Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  5. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  11. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  12. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  13. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  14. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  15. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn

Kirche sollte eine kritische Distanz zur Politik bewahren

20. Juni 2018 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Johannes Hartl/Gebetshaus Augsburg: „Von mir aus darf sich die Kirche gerne zu allen möglichen politischen Themen äußern, aber bitte in einem Verhältnis von 1:99. In 99 Fällen sollte sie das Evangelium verkündigen“


Wetzlar (kath.net) Christen sollten sich nicht gegenseitig bekriegen, sondern sich auf die Gemeinsamkeit – Jesus Christus – konzentrieren. Das meint der Leiter des Gebetshauses Augsburg, Johannes Hartl, in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur „idea“. Laut Hartl gäbe es zu viele „Abgrenzungskriege“, die der Unsicherheit der eigenen Identität geschuldet seien. Viele reagierten dann panisch und zeigten „konfessionelle Kontrollverlustängste“.


Hartl sprach sich auch dagegen aus, dass die Kirche alle politischen Themen – etwa Klimaschutz, Tierschutz und Demokratie – zu ihren eigenen macht: „Die Kirche sollte sich als Gegengesellschaft verstehen und sollte sich eine kritische Distanz zur Politik bewahren.“ Im Neuen Testament gebe es „erstaunlich wenig Kommentare zur politischen Situation des Römischen Weltreiches unter Kaiser Nero“. Stattdessen äußere sich die Bibel zur Situation des Menschen vor Gott.

Hartl: „Von mir aus darf sich die Kirche gerne zu allen möglichen politischen Themen äußern, aber bitte in einem Verhältnis von 1:99. In 99 Fällen sollte sie das Evangelium verkündigen, und dann darf sie gerne auch in einem Fall über Politik sprechen.“ Im Moment scheine aber häufig das Gegenteil der Fall zu sein.

Archivfoto Johannes Hartl


Foto (c) Gebetshaus Augsburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Kirchenmaus 20. Juni 2018 

@Stefan Fleischer

Wir sind glaube ich einer Meinung! Gute christliche Politiker wären das Gebot der Stunde und natürlich Bischöfe, die mehr "Furcht" vor Gott als vor schlechter Presse haben :-)
Nebenbei bemerkt hat die Kirche seit der konstantinischen Wende einen "politische" Aspekt und das ist im Prinzip gut so, nur eben auch in der Geschichte immer wieder mal aus dem Ruder gelaufen. Ecclesia semper reformanda gilt eben auch hier!
Ich konnte nur beim besten Willen die Äußerungen Hartl´s so nicht lesen...


0
 
  20. Juni 2018 
 

Ich kann Johannes Hartl nur zustimmen

zumal in den meisten Fällen sowieso nur dem Zeitgeist angebiedert wird.
Wann sagt ein Bischof oder Kardinal etwas gegen Abtreibung? Nie!
Als wäre es egal das in sder BRD alleine jeden Jahr 100000 Babys im Mutterleib getötet werden.


7
 
 Rolando 20. Juni 2018 
 

Aufgabe der Kirche

Sie muß die Sünden benennen, sagen das die Sünde das ewige Heil gefährdet, das tut dann auch der Politik gut. Das geht aber nur bei hörenden Herzen, em. Papst Benedikt hat es im Bundestag versucht, rausgehen und weghören war die Folge. Deshalb beten und Fasten um offene und hörende Herzen, „Herr gieße neu die Gnaden aus, die du den Saul/Paulus geschenkt hast“.


8
 
 Bonifatz 20. Juni 2018 
 

oder 100 %?

Ich denke, die Kirche solle zu 100 % das Evangelium verkünden. Auch dann bleibt noch viel "Politisches" - aus dem Evangelium her - zu sagen: Schutz des menschlichen Lebens, der Familie, zur Antropologie, z. B. Gender, der Umgang mit der Natur etc. Und was nicht zum Evangelium gehört, sollte der freien Meinung der Christen überlassen werden.


6
 
 Stefan Fleischer 20. Juni 2018 

@ Kirchenmaus

Ich habe den Beitrag von Herrn Hartl so verstanden, wie Sie das als Rolle der Kirche sehen:
- Äusserungen zu den grundsätzlichen Themen ja
- Einmischung in die Tagespolitik nein
Natürlich ist die Abgrenzung nicht immer leicht. Vielleicht hilft der Gedanke, dass es Aufgabe der Kirche ist, den Laien die nötigen Grundlagen mitzugeben, damit diese nach bestem Wissen und Gewissen dann in den konkreten Situationen eine christliche Politik betreiben können. Mir scheint, eine solche "Arbeitsteilung" könnte manche Missverständnisse verhindern.


6
 
 Kirchenmaus 20. Juni 2018 

Soso...

Der Kaiser war in Rom weit weg.... Aber das damalige Pendant zur Politik war wohl eher das Herrschaftssystem der "Schriftgelehrten". Und wie wir alle aus der Schrift bestens wissen, hat Jesus sich gerade damit auch sehr scharf auseinandergesetzt.
Richtigerweise braucht sich die Kirche nicht um jeden Mist in der Tagespolitik zu äußern, aber zu den grundsätzlichen Problemen und Herausforderungen unserer Zeit in Politik und Gesellschaft MUSS sie sich äußern. Wo wären wir heute ohne Enzykliken wie etwa rerum novarum?
Und wir sollten uns auf keinen Fall als Gegengesellschaft begreifen!!!
Selten von Hartl so viel Quatsch gelesen - schade!


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gebetshaus Augsburg

  1. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  2. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  3. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete
  4. "Der Wind dreht sich. Es gibt immer mehr Menschen, die sich die Frage nach Gott stellen"
  5. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  6. „Ich fragte mich: Welche Drogen hat er jetzt genommen?“
  7. "Finde heraus wie Gott ist und sag ihm das. Bleib nicht nur stehen beim Denken"
  8. „Freude – Das gigantische Geheimnis des Christen“
  9. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht
  10. Gebetshaus Augsburg reagiert mit Stellungnahme auf ARD-Doku „Die hippen Missionare“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  3. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  4. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  5. Drei katholische Bischöfe werden am Marsch für das Leben teilnehmen
  6. Archäologen ‚absolut‘ sicher: Bethsaida gefunden
  7. Vatikan erinnert neue Missionsbischöfe: „Liturgie ist nicht unser eigenes Werk“
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. YouTube-Kanal der Erzdiözese Łódź wurde ohne Wissen oder Zustimmung der Administratoren entfernt
  10. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  11. Die Würde des Menschen ist unverfügbar
  12. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  13. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  14. 'Schweigen angesichts des Bösen ist selbst Böses'
  15. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz