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„Demografen warnen: Das neue Untergangszenario ist die schrumpfende Weltbevölkerung“

17. Juni 2026 in Schweiz, 4 Lesermeinungen
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Schweizer öffentlich-rechtlicher Sender SRF: „In der Schweiz werden immer weniger Kinder geboren. Jetzt werden auf politischer Ebene bessere Rahmenbedingungen für Familien gefordert.“


Basel (kath.net) Mit gleich zwei Artikeln macht Radio SRF auf seiner Website aktuell auf das Thema „Geburtenrückgang“ aufmerksam. „Nach Vorhersagen der UNO wird nach 2080 die Spitze des Wachstums erreicht mit gut 10 Milliarden Menschen. Ab dann gehe es nur noch bergab“, schreibt Sandra Roth in ihrem Beitrag „Demograf Paul Morland – Geburtenrückgang – gibt es bald zu wenige Menschen?“.

Roth zitiert den einflussreichen britischen Demografen Paul Morland, dieser sehe in diesem Bevölkerungsrückgang eine größere Gefahr als die Klimakrise und spreche sogar von einem „drohenden Armageddon“. Morland vertritt: „Das Problem ist, dass immer mehr Länder unter die Marke von 2 fallen. Früher galt, dass reichere Länder tiefe Geburtenraten haben und ärmere Länder hohe. Aber unterdessen gibt es auch ärmere Länder wie z.B. Chile, Jamaika oder Thailand, die eine so tiefe Geburtenrate haben, dass ihre Einwohnerzahl bald massiv sinken wird.“


Auf die Frage, ob angesichts der Klimakrise weniger Menschen doch gut für die Welt wären, antwortet Morland mit Nein und erläutert im SRF: „Lange bevor es zu einem Bevölkerungsrückgang kommt, kommt es zu einer Alterung der Bevölkerung.“ Dies bringe bekannte Nachteile mit sich, fasst Roth für den SRF zusammen, nämlich zu wenig Erwerbstätige, die für zu viele Menschen im Rentenalter aufkommen müssen, ebenso der Fachkräftemangel. Denn «nicht die älteren, sondern die jungen, gut ausgebildeten Menschen werden unsere Probleme lösen – nicht nur den Klimawandel“.

Roth fasst abschließend zusammen: „Für den Demografen ist folglich klar: Um die tickende Bombe der schrumpfenden Weltbevölkerung zu entschärfen, führt kein Weg daran vorbei, wieder mehr Kinder zu haben.“

Auch eine Expertendiskussion wird sich im SRF (ausgestrahlt sowohl im Radio wie auch im TV) mit der Frage beschäftigen: „Braucht es Massnahmen gegen die Babyflaute?“ Der Vorabartikel dazu schildert: „Obwohl die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung einen Kinderwunsch hat, ist die Geburtenrate auf einem historischen Tiefstand: Frauen bekommen im Schnitt nur noch 1,29 Kinder – deutlich weniger als die 2,1, die es – ohne Zuwanderung – für eine stabile Bevölkerung bräuchte.“ Nach der Auflistung einiger möglicher Gründe für diese Entwicklung skizziert der SRF-Artikel einige Pro- und Kontraargumente zu der Frage, ob der Staat auf diese Entwicklung reagieren müsse. Der SRF notiert dabei eigens: „Für Massnahmen spricht, dass die Folgen einer tiefen Geburtenrate langfristig spürbar sind: Die Bevölkerung altert, und das Renten- und Sozialsystem gerät unter Druck. Die Strategie, dieses Defizit durch Zuwanderung auszugleichen, führt zu gesellschaftlichen und politischen Spannungen.“


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Lesermeinungen

 elmar69 22. Juni 2026 
 

@lakota

Das starke Bevölkerungswachstum ist und bleibt problematisch, wenn das jeweilige Land die Menschen nicht mehr ernähren kann.

Es war allerdings ein Trugschluss, dass Bevölkerungsschrumpfung angesichts der Probleme mit dem Bevölkerungswachstum unproblematisch sei.


0
 
 lakota 21. Juni 2026 
 

Tja unsere Experten -

vor Jahren war es das Horrorszenario Überbevölkerung, und jetzt sind wir beim Gegenteil - wir sterben aus.

"Wer nur den lieben Gott lässt walten..."


1
 
 Versusdeum 17. Juni 2026 
 

Was die Geburtenrate von Afrika betrifft,

so wäre das von Merkel damals mehrfach angedrohte "Selbstopfer"* des ihr vom Wähler anvertrauten Landes zahlenmäßig völlig sinnfrei gewesen, da in Afrika alle 1 oder 2 Wochen eine Million Menschen mehr geboren werden, als sterben.
* Sie hatte unter frenetischem Jubel lautstarker linker Parteien und Pressuregroups betont, mit ihr werde es keine Obergrenze beim Asylrecht geben,übersetzt also weder bei 2, noch bei 20, ja nicht einmal bei 200 Millionen Zuwanderern. "Deutschland durch Zuwanderung überwinden" eben, wie es einer der "Schlepper und Schleuser" im Mittelmeer offenherzig ausgeplaudert hatte.


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 Fink 17. Juni 2026 
 

Die Geburtenzahlen auf der Welt sind gegensätzlich

Der Westen und Ostasien hat zu wenig Geburten. Afrika und Vorderasien hat zuviele Geburten (die Zahl der Menschen verdoppelt sich alle 30 Jahre...das sollte man nicht schönreden). Man muss die Probleme jeweils getrennt betrachten. Es hat keinen Sinn, da einen weltweiten Mittelwert zu bilden.
Im unten stehenden Link kann man- mit dem Cursor jeweils auf der Weltkarte daraufzeigen!- die Wachstums- bzw. Schrumpfungsrate für jedes Land der Welt sehen.

www.dsw.org/laenderdatenbank-2024/


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