Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  4. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  7. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  12. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

Hat sich die Wahrheit geändert oder bin ich nur müde geworden?

24. Jänner 2024 in Spirituelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Was Father Mike Schmitz jenen Katholiken rät, die desillusioniert sind von Papst, Kirche und Welt.


Linz (kath.net / pk) „Hat sich die Wahrheit geändert oder bin ich einfach müde geworden?“ Mit dieser Frage sollte sich jeder konfrontieren, der an der Kirche leidet, in der sich immer mehr Verwirrung ausbreitet und die zum Schauspiel für Welt wird angesichts ihrer Querelen, Uneinigkeiten und Merkwürdigkeiten.

Das rät der amerikanische Priester und bekannte You-Tuber Mike Schmitz im Gespräch mit Matt Fradd in einem Gespräch auf dem Kanal „Pints With Aquinas“. Fradd bekannte, dass in seinem Leben Zynismus Fuß gefasst habe angesichts der kirchlichen Entwicklungen. „Ich bin frustriert – über die Kirche, den Papst…“ sagte er in dem Talk über „Cynism and Distraction in the modern world“.

Sein Beichtvater habe ihm geraten, sich an die Mutter Gottes zu wenden, mit dem Hinweis: „Sie sieht weiter als du. Und sie ist nicht zynisch.“ Die Mutter Gottes sieht etwas, das du nicht siehst, fasst Fradd zusammen und zitierte Gandalf, aus Tolkiens Epos „Der Herr der Ringe“, der an einer Stelle ausspricht: „Selbst die sehr Weisen können nicht alle Ziele sehen.“


Was rät nun Father Mike Schmitz jenen Katholiken, die desillusioniert sind von der Kirche, dass sie kurz davorstehen, diese zu verlassen? „Die Wahrheit, dass du nicht Petrus verlässt wegen Judas, ist noch immer wahr, selbst wenn die Umstände sich geändert haben“, führt Schmitz aus.

Natürlich sei es in Ordnung, kirchliche Entwicklungen zu kommentieren und seine Meinung auszudrücken, wenn man etwas für einen Irrtum oder Blödsinn halte. „Aber wenn du die Kirchengeschichte studiert hast, dann siehst du, das ist nichts Neues“, bemerkt der Priester.

Die Frage sei: „Hat sich die Wahrheit verändert oder bin ich einfach müde, in einer gebrochenen Welt zu leben?“, analysiert Schmitz. „Die Wahrheit ändert sich nicht aufgrund unserer Umstände. Wenn es wahr ist, dass Jesus Christus seine Kirche gegründet hat und sie über 2000 Jahre bewahrt und geleitet hat, dann wird sich das nicht ändern, nur weil ich müde oder frustriert bin.“

Die Geschichte von Hiob zeige, dass dieser sich zwar verändert habe und müde wurde - Gott sei jedoch derselbe geblieben. Jeder Mensch habe Bereiche, wo er Einfluss und Autorität habe. Unser erstes Ziel müsse sein, dort zu wirken – und unsere Zeit nicht mit unsinnigen Debatten zu füllen.

„Ich denke, wir verschwenden emotionale und intellektuelle Energie für Dinge, die wir nicht kontrollieren können, und das ist so ermüdend, sodass wir nicht länger emotionale und intellektuelle Energie in die Dinge investieren, über die Gott uns Autorität gegeben hat!“, bemerkt Matt Fradd in dem Gespräch.

„Wenn ich also meine Zeit damit verbringe, mich um den Papst und die  Kirche zu sorgen, um den Krieg in der Ukraine oder in Israel, dann weiß ich nicht, ob hier irgendetwas dagegen tun kann!“, resümiert Matt Fradd. „Aber ich habe Autorität bekommen über meine Frau, über meine Kinder, ich habe den Auftrag, sie zu lieben“, kommentiert er. „Ich möchte die Heilige Schrift mehr lieben als politische Radiobeiträge.“

Dies betreffe uns alle, ergänzt Mike Schmitz: „Unser Interessensbereich übersteigt bei weitem unseren Einflussbereich.“ Er selber ertappe sich oft beim Schreiben von Vorträgen oder Predigten dabei, dass er sich in Meinungen hineinsteigere, Argumente sammle, sich aufrege und beschwere. „Aber dann begreife ich: Das ich nicht das, was Gott von mir verlangt hat.“

Er werde häufig von Leuten nach seiner Meinung zu verschiedenen Dingen gefragt, sagt Schmitz. „Aber der Moment, wo ich meine Meinung sage – gegenüber dem was die Heilige Schrift sagt, was die kirchliche Lehre sagt – ist der Moment, wo die Leute sich nicht mehr kümmern um das, was du sagst.“ Meinungen verkörpern „eine begrenzte Innensicht, die einer ewigen Weisheit gegenübersteht“, sie seien häufig „leer“. Im Letzten interessiere sich keiner für Meinungen, sondern dafür, ob man präsent sei oder nicht.

Cyncism and Distraction in the Modern World w/ Fr. Mike Schmitz (youtube.com)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  2. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  3. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  4. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  5. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  6. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  7. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  10. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  11. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  12. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  13. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  14. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  15. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz