Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Weil sie beim Beten keine Maske tragen wollte
  2. Bischof von Hildesheim erwartet für 2021 noch mehr Kirchenaustritte
  3. Papst-Unterstützung für Synodalen Weg?
  4. Ich bin ein 'weißer Mann', aber deshalb knie ich mich nicht nieder
  5. "Möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen!"
  6. Schwedischer Kardinal zieht gemischtes Fazit zu Corona-Sonderweg
  7. Anglikanischer Erzbischof: ‚Statuen werden entfernt, Namen geändert’
  8. R.I.P. Georg Ratzinger
  9. Dümmer geht nimmer!
  10. Vatikanberaterin bringt "Kardinalskollegium mit Frauen" ins Spiel
  11. Lackner: Werte kommen ohne Tradition und Vorgegebenes nicht aus
  12. Neues Parteiprogramm der Grünen für Abtreibung und Gender-Ideologie
  13. Fridays For Future Weimar: „Die Polizei diskriminiert, mordet, prügelt, hehlt“
  14. Lobpreis, die Beziehung zum Vater, Ruhe in Jesus
  15. Gender-Ideologie widerspricht Natur und Offenbarung

Nahost-Bischöfe fordern USA und Iran zum Dialog auf

15. August 2018 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Abschlusserklärung der Bischofsversammlung der Chaldäischen Kirche: "Kriege und Sanktionen führen nur zu negativen Resultaten, die Konsequenzen haben die Schuldlosen zu tragen, wie sich im Irak und in Syrien gezeigt hat"


Bagdad-Wien (kath.net/KAP) Mit der Einladung zu Gebet und gemeinsamer Anstrengung für den Frieden in Syrien und im ganzen Nahen Osten ist die Jahrestagung des Heiligen Synods der chaldäisch-katholischen Kirche zu Ende gegangen. Die chaldäischen Bischöfe setzten sich intensiv mit der Entwicklung der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran auseinander, weil von dieser Entwicklung die Gesamtlage im Nahen Osten und damit auch die Situation der Christen zutiefst betroffen sei. Ausdrücklich warnen die chaldäischen Bischöfe vor Sanktionen und Strafaktionen, von denen vor allem die Zivilbevölkerung betroffen sei: "Kriege und Sanktionen führen nur zu negativen Resultaten, die Konsequenzen haben die Schuldlosen zu tragen, wie sich im Irak und in Syrien gezeigt hat". Auch zwischen Washington und Teheran müsse der Weg des Dialogs und der Diplomatie gegangen werden, um die Probleme zu lösen, fordern die Bischöfe.


Die Jahrestagung hatte unter der Leitung des Kardinal-Patriarchen Louis Raphael Sako (Foto) in Bagdad stattgefunden. Die Region brauche einen "stabilen und dauerhaften Frieden", heißt es in der Abschlusserklärung der Tagung, wie die Stiftung Pro Oriente am Mittwoch berichtete.

Im Hinblick auf den Irak halten die Bischöfen fest, dass sich die christliche Gemeinschaft des Landes nach den "wilden Verfolgungen durch die IS-Terroristen" in einem "langsamen Prozess des Wiederaufbaus" befinde. Von entscheidender Bedeutung sei die Stärkung der nationalen Einheit im Irak, daher unterstütze die Kirche jene Politiker, die dafür arbeiten. Ebenso wichtig sei ein Wirtschaftsaufschwung, um die Arbeitslosigkeit, vor allem unter der Jugend, zu überwinden. Für einen solchen Aufschwung sei der Kampf gegen die Korruption eine Voraussetzung. Die Bischöfe hoffen auf die Bildung einer starken Regierung der nationalen Einheit, die alle Bürgerinnen und Bürger auf der Grundlage von Freiheit, Demokratie und Respekt des Pluralismus gleich behandelt.

Vor allem müsse sich die neue Regierung in Bagdad ernsthaft um die Rückkehr der - vor allem aus der Ninive-Ebene - vertriebenen christlichen Familien bemühen, betonen die chaldäischen Bischöfe. Notwendige Voraussetzungen seien Sicherheitsgarantien, der Wiederaufbau der Infrastruktur und die großzügige Förderung der pastoralen, sozialen und humanitären Initiativen. An die Christen appellieren die Bischöfe, dass sie sich in dieser schwierigen Situation "geduldig und standfest" erweisen sollen.

Die Erklärung der chaldäischen Bischöfe schließt mit Glückwünschen an die "muslimischen Brüder und Schwestern" aus Anlass des ab 21. August bevorstehenden Opferfestes (Id al-Adha).

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Naher Osten

  1. Naher Osten - "Es wäre gut, wenn die Christen mehr Kinder hätten"
  2. Großes katholisches Jugendtreffen auf der Arabischen Halbinsel
  3. Vatikan: Nahost-Friedensgebet in Bari ist Papst sehr wichtig
  4. Abbas gibt Juden Schuld an Holocaust
  5. Saudischer Kronprinz überrascht mit Äußerungen zu Israel
  6. Orthodoxer Patriarch wurde in Bethlehem angegriffen
  7. Israel: „Ich befürchte eine Explosion in der arabischen Welt"
  8. Palästinenser brauchen keinen US-Präsidenten, um Juden umzubringen
  9. Papst bekräftigt Auftrag der Franziskaner im Nahen Osten
  10. 'Israels Rechtssystem ist arabischen Staaten überlegen'








Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Georg Ratzinger
  2. Weil sie beim Beten keine Maske tragen wollte
  3. Dümmer geht nimmer!
  4. Ich bin ein 'weißer Mann', aber deshalb knie ich mich nicht nieder
  5. Neues Parteiprogramm der Grünen für Abtreibung und Gender-Ideologie
  6. Die Sprache der Engel
  7. Papst-Unterstützung für Synodalen Weg?
  8. Benedikt XVI. wird nicht am Begräbnis von Georg Ratzinger teilnehmen!
  9. Anglikanischer Erzbischof: ‚Statuen werden entfernt, Namen geändert’
  10. „In dieser Stunde der Trauer…“
  11. Abschied von Prälat Georg Ratzinger
  12. Bischof von Hildesheim erwartet für 2021 noch mehr Kirchenaustritte
  13. "Möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen!"
  14. Gender-Ideologie widerspricht Natur und Offenbarung
  15. #alllivesmatter - Unser kath.net-Sommer-T-Shirt 2020

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz