Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  10. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  11. „Wir werden erwartet“
  12. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  13. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  14. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  15. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“

Orthodoxe Kirche gegen Gesetz zur ‚Änderung’ des Geschlechts

17. Oktober 2017 in Chronik, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das griechische Parlament hat ein Gesetz beschlossen, das die Änderung des Geschlechts auf Wunsch ermöglicht. Die griechisch-orthodoxe Kirche verurteilt den Beschluss mit scharfen Worten.


Athen (kath.net/LSN/jg)
Das griechische Parlament hat ein Gesetz zur „Änderung des Geschlechts“ verabschiedet, das von der orthodoxen Kirche des Landes als „unmoralisch“ und „monströs“ bezeichnet wird.

Das von der linken Regierungspartei Syriza eingebrachte Gesetz erlaubt es allen Griechen ab dem Alter von 15 Jahren, ihr Geschlecht auf Wunsch zu ändern. Es bedarf dazu nur eines Antrages. Die Wahl des Geschlechts wird damit zu einer Frage der persönlichen Entscheidung, unabhängig nicht nur vom biologischen Geschlecht, sondern auch von medizinischen oder psychologischen Diagnosen. Bis jetzt waren dazu eine positive Diagnose einer „Störung der Geschlechtsidentität“ sowie konkrete Schritte das Geschlecht zu „ändern“ – wie etwa Eingriffe der plastischen Chirurgie – notwendige Voraussetzungen.


Die Heilige Synode, die offizielle Versammlung der orthodoxen Bischöfe Griechenlands, warnte noch vor dem Parlamentsbeschluss vor dem Gesetz. Es sei ein „Affront für die Gesellschaft“ und bedrohe „die Unverletzlichkeit der Familie“. Männliches und weibliches Geschlecht seien „die Grundlage der psychosomatischen Komplementarität im Geheimnis des Lebens und der Liebe“. Das Geschlecht sei nicht wählbar, sondern „ein göttliches Geschenk für den Menschen“, betonten die Bischöfe.

Die jeweils eigene Männlichkeit oder Weiblichkeit könne daher nicht Gegenstand einer „wissenschaftlich unbegründeten Ansicht eines Bürgers“ sein, die dieser später auch wieder ändern könne. Die Bischöfe ersuchten das Parlament, den Gesetzesvorschlag abzulehnen. Die Synode betonte erneut, dass Christen den Sünder lieben. Dazu gehöre auch, ihn vor Verhaltensweisen zu warnen, die ihm schaden.


Der griechische Premierminister Alexis Tsipras, der das Gesetz ausdrücklich unterstützt, hat die Kritik der orthodoxen Bischöfe zurückgewiesen. Keine Tradition, keine Auffassung von Familie dürfe dazu führen, Menschen an den Rand zu drängen, sagte der Politiker.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Griechenland

  1. Griechisch-Orthodoxe Kirche schließt Politiker aus, die für die ‚Homo-Ehe’ gestimmt haben
  2. Berg Athos ab 1. Juni wieder für Pilger zugänglich
  3. Ab 4. Mai sind Kirchen in Griechenland wieder offen
  4. Griechenland: Orthodoxe Kirche hielt Requiem für Großfeuer-Opfer
  5. Ökumenischer Patriarch erschüttert über griechisches Feuerdrama
  6. ‘Prager Frühling’-Gedenken: Auch unierte Katholiken beteiligt
  7. Orthodoxe lassen Glocken gegen Transgender-Gesetz läuten
  8. Griechisch-orthodoxe Kirche ruft zum Boykott von Lidl auf
  9. Griechenland: Staatskirche pocht auf Beibehaltung des Schulgebets
  10. Griechenland verliert seine Zukunft: 50 Prozent mehr Abtreibungen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  3. Medienpolitik: Bald verpflichtende Quote für öffentlich-rechtliche Inhalte in sozialen Netzwerken?
  4. Medjugorje: Erster Mariologie-Kongress mit Beteiligung des Vatikans
  5. Norwegen: Daniel (18) hielt Gott für einen Mythos – heute geht er jeden Sonntag in die Kirche
  6. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  7. Nicht Anpassung, sondern Verwandlung. Was die Kultur dem Christentum verdankt
  8. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  9. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  10. Neue Vatikan-Kommunikationschefin Montserrat Alvarado gibt Einblick in ihre Ideen
  11. „Alles wieder in den Urzustand versetzen“: Das Oxford Oratory wird wieder einen Hochaltar errichten
  12. Wenn das Scrollen in die Gnade eintaucht
  13. Äthiopien: Mehr als 60 Tote bei Angriffen auf Christen
  14. Venezuela: Machado kehrt zurück und besucht Marienheiligtum
  15. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz