Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  11. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer

Zölibat: 'Dieser Mann hat dem Herrn Jesus etwas versprochen…'

28. Mai 2014 in Kommentar, 24 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wir kennen nun seit Jahrzehnten diese Bitten um die Öffnung des Zölibats. Diese Bitten sind oft Forderungen. Gelegentlich sind sie mit Heuchelei verbunden. Ein Gastkommentar von Michael Schneider-Flagmeyer


Köln (kath.net/Forum Deutscher Katholiken) Warum sollen Priester eigentlich heiraten? Diese Frage stellte Klaus Kelle in der Rheinischen Post. Ja, warum eigentlich? Stellen doch laut Kelle diese Fragen gerade Leute, die im Traum nicht daran denken, eine Pfarrei zu führen oder in einem Kloster ein spirituelles Leben zu führen.

Im Vatikan, berichtete Kelle, gingen zurzeit viele Briefe an den Papst von Frauen ein, die ein heimliches Liebesverhältnis mit einem Priester hätten und um Abschaffung des Zölibats bäten.

Wir kennen nun seit Jahrzehnten diese Bitten, die eigentlich eine Forderung sind und oft mit der Drohung verbunden sind, dass die Frauen sich aus der Kirche zurückziehen werden. Wir erinnern uns auch, dass vor vielen Jahren die Leitung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) auf ihrem Jahrestreffen in Maria Laach die Frauen zum Ungehorsam in der Kirche aufgerufen hat.

Der Zölibat muss weg! So lautet der Schlachtruf aus Welt und großen Teilen der Kirche. Er ist wider die Natur! Kelle fragt sehr mit Recht, ob von denen jemals eine(r) diese Forderung dem im Zölibat lebenden Dalai Lama gestellt habe.


Vor einige Jahren tourte ein Theologin durch die Republik und durch die Talkshows und „gestand“, dass sie mit einem Priester zusammenlebte, dessen Namen sie aber nicht nennen könne; denn dieser sei ja dann in seiner kirchenbeamtlichen Stellung und damit in seiner satten Sicherheit gefährdet, was sowohl seine Bezüge als auch seine Pension beträfe. Gleichzeitig warf sie dem heiligen Papst Johannes Paul II. Heuchelei in seiner Haltung zum Zölibat vor.

In dieser Talkrunde saß aber auch ein evangelischer Pfarrer, der früher einmal ein sehr bekannter Schauspieler war. Er ergriff sogleich das Wort und machte die Dame auf ihre eigene Heuchelei und ihre erbärmliche Versorgungsmentalität aufmerksam, mit der sie sich und ihren priesterlichen „Lebensgefährten“ als ein Opfer der kirchlichen Willkür hinstellte. Seine Worte saßen und ließen diese „Theologin“ verstummen.

Immer wenn ich an diese Angelegenheit denke, denke ich auch an eine Begegnung, die ich vor Jahren einmal auf der Hauptstraße in Karlsruhe/Durlach hatte. Ein altes Mütterchen blieb stehen und sprach mich an und sagte mir, dass sie den Eindruck hätte, dass auch ich ein Jünger des Herrn Jesu sei. Ich muss gestehen, dass ich etwas seltsam berührt war. An ihrer Ausdrucksweise erkannte ich sogleich, wohin sie gehörte. Und das sagte sie dann auch sofort: Sie gehöre zur nahen Liebenzeller Mission. Ich erklärte ihr, dass ich katholisch sei. „Das macht nichts“, sagte sie, „das sind auch Christen“. Und so kamen wir in ein langes Gespräch. Die alte Frau erzählte mir, dass sie sich in ihrer Jugend in einen jungen katholischen Kaplan verliebt habe, der ihre Liebe durchaus erwiderte. Für sie sei das ja zunächst kein Problem gewesen; denn bei den evangelischen Pfarrern sei ja gerade die Heirat erwünscht. „Aber dann habe ich mir gesagt, dieser Mann hat dem Herrn Jesus etwas versprochen. Und das muss er auch halten. Und dann habe ich mich zurückgezogen. Aber ich habe niemals geheiratet.“ Die Geschichte hat mich sehr berührt. Die Frau hieß Maria. Auch sie ist eine Braut Christi. Sie ist jetzt sicher im Himmel.

Damals fiel mir die heuchelnde Theologin aus dem Fernsehen ein. Diese hieß Magdalena. Aber ihr fehlte damals die Erkenntnis und die Bußfertigkeit der biblischen Magdalena. Es ist besonders schlimm, wenn Menschen der Kirche für ihre Schwäche, ihre Sünden und ihr Versagen die Kirche verantwortlich machen.

Besonders traf mich das Wort der Liebenzeller Maria, dass ihr Kaplan Jesus etwas versprochen hatte, das er halten müsse. So steht es auch geschrieben: Dass man dem Herrn seine Gelübde halten soll. Ich freue mich darauf, dieser lieben Schwester aus der Bad Liebenzeller Mission einmal im Himmel wieder begegnen zu dürfen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Zölibat

  1. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  2. Schweizer Priester ließ sich kurz vor seinem Tod zivilrechtlich trauen
  3. Marketz möchte den Zölibat 'freistellen'
  4. Kurienkardinal Ouellet: "Viri probati" lösen Priestermangel nicht
  5. "Ich bin ein solcher verheirateter Priester“
  6. Kardinal Ruini gegen Priesterweihe für verheiratete Männer
  7. Schönborn: Grundform des priesterlichen Dienstes bleibt zölibatär
  8. Winibald Müller: Ende des Pflichtzölibats durch Synode eingeläutet
  9. Marx behauptet: "Zölibat wird nicht abgeschafft"
  10. Der Zölibat und das Märchen vom Priestermangel







Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. "Derselbe Polarstern"
  11. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  12. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  13. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  14. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz