Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-10

meist-kommentiert

  1. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  2. Kardinal Koch möchte Versöhnung von Alter und Neuer Messe
  3. Der grosse Betrug
  4. kfd: Maiandacht mit der Pachamama
  5. Corona-Ausbruch in Frankfurter Baptistengemeinde
  6. Papst Franziskus in Geldnot!
  7. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche
  8. Schwaderlapp: Forumsmehrheit ist auf Treibsand gebaut
  9. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  10. Österreichische Bischöfe bitten im Corona-Hirtenwort um Entschuldigung

Schönborn: Grundform des priesterlichen Dienstes bleibt zölibatär

4. November 2019 in Österreich, 130 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wiener Kardinal bekräftigt Vorrang des Weges der ehelosen Nachfolge Jesu - Es soll aber auch verheiratete Priester geben - Zölibat kein missbrauchsbegünstigender Faktor - Schönborn hofft, dass Papst seinen Rücktritt mit 75 Jahren annimmt


Wien (kath.net/KAP) Nach den Worten von Kardinal Christoph Schönborn wird die Grundform des priesterlichen Dienstes in der katholischen Kirche die ehelose Lebensform bleiben. Wie der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz als Studiogast in der ZIB 2 am Sonntag zur vor einer Woche zu Ende gegangenen Amazonien-Synode erklärte, halte er parallel dazu verheiratete Priester für sinnvoll und wünschenswert, der Weg der ehelosen Nachfolge Jesu bleibe jedoch der Normalfall. Die Synodalen hatten sich bei ihrer Zusammenkunft in Rom für die Weihe bewährter verheirateter Männer zu Priestern ausgesprochen - als Ausnahme in der pastoral unterversorgten Region Amazonien. Er selbst habe für diesen Vorschlag im Schlussdokument votiert, berichtete Schönborn.

Der Kardinal wandte sich gegen einen verkürzten Blick auf die Synode, deren zentrale Botschaft die Bedrohung einer für das Weltklima entscheidenden Weltgegend gewesen sei. Dieses Problem sei "viel ernster" als die Frage der priesterlichen Lebensform. Schönborn kritisierte in diesem Zusammenhang auch den Wiener Pastoraltheologen Paul Zulehner, der in einem vor dem Interview eingespielten Beitrag Amazonien mit dem ebenfalls seelsorglich unterversorgten Waldviertel verglich. Das sei "an den Haaren herbeigezogen", so Schönborn; Amazonien umfasse ein Gebiet, das so groß wie Europa bis zum russischen Ural sei.

Auf die Frage von Moderator Martin Thür, ob der Priesterzölibat Missbrauchsfälle in der Kirche begünstigt habe, reagierte der Wiener Erzbischof skeptisch: Der weitaus größte Teil an Übergriffen geschehe im familiären Umfeld - durch Täter, die verheiratet sind. Zudem seien die kirchlichen Missbrauchsfälle in den letzten Jahren, seit viel strengere Maßstäbe bei der Ausbildung und beim Umgang mit Missbrauch angelegt würden, stark zurückgegangen. Nicht der Zölibat begünstige Missbrauch, sondern eine Lebenseinstellung, die von der getroffenen Entscheidung für den priesterlichen Dienst abweiche, sagte der Kardinal. Niemand werde zur Ehelosigkeit gezwungen, auch er selbst habe sich frei dafür entschieden, fügte Schönborn hinzu.

Auf die Frage nach seinem Rücktritt als Wiener Erzbischof nach der Vollendung des 75. Lebenjahres (mit diesem Alter müssen Diözesanbischöfe laut Kirchenrecht ihren Rücktritt anbieten) bestätigte Schönborn, er habe Papst Franziskus um Entbindung von seiner Aufgabe ersucht. 75 sei ein Alter, in dem man ein so gewichtiges Amt zurücklegen sollte, meinte der am 22. Januar 1945 geborene Kardinal. Ob der Papst sein Gesuch zeitnah annehmen wird, wisse er allerdings nicht.

Die Langversion des ZIB-Interviews mit Kardinal Schönborn kann in der ORF-TVThek nachgesehen werden. (https://tvthek.orf.at/profile/ZIB-2-am-Sonntag/13890057/ZIB-2-am-Sonntag/14030953)

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto Kardinal Schönborn (c) Erzdiözese Wien


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Gandalf 10. November 2019 

DANKE für den Hinweis: SEBI1983, HEIKESTIR, MARTA ERDMAN usw. GESPERRT

Alles 1 Person oder alle aus der selben Kindergartengruppe ;-)


8

0
 
 Zeitzeuge 9. November 2019 
 

Liebe Kirchental!

Entschuldigung für den Tippfehler:

WIR bleiben im Gebet mit- und füreinander, wie bisher, verbunden!

Laudetur Jesus Christis!


3

0
 
 lesa 9. November 2019 

[email protected]: Mein Erstkontakt mit den "Piussen" war indirekt: Kinder, die ich unterrichtete und bei denen ich eine religiöse Bildung im ganzheitlichen Sinn feststellte, wie man sie sich für alle wünschen würde. Weiters erlebte ich Kolleginnen, die dorthin "geflüchtet" waren vor diversen liturgischen Umtrieben. Schließlich führte ich mir verschiedene, hier schon erwähnte lehramtliche Äußerungen zu Gemüte, die eine Richtschnur sind. Was mich nicht hindert, mich über die viele Substanz, bei ihnen, wie man sie auch im Mitteilungsblatt nachlesen lesen kann, zu freuen!
An direkte "Schimpfe" über sie kann ich mich nicht erinnern. Vielleicht überhört.


2

0
 
 Bernhard Joseph 9. November 2019 
 

Liebe Kirchental!

Verbindlichkeit findet sich heute nur noch in der Unverbindlichkeit. Dieses Paradox hat nun auch in unserer Kirche Fuß gefasst.

Da werden die Pius-Brüder von progressiven Kirchenkreisen wie Verbrecher behandelt, nur weil sie einen katholischen Glauben pflegen, wie er vor diesem SUPERKONZIL in unserer Kirche schlicht normal war.

Waren also alles Verbrecher und Schismatiker vor dem Konzil!

Blöder geht´s eigentlich nicht, aber so sind die Zeiten nunmal.

Der Katholizismus hatte die Stärke, teils recht unterschiedliche Strömungen im einen Glauben zusammenzufassen.

Das ist heute perdu!

Die Erfinder der neuen Kirche bügeln mit Verweis auf das Konzil jeden nieder, der sich nicht ihrem totalitärem Interpretationsanspruch beugt.

Da wird dann glatt die Ideologie dieser neuen Kirchenerfinder zu göttlichen Offenbarung erklärt und wer da Einspruch erhebt, dem wird die Kirchengliedschaft abgesprochen.

So weit sind wir also schon gekommen!


7

0
 
 Zeitzeuge 9. November 2019 
 

Liebe lesa und Bernhard Joseph!

Die "Causa Scalfari" geht weiter, soeben
erschien ein Buch dieses Antiklerikalen
mit den bekannten Behauptungen plus Zugabe!

Hier sollte der Papst persönlich erklären, daß er natürlich auf dem
Boden des Credo steht und Scalfari
ein elender Verleumder und Lügner ist
den er nie mehr treffen will.

Treukatholisch verbleibe ich

Ihr

Zeitzeuge

(Jetzt muss der Arm aber geschont werden!)

www.complicitclergy.com/2019/11/07/scalfari-pope-francis-denies-bodily-resurrection-of-jesus/


6

0
 
 Bernhard Joseph 9. November 2019 
 

@Sebi1983 - Hallo, ich darf mal Wikipedia zitieren - Teil 3

"..das Bußsakrament empfingen, dies gültig und erlaubt täten.

Anfang April 2017 erteilte Papst Franziskus den Gläubigen aus pastoralen Gründen die Erlaubnis, die Ehe auch in Gottesdiensten bei der Priesterbruderschaft St. Pius zu schließen, wobei die Assistenz von einem Diözesanpriester durchgeführt werden solle, jedoch auch vom Ortsbischof an einen Priester der Bruderschaft übertragen werden könne."

Und das alles bei so bösen Schismatikern!!

Ich schrieb an anderer Stelle schon, dass ich kein dezidierter Kenner der Pius-Bruderschaft bin.

Nur sehe ich bei den links-grünen Erfindern der neuen Kirche, angeführt von Bischöfen, wie Georg Bätzing, ein ganz anderes Zerstörungspotential als bei den Pius-Brüdern.

Und inwieweit akzeptieren Leute wie Zulehner, Wucherpfennig et all eigentlich das II.Vaticanum?

Man kann ja auch den Weg gehen, das Konzil so lange interpretativ zu verfälschen, biss es dann als angeblich katholisch passt.


5

0
 
 Bernhard Joseph 9. November 2019 
 

@Sebi1983 - Hallo, ich darf mal Wikipedia zitieren - Teil 2

"...vom Heiligen Vater Benedikt XVI. übertragenen Vollmacht“ und einer erneuten Bitte Bernard Fellays die Exkommunikation latae sententiae der vier irregulär geweihten Bischöfe auf."

Am 5. Dezember 2014 besuchte Kardinal Walter Brandmüller das Priesterseminar der Piusbruderschaft in Zaitzkofen. Am 11. Februar 2015 traf sich Athanasius Schneider ORC, ein Mitglied des Engelwerkes und Weihbischof im Bistum Karaganda, zwecks Gesprächen über die Autorität des Vaticanums im Priesterseminar Winona (USA) mit dem damaligen Generaloberen der Piusbruderschaft, Bernard Fellay, nachdem er bereits am 16. Januar 2015 das Seminar der Bruderschaft in Flavigny-sur-Ozerain besucht hatte.[101]

Am 1. September 2015 schrieb Papst Franziskus: „Ich vertraue darauf, dass in naher Zukunft Lösungen gefunden werden können, um die volle Einheit mit den Priestern und Oberen der Bruderschaft wiederzugewinnen“ und legte fest, dass Gläubige, die im Heiligen Jahr bei Priestern der Piusbruderschaft das Bußsakrament em


5

0
 
 Bernhard Joseph 9. November 2019 
 

@Sebi1983 - Hallo, ich darf mal Wikipedia zitieren - Teil 1

Im August 2005 empfing Papst Benedikt XVI. Bernard Fellay und Franz Schmidberger zu einem freundschaftlichen Meinungsaustausch. Im Umfeld seines ersten Konsistoriums am 24. März 2006 verstärkte der Vatikan sein Bemühen, den Anhängern der Piusbruderschaft eine vollkommenere Gemeinschaft mit der Römischen Kirche zu ermöglichen. Der Papst erleichterte mit dem Motu Proprio Summorum Pontificum vom 7. Juli 2007 die Feier der Messe nach dem Messbuch von 1962. Zugleich ermächtigte er die Kommission Ecclesia Dei dazu, diese „außerordentliche Form des römischen Ritus“ zu organisieren. Kardinal Hoyos erklärte dazu, der Papst liebe den alten Ritus und wolle den Gläubigen der Piusbruderschaft damit volle Kirchengemeinschaft ermöglichen. Denn sie seien keine Schismatiker und Häretiker, nur ihre Bischöfe seien 1988 exkommuniziert worden.

Am 21. Januar 2009 hob der Präfekt der Kongregation für die Bischöfe, Giovanni Battista Kardinal Re, aufgrund einer „ausdrücklich[en,] vom Heiligen Vater Benedikt


4

0
 
 Bernhard Joseph 9. November 2019 
 

Eine Ergänzung

Ich schrieb unten: "Gegenüber den Piusbrüdern ist man höchst streng, spricht gerne von den Schismatikern und trifft sich im gleichen Atemzug mit Protestanten, die keine einzige lehramtliche Aussage der Kirche für wahr halten. Da sucht man fleißig den Anschluss im radikalen Relativismus."

Der Satz könnte auch lauten:"Gegenüber den Piusbrüdern ist man höchst streng, spricht gerne von den Schismatikern und der PAPST trifft sich mit einem überzeugten Atheisten wie Scalfari zum Interview, der keine einzige lehramtliche Aussage der Kirche für wahr hält. Da sucht ein Papst doch ernstlich den Dialog im radikalen Relativismus.


7

0
 
 lesa 9. November 2019 

..jener rief nach Licht (Apg.)

[email protected] Joseph: Ihre Postings öffnen mir immer wieder die Augen für die reale Lage. Hierzulande bekomme ich Gott sei Dank nichts mit von Hass auf die Piusbrüder. Aber Sie nehmen ihn offensichtlich wahr, auch in gewissen (höflich verbrämten) Kommentaren. Ich verstehe nun noch besser, warum Sie die Piusbrüder so energisch in Schutz nehmen, und danke ihnen dafür. Das ist es nämlich - die Wut des Teufels durch jene, die sich am Relativismus festklammern und die Wahrheit aussperren wollen.
Was den Papst betrifft, teile ich ebenfalls Ihren Unmut wegen der 5 Dubia, (wenn ich auch, wie schon öfters hier gesagt, Seiten am Papst sehr schätze.) In der Hauptsache aber sehe ich den Kampf der Geister dafür zuständig für seine "partielle Blindheit". Vielleicht lässt Gott diese Lage zu, weil es viel, viel mehr Gebet braucht, um die Finsternis zurückzudrängen.


2

0
 
 Kirchental 9. November 2019 

Feindb

Lieber Bernhard Joseph!

Im Gegensatz zu Ihnen bin ich nachkonziliär sozialisiert. An die vorkonziliare Zeit habe ich keinerlei Erinnerung mehr.

Aufgewachsen mit einem modernistischen Pfarrer (die erste Maiandacht feierte ich mit 16, Marienlieder kenne ich nur von meiner Mutter, sie sang mit mir immer auf langen Autofahrten) bin ich mit dem Feindbild FSSPX groß geworden. Die Piusse standen immer irgendwie auf einer Ebene mit den Nazis. Die ewig vorgestrigen.

Erst nachdem ich die Petrusbrüder und die alte Messe kennengelernt habe, begann ich mich tatsächlich inhaltlich damit auseinander zu setzen.

Ich vermute, vielen Katholiken meines Alters geht es ähnlich. Wer die Petrusbrüder nicht kennt, hat vermutlich überhaupt keinen Zugang zu den Piussen.

Lieber Zeitzeuge,
von Herzen wünsche ich Ihnen gute Genesung! Geben Sie die Hoffnung nicht auf!


5

0
 
 Herbstlicht 9. November 2019 
 

Die Schleusen öffnen sich, es gibt kein Halten mehr.

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode schlägt jetzt auch eine Europa-Synode vor.
Dabei müsse man auch über eine "Öffnung" des Weiheamtes nachdenken und die Rolle der Frau "stärken", sagt der Bischof.

nachzulesen:
https://de.catholicnewsagency.com/story/bischof-franz-josef-bode-schlagt-europa-synode-vor-5304


3

0
 
 Bernhard Joseph 9. November 2019 
 

Liebe lesa!

Sicher kann jemand seine Einschätzung ändern, wenn neue Einsichten es erfordern. Ich wüsste aber nicht, dass P. Franziskus die Dubia der Kardinäle inzwischen beantwortet hätte. Insofern hat sich das Pontifikat nicht zum Positiven entwickelt, sondern mittlerweile steht schon der von einem Bischof vorgebrachte Vorwurf der Apostasie im Raum, der Teile der Bischöfe und Kardinäle verfallen seien.

Das sind sehr gravierende Ereignisse!

Auch stimme ich zu, dass Protestanten, die noch die Bibel ernst nehmen, unter dem völligen Verfall des Glaubens seitens der EKD Funktionäre leiden, das ändert aber am generellen Befund nichts: mit christlichem Glauben hat das nichts zu tun, schon weil es keine Verbindlichkeit mehr gibt.

Jesus ist aber nicht für die Unverbindlichkeit am Kreuz gestorben!

Was mich wundert, ist dieser tiefe Hass auf die Pius-Brüder. Wo hat der seine tiefere Ursache?

Könnte es sein, dass da der innerkirchliche Relativismus die Gefahr spürt, entlarvt zu werden?


5

0
 
 Sebi1983 9. November 2019 
 

@ Bernhard Joseph

Wieder einmal geschickt ausgewichen.

Das Problem der Piusbrüder liegt nicht darin, dass sie Entwicklungen NACH dem Konzil ablehnen, sondern dass sie Teile des Konzils selbst ablehnen.

Also nochmals: Warum ignorieren/ relativieren Sie Benedikt XVI., Johannes Paul II., das II. Vatikanum, Kardinal Müller etc. sowohl im Hinblick auf die Piusbrüder als auch auf die EKD, der Sie fälschlicherweise einen Totalabfall vom christlichen Glauben als ganzem vorwerfen.

Ist Ihnen Ihre Privatmeinung so wichtig, dass Sie in wichtigen Fragen den Boden der katholischen Positionen verlassen?

Merken Sie nicht, dass Sie dasselbe tun wie z.B. die Bewegung Maria 2.0., der Sie zu Recht in manchen Punkten vorhalten, den Boden der Kirche zu verlassen?

Die Haltung, die eigene Privatmeinung absolut zu setzen und alles ihr objektiv Entgegenstehende zu ignorieren, trifft man in der Kirchengeschichte bei Extremen aller Seiten immer wieder an: bei Luther, Maria 2.0 wie bei den Piusbrüdern.


3

0
 
 lesa 9. November 2019 

Die verschüttete Wahrheit freilegen

[email protected] Joseph: Es kann vorkommen, dass jemand zwischen 2016 und 2019 seine Ansicht ändert. Auch ist es wichtig, nicht nur das Negative zu sehen. Es gibt in der EKD auch aufrichtige Christen. Aber es hilft nichts, die Dinge zu beschönigen. Was Sie da alles aufzählen an Missständen bei der EKD und die auch in unsere Kirche hereinschwappen bedeutet einen Gang in die Dekadenz, vor dem man weder die Augen verschließen noch ihn beschönigen sollte. Da sind die Piusbrüder wie eine Schar Engel dagegen, wenn ich die Trennung auch bedaure.
SIE sehen klarer als viele und benennen die Gefahr. Das vertragen nicht alle. Mit verschiedenen Reaktionen brauchen Sie daher eine ganze Portion Geduld. Aber bitte dran bleiben - mit unermüdlicher, geduldiger Belehrung" (Hl. Paulus)
Heute gibt es ermutigende Beiträge zum Thema viri probati, Gott sei Dank!
Einen gesegneten Weihetag der Lateranbasilika mit Dank für alle Anstrengungen, die Wahrheit aus dem Schutt freizulegen!


4

0
 
 lesa 9. November 2019 

Wiederherstellung nicht durch Management

[email protected]: Danke für den Link! Welch eine schöne Ankündigung!
Aus diesem Buch von Kardinal Sarah: "Wir müssen die Wirklichkeit dringend wieder aus der Perspektive des Glaubens wahrnehmen. Wenn wir wieder und wieder die Institutionen reformieren, bekräftigen wir die Illusion, dass das zählt, was wir machen; Was ist eine Reform im wahrsten Sinn des Wortes? Es geht um eine ... Wiederherstellung. Das meint eine Rückkehr zur ursprünglichen Form, die den Händen Gottes entspringt. Die wahre Reform besteht darin, sich von Neuem von Gott formen zu lassen: ... das Unsere so weit wie möglich verschwinden zu lassen, damit das Seine, das Christus Gehörende besser sichtbar wird. Wahre Wegweiser sind die Heiligen, die die Kirche reformierten, nicht indem sie Pläne für neue Strukturen erarbeiteten, sondern indem sie sich selbst reformierten…Heiligkeit, nicht Management!
[email protected], immmer wieder müssen Sie Schmerzen aushalten - damit bahnen Sie einen Weg ...! Danke für alle Mühe!


2

0
 
 Bernhard Joseph 9. November 2019 
 

@Sebi1983 - Protestantismus in D

Sie liegen mit Ihrer Vermutung durchaus richtig, dass ich persönlich die EKD als eine völlig vom Glauben abgefallene Institution ansehe.

Ich vermute, dass weder Papst Benedikt XVI. noch Kardinal Müller und weitere Kardinäle und Bischöfe es noch vor Kurzem für möglich gehalten hätten, was wir aktuell in der Kirche erleben.

Bischof Athanasius Schneider spricht ja nicht einfach so vom Vordringen der Apostasie in der katholischen Kirche!

Daher bringt der Verweis auf das Jahr 2011 wenig, die Zeiten ändern sich rasant bis hin zur Anbetung pornografischer und heidnisch pantheistischer Figuren im Vatikan unter Duldung eines Papstes!

Und bitte erklären Sie mir, welche Verbindlichkeit die Lehre der Kirche heute hat, wenn sich ein Papst weigert, 5 Dubia zu beantworten, die zentral die Lehre der Kirche betreffen.

Ihre Attitüde ist schon deshalb lächerlich, weil Sie es selbst waren, der die Nichtbeantwortung zentraler Lehrfragen als Sargnagel dieses Pontifikates bezeichnet hat.


5

0
 
 Bernhard Joseph 9. November 2019 
 

@Sebi1983 - Lustig, wie Sie immer wieder ausweichen

Aber natürlich, die EKD vertritt natürlich für Sie urkatholische Positionen!

Die wesentlichsten habe ich ja aufgezählt!

Maria 2.0 wird´s schon richten.

Ich relativiere auch nicht, wenn es um die Pius-Brüder geht, denn in der Tat lehnen diese die nach dem Konzil eingetretenen Verheerungen in der Kirche durch progressive Kreise ab, was ich auch gar nicht in Abrede gestellt habe.

Da die katholische Kirche sich gerade lehramtlich durch das Verhalten von Papst Franziskus zerlegt, erscheint mir Ihre Hysterie hinsichtlich Pius-Brüder albern, weil von den eigentlichen Problemen in unserer Kirche bewusst ablenkend.

Nochmals, haben nicht SIE noch im Jahr 2016 von der Katastrophe bezüglich dieses Pontifikates gesprochen? Ich will Sie jetzt nicht schon mal zitieren!

Hat Sie auf einmal der Mut verlassen, zu Ihrer eigenen Kritik zu stehen?

Warum, gab es da vielleicht Direktiven?


5

0
 
 Sebi1983 9. November 2019 
 

@Bernhard Joseph

Mein Credo ist das Nicäno-Konstantinopolitanum.

Übrigens spreche NICHT ICH von Problemen der Piusbrüder auf doktrineller Ebene, sondern BENEDIKT XVI.

1. Warum also ignorieren/relativieren Sie das Schreiben von Papst Benedikt XVI. aus dem Jahr 2009?

2. Warum ignorieren/relativieren Sie das Motu proprio "Ecclesia Dei Adflicta" des hl. Johannes Paul II.?

3. Warum ignorieren/relativieren Sie Kardinal Müller: "Wenn man voll und ganz katholisch sein will, muss man den Papst und auch das Zweite Vatikanische Konzil anerkennen"?
https://www.domradio.de/themen/vatikan/2016-05-24/kardinal-mueller-erwartet-von-piusbruedern-oekumene-bereitschaft

Warum so viel Relativierung?


5

0
 
 Sebi1983 9. November 2019 
 

@Marta Erdmann

Sie haben natürlich Recht.

Aber eine Warnung am Rande: Sie sollten mir hier nicht allzu deutlich zustimmen. Erst kürzlich wurde ein anderer Poster, der mir zugestimmt hatte, von den einschlägigen Postern hier zusammen mit mir als "trolliges Paar" beschimpft. Das ist der "Stil", den hier manche "pflegen". ;-)))

Eine Frage habe ich noch an Sie: Wissen Sie zufällig, wo genau die hl. Gianna Beretta Molla bestattet ist? Ich konnte darüber leider nichts finden. Ich reise im kommenden Frühjahr nach Oberitalien. Und vielleicht lässt sich ein Besuch einplanen.


4

0
 
 lakota1 8. November 2019 
 

@Sebi1983

"Schön wäre es, wenn sich die Piusbruderschaft dazu entschließen könnte (wie die Petrusbruderschaft), zur vollen Gemeinschaft mit der kath. Kirche zurückzukehren".
Wozu? Damit sie dann auch unter den Augen von P.Franziskus eine Pachamama verehren können?


7

0
 
 lesa 8. November 2019 

Veni Creator Spiritus!

Lieber @Bernhard Joseph: Sie als "Ideologen" oder "Relativisten" zu bezeichnen ist nicht gerade ein Erweis gut funktionierender Wahrnehmung.
Dass in unserer Kirche auch von zu vielen Hirten alles eingeebnet wird, hat auch mit den maroden bzw. fast verschwundenen "Denkgewohnheiten" zu tun, die Herr Meetschen in´der Tagespost so beschreibt: " Die Schnelligkeit scheint jede Reflexion zu verunmöglichen. Nicht Argumente zählen, sondern Emotionen. Nicht .… Fakten, sondern Gesinnung." Daran leidet auch die Kirche in unseren Breiten. Es braucht wirklich viel Geduld - und gelgentlich einen kräftigen Wecker!
[email protected]: Wir werden das RSI Syndrom mit Gebet bekämpfen, gute Besserung! Danke für allen Einsatz und die vielen Hinweise!


4

0
 
 Bernhard Joseph 8. November 2019 
 

@MartaErdmann oder wie Sie sich sonst hiet nennen

Ich zitierte wohlgemerkt @Serbi1983 und zwar wortgetreu.

Wenn Sie das als Wort im Munde herumdrehen bezeichnen, lässt das eher auf einen höchst eigenwilligen Diskussionstil Ihrerseits schließen.

Interressant auch, dass dem bedrängten @Sebi1983 immer prompt ein aus dem Nichts auftauchender und wieder ins Nichts der Tiefen des Netzes entschwindender "guter" Geist im Wege polemischer Kommentare beispringt!

Aber nun sollte es langsam auch mal Schluss sein mit der fleissigen Öffentlichkeitsarbeit von Maria 2.0!


5

0
 
 Bernhard Joseph 8. November 2019 
 

Lieber Zeitzeuge!

Bei einem RSI-Syndrom ist Schonung unbedingt erforderlich, sollen die Beschwerden nicht chronisch werden. Ich kenne das aus eigener leidvoller Erfahrung!

Was mich wirklich in unserer Kirche entsetzt, ist die allgemein um sich greifende Wendehalsmentalität. Noch vor Jahren fest zu katholischen Lehre stehend, ist man mittlerweile restlos geschmeidig, wenn es um die Verunstaltung des Glaubens geht. Nichts, was den Akteuren noch heilig wäre.

Der Wahrung der Karriere opfert man locker das eigene Gewissen.

Wie Serbi1983 noch vor seiner Wandlung 2016 schrieb, erleben wir gerade eine Katastrophe, die hauptsächlich Papst Franziskus zu vertreten hat, wie Serbi1983 noch vor Jahren klar hervorhob.

Der letzte Sargnagel dieses Pontifikates wurde mit der Amazonas-Synode und dem abschließenden neuheidnisch-pantheistischen Spektakel eingeschlagen.

Ihnen gute Besserung und Gottes Segen!


6

0
 
 Zeitzeuge 8. November 2019 
 

Liebe lesa und Bernhard Joseph! Teil II

Der jetzige Papst ist bzgl. theologischer
Unrichtig- und Ungenauigkeiten bzgl. der
auch ihn absolut verpflichtenden kath.
Glaubens- und Sittenlehre beispiellos
in der Papstgeschichte!

Allerdings waren auch "Assisi I-III"
nicht nur für mich sehr befremdlich,
1986 z.B. wurde eine Buddha-Statue
auf einen Tabernakel gestellt und vor
einem anderen Altar eine rituelle Hühnerschlachtung vorgenommen!

Die nie widerrufene "Königsteiner Erklärung" ist eigentl. schismatisch
und hat den Relativismus in D kirchenamtlich gemacht!

Ich kann Splitter und Balken unterscheiden, im Link nochmals
die ccorrectio filialis, die u.u.
von zwei renom. deutschen Theologen
(Winfried Aymans u. Hubert Windisch)
unterzeichnet wurde.

In eig. Sache: Zu meinen täglichen Grundbehinderungen kam eine Achillessehenentzündung, die jetzt
wieder fast weg ist, dafür jezt ein
RSI-Syndrom, so daß ich auch hier kürzer treten muss, evtl. Schweigen
bedeutet natürlich keine Zustimmung!

GOTTES Segen Ihnen u. allen hier!

www.correctiofilialis.org/de/


5

0
 
 Zeitzeuge 8. November 2019 
 

Liebe lesa und Bernhard Joseph! Teil I

Im Link nochmals die Info des Erzbistums
Salzburg bzgl. der Pastoral bei den Piusbüdern, auf Seite 85!

Diese ist zu revidieren bzgl. der aufgehobenen Exkommunikationen und zu ergänzen um die von Papst Franziskus erteile Beichtjurisdiktion und der grds. erteilten Vollmacht zur Eheassistenz.

Ich habe bereits gesagt, daß ich kritischer Sympathisant der PB bin,
der nicht alle deren Pos. teilt, aber
Berührungsängste habe ich auch keine
i.S. der Salzburger Richtlinie.

Wenn ich jetzt aufzählen müßte, was mich seit Jahrzehnten alles in unserer
hl. Kirche, verursacht durch unwürdige
Amtsträger, befremdet, würde das ein
sehr langer Beitrag, beispielhaft ist
die erschreckende Passivität der Verantwortlichen gegenüber den mit
Missio canonica an Uni und Schule Irrlehren verbreitenden Theologen/innen.

Missbrauch der Missio canonica scheint
kein Delikt mehr zu sein, zum Schaden
des Seelenheils Vieler.

T. 2 folgt!

www.kirchen.net/fileadmin/user_upload/subportale/Generalvikariat/Verordnungsblaetter/Archiv/54651_VB_2006_gesamt_fuer_Internet.pdf


4

0
 
 Bernhard Joseph 8. November 2019 
 

Korrektur

Sollte natürlich "sola scriptura" heißen.

Das Bemerkenswerte am Protestantismus a la EKD ist, dass man das sola scriptura geradewegs in der nächsten Ideologietonne entsorgt.

Unzucht: abgeschafft, gibt es nicht mehr
Hölle: ein Märchen, ebenfalls abgeschafft
Der Teufel: lediglich ein Mittel der Indoktrination
Eine feste Lehre: abgeschafft und durch eine Hermeneutik des Zeitgeistigen ersetzt
Leben nach dem Tod: abgeschafft, dafür aber die Vision einer erlösten Welt im Sozialismus
Auferstehung Jesu: Ein Trick, um die Gläubigen bei der Stange zu halten.


6

0
 
 Bernhard Joseph 8. November 2019 
 

Hochgeschätzter Hadrianus Antonius!

Erzbischof Lefebvre widersprach immer deutlich, dass er eine neue Kirche gegründet habe:

„Ich bin kein Anführer einer Bewegung, noch viel weniger das Haupt einer eigenen Kirche. Ich bin nicht, wie man unaufhörlich schreibt, ‚der Anführer der Traditionalisten‘. Ja man ist sogar soweit gegangen, gewisse Leute als ‚Lefebvristen‘ zu bezeichnen, als ob es sich um eine Partei oder ein eigenes theologisches Lehrsystem handelte. Das ist eine unzulässige Redeweise. Ich vertrete auf religiösem Gebiet keine persönliche Lehre. Mein ganzes Leben habe ich mich an das gehalten, was man mich auf der Schulbank des Französischen Seminars von Rom gelehrt hatte, nämlich die katholische Lehre, wie sie das Lehramt seit dem Tod des letzten Apostels, der das Ende der Offenbarung bedeutet, von Jahrhundert zu Jahrhundert überliefert hat.“

Soweit "Lefebvre".

Wer aber eine neue Kirche sich ERFINDEN will, dass sind die Maria 2.0 Bischöfe, wie Bätzing & Co., die das sogar klar und deutlich sagen.


6

0
 
 Bernhard Joseph 8. November 2019 
 

@Sebi1983 - Wieder mal ertappt

Ihre Wendehalsmentalität in Ehren, aber dass der Protestantismus der EKD noch irgend mit Katholizität, wie sie vor dem Pontifikat von Papst Franziskus, das Sie ja selbst noch im Jahr 2016 als "Blockierung des päpstlichen Amtes" und "Offenbarungseid" bezeichneten, übereinstimmen sollte, wollen Sie doch nicht im Ernst behaupten.

Soll ich mal einiges aufzählen:

- Frauenpriestertum
- Homoehe
- Ehescheidung
- Jesus als inspirierter Revolutionär
- Plebiszitärer Aufbau der Gemeinden
- Ablehnung des Papstes als Kirchenoberhaupt
- solar scriptura
...

Lesen Sie mal, was der Philosoph Günter Rohrmoser, der evangelisch noch in einem konservativen Sinne war, zur Entwicklung der EKD schon in den frühen 80er Jahren schrieb.

Aber klar, wo sich eben eine geheimnisvolle Wende vollzog, da kann man durchaus eine Nähe zu den oben aufgeführten Realitäten in der EKD empfinden!

Nun ist mir auch klar, auf welcher Linie hier Ihr "Credo" liegt!


4

0
 
 Hadrianus Antonius 8. November 2019 
 

@Sebi1983 cfr. Dubia

Wenn Sie die frühere Haltung der FBK zu der FSSPX nicht kennen, sollten Sie sich kundig machen.
Eine jetzige "Haltung" gibt es nicht , weil alles in Auflösung begriffen ist.
Betr. das Nicht-Antworten(wollen) von PF auf die 5 Dubia verweise ich Sie nach dem Interview von PF in der nordbelgisch-niederländischen, früher von Jesuiten geführten kleinen Zeitschrift Tertio (Aufgepasst!Lektüre kostet Geld!) und dessen Vorgeschichte (andersweitig sehr schön dokumentiert und beschrieben (kostenfrei!!)).
Quousque tandem Catilina abutere patientia nostra...?


4

0
 
 Bernhard Joseph 8. November 2019 
 

Liebe @lesa!

Ich habe da mal zitiert, was der gute Sebi1983 noch 2016 zur Nichtbeantwortung der Dubia durch Papst Franziskus geschrieben hat.

Da ist sogar vom "Sargnagel für sein Pontifikat" die Rede und nun auf einmal ist der gute Sebi1983 zum anschaulichen Beispiel eines Wendehalses geworden.

Nichts mehr mit "Sargnagel" oder "Blockierung des päpstlichen Amtes als oberster Lehrer der Kirche", sondern lammfrommes Gerede von der Eintracht der Kirche und dass der Papst doch immer nur das Beste für uns arme Schäflein will.

Wurde da vielleicht an höherer Stelle eingegriffen!

Wer weiß, zumindest hat der gute Sebi mal Klarer gesehen als heute, was das Pontifikat von Papst Franziskus anbetrifft: "Eine Katastrophe!"


5

0
 
 Bernhard Joseph 8. November 2019 
 

@Sebi1983 - Das Doktrinelle hat doch unter Papst Franziskus überhaupt keine Bedeutung

Wäre es anders, dann müsste Papst Franziskus doch die Dubia der Kardinäle beantworten, die sich explizit auf den Kern des katholischen Glaubens und der Lehre beziehen.

Insofern haben wir heute eine Situation, in der man sagen kann, dass ein Katholik aus doktrinellen Gründen dem Papst den Gehorsam verweigern darf!

Wie antworteten Sie einmal einem anderen User auf die Frage: "Warum antwortet der Papst nicht?"

Sebi1983:
"Zu Ende gedacht würde das bedeuten,... es ihm nun unmöglich macht, seiner Aufgabe als Inhaber des obersten Lehramtes der Kirche in nötiger Klarheit nachzukommen: eine Blockierung des päpstlichen Amtes als oberster Lehrer der Kirche.

Egal, wie man zum momentanen Inhaber des Papstamtes steht, würde das bedeuten, dass dem Papstamt - bewusst oder unbewusst - massiver Schaden zugefügt wurde.

Für Papst Franziskus würde das der Offenbarungseid für seine Politik und der Sargnagel für für sein Pontifikat ...

Eine Katastrophe!"
_

Und plötzlich nun die 180° Wende !


5

0
 
 lesa 8. November 2019 

Bald ist der Karren an der Wand

@Lieber Bernhard Joseph: Da haben Sie ganz sicher recht. Es wird weitgehend mit ideologischem Maß gemessen. Eine klein gewordene und erneuerte Kirche wird nicht mehr die ganzen reißenden Wölfe dulden. Aber bald ist "der Karren an der Wand". Dann hört das üble Treiben auf.


3

0
 
 Bernhard Joseph 8. November 2019 
 

@Sebi1983 - II

Wenn man sich anschaut, welche lehramtlichen Differenzen heute zwischen den einzelnen Bischöfen in der Kirche vorherrschen, wie offen z.B. pantheistische Positionen als angeblich mit der katholischen Lehre vereinbar ausgegeben werden, wie das Ehesakrament lehramtlich erodiert, der priesterliche Dienst banalisiert und trivialisiert wird, Forderungen nach Frauenpriestertum von Bischöfen Unterstützung erfahren, von einem Erfinden einer neuen Kirche gesprochen wird, dann kann man in der Tat nur lachen über einen Klerikalismus, der lediglich noch einem hohlen Papalismus huldigt.

Die Pius-Brüder stehen, im Gegensatz zur Mehrzahl der Jesuiten, weiterhin in der katholischen Tradition.

Nach den jüngsten Ereignissen in Rom ist doch die Rolle von Bergolio als Papst sehr fragwürdig geworden. Könnte es sein, dass eben das Amt in seiner Autorität verfällt, wenn es sich von den Inhalten löst, die die Autorität erst begründen? Ist der Papst völlig frei und kann den Glauben grundlegend verändern?


5

0
 
 Bernhard Joseph 8. November 2019 
 

@Sebi1983

Dass die Pius-Brüder der kurz nach dem Konzil einsetzenden Interpretation des II. Vaticanums ablehnend gegenüberstehen, ist allgemein bekannt. Es geht dabei um die Frage, ob diese Interpretationen radikal progressiver Kräfte in der Kirche noch in der Tradition der Lehre der Kirche stehen oder eben nicht mehr.

Sie sollten wissen, dass am 5. Mai 1988 schon ein Einigungsprotokoll zwischen den Pius-Brüdern und der Glaubenskongregation unter Kardinal Ratzinger(!) als Präfekt formuliert wurde. Als dann wenig später Lefebvre mehrere Bischöfe weihte, weil er auf Grund seines Gesundheitszustandes und Alters befürchtete, dass die apostolische Sukzession in der Pius-Bruderschaft verloren gehen könnte und die Bruderschaft somit sich zwangläufig auflöse, wurden die Gespräche abgebrochen.

So grundlegend, wie Sie nun wieder unterstellen, waren die lehramtlichen Differenzen also nie.

Der Ungehorsam der unerlaubten Bischofsweihen waren das zentrale Thema zwischen Rom und den Pius-Brüdern.


3

0
 
 lesa 8. November 2019 

Appell und Möglichkeiten

@Sebi 1983: Es scheint allzu begreiflich, dass die Piusbrüder im Moment sich alles andere vorstellen können, als zurückzukehren! Möge Gottes Wille und SEIN Geist sie führen und leiten!
Persönlich würde ich wahrscheinlich nie "wechseln", auch wenn es noch so unerträglich wird. Das Urteil über andere Reaktionsweisen überlasse ich Gott. Die Piusbrüder sind jedenfalls ein Appell für unsere allzu verwässerte und inzwischen sogar von Verwirrung und neuerlicher Spaltung bedrohten Glaubensgemeinschaft.
Gott sei Dank dürfen wir wenigstens über die Neuevangelisierungsmedien und Glaubensoasen sehr viel von der ganzen Fülle, Wahrheit und Schönheit unseres Glaubens, dass sich das Wort von Kardinal Sarah bewahrheitet: Wir wissen und glauben fest, dass es im Inneren der Kirche stets genügend Licht für diejenigen geben wird, die aufrichtig Gott suchen." (Kardinal Sarah)
Hoffentlich lernen immer mehr Mitmenschen diese Möglichkeiten kennen!


2

0
 
 Sebi1983 8. November 2019 
 

@lesa

Eine kleine Korrektur: Das Schreiben stammt aus der Zeit des Pontifikats Benedikt XVI., nicht aus seiner Zeit als Kardinal. Es ist also eine Einordnung der Piusbrüder durch den Papst selbst, die zudem an den gesamten Weltepiskopat gerichtet ist. Daher hat es besonderes Gewicht zu.

Natürlich kann und soll man sich über das Gute und dem Glauben Entsprechende bei anderen freuen: bei der Piusbruderschaft genauso wie bei anderen von der kathol. Kirche getrennten Kirchen (z.B. orthodoxe Kirchen) und kirchl. Gemeinschaften (ev. Gemeinschaften), wie überhaupt für das gute Tun aller Menschen guten Willens.

Schön wäre es, wenn sich die Piusbruderschaft dazu entschließen könnte (wie die Petrusbruderschaft), zur vollen Gemeinschaft mit der kath. Kirche zurückzukehren. Leider sperrt sie sich bislang, die kirchl. Lehre voll und ganz anzuerkennen (deswegen spricht BXVI. von doktrinellen Fragen).

Aber Gottes Geist kann auch hier wie bei anderen in die Irre Gegangenen Bekehrung erwirken.


4

0
 
 lesa 8. November 2019 

In vielem vorbildhaft

@Sebi 1983: Das Schreiben von Josef Ratzinger kenne ich, die Position und Stellungnahme von Kardinal Müller auch. Das heißt noch lange nicht, sich über das der Kirche entsprechende, das sich ganz offenkundig bei ihnen findet, zu freuen.
Lieber @Bernhard Joseph: "Ist denn keiner umgekehrt, um zu danken?" fragte Jeus den Einzigen, der nach der Heilung umkehrt und ihm dankte. Vielleicht werden sich in nicht allzu ferner Zeit viele zurücksehnen nach dem Geschenk der christlichen Offenbarung!
Gott sei Dank gibt es in deutschsprachigen Ländern auch die Bewegung echter Erneuerung, aber hauptsächlich nicht von diözesanen Strukturen ausgehend.
Tebartz von Elst, Kardinal Müller, Kardinal Pell und viele andere Amtsträger, die nicht so bekannt sind, haben den Widerstand erfahren müssen, von dem jemand sagte:
"Satan sucht jene, die ihm gefährlich sind, zu vernichten - und führt sie dadurch zur Vollendung."


3

0
 
 Sebi1983 8. November 2019 
 

@Bernhard Joseph und @lesa

@Bernhard Joseph:
An meinen Heimatbischof Bode habe ich vor einiger Zeit schon einmal einen kritischen Brief geschrieben; damals ging es um Frauen und sakramentales Weiheamt. Da kam nicht einmal eine Eingangsbestätigung... Die Mühe werde ich mir also nicht mehr machen.

@lesa
Zu den Piusbrüdern siehe das Schreiben von Papst Benedikt XVI. an den Weltepiskopat vom 10.03.2009. Dass die Einordnung der Piusbruderschaft durch Papst Benedikt XVI. selbst bei kath.net-Postern so wenig Gehör findet, befremdet mich.


3

0
 
 Sebi1983 8. November 2019 
 

@Hadrianus Antonius

Die Haltung der franz. Bischöfe zur Piusbruderschaft kenne ich nicht.

Papst Benedikt XVI. schreibt 2009 an den Weltepiskopat: "Dass die Bruderschaft Pius’ X. keine kanonische Stellung in der Kirche hat, beruht nicht eigentlich auf disziplinären, sondern auf doktrinellen Gründen (...)Um es noch einmal zu sagen: Solange die doktrinellen Fragen nicht geklärt sind, hat die Bruderschaft keinen kanonischen Status in der Kirche und solange üben ihre Amtsträger, auch wenn sie von der Kirchenstrafe frei sind, keine Ämter rechtmäßig in der Kirche aus."

http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/letters/2009/documents/hf_ben-xvi_let_20090310_remissione-scomunica.html


4

0
 
 lesa 7. November 2019 

Licht des Glaubens

Lieber @Bernhard Joseph: Nach dem Link mit den Äußerungen von Bischof Bode (wie ein Bischof in unserer Zeit noch immer so denken kann ist unbegreiflich) ist der Text des heutigen "Licht des Glaubens, den uns Armin Schwibach durch kah.net heute bereitgestellt hat, "Die Vernunft des Glaubens"
ein helles Licht. Der Text trifft genau den Kern des Problems, das auch Sie heute in mehreren Kommentaren sehr klar offen gelegt haben. Beten wir viel um Licht für von Vernebelung heimgesuchte Bischöfe. Es ist ein geistiger Kampf.


4

0
 
 Bernhard Joseph 7. November 2019 
 

@Sebi1983 - Ergänzung

Wenn ich mir den ganzen Schmonzes auf katholisch.de bezüglich Maria 2.0 Forderungen, die Ausführungen von Bischof Bode oder auch von Bischof Bätzing zum Thema Zölibat durchlese, dann kommt mir das alles sehr bekannt vor, weil vor wenigen Stunden genau hier gelesen.

Die Öffentlichkeitsarbeit progressiver Bistümer funktioniert scheinbar doch recht gut, trägt sie doch unversehens auch hier reiche Früchte!


5

0
 
 Bernhard Joseph 7. November 2019 
 

@Sebi1983 - Achtung, vor Wut schäumen kann ungesund sein!

Bischof Bode und Bischof Bätzing sind theologisch gesehen wie zwei eineiige Zwillinge im Geiste von "Maria 2.0"!

Siehe hierzu den aufschlussreichen Artikel auf katholisch.de: "Bischof Bode unterstützt "Maria 2.0".

Oder folgenden Artikel dort: "Bischof Bode: Priester mit Familie und Zivilberuf vorstellbar"

Oder folgender Artikel: "Maria 2.0 feiert Wortgottesdienst vor Berliner Hedwigs-Kathedrale"

Zentrale Forderung war: "Auch Frauen sollten Priester werden können"

Sollten Sie da nicht dringend mal bei Ihrem Bischof vorbeischauen - sagt man übrigens in Osnabrück auch "gel" - und ihm ordentlich die Leviten lesen bezgl. Unterstützung von Maria 2.0?

Da müsste Ihnen doch das Herz brennen ob den schismatischen Wirrnissen direkt vor Ihrer Haustür, statt sich an den netten Pius-Brüdern aufzureiben, die für den Progressismus natürlich eine einzige Provokation darstellen, weil sie eben trotzig an katholischen Glauben festhalten.

www.katholisch.de/artikel/21640-bischof-bode-unterstuetzt-maria-20


4

0
 
 Hadrianus Antonius 7. November 2019 
 

Doktrin

Interessant daß @Sebi1983 hier jetzt schreibt über "doktinäre Unterschiede" bei der FSSPX.
Die französische Bischofskonferenz verleugnete dies nämlich vehement und fixierte sich auf "Gehorsamaverweigerung", "Schisma", Schimpfwörtern und jahrzehntelages Kujonnieren mit allen möglichen Tricks.
Erst Ende 2018 gab die FBK betreten zu, daß in den Gesprächen mit der FSSPX "über die Doktrin" zu sprechen war.
Das ist schon mal etwas.
In Anbetracht der desaströsen Situation der Modernisten in Frankreich (das größte Seinar, der Brüder v. St.-Martin, ist traditionsfreundlich) und besonders der Katastrophe bei den Dominikanern (totlaufend bei Le Saulchoir, postkonziliär-renovierend verbunden mit den Brüdern v. St.-Jean (jetzt völlig manövrierunfähig durch Pädo-Mafia ihres spirituellen Gründrrs &Cie) und mit der "Arche", ist das Debakel Komplett.
Sehr interessant dazu die Texte v. P. Alain-Victor Berto OP (+1968)


6

0
 
 lesa 7. November 2019 

Nicht blind sein!

@Sebi 1983: So froh man sein kann, dass eine kathol. Messe ohne liturg. Missbrauch auch im NO überhaupt noch erreichbar ist und einem angesichts des "Spaltevorgangs" (den der Durcheinander in unserer Kirche wesentlich mitverursacht hat)nicht wohl ist: Die Verteidigung der Piusbrüder ist unter der Rücksicht durchaus vertretbar, dass z.B. Familien und Kinder, die religiös in einer Weise sozialisiert sind, wie es in unseren "katholischen Breiten" eher selten ist. Die nehmen eine christliche Lebensgestaltung ernst und kennen die Inhalte des Katholischen Glaubens. (Das ist natürlich auch so zu erleben bei Familien, die der Petrusbruderschaft nahestehen.)
Die Artikel in der regelmäßig erscheinenden Zeitschrift der Piusbruderschaft bietet Substanz in einem Maß, von der man angesichts der oft relativistischen Verkündigung in unserer Kirche nur träumen kann. Soll dies alles nicht verteidigt und als undifferenziert "schismatisch" abgetan werden? Das würde an Blindheit grenzen.


4

0
 
 Zeitzeuge 7. November 2019 
 

Lieber Bernhard Joseph!

Ich kenne einen sehr guten Relativismus/Häretikertest:

Die 5 Dubia!

Wer diese unaufgebbaren Grundsätze der
christl. Moral versucht zu "zerreden",
ist Relativist!

Wer sie nicht im Sinne der verpfl., überlieferten kath.
Morallehre beantwortet, ist Häretiker,
die Glaubensverpflichtung betr. fides
et mores!!

Besteht bei Nichtbeantwortung, dafür gibt es keinen gerechten Grund, nicht ein Verdacht auf Lehrabweichung
bzgl. fundamental-moraltheologischer
Grundsatzfragen?

Ich habe nicht den geringsten Zweifel,
daß z.B. die Piusbrüder, die den Papst
im Messkanon nennen und denen bis heute
niemand eine haeresis manifesta nachweisen konnte, diese Dubia pflichtgemäß lehrgenau beantworten.

Im Link die Dubia aus kath.net!

Darin sind bei korrekter Beantwortung
die klaren Begriffe der verpfl.
kath. Moral enthalten, die niemals relativiert oder gar geleugnet werden
dürfen von kath. Gläubigen inkl. der
Hierarchie und jede Nichtbeantwortung
erzeugt Verunsicherung und neue, ernsthafte Fragen!

kath.net/news/57463


4

0
 
 Bernhard Joseph 7. November 2019 
 

Aber werter @Sebi1983!

Es ist ja verständlich, dass Sie hier auf kath.net so vehement Ihrem Bischof beispringen, nur sollten Sie es doch nicht auf Kosten des rechten Glaubens tun!

Ihr Relativismus springt einem stets sehr deutlich ins Auge, stört es Sie doch nicht, dass ein Bischof sich die eindeutig häretischen Forderungen der Maria 2.0 Aktivistinnen zum Gegenstand seiner Verkündigung macht.

Auch die Verehrung pornografischer Figuren scheint für Sie noch Ausdruck genuinen katholischen Glaubens zu sein.

Mich beschleicht immer mehr das Unbehagen, dass da einer in seinem warmen kirchlichen Nestchen sitzen könnte, abgestellt für eine bestimmte Art von Öffentlichkeitsarbeit.


8

0
 
 lesa 7. November 2019 

Der Himmel hat gesprochen

Es war ihre Heiligsprechung nicht etwa eine persönliche Präferenz von Joh. Paul II.
Der Himmel hat vor kurzem auf die Bedeutung dieser Zeugin Christi und Kirchenlehrerin an ihrem Gedenktag, dem 9. August, durch ein Zeichen in der Schöpfung, das biblisch bedeutungsvoll und mit dem Ihr Leben und Sterben im Einklang ist, hingewiesen.
Mehr darüber zu sprechen ist nicht notwendig und nicht sinnvoll. Es gibt allerdings Menschen in der Nachfolge Christi, die darum wissen.


3

0
 
 lesa 7. November 2019 

Manipulieren hilft niemandem

@Sebi 1983: Gewiss wollten Sie sagen Joh Paul II. war ein großer VEREHRER von Edith Stein.

Ja, es ist seit der Neuzeit der Hang, zu vereinnahmen und zu manipulieren - bis hin zur frechen, frevlerischen Abänderung des Wortes Gottes.
Segen bringt das keinen. Aber die Wahrheit ist was sie ist. Und wenn der Mensch in Abfall und Eigenmächtigkeit sich selber vieles vermasselt, Gott reicht ihm immer neu die Hand und weist den Weg. "Auf IHN sollt ihr hören". (Lk)


4

0
 
 Bernhard Joseph 7. November 2019 
 

@Sebi1983 - Apropos schismatische Splittergruppen

Sind die Maria 2.0 Gruppen und ihre bischöflichen Unterstützer (!) etwa nicht schismatisch?

Die Pius-Brüder haben immerhin den Mut, sich offen der Neukonstruktion der Kirche als neuheidnisch pantheistisches Gebilde zu widersetzen, hingegen arbeitet die Mehrzahl der DBK Bischöfe daran, im stillen Kämmerlein das, was in der Kirch seit 2000 Jahren als verbindliche Wahrheit und gottgefällige Lebensweise galt, über den Haufen zu werfen.

Wer lädt da mehr Schuld auf sich?


5

0
 
 lesa 7. November 2019 

Hoffnung

[email protected]: Es freut mich für Sie, dass Sie beim "Ruanda-Abend" Aufbauendes erlebt haben. Davon gibt es auch noch viel in der Kirche.
Danke zu den Bemerkungen und Angaben bezüglich "Frauenliteratur". Hoffentlich haben Sie auch gelesen, was @Judith-Maria im kath.net Artikel von Bischof Athanasius geschrieben hat an @Selene. Vielleicht wächst dieses Rettende jetzt wieder. Gerade die Frau hat in dieser Dekadenz eine große Aufgabe, das Natürliche, Leben Fördernde neu zu entdecken und zu fördern. Maria 1.o ist eine große Hoffnung.


6

0
 
 Zeitzeuge 7. November 2019 
 

Liebe lesa!

Der "Ruanda-Abend" war informativ und
unterhaltsam, solche Direktspenden-
Sammlungen sind wirklich eine gute Sache, da man ja hierbei über die Verwendung
seiner Spende vorher informiert wird.

Zum Thema "Kirche und Frau" fällt mir
aus dem Stehgreif nur noch

Georg Siegmund: Die Stellung der Frau in
der Welt von heute

ein. Prof.Dr. Georg Siegmund hat uns
viele gute Bücher etc. geschenkt, s. Link!

Dezidiert konservativ-kath. Fachtheologinnen sind m.E. auch im
deutschsprachigen Bereich eher Mangel-
ware, ich lasse mich aber gerne eines
Besseren belehren!

Mir fallen nur ein Frau Prof.Dr. Marianne Schlosser, die em. Alttestamenlerin Prof.Dr. Renate Brandscheidt aus Trier und die leider
schon verst. Prof.Dr. Jutta Burggraf,
die uns u.a. eine kleine Fundamentaltheologie

Grundlagen des kath. Glaubens

hinterlassen hat, neu erh.!

Meine Frau ist i.d. lehramtstreuen

Marianischen Liga, siehe

marianische-liga.de

Einen gesegneten Tag wünsche ich Ihnen
und allen hier!

www.kathpedia.com/index.php/Georg_Siegmund


5

0
 
 Labrador 6. November 2019 
 

Liebe MartaErdmann

Wie schon früher gesagt, fühle ich mich nicht kompetent, an einer theologischen Diskussion teilzunehmen, neige aber aufgrund des hier vorgetragenen eher in Richtung Bernhard Joseph.

Persönlich sehe ich die Notwendigkeit des Zölibat in einer für mich noch nicht restlos erbeuteten Grauzone zwischen ihnen beiden.

Daher sind für mich auch praktische Erwägungen von Bedeutung.
Und gerade jene, die viri probati nicht ausschließen, sollten eher gestern als heute ein ganzes Bündel an praktischen Fragen klären, bevor sie ihre theoretischen Überlegungen in die Tat umsetzen.

Ich kann das weder hier in Blog noch durch die kirchliche Hierarchie erkennen. Kämen da vermehrt Anfragen an unierte Kirchen, ich würde davon hören…

Verweise auf einzelne Ausnahmen, wo man vorgibt Erfahrungen damit zu machen, halte ich dabei für trügerisch um die Auswirkungen in der Breite abzuschätzen.

Mein Eindruck: Man schraubt da herum ohne irgend eine Folgenabschätzung,a la in 12 Jahren sind wir alle tot.


4

0
 
 Sebi1983 6. November 2019 
 

@Zeitzeuge

Da liegen Sie richtig. Ich konnte mich erinnern, dass ich irgendwo bei Edith Stein in dieser Richtung etwas gelesen hatte, konnte mich aber nicht mehr erinnern, in welchem Buch das gewesen war. Im Internet bin ich schnell fündig geworden unter:
http://www.theologie-heute.de/ANMERKUNGENZURFRAUENIRDINATION.pdf


4

0
 
 lesa 6. November 2019 

Sie hat es gelebt

@Sebi 1983: Es ist bekannt, dass Edith Stein ideologisch missbraucht wird in dieser Frage. (Das ändert nichts an ihrer Autorität) Meistens wird nur gesagt: Dogmatisch steht nichts gegen das Priestertum der Frau. Der Rest wird weggelassen.
Zudem: Was sie hier gesagt hat, war im ausgereifteren Stadum ihres Nachdenkens über die Frau in der Kirche. Zudem war sie mit Gertrud von Le Fort im Austausch. Hans Urs von Balthasar wird auch wissen, warum er sie so und nicht anders zitiert hat.


3

0
 
 Bernhard Joseph 6. November 2019 
 

Liebe @lesa, man erkennt eben, wie die Untergrundtaktik der Zersetzung funktioniert

Diejenigen, die heute so munter am Abriss der Kirche sich beteiligen, die glauben, sie könnten sich eine neue Kirche erfinden, wie der Limburger Bischof Georg Bätzing, werden statt dessen in absehbarer Zeit vor den Trümmern ihres Tuns stehen.

Dann wird das Jammern und Zähneknirschen groß sein.

Selbst hartgesottene Atheisten, wie Richard Dawkins schwant langsam, welche Barbarei da im Anzug ist.

Was aber diese Ideologen einfach nicht in ihr Hirn bekommen, ist, dass ein Glaube, den der Mensch sich erfindet, letztlich immer hohl bleibt und früher oder später von der Bildfläche verschwindet.

Wenn ich sehe, wie wütend eine bestimmte Sorte von Usern hier wieder wütet, nur weil ich versuchte, konkret deutlich zu machen, welch tiefer Sinn im Zölibat liegt und mit welch großzügiger Herzlichkeit einem dann begegnet wird, dann weiß man, dass da der Schein die tragende Substanz des Glaubens ist.


4

0
 
 Bernhard Joseph 6. November 2019 
 

@MartaErdmann

Könnte es sein, dass Sie da immer mal unter verschiedenen User-Namen hier schon unterwegs waren?

Selbstverständlich kann man Ihre Argumentation auch bis zum Frauenpriestertum fortentwickeln.

Und der in der kirchlichen Dogmatik höchst beschlagene Zeitzeuge hat bezüglich ja auf DH 1810,NR 744 hingewiesen.

"Wer sagt, der Ehestand sei dem jungfräulichen Stand oder der Ehelosigkeit vorzuziehen, und es sei
nicht besser und seliger, in Jungfräulichkeit und Ehelosigkeit zu
bleiben, als eine Ehe einzugehen,
der sei ausgeschlossen."

Interessiert halt nicht!


6

0
 
 lesa 6. November 2019 

Eines bedingt das andere

@Lieber @Bernhard Joseph: Erst jetzt komme ich dazu, die Fortsetzung "Glaube als Geschenk" zu lesen. Vielen Dank! Das also steckt hinter der Qualität Ihrer Beiträge und hat Sie geschmiedet!
Was am meisten prägt, ist eine existentielle Begegnung mit dem Unglauben und der erlösende Kontrast des Geschenkes des Glaubens. Dies ist ein Moment, der vielen Menschen unserer Tage fehlt auf Grund des Wohlstands, ohne dass sie etwas dafür können. (In Medjugorje ruft die Gospa daher zu Gebet und Fasten auf als Heilmittel, zur Öffnung für den Heiligen Geist.) Ich teile Ihre Überzeugung voll und ganz, dass der Zölibat, als ergänzender Pol zur christlichen Ehe notwendig ist, damit die Kirche nicht zerfällt. Die Ehe ist von Christus geheiligt. Und der Zölibat bezeugt das Leben des Auferstandenen. Max Thurian, einer der größten Theologen, hat dies auch so dargelegt, und es ist gänzlich einleuchtend. Nicht nur das, die Realität erweist es ja: Was aus Gemeinschaften wird, die den Zölibat aufgeben...


4

0
 
 lesa 6. November 2019 

Was die Hl. Edith Stein zum amtl. Priestertum d. Frau sagte:

"Dogmatisch scheint nichts im Wege zu stehen. Dagegen spricht die gesamte Tradition von Urzeiten bis heute, viel mehr aber noch die Tatsache, daß Christus als Menschensohn auf die Erde kam, daß darum das erste Geschöpf auf Erden, das in einem ausgezeichneten Sinn nach Gottes Bild geschaffen wurde, ein Mann war-das scheint mir darauf hinzuweisen, daß er zu seinen amtlichen Stellvertretern auf Erden, nur Männer einsetzen wollte. Wie er aber einer Frau sich so nah verbunden hatte wie keinem anderen Wesen auf Erden und sie so sehr zu seinem Bilde geschaffen wie keinen Menschen vorher und nachher, wie er ihr für alle Ewigkeit eine Stellung in der Kirche gegeben hat wie keinem anderen Menschen, so hat er zu allen Zeiten Frauen zur innigsten Vereinigung mit sich berufen, als Sendboten seiner Liebe, als Verkünderinnen seiner Herrschaft in den Herzen der Menschen. Einen höheren Beruf als den der Braut Christi kann es nicht geben …
Hl. Edith Stein, du bist Kirchenlehrerin. Bitte für uns!


3

0
 
 lesa 6. November 2019 

Ein Sinnzusammenhang, den es zu erfassen gilt

@MarthaErdmann: Sie sind sehr versiert, alle Achtung! Mit Ihrem Plädoyer für klare Begrifflichkeit rennen Sie bei mir offene Türen ein, und bei @Bernhard Joseph erst recht. Im weiteren schließe ich mich seinen Gedanken an. Es geht um einen Sinnzusammenhang, der aber zu erfassen ist ...


3

0
 
 Bernhard Joseph 6. November 2019 
 

Liebe @lesa

Es fällt immer wieder auf, dass diejenigen, die den Zölibat für nebensächlich erklären, dies stets im Wege eines abstrakten Formalismus tun.

Ganz entschieden wird eine breite inhaltliche Auseinandersetzung darüber, was im zölibatären Leben sich verwirklicht, vermieden.

Zwar betont man stereotyp, dass der Zölibat einen hohen Wert habe, lässt aber weg, worin eben dieser Wert konkret(!) und umfassend besteht.

Im Gegenteil, man erklärt ihn im gleichen Atemzug für überflüssig, weil der priesterliche Dienst das zölibatäre Leben ja problemlos entbehren könne.

Damit wird der Zölibat vom priesterlichen Dienst, auf den er ja bezogen ist, abgelöst und sinnfrei in den Raum gestellt.

Dahinter steht eben das Motiv, den Zölibat sinnlos werden zu lassen.

Der Verzicht auf die Ehe bei strenger sexueller Enthaltsamkeit lässt den Glanz der Heiligkeit erstrahlen, der dem priesterlichen Dienst immer anhaften sollte.

Das Heilige ist aber mittlerweile in unserer Kirche unter Verruf geraten.


5

0
 
 lesa 5. November 2019 

Wer es fassen kann, fasse es

@MarthaErdmann: Sie argumentieren immer auf der pragmatischen, begrifflichen Ebene. Aber sowohl die Ehelosigkeit Jesu, als die der Zölibatären haben eine diese weltliche Ebene übersteigende Dimension. Das Du Gottes ist größer, und der geglückte Zölibat ist darum, wie die Heiligen beweisen, ein entsprechend größere Kraft, zu lieben, nämlich eine von Gott selber her, der ein zölibatär lebender Mensch Raum gibt. Anhand Ihrer Argumentationsweise wird mir das Wort Jesu noch deutlicher: "Wer es fassen kann, fassen. Nicht alle fassen es."
Was nicht heißt, dass Sie das noch tiefer verstehen werden.


2

0
 
 Bernhard Joseph 5. November 2019 
 

@Labrador

All Ihre Fragen sind berechtigt und zeigen, dass es dieser Synode nicht um Missionsanliegen geht, sondern darum eine "neue Kirche" zu erfinden.


8

0
 
 Bernhard Joseph 5. November 2019 
 

Liebe @lesa - Glaube als Geschenk - Schluss

Auf Grund meines verwandtschaftlichen tiefen Einblicks auch in die protestantische Kirche, kann ich definitiv sagen, dass der ganze katholische Glaube mit dem Zölibat steht oder fällt. Dass die Ostkirchen noch nicht gefallen sind, hängt eben am Zölibat der römisch-katholischen Kirche, der noch die Leuchtkraft bis in diese Kirchen hinein hat.

Wo die Nachfolge Christi nicht in der Radikalität, die nun mal der Zölibat darstellt, gelebt wird, da zerfällt sukzessive die Glaubwürdigkeit des Priesters. Er wird zur alltäglichen Gestalt ohne tieferes Charisma, ein bloßer Bürokrat.

Viele Pastoren sehen sich als Kumpel und so sieht dann auch der "Gottesdienst" aus. Dass da keine Antworten auf die letzten Fragen des Menschen gegeben werden, ist klar.

Im Protestantismus gibt es das Leiden nicht mehr als unaufhebbare Realität unseres Seins. Das Sündenbewusstsein ist zumindest in der EKD gleich null. Das alles hat klar mit der Lebensrealität derer zu tun, die den Glauben verkünden.


5

0
 
 Bernhard Joseph 5. November 2019 
 

Liebe @lesa - Glaube als Geschenk

Diese marxistischen Dogmatiker rekurieren immer auf die Systemimmmanenz, übersehen aber dabei, dass die Realität sich dem System nicht restlos einfügt, sondern sich diesem widersetzt.

So Ähnliches findet es sich auch bei vielen progressiven und leider auch konservativen Theologen, die glauben, wenn sie mit bestimmten formalistischen Begriffskonstruktionen um sich werfen, dann hätten sie die Wahrheit schon "im Kasten".

Ganz so einfach ist es aber nicht.

So lässt sich kirchliches Recht und göttliches Recht nicht restlos voneinander trennen, denn die Kirche ist ja der mystische Leib Christi und somit greift das kirchliche Recht immer über das rein Institutionelle hinaus. Es ist eben nie ein willkürliches Recht sondern es steht im Zusammenhang mit der mystischen Gestalt der Kirche.

Was mich an Joseph Ratzinger immer fasziniert hat, ist seine theologische sowie philosophische Kompetenz.

Gleichwohl würde ich Joseph Ratzinger nie derart überhöhen, dass er frei von jeglichem Irrtum sei.


5

0
 
 Bernhard Joseph 5. November 2019 
 

Liebe @lesa, wirkliche Hoffnung auf Erlösung zu haben, ist ein großes Geschenk

Wer seinen Glauben erst im Schmelztiegel unterschiedlichster Glaubensauffassungen und Denkrichtungen bis hin zu radikalem Atheismus, finden musste, der lernt kritisches Denken und Distanz vor allzu glatten Theorien.

Um meinen kleinen Abriss des Lebenslaufes zu vervollständigen. Anfang der 80er Jahre habe ich in Frankfurt unter anderen bei Jürgen Habermas und Alfred Schmidt Philosophie studiert und dabei fundierte Einblicke in die marxistische Theorie gewonnen. Auch das hat mir später geholfen, eine sehr klare Distanz z.B. zur Befreiungstheologie zu halten, die klar vom marxistischen Denken bestimmt ist, wobei sie in übler Weise Glaube mit materialistischer Theorie vermengt.

Alfred Schmidt war übrigens überzeugter Freimaurer, mit der brillanten Gabe, das Denken der Aufklärung in seinen historischen Kontexten darzustellen. Seine Vorlesungen waren immer brechend voll.

Es gibt im Marxismus reine Dogmatiker, wie z.B, Georg Lukács, die ein Theoriegebäude in völliger Stringenz aufbauen.


4

0
 
 Labrador 5. November 2019 
 

Zur Verlogenheit (5) - Zusammenfassung

Würde man viri probati aus pastoralen Gründen einführen, müsste man sich dann nicht mit den „Nebenwirkungen“ beschäftigen?

Etwa
Wie mit Scheidung umgehen?

Mir fällt auf, dass die gk Priestern die ich kenne, typische Frauen haben. Warum wohl? Der Soziologe Marx könnte da forschen…

Mir fällt auf, dass verheiratete gk und vor allem orthodoxe Priester eher in Städten wohnen, wo es (bessere) Schulen für die Kinder gibt und für zölibatäre Priestern der A… des Landes übrig bleibt. Wie wird das wohl in Amazonien werden?

Wie geht man mit den negativen Auswirkungen von Priesterdynastien um?

Das ist eine kleine Auswahl an Fragen, die eigentlich jedem Vertreter pastoraler viri probati, auch K Schönborn unter den Nägeln brennen müsste.

Solange der oben erwähnte Frauentyp im Westen fehlt (zähle Brasilien zum Westen) und solange die Nebenwirkungen verschwiegen werden, gleicht das einem Hail Mary pass im Am. Football.Ball blind nach vorne und beten das ihn ein eigener Spieler fängt


8

0
 
 Labrador 5. November 2019 
 

Zur Verlogenheit (4)

Lateinamerika, ob die Prälaten Overbeck, Marx oder Humes oder brasilianische Laien, mit Ausnahme der missbrauchten „Indigenen Schauspieltruppe“ war die große Mehrheit weiß und so man Bernardo Küster vertrauen kann, politisch weit links

Kardinal Schönborn kritisiert Zulehner für seinen Sager zum Waldviertel, aber seine Kritik bleibt beim letztlich sekundären Größenvergleich hängen. Fundamentale Kritik geht anders…
Da hat sich der gute Professor mal wieder „vorschnell“ verplappert und Kritik ermöglicht. Das übliche Theater. Und K Schönborn kann sich richtig tough zeigen…

Weiters sagt er, die „zentrale Botschaft“ der Synode wäre „die Bedrohung einer für das Weltklima entscheidenden Weltgegend“

Und die Kompetenz der versammelten Prälaten für diese Feststellung?

Man könnte zB sagen, dass jede Weltgegend dieser Größe einen merkbaren Einfluss auf die Welt hat und würde auf der sicheren Seite liegen, aber darüber hinaus?

Wieder einer vom Pferd.
Wird das ein ganzer Reitstall?


6

0
 
 lesa 5. November 2019 

Beeindruckend

Lieber @Bernhard Joseph: Danke für diese Mitteilungen. Sie sind ein großes Geschenk. Da waren Sie von Jugend an in eine große Herausforderung und Auseinandersetzung hineingestellt. Und Sie sind diesen Weg geradlinig gegangen. Ihre Auseinandersetzung war gründlich und restlos aufrichtig. Das Ergebnis: Eine so tiefes, "vernünftiges" und "gläubiges" Durchdringen und Erfassen des Glaubens.
Ich lobe und preise Gott für die Gnade und für die Antwort, die Sie dem Angebot der Offenbarung Gottes durch Christus und die Kirche gegeben haben! Viele profitieren jetzt davon! "Er wird das gute Werk vollenden, das er in Ihnen begonnen hat" (Hl. Paulus)


5

0
 
 Labrador 5. November 2019 
 

Zur Verlogenheit (3)

Überall dort, wo die Bevölkerungsdichte extrem gering ist, ist auch die Versorgung mit allem und jedem schwierig, völlig unabhängig davon, ob es um Schulen, Krankenhäuser oder Kirchen geht.

Wenn es bei den viri probati also darum geht, dass der regelmäßige Messbesuch möglich wird, warum denkt man das nicht bis zum (zugegeben extremen) Ende? Wer kümmert sich um die Bergsteiger in den Basislagern des Himalaya, um die Eremiten in der Wüste oder um die Astronauten auf der ISS? Da sind doch auch Getaufte darunter?
Oder wird das (Achtung Satire) Thema der übernächsten Synode: Jeder sein eigener Priester um eine Rundumversorgung überall sicherzustellen? (Beichtet man dann bei sich selbst? Ende Satire)

Es geht mir nicht darum, mich über Indigene lustig zu machen, ebensowenig unterstelle ich das den Synodenvätern bei den Astronauten.
Aber ich denke, das ist ein.weiterer Baustein, der zeigt, wie hier Indigene von Weißen instrumentalisiert werden, denn egal ob aus Europa oder aus


6

0
 
 Aschermittwoch 5. November 2019 
 

Alles Gute zum Geburtstag

Sehr geehrter Herr Kardinal Schönborn, ich hoffe sehr, dass der Papst Ihrem Rücktrittswunsch entspricht......


4

0
 
 Labrador 5. November 2019 
 

Zur Verlogenheit (2)

und woher sollen die getauften, bewährten Männer für die viri probati für den Urwald kommen, wenn keine Indigenen getauft wurden?
Aus den wenigen Städten der Region?
Indigene, die die von Westlern romantisierte Beschwerlichkeit des „Dschungellebens“ gegen den bescheidenen Komfort der Städte getauscht haben?
Mit Kindern die eine (höhere) Schule besuchen?

Das passt doch Nichts zusammen

Man erzählte uns weiters, dass die indigene Kultur keine sexuelle Enthaltsamkeit kenne (B Kräutler an Mutter denkend kath.net 69386) und dann liest man, das Schamanen vor Zeremonien enthaltsam leben. Wäre das kein Ansatzpunkt?
Mir sind schon vor Jahren Gegner des katholischen Zölibats begegnet, die die Ehelosigkeit des Dalai Lama, buddhistischer Mönche oder hinduistischer Sadhus über den Grünen Klee gelobt haben.

Ob uns B Kräutler da einen Zweifachen vom Pferd erzählt hat?
Sowohl in Hinblick auf die Vermittelbarkeit des Zölibats
Als auch an die Person (Mutter), an die er dabei denkt?


7

0
 
 Bernhard Joseph 5. November 2019 
 

Liebe @lesa,

meine Mutter war evangelisch, mein Vater katholisch, meine beiden Großmütter katholisch und meine beiden Großväter evangelisch. Eine kuriose Mischung, nicht wahr!

Meine Großmutter mütterlicherseits hat mich, was den katholischen Glauben angeht, sehr stark geprägt. Sie war eine tiefgläubige Katholiken, die aber einen Mann geheiratet hat, der auf Grund seiner ostpreußischen Herkunft ein schon fast fanatischer Protestant war. Mein Großvater erzwang, dass meine Mutter evangelisch getauft wurde.

Den Protestantismus, wie ich ihn als Kind erlebt habe, fand ich immer albern, inhaltlich völlig hohl. Es fehlte der tiefere Ernst und statt logischer Stringenz nur unverbindliches Gerede.

Die Pastoren, die mir über den Weg gelaufen sind, waren keine glaubwürdigen Nachahmer Jesu Christi, sondern hatten das Auftreten von verbeamteten Glaubensfunktionären.

Ich bin auch nicht durch blinden Gehorsam zum katholischen Glauben gekommen, sondern durch Aneignung mittels der Vernunft und Herz.


9

0
 
 lesa 5. November 2019 

Vernünftig begründeter aber inkarnierter Glaube

@MarthaErdm: Im letzten Satz Ihres Kommentars sind wir uns einig. Ohne Einbeziehung d. anthropologischen Dimension hätten wir es mit reiner Theorie zu tun.
"Der Priester repräsentiert nicht Christus, wie es ein Botschafter täte, vielmehr handelt es sich um eine Real-Repräsentation, wobei die Kreuzesnachfolge das entscheidende Kriterium ist. Von daher lassen sich grundsätzliche Aussagen im Hinblick auf den priesterlichen Lebensstil ableiten, der in Einklang mit dem Lebensstil Christi stehen muss. Nur dann wird die „Repräsentanz“ des Priesters glaubhaft. Die Präsenz Christi darf nicht allein auf die sakramentale Handlung beschränkt werden, sondern muss im täglichen Leben erkennbar und wirksam werden. Da der Priester von Christus her existiert, ist auch die Teilhabe an der Lebensweise Jesu „angemessen“ (PO 5) für diejenigen, die in seiner Person handeln. Der Zölibat ist daher gemäß der ständigen Tradition der Lateinischen Kirche." (aus d. Schreiben d. Ratzinger Schülerkr., 28.9.2019)


4

0
 
 lesa 5. November 2019 

Anvisierte Ausnahmeregelung: Ein Kompromiss, vor dem die Mutter Gottes warnte!

@Labrador: Danke für Ihre Antwort: Es ist dennoch prophetisch. Es ist die Verwirklichung dessen, was die Mutter Gottes z. B. in Akita (und anderen, auch an kirchlich anerkannten Orten) prophezeit hat (1973). Bischof Ito sah selber, wie Blut aus ihrer Statue floss. Blut, Schweiß und Tränen …!
Verlogen ist es, jawohl, wenn der Vater der Lüge diese Tatsache auch zu verschleiern weiß.
"Betet den Rosenkranz für die Bischöfe und Priester. Das Wirken des Teufels wird sogar in die Kirche eindringen. Man wird Kardinäle sehen, die sich anderen Kardinälen widersetzen. Kirchen und Altäre werden gebrandschatzt werden; die Kirche wird voll sein von solchen, die Kompromisse schließen und der Dämon wird viele … verführen, den Dienst des Herrn zu verlassen.
Betet sehr viel den Rosenkranz. Ich allein kann euch noch helfen, euch vor den Katastrophen zu bewahren, die näher rücken. Jenen, die ihr völliges Vertrauen auf mich setzen, wird die nötige Hilfe zuteil." (aus d. Botsch. v. Akita, 13.Okt. 1973)


5

0
 
 Labrador 5. November 2019 
 

Zur Verlogenheit (1)

Meine Betrachtungen bewegen sich nicht auf theologischer Ebene, dazu fehlt mir das Wissen.
Izmir scheint dieser Ort geeignet, auch den praktischen Teil zu beleuchten.

Um klar zu machen wo ich selbst stehe:
Ich kenne einige gk Priester, die verheiratet sind, hätte also (auf dieser Ebene) prinzipiell kein Problem mit viri probati.
Ich bin mir aber sicher, dass deren Einführung bei uns zu einer mittleren Katastrophe führen würde, die Jahrzehnte dauert und möglicherweise eine Gegenbewegung gleich dem frühen Mönchstum auslösen würde. Mehr dazu weiter unten.

- Das Einzugsgebiet des Amazonas ist riesig, soweit stimme ich dem Kardinal zu und
- es wird als pastoral unterversorgt beschrieben (in Hinblick worauf? Quadratkilometer pro Priester oder Getaufte pro Priester?) da hätte ich eine wie mir scheint entscheidende Frage nachgelegt, denn wenn Indigene nur von Evangelikalen getauft werden, nicht aber von Katholiken (zB B Kräutler), wer soll dann von den viri probati versorgt werden?


5

0
 
 lesa 5. November 2019 

Hingabe schafft Rettung (Johannes Bours)

[email protected] Joseph: Damit haben Sie die Lage ziemlich umfänglich umrissen, danke! Als jemand, der nicht im Kloster, sondern mitten in der Welt lebt, und eher von der Sozialarbeit als von der Wissenschaft her kommt, spüre ich die ganze Gefahr bzw. was den Menschen geraubt wird. Die brauchen Christus, mit allem was zu ihm gehört. "O Jesu, all mein Leben bist du, ohne dich nur Tod." Es nicht nur ein hübsches Kirchenlied. Es ist wahr. Es gibt im Weinberg den realen, täglichen Kampf gegen Tod und Teufel. Den hat der Herr am Kreuz besiegt. Hoffentlich ist Papst Franziskus barmherzig genug, um das zu realisieren. Nicht die Ideologen, die das Elend anzetteln, werden es zunächst ausbaden, wenn das Salz der erlösenden Kreuzesnachfolge noch mehr verschwindet, sondern andere. ". In Zeiten der Krise und der schmerzhaften Reinigung der Kirche sind es nicht in erster Linie Strukturreformen, die Heilung und Hilfe bringen, sondern das authentisch gelebte Glaubenszeugnis. (R. Sch.kr.28.9.2019!)


5

0
 
 Labrador 5. November 2019 
 

Liebe lesa - ich halte Ihre Prognose für so zwingend, dass ich mich scheue

dafür das Wort prophetisch zu verwenden

Der Mechanismus, den Sie beschreiben, begleitet mich seit meiner Jugend.
Man(n) versteckt sich hinter zumindest gefühlt Nachvollziehbaren, wie ein gütiger Ordner einen Vater in Lumpen aber in Vereinsfarben mit seinen drei Kindern reinläßt, sich aber dahinter eine ganze Schule von Bobo- Kinder mit rein drängt.

Einige Beispiele:
- Bei jeder Diskussion zur Abtreibung werden die Vergewaltigten Frauen ein zweites Mal missbraucht um als Rechtfertigung zu dienen
- bei Diskussionen um die Mariatroster Erklärung unter meinen Bekannten, tauchte regelmäßig der Fernfahrer(alternativ der Seemann) auf, um zu begründen, warum es nicht ohne Pille ginge
- und immer wenn es um Pensionsalter oder Personalabbau geht, ist plötzlich jeder Bürohengst als Verschieber Wind und Wetter ausgesetzt und jede Sekretärin stöhnt unter der Verantwortung eines Fahrdienstleiters

Selbiges passiert gerade hier.

Das ist Alles so verlogen!


5

0
 
 Labrador 5. November 2019 
 

Lieber Silas - da mit dem fühlen ist so eine Sache

Irgendwo in Osteuropa kenne ich einen älteren Mann, der, verheiratet und einige Kinder, kurz nach der Revolution zum gk Priester geweiht wurde.

Für mich ein mutiger Mann, der sich während des Kommunismus treu zum Glauben bekannt hat, aber nicht so „todesmutig“ war, und daher nicht Untergrundpriester geworden ist.

Er gleicht in seiner Lebensgeschichte einem viri probati. Dieser Priester hat sich aus der Familie ziemlich ausgeklinkt, lebt für sein Amt und sagt heute, hätte er gewusst was geschehen wird, er wäre ledig geblieben. Wie wohl dessen Frau und Kinder fühlen?

Viele amerikanische Pastoren, die katholisch geworden sind (zB Scott Hahn, Steve Wood, Taylor Marshall, …) haben bewußt darauf verzichtet Priester zu werden und wirken nichtsdestotrotz segensreich in der Kirche.


6

0
 
 lesa 5. November 2019 

An Gottes Segen ist alles gelegen

Lieber @hape: Was Sie sagen, scheint substantiell genug. Im Zuge der Gottvergessenheit wurde das regelmäßige Gebet angefangen von Tischgebet und täglichem Rosenkranz, bis zum Mindesten, was einem Christen aufgetragen ist, nämlich an der sonntäglichen Eucharistiefeier teilzunehmen, so sehr vernachlässigt, dass die Wirksamkeit der Dämonen stark zugelegt hat und Kirche so angefochten ist! Die Waffenrüstung ist dringender denn je. Das betrifft das Leben der Einzelnen mitsamt den ihnen Anvertrauten wie das Leben der Kirche. Das Schöne an der Sache: Gott liebt es, zu schützen, zu helfen, zu retten, und wo Menschen regelmäßig beten, ist Gnade spürbar. Zurück zu christlicher Lebensgestaltung! Regelmäßiges Gebet, Sakramentenempfang, Kenntnis der wesentlichen Inhalte des Katechismus.
Die Kirche ist so stark, wie die Getauften mit Gott verbunden sind im Gebet.
Danke für den Hinweis auf das "Gedenke o gütigste Jungfrau Maria"! Es ist, zum Rosenkranz hinzu, eine ganz wundervolle Hilfe.


6

0
 
 lesa 5. November 2019 

Illusionen können jetzt viel zerstören, die Realität zeigt es

@Silas: Vermutlich können die meisten verheirateten Priester, die es gibt, sehr genau verstehen, worum es geht, da sie eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Glauben hinter sich haben.
Es ist doch auch allzu offensichtlich, was in unseren Tagen sofort passiert bei Ausnahmeregelungen in Bereichen, die Objekt einer großangelegten politischen Agenda sind. So schnell wird man sich gar nicht umschauen können, wie der Zölibat weg ist vom Fenster, wenn jetzt regionale Ausnahmen (uns sei es via Fußnnote)eingeräumt werden.
Von dieser Prognose wird mich nichts abbringen.


4

0
 
 Zeitzeuge 5. November 2019 
 

Lieber Bernhard Joseph! Formulierungen des II. Vaticanums

An anderer Stelle hier habe ich auf ein
Tagespost-Interview v. 8.12.15 des em. Kölner
Weihbischofs Klaus Dick (1928) aufmerk-
sam gemacht, Zitat daraus:

"Durch die Veröffentlichung der Korrespondenz zwischen Karl Rahner und
Herbert Vorgrimler ist später deutlich geworden, daß Forumulierungen gebraucht
wurden in der Absicht, die Zustimmung der Konzilsväter zu erhalten, den Text nachher aber anders zu interpretieren.
Das hatte es wohl noch nie in der Kirche gegeben."

Unten nochmals der Link bzgl. Kardinal Siri u.d. Konzilsgeist aus der kritischen Konzilsdarstellung von

Roberto de Mattei:

Das Zweite Vatikanische Konzil - eine
bislang ungeschriebene Geschichte

Immer noch interessant und neu lieferbar:

Ralph Wiltgen SVD:

Der Rhein fliesst in den Tiber

Leider ist die kritische Mongraphie
des bedeutenden it. Theologen

Bruno Gherardini:

Das Zweite Vatikanische Konzil -
ein ausstehender Diskurs

derzeit in deutscher Sprache vergriffen, siehe via Google
Chartusiansus Verlag!

allocath.blogspot.com/2014/01/


3

0
 
 JuM+ 5. November 2019 
 

"Ein armes Würstchen"

So bezeichnet sich manchmal der Herr Kardinal ob seiner angeblich eingeschränkten Möglichkeiten. Bin schon gespannt, ob er sich nach seiner Emeritierung freier entfalten kann.


1

0
 
 Bernhard Joseph 5. November 2019 
 

@MartaErdmann - Ergänzung

Der priesterliche Dienst besteht natürlich nicht wesenhaft allein im Zölibat, wie auch das Sehen-Können nicht allein das Wesenhafte des Menschen ausmacht, sondern weiteres wie Hören, Fühlen und Denken hinzukommt.

Der Zölibat ist also ein wesenhafter Bestandteil des priesterlichen Dienstes, der noch durch andere Wesensmerkmale ergänzt wird.

Ein Mensch kann enthaltsam leben und dennoch keinen Glauben haben - siehe Arthur Schopenhauer.


3

0
 
 Diadochus 5. November 2019 
 

@SalvatoreMio

"- dann werden die noch zölibatär Lebenden wohl die "letzten Trottel" sein - aber sie sind nicht ganz allein: wer heute treu mit der Kirche lebt, fühlt sich auch schon wie der "letzte Trottel"."
Denken Sie an Maria. "Sie setzte sich zu Füßen des Herrn und lauschte Seinem Wort." "Maria hat den guten Teil erwählt, der wird ihr nicht genommen werden." (vgl. Lk. 10, 38-42) In den Augen der Welt mögen wir "Trottel" sein. Wichtig ist, wer wir in den Augen des Herrn sind. Es ist der "gute" Teil.


5

0
 
 Kirchental 5. November 2019 

Lieber Bernhard Joseph!

Die völlig unnatürliche und einseitige Betonung des V2 wird ja schon in den gängigen Ausdruck "Das Konzil" deutlich. Als wäre es das einzige gewesen.

Ein junger Priester hat im Scherz gesagt, es wäre schon wie ein Eigenname: Daskonzil. Er nennt es deshalb nur noch das Daskonzil.

Hinweise in katholischen Kreisen auf andere Konzile ernten meist nur große Augen und Unverständnis.


8

0
 
 Bernhard Joseph 5. November 2019 
 

@MartaErdmann - III

Die Praxis der Ostkirchen kann und darf man als Mangel auffassen, der aber den Dienstcharakter nicht wesenhaft aufhebt, was die r.-k. Kirche ja notwendig so immer gesehen hat, sonst hätte sie ja diese Praxis adaptiert.

Die Priesterweihen sind also gültig aber eben mit dem Mangel (als strenge Ausnahme) des nicht zölibatären Lebens behaftet.

Anders ließe sich der Zölibat ja überhaupt nicht begründen, im Gegenteil, er wäre substanzlos, weil ohne wesenhaften Bezug zum priesterlichen Dienst, der dann letztlich zu einem bloßen Job wird.


4

0
 
 hape 5. November 2019 

Liebe @lesa,

ich würde Ihnen gerne etwas substantielles antworten, aber mit fehlen die Worte. Nur soviel: der geistliche Kämpfer, sei er nun Laie oder Priester, darf auf die Gnade Gottes vertrauen. –

Unseren Handlungen, wo bitten wir, Herr, komm mit Deiner Eingebung zuvor und begleite sie mit Deiner Hilfe, damit all unser Beten und Tun stets bei Dir beginne und, wie durch Dich begonnen, so auch vollendet werde. –

Deshalb schreibt der Apostel: „Werdet stark durch die Kraft und Macht des Herrn! Zieht an die Waffenrüstung Gottes, um den listigen Anschlägen des Teufels zu widerstehen! Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen Mächte und Gewalten, gegen die Weltherrscher dieser Finsternis, gegen die bösen Geister in den himmlischen Bereichen.“ (Eph 6,10-12)

Gedenke, o gütigste Jungfrau Maria, es ist noch nie gehört worden, dass jemand, der zu dir seine Zuflucht nahm, deinen Beistand anrief und um deine Fürbitte flehte, von dir verlassen worden ist.


3

0
 
 Bernhard Joseph 5. November 2019 
 

@MartaErdmann - II

Mir kommt die Diskussion, dass der Zölibat nicht zum Wesen des priesterlichen Dienstes gehört, so vor, als ob ernsthaft zu diskutieren wäre, ob ab morgen alle Menschen mit einer Augenbinde herumlaufen müssen, weil es Blinde gibt und daher Sehen-Können nicht zum unverzichtbaren Bestandteil menschlicher Existenz gehört. Diese Logik ist absurd!

Der Substanzbegriff schließt den Mangel ein, nicht aus!

Nennen Sie mir bitte ein Dogma, dass das Zweite Vatikanische Konzil verkündet hat!

Worum ging es denn bei diesem Konzil?

Doch um die "neue" Aneignung des Glaubens in moderner Zeit, also um reine Pastoralfragen.


4

0
 
 lesa 5. November 2019 

Unterscheidung der Geister dringender denn je

Lieber @Bernhard Joseph: Volle Zustimmung! Ohne Unterscheidung der Geister ist das Zitieren von "Konzilsaussagen" vielfach zu einem Irrweg geraten, man muss es direkt zu einer Falle. Es liefert scheinbar die Begründung, sich von jenem Kontinuum zu verabschieden zugunsten jeglicher Willkür und so den Leib Christi der Auflösung preiszugeben. Die Oberflächlichkeit des elektronischen Zeitalters und die Geschwindigkeit, mit der Halbwahrheiten und Irrtümer verbreitet wurden und werden und die Verabschiedung von der gläubigen Vernunft hat den Vorgang gefördert. Paul VI. hat nicht umsonst festgestellt: "Was braucht die Kirche heute am dringendsten? Unsere Antwort soll euch nicht erstaunen, nicht einfältig oder geradezu unrealistisch vorkommen: Eines der größten Bedürfnisse der Kirche ist die Abwehr jenes Bösen, den wir den Teufel nennen.… nennen. Wir Christen brauchen als allererstes das Gebet zum Heiligen Geist und zur Mutter Gottes, die uns zu ihm führt".


4

0
 
 silas 5. November 2019 

Mal ganz unaufgeregt!

Liebe Leute, ich frage mich wie ist es den römisch-katholischen Priestern geht, die real gültig verheiratet sind? Und die diese Posts lesen?
Es gibt sie unter uns!
Und es sind Ausnahmen ohne Dammbruch!

Diese Ausnahmen müssen nur klar beschrieben nur sein! Zum Beispiel wenn ein evangelischer verheirateter Pfarrer konvertiert und anschließend zum Priester geweiht wird! Davon haben wir einige in Deutschland!

Sollte also für ein Gebiet, das größer ist als Europa und das viel, viel weniger Priester hat, die Möglichkeit geschaffen werden, dass Verheiratete Priester werden können, dann ist das etwas Neues aber keine Abschaffung des Zölibats als solches!

Persönlich bin ich allerdings dagegen, weil die Diskussionen zeigen, dass gerade in Europa die Enttäuschungen immer größer werden, dass es hier keine verheiratete Priester geben kann!
Es gibt schlichtweg dafür viel zu viele Priester in unserer Region! Das ist freilich kein Theologisches Argument!
Die hat Ratzinger gebracht!


1

0
 
 Bernhard Joseph 5. November 2019 
 

Liebe @lesa! - Fortsetzung

Ich will damit nicht sagen, dass die Konzilsbeschlüsse falsch seien, sondern dass in ihnen ein bestimmter theologischer Stand ausgedrückt ist, der keinesfalls notwendig abgeschlossen ist, sondern noch der weiteren Klärung bedarf. Insbesondere gilt dies für den priesterlichen Dienst. Dieses Thema ist gerade durch die Ostkirchen extrem belastet und war von daher vom Konzil nur in einer gewissen Befangenheit zu behandeln. Diesen geschichtlichen und kirchlichen Kontext zu unterschlagen, dient keinesfalls dem besseren Verständnis des Konzilstextes, sondern verzerrt seinen Sinn.

Es ging den Konzilsvätern nicht darum, den Zölibat in der r.-k. Kirche als für den priesterlichen Dienst äußerlich darzustellen, sondern ihn in seinem tieferen Sinngehalt zu erfassen, ohne die Ostkirchen vor den Kopf zu stoßen. Man könnte sagen, in dem Text findet sich ein Kompromiss, der nicht zur vollen Klarheit beiträgt. Auch Konzilstexte kann eben ein gewisses Ungenügen anhaften.


3

0
 
 Bernhard Joseph 5. November 2019 
 

Liebe @lesa! Herzlichen Dank auch für Ihren unermüdlichen Einsatz hier

Kardinal Newman sagte einmal: "Wenn ich ... einen Toast auf die Religion ausbringen müßte, würde ich auf den Papst trinken. Aber zuerst auf das Gewissen. Dann erst auf den Papst."

Gleiches gilt für ein Konzil.

Interessanterweise interpretieren progressive Katholiken diese Gewissensfreiheit höchste einseitig und verlangen Interpretationen der Konzilstexte unhinterfragt zu adaptieren.

Es habe ja da der Heilige Geist geweht!

Das dauernde Reden vom Wirken des Heiligen Geistes impliziert aber, wie Joseph Ratzinger in Bezug auf die Hermeneutik des Konzils festhält, dass Gott und nicht Menschen das Konzil abgehalten hätten und somit die Konzilsväter lediglich Marionetten in einem göttlichen Theater gewesen seien. Damit entlaste man die Konzilsväter von ihrer Verantwortung für die Texte und man unterschlage, dass Glaube immer ein Ringen des MENSCHEN um Erkenntnis ist, was immer auch Irrtum einschließt. Auch in einen Konklave weht nicht der Hl.Geist allein sondern da walten klare Interessen


4

0
 
 Bernhard Joseph 5. November 2019 
 

Wir haben heute eine merkwürdige Dominanz des Konziliarismus

So wird das Zweite Vatikanische Konzil mit seinen Konzilsbeschlüssen wie ein monolitischer Block göttlicher Offenbarung behandelt und so dem Konzil eine dogmatische Autorität unterschoben, das es gar nicht hat.

Wer sich mit der Konzilsgeschichte beschäftigt, erkennt leicht, dass schon in der Vorbereitungsphase des Konzils sehr unterschiedliche Strömungen auf den weiteren Verlauf des Konzils genommen haben.

Schon auf Grund des Umfangs der Themen und der zur Verfügung stehenden Zeit, konnten vom Konzil keine abschließenden Wahrheiten ausgehen, sondern in den Konzilstexten findet sich das Ringen um eine neue Aneignung des Glaubens in heutiger Zeit, das keinesfalls abgeschlossen ist, was ja explizit auch gegen die Intention des Konzils verstoßen würde.

Insofern sind die Konzilstexte auch keine göttliche Offenbarung, sondern bleiben theologische Texte von Menschen in der Kirche. Insofern ist bezüglich Konziliarismus wie auch Papalismus ein gesunder Relativismus notwendig.


4

0
 
 Zeitzeuge 5. November 2019 
 

Liebe lesa! Bzgl. Zölibat bei den "Lateinern" der Ecclesia catholica habe ich mich

wiederholt hier geäussert, so daß ich nur noch,
ohne weiter ins Detail zu gehen, meine
Kernausssage wiederhole:

Für den Bereich der "Lateiner" innerhalb
der kath. Kirche sind mir keine Heiligen bekannt sind, die
am Zölibat gerüttelt hätten. Es war im
Gegenteil immer ein Postulat sich für
"liberal" haltender Katholiken/innen gegen diese Idealform des ungeteilten, priesterlichen Dienstes zu agitieren!

Im Link der Neudruck eines Buches
des bedeutenden Tübinger Theologen

Johann-Adam Möhler:

Der Kampf um den Zölibat

Prof.Dr. Möhler lebte von 1796-1838!

Tipp: Es lohnt sich, den verlinkten
Flyer der Sabat-Verlagsbuchhandlung,
die auch das von kath.net kürzlich
empfohlene Büchlein von Prof. Junglas
über das Konzil v. Trient neu aufgelegt hat, genau zu studieren, da sind echte
Perlen klassischer Theologie preiswert
erhältlich, darunter die berühmte "Symbolik" und die "Patrologie" von
J.A. Möhler!

Gute Lesefrüchte und einen gesegneten Tag wünsche ich!

www.vb-sabat.de/verlagsprogramm/johann-adam-m%C3%B6hler/


3

0
 
 lesa 5. November 2019 

Rot ist eine Farbe und Ausnahmen sind möglich

[email protected] Joseph: "Das Sehen gehört wesenhaft zum Menschen, auch wenn es Blindheit gibt." Ausnahmen sind möglich. Rot ist eine Farbe. Deswegen dürfen wir fahren, auch wenn der Clash garantiert ist. Wasser ist ein Element. Und weil das so schön ist, befördern wir noch den Dammbruch. Verstand ist eine Eigenschaft. Auch wenn sie nicht mit gesundem Menschenverstand einhergehen muss.


3

0
 
 SalvatoreMio 5. November 2019 
 

Dammbrüche

Bei den Beiträgen wurde der Begriff "DAMMBRUCH" erwähnt. An unseren Küsten wird umgehend alles getan, wenn ein Damm bricht, um die todesbringenden Fluten aufzuhalten. - In der Kirche lassen wir aber seit Jahrzehnten einen Dammbruch nach dem anderen zu, aber die Deichvögte - das sind die Bischöfe und Priester - tun nichts dagegen! Wir werden kaum oder gar nicht mehr ermahnt, den Geboten zu folgen, und die Kirchengebote scheinen ad acta gelegt. Christus aber ist unser Hirte! Seine Herde zerstreut sich immer mehr. Jeder grast, wo es ihm am nettesten erscheint und weiß besser als der Hirte, welches das "richtige Kraut" ist. So vollzieht jeder einzelne Dammbrüche, wird aber nicht zurückgepfiffen. Wenn demnächst irgendwo verheiratete Priester erscheinen, so ist der nächste Dammbruch perfekt - dann werden die noch zölibatär Lebenden wohl die "letzten Trottel" sein - aber sie sind nicht ganz allein: wer heute treu mit der Kirche lebt, fühlt sich auch schon wie der "letzte Trottel".


5

0
 
 Klostermann 4. November 2019 

Emeritierung

Das kann ich mir lebhaft vorstellen, dass der Kardinal sich freut in den Ruhestand treten zu dürfen. Denn dann kann er endlich sagen was er will, ohne fürchten zu müssen das es Konsequenzen für ihn hat. Im Amt sind unsere Hirten stumm, keiner traut sich beim Marsch fürs Leben mitzugehen, sind stumm wenn das erste Gebot mit Füßen getreten wird, und vieles mehr. Wir brauchen mutige Bischöfe, Hirten die sich vor ihre Herde stellen. Wir brauchen keine Hirten die Angst vor sich selbst haben.


3

0
 
 lesa 4. November 2019 

Es muss geistlich begriffen werden

Lieber @hape: Jemand hat in diesen Tagen m.E. zu Recht gesagt, dass das Rütteln am Zölibat und der Zweifel daran - jetzt will ich es positiv formulieren - nur durch Gebet behoben werden kann, durch den heiligen Geist.


8

0
 
 Fides Mariae 1 4. November 2019 
 

Ständig nur konziliant...

... und wachsweich gewesen zu sein, hat der Herrn Kardinal in den letzten Jahren immer stärker zu einm Dekonstruktivisten der Schönheit des katholischen Glaubens gemacht. Schade, er tritt als ein Umfaller ab


5

0
 
 Bernhard Joseph 4. November 2019 
 

@MartaErdmann - Ausnahme hebt Wesenhaftigkeit nicht auf

Das Sehen gehört doch wesenhaft zum Menschen, obwohl es Blindheit gibt.

Die Ausnahme beruht immer auf dem Paradox unserer Existenz, dass das Ideal nie restlos in die Wirklichkeit hinieden aufgeht.


3

0
 
 Eisenherz 4. November 2019 
 

Grundform - was bedeutet Grundform? Heißt das hin und wieder, oder normalerweise zölibatär oder

je nach Wunsch? Dass es immer wieder Priester geben wird, die das nicht halten wollen, können oder sonst was, aber das kann doch nicht heißen, dass es in diesem Teil der Welt gilt, in einer anderen nicht! Warum traut man den Laien so wenig zu - die Laien können sehr wohl den Glauben verkünden und wenn man alle paar Monate eine Heilige Messe feiert ist das umso feierlicher und würdevoller. Warum klerikalisiert man einmal mehr die Laien? Was für ein elitäres, klerikales und enges Denken haben nur diese Synodalen inklusive Papst Franziskus? Goethe würde sagen: Das Unbeschreibliche, hier ist's getan, das ewig Weibliche zieht uns hinan...(Faust)


1

0
 
 Bernhard Joseph 4. November 2019 
 

@MartaErdmann - Danke für das unverkürzte Zitat

"Wenn diese Heilige Synode dennoch den kirchlichen Zölibat empfiehlt, will sie in keiner Weise jene andere Ordnung ändern, die in den Ostkirchen rechtmäßig Geltung hat..."

Das Zweite Vatikanische Konzil als eher untergeordnetes Pastoralkonzil(!) - wie Jospeh Ratzinger betont - wollte jede Spannung zu den Ostkirchen vermeiden und wählte daher einen Sprachstil, der nach dem Konzil zu Missverständnissen respektive beabsichtigten Fehlinterpretationen führte.

In Bezug auf den Zölibat in der römisch-katholischen Kirche ist das Konzil deutlich, er soll verbindlich bleiben, weil lebendiger Ausdruck der Nachfolge Christi und damit unlösbar mit dem Priesteramt in der römisch-katholischen Kirche verbunden.

Keuschheit ist also nicht bloß eine Frage der Disziplin, sondern selbst Ausdruck der Jüngerschaft.


6

0
 
 Eremitin 4. November 2019 
 

den indigenen Völkern am Amazonas hat man

offenbar jahrzehntelang Taufe und Glauben vorenthalten. Da braucht man aber über fehlende Berufungen auch nicht klagen. Für dumm verkauft hat man diese Armen nicht nur in materieller, ausbeuterischer Sicht, sondern vor allem in geistiger. Man traut ihnen den richtigen Glauben der Kirche nicht zu, den sie angeblich nicht verstehen können. Was für ein Schwachsinn und das von Kirchenmännern. Wann fängt eigentlich endlich mal ein Bischof an, diese zu missionieren, in guter alter Manier. Und so zweideutige Aussagen wie sie Kardinal Schönborn klaren einfachen Worten offenbar vorzieht, braucht auch keiner.


8

0
 
 hape 4. November 2019 

Kritik am Zölibat ist Zweifel an der Wirksamkeit der Gnade

"Der Zölibat ist eine Gnade, wie der heilige Johannes-Maria Vianney wiederholte: „Die Reinheit stammt vom Himmel, man muss sie von Gott erbeten. Wenn wir darum bitten, werde wir sie erhalten.“ Den Zölibat aufgeben hieße, auf den Druck des Zeitgeistes hin zu verkünden, dass die Gnade unzureichend ist, dass sie nicht dazu befähigt, ein übernatürliches Leben zu führen. Die Folgen wären katastrophal: Der Geist würde vor dem Diktat der leiblichen Bedürfnisse kapitulieren. Der „alte Mensch“ trüge seinen Sieg über den getauften Menschen davon, und letztendlich würde es sich um einen Sieg des Heidentums über das Christentum handeln." (P. Alban Cras)

Eine Ausnahme, die sich durch Wiederholung zur schlechten Gewohnheit entwickelt, macht aus der Tugend ein Laster. Wenn ich mir ausnahmsweise einen hinter die Binde kippe, das dann ständig wiederhole, werde ich zum Alkoholiker. Ich würde denken, der Zustand der Trunkenheit sei normal. In Wirklichkeit aber habe ich nur mein Hirn weggesoffen.


7

0
 
 lesa 4. November 2019 

Von Anfang an, weil wesensgemäß

@Sebi 1983: Inzwischen hat @Bernhard Joseph Ihre Frage beantwortet. Je öfter ich die Vorträge (alle)des Symposiums anhöre, desto klarer wird, warum der Zölibat dem Wesen des Priestertums angemessen ist, was ich noch nie in Frage stellte. Und auch warum es ihn, wie Stefan Heid unter akribischer Anführung nachprüfbarer Fakten belegt, von Anfang an gegeben hat.


8

0
 
 CALIFAX 4. November 2019 

Für dumm verkaufen...

Als ob die Indos nicht selbst zölibatäre Berufungen haben könnten, sie wurden absichtlich nicht geweckt, sondern unterdrückt!

Ohne dieses Feuer im Herzen sollte keiner Priester werden.

Die Verschleiungstaktik von Amoris Laetitia klappt kein zweites Mal, Herr Kardinal!


10

0
 
 Bernhard Joseph 4. November 2019 
 

Fortsetzung der Ausführungen von Marianne Schlosser:

"Ich setze im folgenden voraus, dass die continentia permanens = Zölibat nicht einfach ein äußerer Lebensstil ist – oder gar ein bequemeres Single-Leben! – sondern ein spezifischer, leiblicher Ausdruck der Keuschheit (castitas). Diese wiederum bezeichnet eine Haltung der Ehrfurcht, welche die affektiven Beziehungen der Person zu ihren Mitmenschen, zu sich selbst, ja auch zu Gott formt, und ist eine notwendige Qualität der caritas, der Tugend der Liebe. Sie wurzelt im Erfassen der „Heiligkeit“, Kostbarkeit und Unverfügbarkeit der anderen Person...Wessen erste Sorge dem Reich Gottes gelten muss (Mt 6,33), der wird vermeiden, in „irdischen Beschäftigungen“ aufzugehen (vgl. 2 Tim 2,4) oder sich zu häuslich einzurichten.
...nämlich jene „Ungeteiltheit des Herzens“, die Paulus mit der keuschen Ehelosigkeit verbunden sieht (1 Kor 7,32-34). Sie ist innerlich ausgerichtet auf die ungehinderte Betrachtung der Wahrheit Gottes bzw. des geoffenbarten Gottes-Wortes."


7

0
 
 Bernhard Joseph 4. November 2019 
 

@Sebi1983 - Überlegungen zum priesterlichen Zölibat von Marianne Schlosser

"Denn das zölibatäre Leben beruht auf der Erlösungsordnung; und das hat zur Folge, dass seine Begründung nicht mittels notwendiger und allgemein einsichtiger Gründe vorgelegt werden kann, wenngleich es auch einige Plausibilitätsargumente von außen geben mag, sondern dass es seine eigentliche „Logik“ aus dem Glauben an die Inkarnation, mehr noch: an die leibhafte Auferstehung Christi zieht („Nach der Auferstehung werden sie nicht mehr heiraten“: Mt 22,30; Lk 20,35). Auch hier darf ich noch einmal Rahner zitieren: „Die heutige Zölibatskrise hat sehr viele Gründe. […] Aber wenn wir uns nicht selber täuschen, müssen wir sehen, dass der letzte Grund dieser Krise in der Glaubensnot im allgemeinen und ganzen liegt. Wir leben in einer Zeit, in der die Wirklichkeit Gottes und des ewigen Lebens vom Menschen nur schwer realisiert zu werden vermag. Wir leben in einer Zeit, die durch Stichworte wie Entmythologisierung, Entsakralisierung [!] und durch die Tendenz charakterisiert ist..."

Siehe Link

www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/UEberlegungen-zum-priesterlichen-Zoelibat;art4874,202174


5

0
 
 Bernhard Joseph 4. November 2019 
 

Ist die Schrift nun endgültig bedeutungslos für unsere Hirten?

Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen. (Mt 19,29)

Hat Jesus Christus da etwas Falsches verheißen?

Luther, der großartig vom "sola scriptura" schwadronierte, hatte nichts Besseres tun, als sich umgehend einem Weibe anzutrauen.

Wenn es um die radikale Christusnachfolge geht, trennt sich die Spreu vom Weizen.

Lk 14,26
Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein.

Lk 14,27
Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht mein Jünger sein.


8

0
 
 girsberg74 4. November 2019 
 

Jeder Einluller ist beruhigend, zunächst jedenfalls, bis der Schwindel auffliegt.

@SpatzInDerHand „In beruhigenden Tönen weicht er den Zölibat auf - verstehe ich das richtig?“

Sehr geehrter SpatzInDerHand,
ich denke, Sie sehen das richtig, finden aber noch nicht zur Traute, damit voll Schluss zu machen. Mal sympathisch gefunden, reicht nicht für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Darauf kommt es letztlich jedoch an.


3

0
 
 Kirchental 4. November 2019 

Sehr geehrter Herr Kardinal!

Sie wissen so gut wie ich, dass es immer schwieriger wird, den Zölibat zu verteidigen, wenn einmal die Schleuse offen ist.

Kein Mensch wird verstehen, warum Sie dem einen Priester zur Geburt seines Kindes gratulieren, den anderen aber aus dem Dienst entlassen. Man wird nach Barmherzigkeit und Gerechtigkeit rufen. Und Sie haben ein Problem mehr.

Oder wenn die uxor probata auf einmal nicht mehr mag - und die Scheidung einreicht? Dann haben Sie einen geschiedenen Priester am Altar.

Und niemand wird verstehen, warum in Amazonien Verheiratete Priester werden können und hier nicht.

Also bitte - seien Sie ehrlich zu uns und zu sich selbst - und geben Sie zu, dass Sie den ersten Schritt zur Abschaffung des Zölibats gegangen sind. Dann kann ich wenigstens Respekt vor Ihrer Aufrichtigkeit haben.

Hochachtungsvoll
Ihre Kirchental


11

0
 
 Winrod 4. November 2019 
 

Doppelstrategie!

Über die Ausnahmen kommt man zur Regel.


10

0
 
 Diadochus 4. November 2019 
 

Armutszeugnis

Ich hätte mir von Kardinal Schönborn ein eindeutiges Zeugnis für den Zölibat und für Jesus Christus gewünscht. Das ist ein halbherziges Armutszeugnis.


11

0
 
 ottokar 4. November 2019 
 

Und das von einem Ratzinger-Schüler

Zunehmend habe ich den Eindruck, dass bei Kard. Schönborn sich dessen ursprünglich starke Glaubensüberzeugung unter dem Einfluss des Zeitgeistes verflüssigt.Manchmal erscheint er mir wie ein Fähnchen im Wind. Schade, war einmal ein strammer, glaubenstreuer Ratzingerschüler.


12

0
 
 lesa 4. November 2019 

Verhängnisvolle Illusion

Bei ihrem hochkarätigen Vortrag am 28.10.2019 zitierte Frau Prof. Schlosser Josph Ratzinger (GSW 12): "Wenn der Zölibat der Weltpriester nicht eine gemeinsam kirchliche Form ist, sondern eine private Entscheidung, dann verliert er seinen wesentlichen theologischen Gehalt und seine entscheidende persönliche Fundierung, denn dann hört er auf, ein von der Kirche getragenes Zeichen zu sein und wird zur privaten Absonderlichkeit. Dann ist er nicht mehr zeichenhafter Verzicht um des im Glauben übernommenen Dienstes willen, sondern Eigenbrötelei, die deshalb mit gutem Grund verschwindet."


16

0
 
 lesa 4. November 2019 

Das Ganze steht auf dem Spiel

@Rolando: Die formale Tatsache, das es nur ein Kirchengesetz ist, kann nicht entscheidend sein. Wenn Ausnahmen prinzipiell möglich sind, heißt das noch lange nicht, dass sie in der jeweiligen pastoralen Situation zu verantworten sind. Wo es um das Ganze geht, ist zu beachten, wie erfahrungsgemäß die Reaktionen ausfallen werden. Es ist leicht, ideologischem Geschrei zu willfahren und einen Dammbruch zu produzieren. Das Leid einer neuen Kirchenspaltung aufhalten, ist nicht nur nicht leicht, sondern gar nicht möglich. Die Tatsache, dass man an seinem Skelett so und so viele Rippen hat, schließt nicht aus, dass man nicht eine brechen kann.
Die Tatsache, dass der Mantel zehn Knöpfe hat, schließt nicht aus, dass er im Winter zu kalt ist.


8

0
 
 bernhard_k 4. November 2019 
 

Lieber Herr Kardinal ...

... wahrscheinlich kein Golfclub dieser Erde macht Werbung für Minigolf!

Im Himmel haben Sie keine Freunde - alle heiligen Frauen und Männer halten den Zölibat für DIE angemessene Lebensform der Priester - vorbildlich, stark, segensreich! Eben heilig! Eben ganz (und nicht nur halb) Jesus nachfolgend.

Ganz arme Zeiten für unsere Hl. Kath. Kirche...


12

0
 
 proelio 4. November 2019 
 

Die wohl beste Entscheidung seines Lebens...

... ist die Bitte des Kardinals an Papst Franziskus, ihn von seinem Amt zu entbinden. Treuelosigkeit gegenüber der kirchlichen Lehre war sein Lebensprinzip! Seine deutschen Kollegen können ja ein Lied davon singen.


3

0
 
 Rolando 4. November 2019 
 

Bernhard Joseph

Ich stimme Ihnen zu. Zur Frage: Dennoch ist der Zölibat nur ein Kirchengesetz. In 1 Tim 3,15 heißt es „Falls ich aber länger ausbleibe, sollst du wissen, wie man sich im Hauswesen Gottes verhalten muss, das heißt in der Kirche des lebendigen Gottes, die die Säule und das Fundament der Wahrheit ist“.
Die Kirche ist das Fundament der Wahrheit, nicht die Hl. Schrift, die Kirche stellte die Hl. Schrift zusammen. Deswegen ist ein Kirchengesetz, eben der Zölibat, bindend. Auch wenn in der Bibel nichts klares vom Zölibat steht, hat es doch die Kirche, die Säule und das Fundament der Wahrheit ist, auch der Leib Christi, Jesus selbst ist, so gewollt und gemacht. Das Argument, der Zölibat wäre nicht biblisch begründbar, wie bei den Protestanten, zieht somit nicht.


10

0
 
 Bernhard Joseph 4. November 2019 
 

Meine persönliche Schlussfolgerung

Die Versuche, den Zölibat sukzessive zu beseitigen, indem man ihn von der „Repräsentanz“ des Priesters formal ablöst, haben ihren Grund in der extremen Verweltlichung, wie sie seit gut 100 Jahren in der Kirche immer deutlicher zu spüren ist.

Sätze wie: "Der Priester repräsentiert auf sakramentale Weise Christus als den Guten Hirten (vgl. Joh 10,10)", werden von den progressiven Kräften aus ihrem bindenden Sinnzusammenhang gerissen.

Klar wollte das Zweite Vatikanische Konzil die Tatsachen, die die Trullanische Synode von 692 auf Grund des weltlichen Druckes bei den Ostkirchen geschaffen hatte, nicht zu einer Kirchenspaltung werden lassen und musste somit eine Formulierung für das Priesteramt finden, die auch die Ostpriester nicht vor den Kopf stoß.

Für die römisch-katholische Kirche sah das Konzil weiterhin den Zölibat als Wurzel des Weihesakramentes.


11

0
 
 Bernhard Joseph 4. November 2019 
 

Und was sagt der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation zum Thema:

Aus einem Interview mit der La Repubblica:

Kardinal Müller: Ich denke, daß es falsch ist, die „viri probati“ einzuführen. Es gibt bereits verheiratete Diakone. Wenn wir sie einführen, müssen sie die Gewohnheit der frühen Kirche respektieren: Sie müssen enthaltsam leben.

Kardinal Müller: Auch in der orthodoxen Kirche, die sich in diesem Sinn geöffnet hat, müssen die verheirateten Priester in den Tagen enthaltsam sein, die der Zelebration der Messe vorausgehen. Kennen Sie die Trullanische Synode von 692 nicht? Damals wurde unter dem Druck des Kaisers das Zölibatsgesetz aufgehoben, aber nur die orthodoxe Kirche stimmte dem zu. Die lateinische nicht. Deshalb: Wer die Praxis der verheirateten Priester in der lateinischen Kirche einführen will, kennt ihre Geschichte nicht.

Frage: Dennoch ist der Zölibat nur ein Kirchengesetz.

Kardinal Müller: Es ist nicht irgendein Gesetz, das nach Belieben geändert werden kann, sondern hat tiefe Wurzeln im Weihesakrament...


11

0
 
 Bernhard Joseph 4. November 2019 
 

Fortsetzung des Textauszugs:

"Dabei repräsentiert er nicht Christus, wie es ein Botschafter täte, vielmehr handelt es sich um eine Real-Repräsentation, wobei die Kreuzesnachfolge das entscheidende Kriterium ist. Von daher lassen sich grundsätzliche Aussagen im Hinblick auf den priesterlichen Lebensstil ableiten, der in Einklang mit dem Lebensstil Christi stehen muss. Nur dann wird die „Repräsentanz“ des Priesters glaubhaft. Die Präsenz Christi darf nicht allein auf die sakramentale Handlung beschränkt werden, sondern muss im täglichen Leben erkennbar und wirksam werden. Daraus ergeben sich die Verpflichtungen zum Gehorsam und zum Zölibat als Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen, die menschlicher und geistlicher Ausdruck der sakramentalen Gleichgestaltung des Priesters mit Christus sind. Folglich impliziert die Priesterweihe die persönliche Nachfolge Christi, während die Sünde jener Skandal ist, der die Glaubwürdigkeit verdunkelt."

Kennt Kardinal Schönborn seine Mitschüler nicht mehr?


10

0
 
 Chris2 4. November 2019 
 

Papst Franziskus wird 2021 sogar bereits 85.

Ich hoffe sehr, dass dann die immer schlimmere Verwirrung in der Kirche endlich ein Ende haben wird, denn die Verkündigung eines "anderen Evangeliums" hatten schon die Apostel aufs Schärfste verurteilt (vgl. Gal. 1,8, ein Wort, das mir sogar zu hart ist, um es im Zusammenhang mit dem Papst wiederzugeben. Aber es gilt selbstverständlich auch für ihn)


6

0
 
 Bernhard Joseph 4. November 2019 
 

Ich möchte auf den Artikel "Ratzinger-Schülerkreis fordert Beibehaltung des Zölibats" verweisen

http://www.kath.net/news/69263

Hier einige kurze Auszüge: "Berufung und Existenz des Priesters werden allein vom Willen Jesu Christi her bestimmt (vgl. Hebr 5,1ff) und leiten sich nicht ab von menschlichen Überlegungen oder kirchlichen Festlegungen. In ihm und mit ihm wird der Priester zum „Verkünder des Wortes und zum Diener der Freude“...Die Gleichgestaltung mit Christus, die der Priester im Sakrament der Weihe empfängt, unterscheidet sich nicht allein dem Grade, sondern dem Wesen nach vom gemeinsamen Priestertum (vgl. LG 10). Der Priester handelt „in der Person Christi, des Hauptes der Kirche“ (agere in persona Christi capitis)...Der Priester repräsentiert auf sakramentale Weise Christus als den Guten Hirten (vgl. Joh 10,10). In diesem personalen Zueinander von Christus und Kirche, von Priester und Gläubigen, liegt gemäß der Lehre der Kirche der entscheidende, weil wesenhafte Grund für die sakramentale Repräsentanz Christi im Priester..."

www.kath.net/news/69263


12

0
 
 nazareth 4. November 2019 
 

Kompromisse sind nur manchmal richtig

Es ist sehr sehr schwer dem geballten Druck(oft theologisch gebildeter Leute) nicht nachzugeben.Man verliert Ansehen a.)weil einem nachgesagt wird,dass man nicht offen ist und sich auf die Gedanken-und Gefühlsebene der intellektuell und mondän wirkenden Gesprächspartner einlässt und die Auseinandersetzung scheut. b.) ich meinen Ruf verliere als ernstzunehmender Player auf der Weltbühne, wenn ich bei übernatürlichen Argumenten bleibe, mich mit dem einfachen Gottesvolk auf die Knie begebe und Gott wie ein Kind bitte und die Ihm Ehre gebe.In den wesentlichen Fragen des Glaubens soll man immer Gott um Klarheit bitten,es gibt auch kein Denkverbot und auch kein Aufbruchsverbot den Glauben zu verlebendigen.Aber Denken bedeutet eben nicht! dem kurzlebigen Zeitgeist einer schreienden kleinen Menge nachzugeben,die aus Jesus ein Sozialprinzip machen und aus der Kirche einen Selbstbedienungsladen, nach eigenem Ermessen "Ämter" zu beanspruchen, ein anmaßendes Recht. Das Priestertum ist KEIN AMT!


10

0
 
 lesa 4. November 2019 

Einen Dammbruch zu produzieren ist leicht. Eine Kirchenspaltung zu überwinden kaum möglich

@Sebi 1983: Wenn Ausnahmen prinzipiell möglich sind, heißt das noch lange nicht, dass sie in der jeweiligen pastoralen Situation zu verantworten sind. Wo es um das Ganze geht, ist zu beachten, wie erfahrungsgemäß die Reaktionen ausfallen werden. Es ist leicht, ideologischem Geschrei zu willfahren und einen Dammbruch zu produzieren. Das Leid einer neuen Kirchenspaltung aufhalten, ist nicht nur nicht leicht, sondern gar nicht möglich.


10

0
 
 lesa 4. November 2019 

Neue Wege, um den Abfall endlich zu beschleunigen

Einige Hirten haben die klare Sicht verloren! Theologen, die Papst Franziskus selber gerufen und mit Preisen ausgezeichnet hat, haben sich am 28. Oktober gemeinsam für die Beibehaltung des Pflichtzölibats ausgesprochen.
Aber die neuen Wege haben ja so überzeugende Erfolgszahlen auf ihrer Seite mit dem Frauenpriestertum und verheirateten Pfarrern! "Von 1975 bis 2017 ist in der EKD der Gottesdienstbesuch von 1,5 Millionen auf 0,73 Millionen zurückgegangen. Im selben Zeitraum in der Katholischen Kirche en Zahlenrückgang von 8,8 Millionen Gottesdienstbesuchern auf 2,29 Millionen. Wir haben uns also zu beeilen, um diesen Rückstand des Abfalls nachzuholen!


12

0
 
 JuM+ 4. November 2019 
 

Verantwortlich

Er ist sich leider seiner kardinalen Verantwortung nicht bewusst.
Oh, Herr, erleuchte ihn!


9

0
 
 SpatzInDerHand 4. November 2019 

In beruhigenden Tönen weicht er den Zölibat auf - verstehe ich das richtig?

Schade, Herr Kardinal! Es gab mal Zeiten, da dachte ich, Sie wären auf der Seite von uns treuen Katholiken... ich wurde aber schon vor Jahren von Ihnen eines besseren belehrt. Wirklich schade - und da hilft mir auch nicht, dass Sie mir persönlich durchaus sympathisch wirken. Hättens ned noch ein paar beschwichtigende Worte für die Pachamamas, Eminenz? So nach dem Motto: "in der Grundform ist die Verehrung von Pachamamas in katholischen Liturgien zwar Götzendienst, aber parallel dazu ist das auch für Christen sinnvoll und wünschenswert". Hm??????????


20

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Zölibat

  1. Marketz möchte den Zölibat 'freistellen'
  2. Kurienkardinal Ouellet: "Viri probati" lösen Priestermangel nicht
  3. "Ich bin ein solcher verheirateter Priester“
  4. Kardinal Ruini gegen Priesterweihe für verheiratete Männer
  5. Winibald Müller: Ende des Pflichtzölibats durch Synode eingeläutet
  6. Marx behauptet: "Zölibat wird nicht abgeschafft"
  7. Der Zölibat und das Märchen vom Priestermangel
  8. Ratzinger-Schülerkreis fordert Beibehaltung des Zölibats
  9. Italienischer Priester mit sieben Kindern begeht 100. Geburtstag
  10. Heiligenkreuzer Abt Heim gegen Aufhebung des Zölibats








Top-10

meist-gelesen

  1. Bistum Trier: Klobürsten-Segen durch Pfarrer Leick
  2. Kardinal Müller warnt vor Unterdrückung der katholischen Kirche
  3. kfd: Maiandacht mit der Pachamama
  4. Papst Franziskus in Geldnot!
  5. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  6. Vom Lehramt längst beantwortet
  7. Liturgieprofessoren schlagen Benediktion Homosexueller vor
  8. Der grosse Betrug
  9. Türkischer Botschafter in Wien: Weihnachten ist egoistisch
  10. Berlin: Muslime beten erstmals in evangelischer Kirche

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz