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Myanmar: Luftangriff zerstört jüngst zur Kathedrale erhobene Kirche

15. Februar 2025 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Im Westen des Landes gelegenes Gotteshaus von Mindat war erst im Jänner zur Bischofskirche erhoben worden - Priester und Gläubige hatten zuvor kriegsbedingt das Gebiet verlassen.


Rom/Yangon (kath.net/ KAP)
Das myanmarische Militär hat mit Luftangriffen die katholische Kirche vom Heiligen Herzen Jesu in Mindat im Westen des Landes getroffen und schwer beschädigt. Die Kirche, die jüngst zur Kathedrale der neuen Diözese Mindat erhoben wurde, erlitt durch mehrere Sprengkörper schwere Schäden am Dach und an den Fenstern und sei nun unbenutzbar, geht aus einem Bericht des römischen Pressediensts "Fides" (Dienstag) hervor.
Die Diözese Mindat war erst am 25. Jänner von Papst Franziskus offiziell errichtet worden, indem das Gebiet von der Diözese Hakha abgetrennt wurde. In den vergangenen Monaten war das Gebiet von Mindat Schauplatz heftiger Kämpfe zwischen den Chinland Defence Force (CDF) und dem myanmarischen Militär. Die lokalen Milizen, die im Unionsstaat Chin in Opposition zur Militärjunta entstanden sind, haben schließlich die Kontrolle über das Gebiet übernommen und es im Jänner als "befreite Zone" deklariert.
In den vergangenen Tagen hatten die örtlichen Priester Inspektionen durchgeführt und die Organisation der nächsten liturgischen Feierlichkeiten zur Weihe des neuen Bischofs, Augustine Thang Zawm Hung, vorbereitet, berichtete "Fides". Die Zerstörung der Kirche habe bei den lokalen Gläubigen bittere Gefühle hinterlassen, sie wollten sich aber nicht entmutigen lassen und die Kirche wiederaufbauen.
"Wir sind sehr traurig, dass unsere Kirche bombardiert wurde. Es ist eine Wunde in unserem Herzen. Aber wir werden uns nicht entmutigen lassen. Wir werden sie wiederaufbauen", sagte der örtliche Priester P. Paulinus. "Und wir sind sicher, dass der Herr uns mit seiner Gnade und seinem Segen 'bombardieren' wird: Das wird unserem Volk Frieden und Wohlstand bringen."
Die Diözese Mindat, im südlichen Teil des Staates Chin gelegen, umfasst etwa 360.000 Einwohner, darunter 15.000 Katholiken. Die Diözese besteht aus 23 Pfarreien, 48 Diözesanpriestern, drei Ordensleuten, 21 Ordensschwestern sowie 40 Seminaristen im Vorseminar und sieben Seminaristen im Hauptseminar. Chin ist der einzige Unionsstaat von Myanmar mit einer christlichen Bevölkerungsmehrheit.


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