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Mediennetzwerk Pontifex fordert: Impfpflicht verhindern

1. Dezember 2021 in Jugend, 15 Lesermeinungen
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Impfpflichten in Deutschland und Österreich sind unverhältnismäßig und werden vom kirchlichen Lehramt abgelehnt.


Rom (kath.net/red)

Die Initiative Pontifex hat am Mittwoch an alle Verantwortlichen appelliert, eine freie Impfentscheidung zu gewährleisten. Weiterhin fordert die Initiative alle Beteiligten auf, die Suche nach ethisch einwandfreien Medikamenten und Impfstoffen zu intensivieren.

Nachdem in Österreich eine allgemeine Impfpflicht angekündigt wurde, fordern auch in Deutschland zahlreiche Politiker eine bundesweite Impfpflicht für die gesamte Bevölkerung. Ob eine Covid-19-Impfpflicht verfassungsgemäß ist, ist umstritten. Kritiker wie der Verfassungsrichter a.D.  Hans-Jürgen Papier warnen vor der Verletzung des Grundrechts auf körperliche Unversehrtheit.


Die in Deutschland und Österreich zugelassenen Covid-19-Impfstoffe haben laut der Initiative Pontifex allesamt einen problematischen ethischen Hintergrund. Jeder der Stoffe wurde unter Zunahme von Zelllinien abgetriebener Kinder entwickelt und getestet. Die katholische Kirche spricht von der Pflicht zur Vermeidung solcher Impfstoffe. Diese Pflicht ist jedoch nicht bindend, wenn drei Kriterien zutreffen: Eine hohe Notwendigkeit, hohe Wirksamkeit des Vakzins und eine niedrige Gefahr von Nebenwirkungen. Ob diese Kriterien für den Einzelnen zutreffen, kann nur die Einzelperson entscheiden. Unter anderem deswegen lehnt die katholische Kirche eine Impfpflicht ab. 

Dazu erklärt Pontifex-Sprecher Ludwig Brühl: „Eine Impfpflicht in Deutschland und Österreich ist unverhältnismäßig, ungeeignet für den Infektionsschutz und ein ungerechtfertigter Eingriff in die Grundrechte.“ Weiter betont der Sprecher: „Insbesondere aufgrund des Zusammenhangs mit unschuldig abgetriebenen Kindern kann und darf es keinen Zwang zur Impfung geben.“


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