05 November 2014, 10:00
'Legionäre'-Provinzial Schöggl: Unser Orden überwindet Krise
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Legionäre Christi'
Die am Samstag in Kraft getretenen neuen Statuten ermöglichen Ordensangehörigen künftig nach Schöggls Worten mehr Mitsprache und freiere Entwicklung der einzelnen Gemeinschaften

Vatikanstadt (kath.net/KAP) Die "Legionäre Christi" überwinden nach Überzeugung eines ihrer Oberen die tiefe Krise, in die sie nach Bekanntwerden der moralischen Verfehlungen ihres Gründers geraten waren. Das "erschreckende Verhalten" Marcial Maciels (1920-2008) bleibe ein mahnendes Zeichen, das Evangelium auch innerlich zu leben, sagte der Ordensprovinzial für Mittel- und Westeuropa, der aus Linz stammende P. Andreas Schöggl (Foto), am Montag im Gespräch mit Radio Vatikan. Zwar werde im Orden immer noch darüber gesprochen, "aber es ist einfach nicht mehr so wichtig". Nun könne sich der Blick wieder freier auf Jesus und den Schatz des Ordensleben richten.

Werbung
Weihnachtskarten


Nach Macels Tod kam ans Licht, dass der mexikanische Geistliche unter anderem Seminaristen missbraucht und mehrere Kinder gezeugt hatte.

Die am Samstag in Kraft getretenen neuen Statuten ermöglichen den Ordensangehörigen künftig nach Schöggls Worten mehr Mitsprache und eine freiere Entwicklung der einzelnen Gemeinschaften. "Das gab es nicht in dieser Form. Es wurde oft nur unter den Oberen herumgefragt vor einer Entscheidung, oder manchmal kam auch einfach eine Anweisung", führte er aus.

Die neue Ordensregel enthalte zudem viel weniger konkrete Verhaltensvorgaben, was den verschiedenartigen Gemeinschaften der "Legionäre Christi" in den einzelnen Weltteilen mehr Flexibilität einräume. "Das kann man nicht alles auf gleich trimmen", so Schöggl.

Nach seinen Angaben zeigt sich die Erholung des Ordens auch bei den Beitrittszahlen. So seien etwa im bayerischen Noviziat des Ordens auch in diesem Jahr wieder junge Leute eingetreten, weltweit schlossen sich laut Schöggl in dieser Zeit mehr als 100 Männer an. Gleichwohl sei die Gesamtzahl der Mitglieder seit Beginn des Skandals um seinen Gründer etwas zurückgegangen.

Der ganze Vortrag auf kathTube: P. Andreas Schöggl LC - Petrus Reloaded - Der Papst auf verlorenem Posten?




Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.
Foto P. Andreas Schöggl: (c) kath.net

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Fürstin Gloria zieht Unterschrift von Protestschreiben zurück! (71)

Kardinal Burke: Ich werde nicht Teil eines Schismas sein (64)

"Ähnlich gehandelt wie die Makkabäer im Alten Testament!" (60)

P. Karl Wallner: Der Kampf gegen Priestertum ist voll losgebrochen! (54)

St. Martin-Reiter nennt das Fest „christlich“ und fliegt deshalb raus (48)

Protest gegen „sakrilegische und abergläubische Handlungen“ (45)

"Hohmann sollte lieber die antikirchliche Haltung der AfD kritisieren" (43)

Abschlussmesse der Synode: Schale als Symbol für Pachamama? (40)

Ist in der Kirche noch Platz für den Glauben? (37)

Mexikanischer Bischof meint: Pachamama-Ehrung ist keine Götzenanbetung (37)

Das Logo unter der Lupe (37)

Über drei Gebirge (33)

Ackermann: Entschädigung für Missbrauchsopfer aus Kirchensteuergeldern (29)

"Es war nie meine Absicht, Papst Franziskus persönlich anzugreifen" (27)

(K)eine Gay-Trauung in der Diözese Graz-Seckau? (20)