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Bistum Feldkirch: Leiter des Ehe- und Familienzentrums bei Homo-Parade

6. August 2019 in Österreich, 23 Lesermeinungen
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Die ‚Regenbogenpastoral’ des Bistums hat bereits zum dritten Mal am ‚Christopher-Street Day’ in Bregenz teilgenommen. Das Ehe- und Familienzentrum ist auch für das Sexualkundeprogramm ‚Wolke 6’ verantwortlich.


Bregenz (kath.net/jg)
Die „Regenbogenpastoral“ des Ehe- und Familienzentrums der Diözese Feldkirch hat beim „Christopher Street Day“ (CSD) 2019 teilgenommen und am Vorabend eine „Dankgottesdienst für die Vielfalt und Buntheit der Menschen“ abgehalten. kath.net hat hier berichtet: ‚Christopher Street Day’ Bregenz mit Beteiligung der Diözese Feldkirch

Vertreter der „Regenbogenpastoral“ nahmen an der Parade am 29. Juni teil, darunter Mag. Edgar Ferchl-Blum, der Leiter des Ehe und Familienzentrums. Sie trugen Schilder in Regenbogenfarben mit der Aufschrift „Ich bin queer! Gott sei Dank auch in der Kirche“ mit dem Logo des Ehe- und Familienzentrums und der Diözese Feldkirch: „Katholische Kirche Vorarlberg“.

Ebenfalls zum Ehe- und Familienzentrum gehört der Arbeitsbereich „Jugend und Liebe – Wolke 6“. Dieser bietet Workshops zu „Liebe, Freundschaft, Sexualität“ für Schulklassen und Gruppen an. Bereichsleiterin ist Frau Mag. Gudrun Posch-Berger, Edgar Ferchl-Blum, der sich auch schon bei den Grünen engagiert hat, ist unter den Referenten angeführt.

Workshops der „Wolke 6“ waren wegen allzu deutlicher und detaillierter Darstellungen sexueller Akte und des verwendeten Unterrichtsmaterials in die Kritik geraten. Eltern einer betroffenen, damals 9jährigen Schülerin wandten 2017 sich mit einem offenen Brief an die Öffentlichkeit.

Die Referenten erhalten laut einem Bericht der Tagespost ihre Ausbildung beim Institut für Sexualpädagogik (ISP) in Dortmund, wenn auch laut Aussage von Ferchl-Blum nicht alle. Das ISP betreibt auch die Lehrgänge für Sexualpädagogik am Vorarlberger Schloss Hofen. Die wissenschaftliche Leitung hat Prof. Uwe Sielert, einer der Mitbegründer des ISP, die fachliche Leitung liegt bei Reiner Wanielik, der für das ISP arbeitet. Sielert bezeichnet seinen Ansatz zur Sexualpädagogik als „neo-emanzipatorisch“.


Der „Bereich Jugend und Bildung – Wolke 6“ der Diözese Feldkirch hat sich im Juni 2019 dem Protest der Plattform Sexuelle Bildung angeschlossen, der sich gegen den Ausschluss schulfremder Personen und Organisationen vom Sexualkundeunterricht an Schulen richtet. Die Protestkampagne läuft unter dem Titel #redmadrüber (Österreichisch für „Reden wir darüber“) und kann auch als Petition unterzeichnet werden.

Der Protest wird neben anderen von der Plattform #KeinenMillimeter unterstützt, die sich gegen die Umsetzung der Forderungen des Volksbegehrens #fairändern engagiert, von den Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen (AUGE/UG), von AUSGESPROCHEN LGBTI* Lehrer*innen, von EfEU – Verein zur Erarbeitung feministischer Erziehungs- und Unterrichtsmodelle, von der Homosexuelleninitiative HOSI, vom Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch, der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung (ÖGF, dem Österreich-Ableger der International Planned Parenthood Federation), von Queeriosity, dem Regenbogenfamilienzentrum Wien, den RosaLilaPantherinnen und dem feministischen Verein Amazone, der sich die Dekonstruktion von Geschlechterrollenbildern in der Gesellschaft zum Ziel gesetzt hat. Auch die plan:g – Partnerschaft für globale Gesundheit, eine Stiftung kirchlichen Rechts der Diözese Feldkirch und Veranstalterin einer Ausstellung im Vorfeld des CSD 2019, unterstützt die Initiative der Plattform sexuelle Bildung.

Auch 2018 nahm die „Regenbogenpastoral“ am „Christopher Street Day“ teil. Am Vorabend der Parade wurden in der Seekapelle Berichte von Homosexuellen vorgelesen, die im Vorfeld gesammelt worden waren. Die Beiträge befassten sich mit den persönlichen Erfahrungen von homosexuellen Menschen, oft im Zusammenhang mit dem katholischen Glauben.

In den Beiträgen, die unter dem Titel Ich bin ... und das ist gut so als Broschüre auf der Internetseite der Diözese Feldkirch veröffentlicht worden sind, finden sich wiederholt kirchenkritische Anmerkungen. In keinem ist eine Orientierung an der Morallehre der katholischen Kirche zu finden.

Johannes Heil, Mitarbeiter der „Regenbogenpastoral“ und Seelsorger am LKH Bregenz schreibt in seinem Beitrag für die Broschüre: „Wir, das Team der Regenbogenpastoral, dulden es nicht mehr länger, dass Menschen in der Kirche wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert, verletzt und ausgeschlossen werden.“ Weiters schreibt er: „Wir Homosexuelle wünschen keine Spezialbehandlung, sondern die Akzeptanz unserer sexuellen Orientierung als von der Natur geschaffen – und damit eine Variante der Schöpfung Gottes. Wir Schwule und Lesben wollen keine Barmherzigkeit, wir wollen die Anerkennung unserer Rechte – und das auch in den Kirchen!“

Johannes Heil war 2016 gemeinsam mit Sven Alexander Hofer, dem Organisator des „Christopher Street Day“ in Bregenz, in Schulen, um über „Homosexualität und Glaube“ zu sprechen. In einem Blogbeitrag auf der Internetseite des „Vereins Vielfalt“ bezeichnet Hofer Heil als „langjährigen Freund“. Der „Verein Vielfalt“ ist der Veranstalter des CSD Bregenz, Sven Alexander Hofer ist dessen Vorsitzender.

Kontakt Bischof Benno Elbs:
[email protected]

Diakon, Johannes Heil und der Leiter des EFZ Feldkirch, Mag. Edgar Ferchl-Blum



Foto: Werbung in der eigenen Kirchenzeitung!




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