Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  5. Der anderskatholische Papstkritiker
  6. Bätzing gegen Papst Leo
  7. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  10. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  11. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Drei Stunden im Fegefeuer
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist

Toleranz hört dort auf, wo sie zu zerstören beginnt

13. Mai 2023 in Deutschland, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Berliner „Synodalen“ Ester Göbel und Wolfgang Klose laden ein. Man will, was Rom verboten hat, in Berlin „erlebbar und sichtbar“ machen. Das geht wohl nur, wenn man den Bischof hinter sich weiß - Gastkommentar von Julian Adrat.


Berlin (kath.net)
Die Berliner „Synodalen“ Esther Göbel und Wolfgang Klose laden ein. Mit dabei: Pfarrer Frank Hoffmann. In „zentraler Lage“, in St. Bonifatius in Kreuzberg. Man will, was Rom verboten hat, in Berlin „erlebbar und sichtbar“ machen. Das geht wohl nur, wenn man den Bischof hinter sich weiß.

Den Pfarrer von St.Bonifatius hat man inhaltlich nicht vorgewarnt, als man sich einmietete. Auch als am Sonntag in unserer Gemeinde auf dem Prenzlauer Berg in den Vermeldungen die Werbetrommel gerührt wurde, war von Segnungen von „Paaren, die sich lieben“ keine Rede.

„Paare, die sich lieben“ klingt ein bisschen nach nasser Regen. Was ist mit dem Paar, das sich hasst, gibt’s die auch? Und wenn ja, hätten die nicht auch Segen verdient? Feindesliebe, Jesu Aufruf „segnet die, die euch verfluchen“ weicht dem Hashtag #Liebegewinnt. Und das ist richtig. Liebe gewinnt, dort wo der Feind gesegnet wird. Aber nicht dort, wo Sünde gesegnet wird.


Auf evangelisch.de hat Matthias Albrecht Harry Potter-Autorin Joanne K. Rowling und Alice Schwarzer als „bösartige Tumore“ bezeichnet. Beide vertreten die These, es gebe genau zwei Geschlechter, nicht unendlich viele. Jede Weiterverbreitung sei eine „Metastase“. Überhaupt sei diese Ideologie „potentiell tödlich“.

Ob Wolfgang Klose, Esther Göbel und Pfarrer Frank Hoffmann persönlich glauben, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt, weiß ich nicht. Aber man darf sich nicht täuschen lassen: Liebe als etwas Beliebiges darzustellen, ist kein Kavaliersdelikt, es ist die Einstiegsdroge in den Woke-Kult. Im Namen der Toleranz werden zum Beispiel Vater und Mutter negiert, so geschehen in Köln. (https://kath.net/news/81524)

Toleranz hört dort auf, wo sie zu zerstören beginnt. Wo sie Familie als Affront sieht, wird sie zur zivilisatorischen Abrissbirne.

Es sei egal, ob ein Mann mit einem Mann ins Bett ginge, oder eine Frau mit einer Frau, Liebe sei Liebe, las ich die Woche in einem Post auf Facebook. Die alte Leier, ich weiß. Aber in gewissem Sinne stimmt es: Es ist egal. Es ist wirklich egal. Aber was nicht egal ist: Wenn ein Mann und eine Frau miteinander ins Bett gehen. Denn daraus kann Leben entstehen. Das große Wunder in unserem unendlich weiten, kalten Universum.

Es ist kein Zufall, dass in einer Gesellschaft, als nie mehr Ehen in die Brüche gingen, die Homo-Ehe eingeführt wurde. Eltern, die noch zusammen sind, sind in der Kita und Grundschule meiner Kinder die Minderheit. Dass dort Lehrern verboten wird, Kinder als Mädchen und Jungen anzureden, ist auch kein Zufall. Niemand kann zwei Herren dienen. Und wer nicht sammelt, der zerstreut.

Dem Missbrauch entgegenzuwirken, hofft der „Synodale Weg“ mit der Segnung von Homosexuellen. Gleichzeitig bekennt man sich offen zum seelischen Kindesmissbrauch des Genderns und propagiert die Ideologie der Non-Binarität. Ersteres sollte übrigens auch Homosexuellen zu denken geben.

Es wäre alles kein Problem, wenn wir tausend Jahre lebten. Aber wer Mann und Frau als Konstrukte versteht, vergisst möglicherweise auch andere biologische Gegebenheiten. Zum Beispiel, dass das Leben kurz ist. Ich spekuliere mal, dass sich insbesondere junge Menschen gerade eine Menge Glück verbauen. Erzbischof Heiner Koch hätte hier die Gelegenheit, sich dem Zeitgeist mutig entgegenzustellen.

Paare, die sich lieben, waren nie das Problem. Es sind die Paare, die sich „hassen“, an die niemand denkt. Da brauchts Kirche! Heute mehr denn je.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  3. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  4. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  5. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  6. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  7. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  8. Benedikt XVI.: „Wir fragen uns jedoch: Warum empfinden wir Angst vor dem Tod?“
  9. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen
  10. Der unbekannte Bekannte: St. Martin
  11. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  12. Allerheiligen oder Heilige für alle?
  13. Schmunzelnder Papst scherzt mit Basketballern seiner früheren Uni
  14. „Die Heiligen sind keine kleine Gruppe Auserwählter, sondern eine unzählige Schar“
  15. Brücken bauen, Wurzeln schlagen, Gemeinschaft leben. Der Glaube als gemeinsamer Ursprung und Auftrag

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz