Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  9. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  10. Was auch immer Synodalität sein soll
  11. Wir können NICHT schweigen!
  12. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  15. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti

Kardinal Koch: Einheit für Glaubwürdigkeit der Kirchen unabdingbar

12. Juni 2022 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Präsident des Päpstlichen Einheitsrates referierte in Graz über "ökumenische Herausforderungen in Europa heute"


Graz (kath.net/KAP) Die Einheit der Kirchen ist für deren Glaubwürdigkeit unabdingbar und entspricht dem Willen Gottes. Das hat Kurienkardinal Kurt Koch, der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, einmal mehr bekräftigt. Er war am Freitag zu Gast in Graz, um über die "ökumenischen Herausforderungen in Europa heute" zu sprechen, wie die Diözese Graz Seckau in einer Aussendung mitteilte. Der Termin war bewusst gewählt, fand doch vor 25 Jahren, Ende Juni 1997, in Graz die 2. Europäische Ökumenische Versammlung statt. Eine Woche war Graz damals das Zentrum der Ökumene, erstmals fand eine derartige Versammlung auch mit Beteiligung der Ostkirchen statt. Koch hatte damals als Bischof von Basel beim großen Gottesdienst auf der Grazer Passamtswiese gepredigt.

In seinem Vortrag am Freitag setzte Kardinal Koch ökumenische Hoffnungen in zwei anstehende markante Jubiläen: 2025 wird das Jubiläum 1.700 Jahre Konzil von Nicäa begangen, das wegweisend für die gesamte Christenheit war. Und 2030 folgt das Jubiläum 500 Jahre Augsburger Bekenntnis.


Koch ging in seinem Vortrag in der Aula der Alten Universität auf die Spaltungen bzw. Entfremdungen zwischen Ost- und Westkirche und dann später innerhalb der Westkirche ein. Das Ergebnis sei eine Christenheit, die sich über die Jahrhunderte auseinandergelebt habe. Während in der Westkirche Staat und Kirche zwar partnerschaftlich handeln, aber grundsätzlich getrennt sind, dominiere in der Ostkirche eine Verbindung zwischen Kirche und Staat, verbunden mit nationalistischen Tendenzen, so Koch. Das führe so weit, dass der Moskauer Patriarch Kyrill es "wagt, den Krieg in der Ukraine religiös zu motivieren". Das sei eine absolut unverständliche Position, betonte Kardinal Koch.

Der vatikanische "Ökumene-Minister" kritisierte die "zankende Christenheit". Dazu komme, dass der Zeitgeist einer Versöhnung nicht in die Hände spielt. Der immer stärker werdende postmoderne Pluralismus und die Säkularisierung seien ein massiver Gegenwind für die Einheit der Kirchen und die Einheit der Menschen. "Dabei führt die Ausblendung Gottes zur Gefährdung des Menschen", warnte Koch.

Die ökumenische Bewegung sah der Kurienkardinal als "einen Leuchtturm in einer blutgetränkten Umgebung". Es sei die Aufgabe aller christlichen Kirchen, die Einheit wiederherzustellen, die Jesus Christus vorgelebt und sich gewünscht habe. Der christliche Glaube habe das Beste aus der griechischen und der römischen Kultur zusammengeführt und mit der Spiritualität aus Jerusalem bereichert. Das Ergebnis sei die Ehrfurcht vor der Menschenwürde, die Achtung der Menschenrechte, ja die Humanität schlechthin.

Kardinal Koch sah viel Verbindendes zwischen den christlichen Kirchen: "Wir haben einen Gott, eine Taufe, einen Glauben, sind alle ein Leib", zitiert er aus dem Paulus-Brief an die Epheser und nannte "Einheit in der Vielfalt" als Ziel des ökumenischen Bestrebens.

Bischof Wilhelm Krautwaschl erinnerte in seinen Begrüßungsworten an die ökumenische Versammlung 1997 in Graz: "Es war überaus beglückend, dass im Juni 1997 - wenige Jahre nach dem annus mirabilis 1989 und dem Fall des Eisernen Vorhanges - so zahlreich Amtsträger und Repräsentanten mit vielen tausenden Gläubigen erstmals auch aus dem Osten Europas zur Zweiten Europäischen Versammlung nach Graz kommen konnten." Es habe eine breite "ökumenische Aufbruchsstimmung, ja Feierstimmung" geherrscht. Aus heutiger Sicht sei dies ein Meilenstein gewesen "auf dem Pilgerweg, auf dem wir Christen ökumenisch unterwegs sind".

Zum Festvortrag gekommen waren u.a. auch der emeritierte Bischof Egon Kapellari, Superintendent Wolfgang Rehner, die frühere Landeshauptfrau Waltraud Klasnic und der ehemaligen Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto Kardinal Koch (c) LohmannMedia


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums
  3. Erzbischof Randazzo: Synodalität kein Grund, Elemente der kirchlichen Tradition zu verwerfen
  4. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  5. 'Tatsächlich Gott'
  6. Wir können NICHT schweigen!
  7. Marco Rubio in Athen: Ein Aufruf zur Rückbesinnung auf die christlich-abendländischen Wurzeln
  8. „Ceresanis reale Eschatologie zum Jubiläum 2033 spricht in dieser Form des Romans…“
  9. Studium zwischen Verstand, Erinnerung und Glauben. Das Herz der Wahrheit
  10. Das 'Schwert des Heiligen Michael': Eine mysteriöse Linie, die sieben Heiligtümer verbindet
  11. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  12. Papst Leo XIV. entgeht knapp einer Geldstrafe in Peru
  13. Kardinal Müller ruft zum Marsch fürs Leben 2026 in Wien auf: Über 3.000 Teilnehmer erwartet
  14. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  15. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz