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Hat Corona mit Gott zu tun?

20. April 2020 in Spirituelles, 13 Lesermeinungen
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„Umkehr zu Gott ist der notwendige Klimawandel, den wir erbeten und mit einem neuen Lebensstil herbeiführen müssen. Und dieser Wandel hat nichts mit unseren Autos zu tun!“ kath.net-Klartext von Bischof Andreas Laun


Salzburg (kath.net) Hat Corona mit Gott zu tun? Für Atheisten eine sinnlose Frage. Aber für Gläubige oder Halbgläubige oder auch nur Abergläubige ist sie naheliegend und wird auch gestellt. Also gut, sie ist schnell mit Ja zu beantworten, wenn Gott allmächtig ist. Denn dann steht alles, was geschieht, in seiner Macht oder ist von ihm gewollt oder wenigstens zugelassen. Aber hilft es uns, Corona zu verstehen? Gibt es eine Antwort auf die Frage, was Gott uns sagen will? Wenn wir demütig das Wort MARIENS nachsprechen. „Mir geschehe nach deinem Wort“. Das ist zwar gut und richtig, aber weder Maria selbst noch wir wissen bei so großen Worten in unserem Leben, bei der Eheschließung, der Priesterweihe, der Ablegung eines Gelübdes oder eines anderen Versprechens, was darin enthalten sein wird. Gott sollten wir auf jeden Fall unser Wort blind geben, entsprechend der Logik der Liebe und des Glaubens, ohne Seine Pläne für uns zu kennen.

Bevor wir zu Corona zurückkehren noch ein Blick in die Vergangenheit: Europa und anderen Teil der Welt kannten immer wieder Pest-Epidemien in ihren verschiedenen Formen, Die Folgen waren schlimm, die Zahl der Todesopfer gewaltig. Natürlich versuchte man die Krankheit zu verstehen. Es gab verrückte „Erklärungen“. Darüber findet man auch im Internet einiges mit Verweisen auf Fachliteratur.

Nur zum Beispiel, die Menschen des 14. Jh. erklärten sich den Ausbruch der Pest folgendermaßen: "Im Oktober 1348 bat (der französische König) Philipp VI. die medizinische Fakultät der Universität von Paris um einen Bericht über das Unheil, das das Überleben der menschlichen Rasse zu bedrohen schien. Mit ihrer Beweisführung machten die Ärzte die Dreierkonstellation aus Saturn, Jupiter und Mars verantwortlich. Dieses Urteil der Pariser Gelehrten wurde als offizielle Begründung für die Seuche anerkannt. Also: Für den Pestausbruch verantwortlich wären die Planeten. In anderen Teilen der Welt hielt man die Pest einfach für eine Strafe Gottes Die Skandinavier glaubten, dass eine Pestjungfer dem Mund des Toten als kleine blaue Flamme entsprang und durch die Luft flog, um das nächstliegende Haus zu infizieren. In Litauen glaubte man, dass die Pestjungfrau rote Tücher in Fenstern und Türen flattern ließ, um die Pest einzulassen. Auch verhängnisvolle Deutungen, wie dass die Juden daran schuld seien, gab es gefolgt von Pestpogromen.“

Die Christen veranstalteten zur Lösung des Problems Wallfahrten und Gebete, es entstanden auch Sekten wie die sogenannten Flagellanten, die mit Selbstgeißelungen Busse tun wollten.

In der Kirche gab es Priester und Bischöfe, die sich um Pestkranke bemühten und selbst an der Pest starben, wie z.B. der Kardinal von Albano.

In Wien ließ Kaiser Karl VI. nach dem Ende des Pestjahres 1713 zum Dank die Karlskirche errichten entsprechend eines Gelübdes, das er im Wiener Stephansdom abgelegt hatte.

Was kann heute Corona bedeuten in dem Plan Gottes? Ist es verboten, ist es theologisch nicht korrekt, zu denken, es könnte eine Strafe Gottes sein? Erstens weil Gott überhaupt nicht straft, wie manche sagen? Hat nicht Jesus verboten, so zu denken, konfrontiert mit der Frage angesichts der Fragen der Leute wegen eines Blinden, als man Jesus fragte: wer hat gesündigt, „er selbst oder seine Eltern?“ Im Hintergrund stand offenbar die Idee: Jemand muss doch schuld sein.

Aber, Jesus bestreitet nicht, dass Gott oft Unglück sendet als Folge oder doch auch als Strafe für die Sünden, für den Abfall des Volkes von Ihm, Seinem Gott. Sonst hätte er das AT ablehnen müssen, in dem der Zusammenhang von Sünde und Strafe eigentlich oft angesprochen wird! Zudem: Jesus selbst redet von Strafe, besonders deutlich in seiner Gerichtsrede. Aber auch angesichts eines Mordens im Auftrag der staatlichen Gewalt: Lukas berichtet: „Zu dieser Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten ihm von den Galiläern, die Pilatus beim Opfern umbringen ließ, so dass sich ihr Blut mit dem ihrer Opfertiere vermischte. Da sagte er zu ihnen: „Meint ihr, dass nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht? Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.“

Bei den Berichten im AT von geplanten Strafen Gottes fällt auf: Dieser strafende Gott ist gütig, er führt die angedrohten Strafen manchmal nicht aus, oder er lässt sich überreden zB von Mose. Ähnlich ist es auch im Bericht über die ägyptischen Plagen: Diese hören auf das Gebet von Mose hin auf, ebenso an anderer Stelle die Schlangenplage. Die Leute kamen zu Mose und sagten: Wir haben gesündigt, denn wir haben uns gegen den Herrn und gegen dich aufgelehnt. Bete zum Herrn, dass er uns von den Schlangen befreit. Da betete Mose für das Volk“ Daraufhin endete die Plage, nachdem Mose auch die Anweisungen Gottes erfüllt hatte.

An dieser Stelle sollt man mitbedenken: Strafen von Gott sind niemals eine „Rache“ im allzu menschlichem Sinn des Wortes, zur eigenen Befriedigung, sondern immer auf das Wohl des Menschen ausgerichtet durch Bekehrung und damit auf sein Heil.

Überdeutlich ist das Thema Sünde und Strafe im Streit des Mose mit dem Pharao, der das Volk nicht freigeben will. Gott antwortet darauf mit einer Reihe von Plagen, um dessen verhärtetes Herz aufzubrechen, mit dem er sich bis zuletzt gegen Gottes Willen wehrt. Aber die Plagen enden jeweils auf das Gebet des Mose hin! Dann sagt der Pharao: „Ich lasse euch ziehen. Bringt also Jahwe, eurem Gott, in der Wüste Schlachtopfer dar! Aber zu weit dürft ihr euch nicht entfernen. Betet auch für mich!“

Darauf sagte Mose: „Gut, das Ungeziefer wird weg gehen.“

Besonders eindrucksvoll ist es, wie Mose mit Gott um Sodom und Gomorra ringt und Ihn um Gnade für das Volk bittet: „Lass ab von deinem glühenden Zorn, und lass dich das Böse reuen, das du deinem Volk antun wolltest. Denk an deine Knechte, an Abraham, Isaak und Israel, denen du mit einem Eid bei deinem eigenen Namen zugesichert und gesagt hast: Ich will eure Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne am Himmel, und dieses ganze Land, von dem ich gesprochen habe, will ich euren Nachkommen geben…“

„Da ließ sich der Herr das Böse reuen, das er seinem Volk angedroht hatte.“

Wenn das AT bei vielen Gelegenheiten von einem unglaublich barmherzigen Gott redet, aber auch einem strafenden Gott spricht, wird ein Christ nicht erwarten, dass Jesus diese Sicht bestreitet. Er wird seinem Herrn nicht widersprechen wollen. Die früher oft wiederholte Gegenüberstellung vom strafenden Gott im At und dem Gott der Liebe im NT ist ein oft widerlegter Unsinn.

Man mag Corona eine „Plage“ oder eine „Strafe Gottes“ nennen, biblisch betrachtet ist es richtig, so oder so. Denn wenn man auf die heutige Welt schaut: Auch ohne Selbstgerechtigkeit oder die Sünde des Urteilens über die „Anderen“ und im Bewusstsein der eigenen Sünden darf und muss man sagen. Die Sünden der heutigen Menschheit schreien zum Himmel: Wohl an erster Stelle zu nennen sind die Sünde des Blutvergießens, vor allem an den ungeborenen Kindern, von Gesetzen gedeckt und wirtschaftlich genützt. Aber dann auch die Sünden gegen den hl. Geist, die des Fleisches, die gegen die Ordnung Gottes in seiner Schöpfung, die Sünden derer, die Gottes Gebote als jüdische Erfindung lächerlich machen wollten, die Sünde des Gottesmordes und die der Gottesverleugnung und der Gottesverhöhnung vor den Kameras der Welt in Wort und Tat.

Hat Nietzsche nicht richtig, gespenstisch anschaulich die heutige Situation beschrieben, wenn er sagt:
"Wohin ist Gott?" rief er, "ich will es euch sagen!
Wir haben ihn getötet - ihr und ich!
Wir sind seine Mörder! Aber wie haben wir das gemacht?
Wie vermochten wir das Meer auszutrinken?
Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen?
Was taten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten?“
Und er beschreibt die Folgen dieses „Loskettens“ so:
„Wohin bewegen wir uns?
Fort von allen Sonnen?
Stürzen wir nicht fortwährend?
Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten?
Gibt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht durch ein unendliches Nichts?
Haucht uns nicht der leere Raum an?
Ist es nicht kälter geworden?
Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht?“

Unsere Psychologen und Professoren und Medienleute werden uns nicht helfen können, das Licht Gottes nicht ersetzen, auch nicht seine Wärme und Orientierung zu geben wissen.

Aber um zur Corona Epidemie zurückzukehren. Trotz aller Unterschiede. Die Pest war schlimmer als Corona heute, aber man darf dennoch über Vergleichspunkte nachdenken. Mitte des 14. Jahrhunderts und auch später wurden die Menschen in Europa plötzlich von einer seltsamen Krankheit heimgesucht: Sie bekamen Fieber, merkwürdige Beulen am ganzen Körper, kurz darauf starben viele. Die Pest war ausgebrochen. Es dauerte lange, bis die Menschen herausfanden, was sie gegen die Ausbreitung der Krankheit tun konnten, abgesehen vom damaligen Nicht-Verstehen, worin sie bestand.

Da die Venezianer einen Zusammenhang zwischen Pest und Schiffsverkehr vermuteten, standen Reisende, die aus verpesteten Städten kamen, zunächst für 40 Tage lang unter Quarantäne auf einer in der Lagune von Venedig.

Von dieser Maßnahme abgesehen: Unsere Vorfahren haben inständig gebetet. Wenn die Pest erlosch, haben sie voll Dankbarkeit zur Erinnerung Pestsäulen errichtet, zB in Wien in der Nähe des Doms und auch in Klöstern wie Heiligenkreuz und an vielen anderen Orten.

Ich plädiere nicht für Corona-Denkmäler, aber für Umkehr des Denkens und Lebens im Sinn der Bibel. In Fatima hat Maria zum Gebet aufgerufen zur Beendigung des ersten und der Verhinderung des zweiten Weltkrieges. Wir sollten angesichts von Corona um wissenschaftliche Erfolge beten und uns dabei bewusst sein, dass Medikamente und Impfstoffe zu finden, Leistung des Menschen und Gabe Gottes sein werden, auch wenn wir dabei nicht unterscheiden können, wer dabei mehr beigetragen hat.

Was unser Leben betrifft, brauchen wir nicht mehr politische Korrektheit als unser neues, menschengemachtes Handbuch für, sondern die neue Ausrichtung an den 10 Geboten Gottes. Sie sind die Anleitung zur „artgerechten Haltung“ des Menschen. Gott hat ihn „erfunden“ und gemacht“, ER weiß wie sein Geschöpf leben kann und soll, Die „göttliche Korrektheit“, das man schon vor Jahrhunderten „Naturrecht“ genannt hat und heute nennt man es „Menschenrecht“, Obwohl dieser Begriff auch irreführend ist, weil dieses Recht von Gott kommt und nicht von Menschen oder von ihren Regierungen gemacht werden kann, wie das Wort nahelegen könnte.

Der Missbrauch geschieht auch, wenn bestimmte Leute Abtreibung als Menschenrecht bezeichnen wollen!

Aber nur so, mit solcher Umkehr und damit auch Überwindung der Eiseskälte der modernen Welt mit ihrer Verschmutzung und Zerstörung in die wir „hinaustreiben“ um nochmals das geniale Bild F. Nietzsches aufzugreifen. Sondern wir brauchen eine neue Ankettung der Erde an Gott, der ihre Sonne ist, mit ihrer Wärme und Kraft ohne Probleme mit Endlagerungen oder Recyceln irgendwelchen Mülls, der die Schöpfung, uns Menschen, die Tiere, die Pflanzen und die Schönheit unserer Berge und Meere zerstört.

Man könnte auch sagen: Diese Umkehr zu Gott ist der notwendige Klimawandel, den wir erbeten und mit einem neuen Lebensstil herbeiführen müssen. Und dieser Wandel hat nichts mit unseren Autos zu tun! In diesem Sinn stimmt auch der oft gehörte Satz „Nach Corona wird nichts mehr so sein, wie es war!“

Nach dem 2. Weltkrieg haben die Menschen zusammen mit den politischen Führern gebetet und wir Österreicher sind sogar von der russischen Besatzung befreit worden. Auch von Corona wird uns der Himmel frei machen, dazu braucht es unser Gebet und unsere Abkehr von dem absurden Versuch, Gott durch Totschweigen zu morden, mit widergöttlichen Gesetzen die man sogar „Menschenrechte“ nennen will, um uns selbst an Seinen Platz zu setzen An dem Versuch ist schon der Teufel selbst gescheitert und Jesus sah ihn dabei vom Himmel fallen.




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Lesermeinungen

 lesa 22. April 2020 

Den Kairos WAHR-NEHMEN

[email protected]: Danke für Ihre Rückmeldung mit den Zitaten aus dem Artikel von Pfr. Winfried Abel. Es freut mich sehr, dass Sie ihn gelesen haben, wusste ich doch, dass er Ihnen aus dem Herzen spricht. Leider (oder per Zulassung)habe ich ihn erst gestern entdeckt. Gott kennt den Kairos...
Jedenfalls ist zu hoffen, dass dieser Beitrag, (natürlich auch der von Bischof Laun) von vielen bedacht wird. Er stammt von einem Mann mit reichlich seelsorglicher Erfahrung und theologischer Bildung und prophetischem Mut! Ja, wir beten fest weiter!


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 ottokar 22. April 2020 
 

Warum sollte Gott nicht strafen?

Freue mich wieder die lange vermisste Stimme des hoch verehrten Bischofs Laun zu hören.
Natürlich darf uns der Vater im Himmel belohnen oder strafen, so wie er es will und für richtig erachtet.
Nach dem Lukas Evangelium 12,39-48 spricht Jesus zu seinen Jüngern, dass diejenigen, welche dem Willen des Herrn nicht folgen, obwohl sie den Willen des Herrn kennen, viele Schläge erhalten werden; wer aber , ohne den Willen des Herrn zu kennen, etwas tut , was Schläge verdient, der wird wenig Schläge bekommen.
In diesem Gleichnis erkennen wir nicht nur glasklar, dass Gott strafen kann ,sondern wir erkennen auch Gottes Barmherzigkeit und darin seine Gerechtigkeit. Daraus sollten wir lernen, dass Gottes Barmherzigkeit nicht dem Giesskannenprinzip folgt, wie es uns der synodale Weg vorgaukeln möchte.


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 hape 21. April 2020 

Liebe @lesa,

herzlichen Dank für den tollen Artikel von Pfr. Winfried Abel in der Tagespost vom 24.3.2020. – "Das Kreuz ist die 'Strafe', die auf der ganzen Menschheit lastet." So Pfr. Abel. Und weiter: "Wo bleibt hier der prophetische Ruf zur Umkehr? Statt zum Gebrauch von Desinfektionsmitteln zu raten, sollten die Verantwortlichen in der Kirche jetzt dazu aufrufen, dringend die „Desinfektionsräume" aufzusuchen, die in jeder Kirche stehen: die Beichtstühle!"

Sehr spannend auch das Bild von Jesus als dem Arzt und Heiland. Jeder, der mal beim Zahnarzt war, wird wissen, dass es weh tut, wenn der Zahn gezogen wird. Ich erlaube also dem Zahnarzt mir weh zu tun, damit ich am Ende doch geheilt werde. Sonst wäre das Körperverletzung. Sollten wir also nicht auch Jesus erlauben, uns weh zu tun, damit wir geheilt werden?

Was Pfr. Abel da schreibt, das sei jedem ans Herz gelegt, der sich mit der Frage auseinandersetzt, ob Gott straft oder nicht. Er straft. Und das ist gut so.

Im Gebet verbunden,hape.


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 lesa 21. April 2020 

Prophetischer Ruf zur Umkehr gefragt

Lieber @hape: Um Ihre Freude und Erleichterung noch zu vergrößern, sei Ihnen und allen der Artikel von Pfr. Winfried Abel "Prophetischer Ruf zur Umkehr gefragt." (Tagespost 2. April 2020)Ebenfalls ein höchst empfehlenswerter Klartext, den sich niemand entgehenlassen sollte.


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 Salvian 21. April 2020 

Danke für diesen ausgezeichneten Beitrag!

Er hat sehr viel mehr Gehalt als vieles andere, was wir in letzter Zeit zu diesem Thema aus vermeintlich berufenem Munde zu hören bekamen. Der Autor tut nicht so, als wisse er schon im voraus, was Gottes Wille ist. Er zeigt sich vielmehr nachdenklich und gegenüber dem Wort Gottes demütig.


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 St. Hildegard 20. April 2020 
 

Danke, Bischof Laun,

für diese differenzierten Ausführungen zum Thema "Strafe" - die ja oft als "zornige Rache" oder göttliche Zerstörungswut missdeutet wird, weswegen auch Diskussionen in dieser Richtung meist gleich abgewürgt werden. Gewisse Handlungen des Menschen haben aber eben Konsequenzen.
Es gibt nur leider in der Kirche anscheinend ganz offizielle Denkverbote: So hält zB. der Speyerer Bischof Wiesemann grundsätzlich nichts von Überlegungen zum Thema "Strafe" und warnt vor "pseudoreligiösen Verschwörungstheorien" gewisser "fundamentalistischer Kreise" ...


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 Diadochus 20. April 2020 
 

Umkehr

Ob Corona eine Strafe Gottes ist, lässt Weihbischof Laun bewusst offen. Es muss offen bleiben, denn Gott möchte kein strafender Gott sein, sondern Er möchte die Umkehr des Menschen. Corona ist ein deutlicher Fingerzeig, dass der Mensch der Umkehr bedarf. Die Sünden dieser Tage schreien zum Himmel. Dennoch wartet Er. Wie lange noch? Er wartet, wie Moses auf die Umkehr der Israeliten: "Wir haben gesündigt, denn wir haben uns gegen den Herrn und gegen dich aufgelehnt. Bete zum Herrn, dass er uns von den Schlangen befreit." Das müssten auch wir tun. Wir haben gesündigt. Er wartet auf unsere Reue und Buße. Virtuelle Gottesdienste sind die falsche Antwort auf die Schlangen.


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 Spondeo 20. April 2020 
 

Danke für diese vielen Wahrheiten!

Danke dem mutigsten Bischof Österreichs!


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 hape 20. April 2020 

Endlich! Jetzt bin ich erleichtert!

Endlich lese ich bei Weihb. Laun aus berufenem Munde, was ich selbst schon seit längerem denke. Dass Gott, selbst wenn er straft, immer noch die Liebe ist. Wer das Strafen Gottes tabuisiert, erhebt ein Denkverbot und macht aus Gott einen Papiertiger. Die Frage kann also nicht sein, ob Gott straft. Sie muss lauten, wie und warum er straft. Diese Frage sollte man nicht par ordre de mufti unter den Teppich kehren, sondern theologisch sauber diskutieren, damit man das den Leuten gut erklären kann.

Die dürsten nämlich nach der Wahrheit. Die wollen aber keine verdünnte H-Milch, sondern gute Bio-Vollmilch. Die haben geistlichen Hunger. "Gebt ihr ihnen zu essen", sagt Jesus zu den Jüngern bei der Speisung der 5.000 (Mt 14,16). Am Ende hatten sie zwölf Körbe übrig. So geht Mission.

Die Leute wollen das volle Programm. Keine verfaulten synodalen Früchte, die schon Schimmel angesetzt haben, wenn sie auf den Tisch gestellt werden.


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 lesa 20. April 2020 

Leben als Eigentum Gottes

Danke für den längst erwarteten "Klartext von Bischof Laun!"
[email protected]: Ihre Frage trifft den Kern! "Gibt es denn überhaupt etwas, das NICHT mit Gott zu tun hat? "Wohin immer der Mensch geht, trifft er auf Eigentum Gottes. Nirgendwo ist ein Reich, das von Sein und Recht einem Anderen gehört. Nirgendwo sind Enklaven der Wirklichkeit, in denen der Mensch vor das wirklich Fremde gelangte. … Es gibt Auenblicke, in denen das Wort: "alles gehört Gott; was aber anders erscheint, ist nur Empörung gegen Ihn" - zum einzigen Halt der Hoffnung wird." (Romano Guardini)
Vielleicht könnte dieser Moment der Geschichte zu dieser Erkenntnis führen.
Der Abfall vom Sein, von Gott, hat zu nichts als Zerklüftung und Zerstörung bewirkt.
"Denn mein Volk hat doppeltes Unrecht verübt: Mich hat es verlassen, den Quell lebendigen Wassers, um sich Zisternen zu graben, die das Wasser nicht halten." (Jer 2, 13)Ohne Umkehr zu Ihm und seinem Wort und zu seinen Geboten wird es keine Rettung geben.


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 Wiederkunft 20. April 2020 
 

Kann der liebe Gott auch Strafen?

Danke lieber Bischof Laun! Ich kann nicht verstehen, warum der Gott des AT ein völlig anderer sein soll, als der im NT. Jesus sagte doch ich bin nicht gekommen um das Gesetz aufzuheben, sondern es zu erfüllen. Wenn jesus vom himmlischen Hochzeitsmal spricht und sagt, weg ihr Verfluchten ich kenne euch nicht, dann klingt das schon nach Strafe Gottes. Und warum soll ein guter Vater nicht seine Kinder jetzt schon zurecht weisen, damit sie der ewigen Strafe entkommen? Mit dem Satz: Wir haben uns alle lieb, und Gott ist ein Gott der nicht staft, werden wir der Gerechtigkeit Gottes nicht gerecht!Was wäre das für eine Liebe, die nicht auch nach der Gerechtigkeit drachtet?


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 Passero 20. April 2020 
 

METANOEITE!

Vergelt´s Gott, lieber Weihbischof Andreas, für diese klaren und so wichtigen Worte! GEBET UND UMKEHR! Genau das ist es, wozu die amtierenden Diözesanbischöfe kräftig aufrufen müssten. Man könnte seit Wochen meinen, dass viele von ihnen im Tiefschlaf sind.


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 SalvatoreMio 20. April 2020 
 

Gibt es irgendetwas auf der Welt, das NICHT mit Gott zu tun hat?

Das LEBEN an sich ist ein Geschenk und Geheimnis: viele werden mit 'körperlichen Schwachstellen' geboren, was diverse Ursachen haben kann, z. B. Vererbung. Was die Atemwegserkrankungen anbelangt: Luftverschmutzung, Zerstörung der Wälder, ungesunde Lebensführung, Rauchersucht fördern die Abwehrschwäche. So kann man sagen: Wir alle als Gemeinschaft, aber auch der Einzelne ist beteiligt an Zerstörung, kann aber auch seinen Beitrag leisten am Erhalt der gesunden Schöpfung und der eigenen Person. Das weiß jeder, aber rundum erlebe ich viel Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit und nicht Wahrhaben-Wollen.


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