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Vatikan: Nahost-Friedensgebet in Bari ist Papst sehr wichtig

4. Juli 2018 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Kurienkardinal Koch: Ökumenisches Gebetstreffen mit Patriarchen der Ostkirchen am kommenden Sonntag wird Zeichen der Einheit angesichts des Leidens verfolgter Christen - "Schwester der Religion ist nie Gewalt, sondern immer der Frieden"


Rom (kath.net/KAP) Das für kommenden Samstag in Bari geplante ökumenische Gebetstreffen für Frieden im Nahen Osten ist Papst Franziskus laut Vatikanangaben schon lange ein wichtiges Anliegen. Die Planungen liefen schon lange, weil dem Papst die Lage in der Region sehr am Herzen liege, sagte der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen, am Montag der italienischen katholischen Nachrichtenagentur SIR. "Die Zeit ist reif und es ist wichtig, dieses Zeichen des Gebets für den Frieden und diese Region der Welt zu setzen und alle anderen Kirchen einzuladen", habe ihm der Papst gesagt.

In Bari gehe es darum, ein Zeichen der Solidarität an die Christen im Nahen Osten zu senden und klarzumachen: "Die Schwester der Religion ist nie Gewalt, sondern immer der Frieden", so Koch weiter. Es sei wichtig, zunehmendem Extremismus etwas entgegenzusetzen.


Zu dem Friedensgebet am Samstag im süditalienischen Bari hat Franziskus die Patriarchen der Ostkirchen eingeladen. Zugesagt haben bisher der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. und der Außenamtschef der russisch-orthodoxen Kirche, Metropolit Hilarion.

Kardinal Koch sagte, viele hätten die Einladung des Vatikan positiv aufgenommen und wollten persönlich teilnehmen oder Delegaten schicken. "Alle wollen dabei sein und dieses Zeichen der Einheit für die Leiden und Verfolgungen der Christen senden", so der Präsident des Einheitsrates.

Vorgesehen sind laut dem vom Vatikan veröffentlichten Programm die Entzündung eines Lichts in Baris Basilika San Nicola und ein Friedensgebet am Hafen. Anschließend tauschen sich die Kirchenführer bei einem nichtöffentlichen Treffen aus.

Kardinal Koch betonte weiter die Bedeutung der Märtyrer für die Ökumene: "Christen werden nicht verfolgt, weil sie Orthodoxe, Lutheraner, Katholiken oder Pentekostale sind, sondern Christen." Das Blut der Märtyrer trenne nicht, sondern es eine und dies sei "ein sehr positives Zeichen angesichts einer tragischen Situation", so Koch mit Blick auf die Christenverfolgungen im Nahen Osten. Sowohl Papst Franziskus als auch die Patriarchen seien dankbar für die Aufnahme der Flüchtlinge, noch wichtiger sei jedoch, ihnen den Verbleib in ihrer Heimat zu ermöglichen.

Weitere Details zu dem Gebetstreffen unter dem Motto "Der Friede sei mit dir! Christen gemeinsam für den Nahen Osten" werden für Dienstag erwartet. Am Vormittag gibt Kardinal Koch gemeinsam mit Kardinal Leonardo Sandri, Vorsitzender der vatikanischen Ostkirchenkongregation, eine Pressekonferenz im Vatikan.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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