Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  2. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  3. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  4. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  7. Papstprediger: KI zeigt „gewisses Etwas auf, das nur wir tun können“
  8. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  9. 'Für mich gilt: Mein Leben liegt in der Hand Gottes'
  10. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  11. Cantare amantis est. Der Chor: Ikone der Kirche. Die Freilegung des Glaubensgeheimnisses im Gesang
  12. R.I.P. Martin Lohmann
  13. "Hassprediger und Hofnarr"
  14. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  15. Salzburg: Die drei Goldensteiner Ordensfrauen dürfen im Kloster bleiben, ABER...

Kirche sollte eine kritische Distanz zur Politik bewahren

20. Juni 2018 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Johannes Hartl/Gebetshaus Augsburg: „Von mir aus darf sich die Kirche gerne zu allen möglichen politischen Themen äußern, aber bitte in einem Verhältnis von 1:99. In 99 Fällen sollte sie das Evangelium verkündigen“


Wetzlar (kath.net) Christen sollten sich nicht gegenseitig bekriegen, sondern sich auf die Gemeinsamkeit – Jesus Christus – konzentrieren. Das meint der Leiter des Gebetshauses Augsburg, Johannes Hartl, in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur „idea“. Laut Hartl gäbe es zu viele „Abgrenzungskriege“, die der Unsicherheit der eigenen Identität geschuldet seien. Viele reagierten dann panisch und zeigten „konfessionelle Kontrollverlustängste“.


Hartl sprach sich auch dagegen aus, dass die Kirche alle politischen Themen – etwa Klimaschutz, Tierschutz und Demokratie – zu ihren eigenen macht: „Die Kirche sollte sich als Gegengesellschaft verstehen und sollte sich eine kritische Distanz zur Politik bewahren.“ Im Neuen Testament gebe es „erstaunlich wenig Kommentare zur politischen Situation des Römischen Weltreiches unter Kaiser Nero“. Stattdessen äußere sich die Bibel zur Situation des Menschen vor Gott.

Hartl: „Von mir aus darf sich die Kirche gerne zu allen möglichen politischen Themen äußern, aber bitte in einem Verhältnis von 1:99. In 99 Fällen sollte sie das Evangelium verkündigen, und dann darf sie gerne auch in einem Fall über Politik sprechen.“ Im Moment scheine aber häufig das Gegenteil der Fall zu sein.

Archivfoto Johannes Hartl


Foto (c) Gebetshaus Augsburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Kirchenmaus 20. Juni 2018 

@Stefan Fleischer

Wir sind glaube ich einer Meinung! Gute christliche Politiker wären das Gebot der Stunde und natürlich Bischöfe, die mehr "Furcht" vor Gott als vor schlechter Presse haben :-)
Nebenbei bemerkt hat die Kirche seit der konstantinischen Wende einen "politische" Aspekt und das ist im Prinzip gut so, nur eben auch in der Geschichte immer wieder mal aus dem Ruder gelaufen. Ecclesia semper reformanda gilt eben auch hier!
Ich konnte nur beim besten Willen die Äußerungen Hartl´s so nicht lesen...


0
 
  20. Juni 2018 
 

Ich kann Johannes Hartl nur zustimmen

zumal in den meisten Fällen sowieso nur dem Zeitgeist angebiedert wird.
Wann sagt ein Bischof oder Kardinal etwas gegen Abtreibung? Nie!
Als wäre es egal das in sder BRD alleine jeden Jahr 100000 Babys im Mutterleib getötet werden.


7
 
 Rolando 20. Juni 2018 
 

Aufgabe der Kirche

Sie muß die Sünden benennen, sagen das die Sünde das ewige Heil gefährdet, das tut dann auch der Politik gut. Das geht aber nur bei hörenden Herzen, em. Papst Benedikt hat es im Bundestag versucht, rausgehen und weghören war die Folge. Deshalb beten und Fasten um offene und hörende Herzen, „Herr gieße neu die Gnaden aus, die du den Saul/Paulus geschenkt hast“.


8
 
 Bonifatz 20. Juni 2018 
 

oder 100 %?

Ich denke, die Kirche solle zu 100 % das Evangelium verkünden. Auch dann bleibt noch viel "Politisches" - aus dem Evangelium her - zu sagen: Schutz des menschlichen Lebens, der Familie, zur Antropologie, z. B. Gender, der Umgang mit der Natur etc. Und was nicht zum Evangelium gehört, sollte der freien Meinung der Christen überlassen werden.


6
 
 Stefan Fleischer 20. Juni 2018 

@ Kirchenmaus

Ich habe den Beitrag von Herrn Hartl so verstanden, wie Sie das als Rolle der Kirche sehen:
- Äusserungen zu den grundsätzlichen Themen ja
- Einmischung in die Tagespolitik nein
Natürlich ist die Abgrenzung nicht immer leicht. Vielleicht hilft der Gedanke, dass es Aufgabe der Kirche ist, den Laien die nötigen Grundlagen mitzugeben, damit diese nach bestem Wissen und Gewissen dann in den konkreten Situationen eine christliche Politik betreiben können. Mir scheint, eine solche "Arbeitsteilung" könnte manche Missverständnisse verhindern.


6
 
 Kirchenmaus 20. Juni 2018 

Soso...

Der Kaiser war in Rom weit weg.... Aber das damalige Pendant zur Politik war wohl eher das Herrschaftssystem der "Schriftgelehrten". Und wie wir alle aus der Schrift bestens wissen, hat Jesus sich gerade damit auch sehr scharf auseinandergesetzt.
Richtigerweise braucht sich die Kirche nicht um jeden Mist in der Tagespolitik zu äußern, aber zu den grundsätzlichen Problemen und Herausforderungen unserer Zeit in Politik und Gesellschaft MUSS sie sich äußern. Wo wären wir heute ohne Enzykliken wie etwa rerum novarum?
Und wir sollten uns auf keinen Fall als Gegengesellschaft begreifen!!!
Selten von Hartl so viel Quatsch gelesen - schade!


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gebetshaus Augsburg

  1. Gebetshausleiter Hartl: Kennzeichen toxischer Religiosität und emotional gesunder Spiritualität
  2. Hartl: „Was Einheit unter Christen bedeutet“
  3. Hartl: „Schau in den Spiegel. Du siehst den Menschen, der für Dein Leben verantwortlich ist“
  4. Hartl: „Wer außer mir teilt diese Wünsche?“
  5. Johannes Hartl: „Versuche nicht, Menschen zu gefallen, sondern der Wahrheit treu zu sein“
  6. 'Dass aus dem Gebetshaus nicht eine neue Art von Kirche entsteht'
  7. Hartl: „Unser schizophrenes Verhältnis zum Tod im Frühjahr 2020“
  8. Corona-Isolation? – Hartl gibt 20 praktische Tipps
  9. Hartl: „Wir beten für alle, die in Panik, von Angst überwältigt sind“
  10. „Irgendwo muss das ja beginnen, das mit dem Dialog“






Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Martin Lohmann
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  4. Fairer Streiter für die Wahrheit – Ein Nachruf auf Dr. h.c. Martin Lohmann (14.3.1957-24.11.2025)
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  7. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  8. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  9. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  10. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  11. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  12. "Hassprediger und Hofnarr"
  13. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  14. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  15. "Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt"

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz