Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  6. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  7. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  10. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  11. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  12. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  13. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  14. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  15. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern

Nahost-Bischöfe fordern USA und Iran zum Dialog auf

15. August 2018 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Abschlusserklärung der Bischofsversammlung der Chaldäischen Kirche: "Kriege und Sanktionen führen nur zu negativen Resultaten, die Konsequenzen haben die Schuldlosen zu tragen, wie sich im Irak und in Syrien gezeigt hat"


Bagdad-Wien (kath.net/KAP) Mit der Einladung zu Gebet und gemeinsamer Anstrengung für den Frieden in Syrien und im ganzen Nahen Osten ist die Jahrestagung des Heiligen Synods der chaldäisch-katholischen Kirche zu Ende gegangen. Die chaldäischen Bischöfe setzten sich intensiv mit der Entwicklung der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran auseinander, weil von dieser Entwicklung die Gesamtlage im Nahen Osten und damit auch die Situation der Christen zutiefst betroffen sei. Ausdrücklich warnen die chaldäischen Bischöfe vor Sanktionen und Strafaktionen, von denen vor allem die Zivilbevölkerung betroffen sei: "Kriege und Sanktionen führen nur zu negativen Resultaten, die Konsequenzen haben die Schuldlosen zu tragen, wie sich im Irak und in Syrien gezeigt hat". Auch zwischen Washington und Teheran müsse der Weg des Dialogs und der Diplomatie gegangen werden, um die Probleme zu lösen, fordern die Bischöfe.


Die Jahrestagung hatte unter der Leitung des Kardinal-Patriarchen Louis Raphael Sako (Foto) in Bagdad stattgefunden. Die Region brauche einen "stabilen und dauerhaften Frieden", heißt es in der Abschlusserklärung der Tagung, wie die Stiftung Pro Oriente am Mittwoch berichtete.

Im Hinblick auf den Irak halten die Bischöfen fest, dass sich die christliche Gemeinschaft des Landes nach den "wilden Verfolgungen durch die IS-Terroristen" in einem "langsamen Prozess des Wiederaufbaus" befinde. Von entscheidender Bedeutung sei die Stärkung der nationalen Einheit im Irak, daher unterstütze die Kirche jene Politiker, die dafür arbeiten. Ebenso wichtig sei ein Wirtschaftsaufschwung, um die Arbeitslosigkeit, vor allem unter der Jugend, zu überwinden. Für einen solchen Aufschwung sei der Kampf gegen die Korruption eine Voraussetzung. Die Bischöfe hoffen auf die Bildung einer starken Regierung der nationalen Einheit, die alle Bürgerinnen und Bürger auf der Grundlage von Freiheit, Demokratie und Respekt des Pluralismus gleich behandelt.

Vor allem müsse sich die neue Regierung in Bagdad ernsthaft um die Rückkehr der - vor allem aus der Ninive-Ebene - vertriebenen christlichen Familien bemühen, betonen die chaldäischen Bischöfe. Notwendige Voraussetzungen seien Sicherheitsgarantien, der Wiederaufbau der Infrastruktur und die großzügige Förderung der pastoralen, sozialen und humanitären Initiativen. An die Christen appellieren die Bischöfe, dass sie sich in dieser schwierigen Situation "geduldig und standfest" erweisen sollen.

Die Erklärung der chaldäischen Bischöfe schließt mit Glückwünschen an die "muslimischen Brüder und Schwestern" aus Anlass des ab 21. August bevorstehenden Opferfestes (Id al-Adha).

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Naher Osten

  1. Eklat in Jerusalem rund um einen "Völkermord"-Vorwurf
  2. ‚Trump hat eine realistische Chance als großer Held aus der Geschichte herauszugehen‘
  3. „Christenverfolgung aus dem toten Winkel holen“
  4. Erzbischof: Papst will Aussterben der Christen in Nahost stoppen
  5. Naher Osten - "Es wäre gut, wenn die Christen mehr Kinder hätten"
  6. Großes katholisches Jugendtreffen auf der Arabischen Halbinsel
  7. Vatikan: Nahost-Friedensgebet in Bari ist Papst sehr wichtig
  8. Abbas gibt Juden Schuld an Holocaust
  9. Saudischer Kronprinz überrascht mit Äußerungen zu Israel
  10. Orthodoxer Patriarch wurde in Bethlehem angegriffen







Top-15

meist-gelesen

  1. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  2. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  3. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  4. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  5. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  6. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  7. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  8. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  9. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  10. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  11. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  12. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  13. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben
  14. Britische Regierung will ein Verbot für katholische Premierminister aufheben
  15. Tantum ergo Sacramentum

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz