Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“

Venezuela: Kirchenkritik an Zerstörung von Hilfsgütern

25. Februar 2019 in Chronik, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischöfe pochen auf Ende der Gewalt und auf Einlass der Hilfskonvois - Jesuit Infante: Regime hat bei den Gewaltexzessen "sein wahres Gesicht gezeigt"


Caracas (kath.net/KAP) Hochrangige Kirchenvertreter haben das Vorgehen des Regimes von Nicolas Maduro gegen Hilfslieferung nach Venezuela stark kritisiert. Die Kirche bete für die Todesopfer, Verletzten und Verhafteten, welche der Einsatz der Sicherheitskräfte an den Grenzen des Landes am Wochenende gefordert habe, erklärte Kardinal Baltazar Porras am Sonntag (Ortszeit) auf Twitter. Die Regierung vollziehe eine "sinnlose Repression", so der Erzbischof von Berida und Apostolischer Administrator von Caracas, und weiter: "Gewalt ist die Waffe der Herzlosen. Möge sich der Hass nicht im Herzen der Venezolaner einnisten." Porras schloss mit der Bitte um "Segen für unser Vaterland und alle, die uns helfen".

Vertreter der venezolanischen Regierung und Opposition werfen sich gegenseitig vor, für das Feuer auf einer Grenzbrücke verantwortlich zu sein, bei dem am Wochenende von Interimspräsident Juan Guaido koordinierte internationale Hilfskonvois beschossen und Hilfslieferungen verbrannt waren. Insgesamt soll es laut lokalen Medienberichten im ganzen Land mindestens fünf Tote sowie Dutzende Verletzte und Verhaftungen gegeben haben. Ein Schiff mit Hilfsgütern, das aus Puerto Rico in Richtung Venezuela gestartet war, musste nach Drohungen von Machthaber Maduro wieder umkehren.


Die venezolanische Bischofskonferenz postete am Sonntag (Ortszeit) ein Video, bei dem Bischof Felipe Gonzalez, Bischof des Apostolischen Vikariats Caroni, die Proteste gegen die Gewalt begleitet. Er habe darum gebeten, dass die humanitäre Hilfe ins Land gelassen werde, doch sei das Regime diesen Forderungen gegenüber gleichgültig, hieß es.

Ähnlich hatte der Bischof von San Cristobal, Mario Moronta, "alle Soldaten und Polizisten" dazu aufgerufen, "im Namen Gottes nicht auf jene zu schießen, die eine gute Tat für ganz Venezuela setzen wollen". Die Sicherheitskräfte sollten sich als Angehörige des Volkes verstehen und an ihre leidenden Familien, Nachbarn und Freunde denken. "Respektiert, schützt und würdigt das venezolanische Volk", so der Bischof, der zugleich die Regierung anklagte: Das Anzünden jener Hilfe, die Symbol der internationalen humanitären Hilfe anderer Länder sei und für den Einsatz vieler Frauen und Männer aus Venezuela stehe, sei nicht nur eine "unmoralische Sünde, sondern ein inhumaner Akt, für den sich das Regime vor Gott rechtfertigen wird müssen", so Moronta.

Angst vor Krieg

Als ein "himmelschreiendes Verbrechen" und als nächste Eskalation im Machtkampf zwischen Maduro und Guaido bezeichnete der venezolanische Jesuit Alfredo Infante, Chefredakteur der Zeitschrift "Sic" des Sozialforschungszentrums "Gumilla" seines Ordens, die jüngsten Entwicklungen in der Venezuelakrise. "Das Regime hat sein wahres Gesicht gezeigt", erklärte Infante am Montag gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur "SIR". Maduros Regierung weigere sich, die Not und Armut der Bevölkerung seines Landes - der es in den Landregionen mittlerweile nur noch ums Überleben gehe - zu sehen. Sie sei "zu allem fähig, um ihre Lügen zu rechtfertigen".

Mittlerweile haben etwa drei Millionen Menschen das krisengebeutelte Venezuela verlassen, zehntausende fliehen täglich allein ins benachbarte Kolumbien. Trotz des offensichtlichen Notstands lehnt Maduro internationale Hilfen weiter ab und lässt stattdessen die Landesgrenzen schließen, damit keine Hilfsgüter das Land erreichen. Der Krisenstaat ist mittlerweile weitgehend isoliert, Berichte von Infektionskrankheiten machen die Runde.

Infante erklärte, er sehe Maduros Regime als "illegal und illegitim", fürchte aber zugleich eine "mögliche internationale Intervention". Ein Krieg wäre "immer katastrophal", würde er doch den Verlust von Menschenleben bedeuten und Instabilität sowie eine sehr schwierige Regierungsführung mit sich bringen. "Der friedliche Weg wäre, Maduro davon zu überzeugen, das Land nicht in die Katastrophe zu stürzen", so der Ordensmann.

Die vereitelte Ankunft der ersten Hilfskonvois war von Venezolanern in aller Welt mit höchster Spannung erwartet worden. In vielen Ländern - darunter auch in Österreich - gab es Gebetsaufrufe und Fürbitt-Messen für Frieden in dem südamerikanischen Krisenstaat.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich



NICOLE: Was DU über die Fastenzeit wissen solltest! from kath.net on Vimeo.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Venezuela

  1. Venezuela schließt sein Foltergefängnis, viele politische Gefangene sind auf dem freien Fuß!
  2. Gott schütze Venezuela!
  3. Das Völkerrecht starb nicht in Caracas. Es starb in Sarajevo, Kigali, Aleppo, Mariupol, Pokrovsk usw
  4. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  5. Venezuela: Flüchtlingskatastrophe vor Weihnachten
  6. Venezuela: Projektpartner von „Kirche in Not“ getötet
  7. Venezuela: „Entweder tötet uns Covid-19 oder der Hunger“
  8. Venezuela: „Wir leisten quasi Sterbebegleitung“
  9. Delegation aus Venezuela in Rom erwartet
  10. Venezuela: Polizei griff bei Randalen während Messfeier nicht ein







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  3. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  4. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  5. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  6. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  7. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  8. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  9. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  10. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  11. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  12. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  13. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  14. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  15. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz