Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“

Bibellesen bildet, Herr Ministerpräsident!

15. Dezember 2020 in Kommentar, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Bibel ist eine tägliche Neuerscheinung. Da paßt sie natürlich hervorragend in die Jetzt-Zeit mit all der Panikmacherei: nix da mit Mindestzahlen oder reduzierten Haushalten. Da war was los in Bethlehem - Ein Kommentar von Peter Hahne


Berlin (kath.net)

Den Politikern sitzt die Angst im Nacken, vor allem in Deutschland. Jetzt rächen sich gravierende Fehler bei der Corona-Bekämpfung. Der gesamte Sommer wurde verschlafen, Masken kamen mit halbjährlicher Verspätung (erst ab heute kostenlose FFP2-Masken in deutschen Apotheken), in angeblich hermetisch abgeriegelten Pflegeheimen herrscht Massensterben, während die Polizei mit Hundertschaften Glühweinstände hochgehen läßt. Und geimpft wird bereits weltweit, nur bei uns nicht. Es wird ein böses Erwachen und eine bittere Abrechnung geben, das wissen die Herrschenden.

Deshalb ist ihnen jetzt jedes Mittel recht, um das Volk in Angst und Schrecken zu versetzen, als wären die Bürger schuld am Dilemma. Man braucht kein Semester Psychologie, um das zu durchschauen. Adam hatte ja auch Eva, und Eva die Schlange als Sündenbock. Doch nun wird es perfide, primitiv und peinlich: Der sächsische CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer bemühte, um das abstruse Weihnachtsfeier-Verbot zu rechtfertigen, folgenden Vergleich im SPIEGEL: „Josef und Maria waren an Heilig Abend auch allein .“ Man liest und liest und faßt es nicht: Maria und Josef allein zu Haus.... Halluziniert der Mann, spielt er mit dem Unwissen des Volkes, versucht er’s sozusagen als letzte Granate im Kampf gegen die Panik-Pandemie mit provokatorischem Populismus und Gefühlsduselei?


Gut, dass wir die Bibel haben. Urtext für das, was uns nach Jahrhunderten (inklusive Pest und Cholera, Kriegen und Katastrophen)  erstmals zu feiern verboten ist. Der Arzt Lukas hat das alles höchst seriös recherchiert und reportiert. Für mich der Paradetext für Qualitätsjournalismus, bei hunderten von Seminaren als einzigartiges Exempel vorgeführt. In diesen wenigen Sätzen werden die klassischen sieben W-Fragen beantwortet: wer, was, wann, wo, warum, wie, wozu? Schon der Anfang des Berichtes spricht Bände: Es begab sich aber zu der Zeit..... Märchen beginnen mit: Es war einmal.... Wer diese Reportage liest, ist bestens informiert über das, was Herr Kretschmer da so vor sich hin erzählt. Maria und Josef allein zu Haus? Glühwein, erbarme dich! Primitiv und peinlich.

Da die Bibel eine tägliche Neuerscheinung ist und als Uralt-Text top-aktuell, paßt sie natürlich hervorragend in die Jetzt-Zeit mit all der Panikmacherei : nix da mit Mindestzahlen oder reduzierten Haushalten. Da war was los in Bethlehem (wie im Tübingen von Boris Palmer oder der Schweiz, wo ich gerade bin): so voll, dass „kein Raum in der Herberge“ war. Scharen von Hirten strömten sogar „eilend“ herbei, ganz zu schweigen von den himmlischen Heerscharen. Klar, für die politische Parallelwelt existiert solch einfacher Pöbel nicht, höchstens als Wahl-Schäfchen. Und die Heerscharen jubeln und huldigen, wenn schon, dann dem Kutschen-Duo vom Herrenchiemsee. Und schließlich ritten noch drei weise Männer aus verschiedenen Haushalten herbei und kamen Jesus in ihrer Anbetung Pandemie-gefährlich nahe. Null Hygienemaßnahmen bei der Geburt im Dreck.

Maria und Josef allein? Lieber Herr Kretschmer, das neugeborene Kind in der Krippe, der zum Mann am Kreuz wurde, war auch noch da. Als Hauptperson. Oder dürfen wir das nicht mehr sagen, weil selbst kirchliche Kindergärten „aus Toleranz“ auf das Aufstellen „religiöser Symbole“ verzichten und den St.Martins-Umzug zum Lichterfest pervertieren?

Lieber Herr Kretschmer, lassen Sie uns bitte mit Ihrer historischen Halbbildung in Ruhe. Übernehmen Sie lieber Verantwortung für alle, die einsam sterben müssen oder an ihrer Seele zugrunde gehen, weil das Löschen inzwischen mehr Opfer fordert als der Brand und die Kollateralschäden weit größer sind als der nötige Corona-Kampf.

Ach, würde man die Bibel nur kennen und ernst nehmen! Als Handlungsanweisung vorlesen in den Parlamenten bei Flüchtlings- und Pandemie-Debatten! Wir hätten wahrlich ein anderes Land. Aber wir haben den Religions- und Geschichtsunterricht weithin abgeschafft. Nur ein Volk, das dumm gehalten wird, fällt auf Leute wie Kretschmer mit ihren Mogelpackungen rein. 

 

BUCHTIPP:

Peter Hahne

Seid ihr noch ganz bei Trost!: Schluss mit Sprachpolizei und Bürokraten-Terror

Gebundene Ausgabe – 28. Februar 2020

128 Seiten, 12 Euro

Mehr dazu auf kathtube:


Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  3. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  4. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  5. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  6. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  7. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  8. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  9. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  10. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  11. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  12. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  13. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  14. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  15. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz