Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  3. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  4. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  5. Voll in die Falle getappt
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Die große Täuschung
  8. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  9. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  10. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  11. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  12. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  13. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  14. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  15. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit

Venezuela: „Wir leisten quasi Sterbebegleitung“

7. April 2019 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Humanitäre Krise in dem südamerikanischen Land verschärft sich


München (kath.net/KIN) Die humanitäre Krise und die medizinische Versorgung der Venezolaner nimmt immer dramatischere Züge an.

In einer an das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ weitergeleiteten Nachricht schilderte eine Krankenhausärztin eindrücklich die angespannte Lage, in der sie ihre Hilflosigkeit aufgrund des herrschenden Medikamentenmangels erfahren hat. Aus Sicherheitsgründen kann ihr Name nicht genannt werden.

Ein Mädchen habe an einer schweren eitrigen Bauchfellentzündung behandelt werden müssen, ihr Blinddarm sei schon perforiert gewesen, berichtet die Ärztin. Doch das Krankenhaus habe nicht über die erforderlichen Antibiotika für eine spätere Behandlung verfügt.

„Der Vater des Mädchens sagte mir mit Tränen in den Augen, dass er sich die Medizin nicht weiter leisten könne, denn jede Dosis kostete 50.000 Bolivar, und es wurden drei Dosen pro Tag benötigt!“ Derzeit beträgt der monatliche Mindestlohn in Venezuela 20.000 Bolivar. Das bedeutet: Der Vater des Mädchens müsste demnach fast acht Monate arbeiten, um eine Tagesdosis des Antibiotikums kaufen zu können.


„Als ich nach der Bauchspülung aus dem Operationssaal kam, suchte ich nach dem Vater des Mädchens. Ich konnte ihn zunächst nicht finden, weil er in einer Ecke vor einer Wand kniete und weinte. Ich habe das Gefühl, dass wir Sterbebegleitung leisten“, sagte die Ärztin mit qualvoller Stimme.

Sie nimmt die politischen Führer wegen ihrer ineffizienten Arbeit in die Verantwortung: „Ich verstehe die Politiker nicht. Wir [die Ärzte] können ohne Wasser und Strom auskommen. Wir werden schon eine Art und Weise finden. Aber ich kann es nicht ertragen zu sehen, wie die Ärmsten leiden und ihre Kinder begraben müssen.“ Immer wieder kommt es zu Ausfällen des nationalen Stromnetzes, die die Krankenhäuser betreffen und so eine angemessene Behandlung der Patienten unmöglich macht.

Auch die venezolanische Bischofskonferenz nimmt die Politik in die Pflicht. Sie veröffentlichte eine Stellungnahme, in der sie „die Würde der menschlichen Person und ihrer unveräußerlichen Rechte“ bekräftigt und gleichzeitig die mangelnde Achtung der Menschenrechte und die „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ verurteilt, denen die Venezolaner ausgesetzt sind, einschließlich „der vorsätzlichen Auferlegung von Lebensbedingungen wie der Entziehung des Zugangs zu Nahrung und Medikamenten“.

„Leider ist dies in unserer Heimat unter dem selbstgefälligen Blick der Behörden geschehen, die über die rechtmäßige Erfüllung und Verteidigung der Menschenrechte wachen sollen“, heißt es in der Stellungnahme der Bischöfe.

Die Bischöfe bitten darum, das Gebet für Venezuela zu intensivieren, um „die notwendige Bekehrung“ zu erreichen. Sie bitten die Jungfrau Maria, „den Kreuzweg zu begleiten, den unser Volk durchleidet in der Hoffnung auf die von ihrem Sohn Jesus Christus vollbrachte österliche Befreiung“.

Foto: Prozession für den Glauben und die Hoffnung für das Leben in der venezolanischen Stadt San Cristobal (Copyright: Diözese San Cristobal/Venezuela)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Venezuela

  1. Venezuela schließt sein Foltergefängnis, viele politische Gefangene sind auf dem freien Fuß!
  2. Gott schütze Venezuela!
  3. Das Völkerrecht starb nicht in Caracas. Es starb in Sarajevo, Kigali, Aleppo, Mariupol, Pokrovsk usw
  4. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  5. Venezuela: Flüchtlingskatastrophe vor Weihnachten
  6. Venezuela: Projektpartner von „Kirche in Not“ getötet
  7. Venezuela: „Entweder tötet uns Covid-19 oder der Hunger“
  8. Venezuela: Kirchenkritik an Zerstörung von Hilfsgütern
  9. Delegation aus Venezuela in Rom erwartet
  10. Venezuela: Polizei griff bei Randalen während Messfeier nicht ein






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Voll in die Falle getappt
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  7. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  8. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  9. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  10. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  11. Die große Täuschung
  12. Niederösterreich: Pfarrer während Messfeier verstorben
  13. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  14. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  15. „Im Namen Jesu, lass das Messer fallen!“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz