainteressen wichtiger als Lebensschutz?"
  4. Schweizer Referendum gegen Fortpflanzungsmedizingesetz geplant
  5. Schweiz: Nach Ja zur PID befürchten Bischöfe Designerbabys
  6. 'PID verhindert nicht Leid, sondern eliminiert Leidende'
  7. Lebensrechtler rufen zur Transparenz bei PID auf
  8. Bundesländer fordern wesentliche Änderungen an PID-Verordnung
  9. Ethikrat-Chefin warnt vor Selektion von Embryos nach Geschlecht
  10. Christen in der SPÖ strikt gegen PID






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  3. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  6. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  7. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  8. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung
  9. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  10. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  11. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen
  12. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  13. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  14. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  15. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz