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Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“

19. Juni 2026 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
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Johannes Hartl kommentiert zwei konträre Überschriften der „taz“ über analoges Verhalten von zwei Fußballnationalspielern: dem Christen Felix Nmecha und dem Muslim Antonio Rüdiger.


Berlin (kath.net) „Man darf durchaus gegen religiöse Gesten im Profisport  sein. Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist scheinheilig und feige.“ Das schreibt Johannes Hartl, Theologe, Gebetshausgründer, Buchautor und gesuchter Konferenzredner, auf seinem Auftritt auf X. Dazu retweetet er zwei Screenshots der in Berlin herausgegebenen grünen-linksalternativen Tageszeitung „taz“.

Hartls Bemerkung stellt die beiden Überschriften der „taz“ zum Zeigen religiöser Gesten durch prominente Fußballer in direkten Kontrast. Dabei wertet die „taz“ in Titel und Untertitel den christlichen Glaubens von Nationalspieler Felix Nmecha unerträglich ab. Dieser war jüngst wegen Gebets mit Spielern einer gegnerischen Mannschaft in den Medienfocus geraten. Nun schreibt die „taz“: „Fußballprofi mit Christusfimmel – Platzverweis für Jesus! – Der deutsche Nationalspieler Felix Nmecha trägt seinen Glauben wie eine Monstranz vor sich her. Dahinter steht ein finsteres Menschenbild.“ Obendrein ist sich die „taz“ nicht zu schade dafür, bei dem eigentlich evangelikal-freikirchlichen Christen auch noch den aus der innerkatholischen Frömmigkeit stammenden Begriff „Monstranz“ zu benutzen und mit einem „finsteren Menschenbild“ zu konnotieren, ohne dass klar gemacht wird, dass Nmencha ja überhaupt nicht katholisch ist.


Der Angriff der „taz“ auf den christlichen Glauben Nmenchas wird noch getoppt durch das auffallende Verständnis der taz-Redaktion für Antonio Rüdigers mutmaßliches Zeigen einer islamischen oder islamistischen Geste. Hier wird schon in zweideutigen Überschrift damit gespielt, dass man sie sowohl auf das Zeigen seines rechten Zeigefingers als religiöse Geste wie auch als rechte Hetze gegen ihn verstehen könne. Entsprechend wertet der gesamte Duktus von Titel und Untertitel völlig anders als beim Christen Nmecha. Über den Muslim Rüdiger schreibt die „taz“: „Islamismus-Vorwurf im Fußball – Rechte Fingerzeige – Antonio Rüdiger hat zum Ramadan ein Gebetsfoto veröffentlicht. Jetzt wird gegen den Nationalspieler gehetzt, er sei ein Anhänger islamistischen Terrors.“


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