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'Liebesgrüße' aus Freiburg - Zollitsch attackiert Müller!

6. März 2014 in Deutschland, 53 Lesermeinungen
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In der Causa Tebartz-van Elst sagte Zollitsch zur Einschätzung des Kurienkardinals Müller: «Es wundert mich, dass der alte Satz von Wittgenstein: ‚Wovon man nicht sprechen kann, darüber soll man schweigen‘ nicht beachtet wird.»


Mannheim (kath.net/KNA/red) Der scheidende Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, bedauert mit Blick auf den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, «dass dieser Einzelfall zu einem zentralen Thema geworden ist und die wirklich wichtigen Fragen überlagert». In einem Interview des «Mannheimer Morgen» (Donnerstag) sagte Zollitsch, der von der Bischofskonferenz erstellte Prüfbericht sei «eine gute Grundlage, damit die Bischofskongregation im Einvernehmen mit dem Papst gerecht entscheiden kann». Das konnte Zollitsch nach eigenem Bekunden «in Rom ausführlich mit der Kongregation besprechen».


Kritik übte Zollitsch am deutschen Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller. Nach dessen Einschätzung weist der Bericht Tebartz-van Elst keine Verfehlungen nach. Zollitsch äußerte dazu: «Es wundert mich, dass der alte Satz von Wittgenstein: ‚Wovon man nicht sprechen kann, darüber soll man schweigen‘ nicht beachtet wird.»

Auf die Frage, welchen Einfluss er auf die Entscheidung zu Tebartz habe, antwortete Zollitsch: «Der Heilige Vater kennt meine Meinung. Ich habe volles Vertrauen zu ihm, dass er die richtige Entscheidung treffen wird.» Zollitsch hatte am Rosenmontag den Prüfbericht zu den umstrittenen Bauprojekten im Bistum Limburg an den Präfekten der Bischofskongregation im Vatikan, Kardinal Marc Ouellet, ausgehändigt.

Der emeritierte Freiburger Erzbischof äußerte sich auch zu einer anderen Frage, in welcher er sich mit dem Glaubenspräfekten Müller überworfen hat. Angesprochen auf den „Widerspruch“ u.a. des Kurienkardinals auf die Sakramentenzulassung von verheirateten Geschiedenen sagte Zollitsch wörtlich: «Die Handreichung unseres Seelsorgeamtes versucht, die Praxis in den meisten deutschen Diözesen, in Österreich und im Elsass zu umschreiben. Dabei geht es auch darum, wie wir im Einzelfall danach suchen, wie wir die volle Gemeinschaft anbieten können. Kardinal Kasper denkt ebenso in diese Richtung und zeigt die theologischen Perspektiven. Dafür bin ich ihm dankbar.“ Zollitsch schloss mit dem Hinweis: „Mir wurde gesagt, Franziskus habe Kardinal Kaspers Vortrag sehr gelobt.»

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.



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