Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  7. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  8. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  9. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  10. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  11. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  12. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  13. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  14. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  15. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“

Vatikan kontrolliert Erneuerung der 'Legionäre Christi'

25. Juni 2014 in Chronik, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mitteleuropa-Provinzial Heereman: Gründer Maciel kein Vorbild für den Orden, Situation der "Betriebsblindheit" überwunden


Vatikanstadt-München (kath.net/KAP) Der Vatikan begleitet den Erneuerungsprozess der "Legionäre Christi" mit einem sogenannten externen Assistenten. Der Generaldirektor der Ordensgemeinschaft, Eduardo Robles Gil, teilte am Montag (Ortszeit) auf der Website der "Legionäre" mit, ein noch nicht näher benannter Beauftragter des Vatikan werde den Neuaufbau der Gemeinschaft "unterstützen". Dieser "externe Assistent" solle jedoch nicht in die Belange des Ordens eingreifen. "Die Führung des Ordens bleibt unabhängig", so Robles Gil, der mit einer Bekanntgabe des Namens für Anfang Juli rechnet.

Die "Legionäre Christi" befinden sich derzeit in einem Neuaufbau, nachdem ihr Orden durch moralische Verfehlungen ihres Gründers Marcial Maciel Degollado (1920-2008) und interne Führungsprobleme in eine Krise geraten war. Der Vatikan hatte nach Bekanntwerden der moralischen Verfehlungen 2010 eine umfassende "Reinigung" sowie radikale Reformen angeordnet.


Zwischenzeitlich beaufsichtigte der italienische Kurienkardinal Velasio de Paolis die 1948 gegründete Gemeinschaft. Viele Vertreter der alten Leitung mussten seither ihre Posten räumen. Seit Februar haben die "Legionäre Christi" mit dem neuen Generaloberen Eduardo Robles Gil (61) eine neue Leitung.

Bilder Maciels abgehängt

Auch wenn der Orden Maciel nicht als Gründer leugne, sehe man ihn heute nicht mehr als geistlichen Vater, "weil sein Leben kein Vorbild ist", wie der Mitteleuropa-Provinzial der "Legionäre Christi", Pater Sylvester Heereman, in einem Interview gegenüber der "Tagespost" (Samstag) erklärte. Die Bilder Maciels seien in den Häusern des Ordens abgehängt worden und auch seine Schriften würden in der Ausbildung nicht genutzt, "um keine Verwirrung zu stiften, oder doch irgendeinen heimlichen Kult aufzubauen", so Heereman, der auch dem Generalrat des Ordens angehört.

Der neue Generalobere habe sich schon vor der Wahl des neuen Generalkapitels zu Jahresbeginn mit Opfern Maciels - dem u.a. sexueller Missbrauch vorgeworfen wurde - getroffen und sei auch selbst Mitglied der Begegnungskommission für die Opfer gewesen, gab der Provinzial an. Die Reaktionen seien durchwegs positiv gewesen, wenngleich sich einzelne bekannte Opfer nicht der Kommission genähert hätten. Aufgabe des Ordens sei es, "unsere Hand auszustrecken, natürlich auch im Respekt davor, dass Einzelne keinen Kontakt wollen", erklärte Heereman.

Die Krise im Orden habe bereits zu einem Lernprozess geführt, so Heereman, der hier besonders die Rolle des päpstlichen Delegaten de Paolis hervorhob: Respekt- und geduldvoll habe er dem Orden dessen eigene Bedürftigkeit und Schwächen als Institution vor Augen geführt, in einer Situation der "Betriebsblindheit". Entscheidend für den Weiterbestand des Ordens sei jedoch vor allem Papst Benedikt gewesen, "er hätte gut und gerne sagen können: Wir machen jetzt Schluss. Das hatten ja auch viele vorgeschlagen", so der Ordensprovinzial.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Legionäre Christi

  1. Papst ruft Legionäre Christi zu Erneuerung auf
  2. "Legionäre Christi" wollen Kampf gegen Missbrauch verstärken
  3. Pater John Connor LC neuer Generaldirektor
  4. Legionäre-Christi-Generalkapitel: Missbrauchsprävention ein Thema
  5. Kirche erkennt Gesamtstatuten der Föderation Regnum Christi an
  6. "Es gibt eine echte Sehnsucht nach Gott in Europa!"
  7. Vatikan erkennt Statuten in Gemeinschaft "Regnum Christi" an
  8. Legionäre Christi dementieren Berichte zu Konten in Steueroasen
  9. Legionäre Christi: Priesterseminar-Leiter räumt Vaterschaft ein
  10. 'Legionäre'-Provinzial Schöggl: Unser Orden überwindet Krise






Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  8. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  9. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  10. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  11. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  12. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  13. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  14. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  15. Irrtümer über den Jakobsweg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz