23 August 2017, 12:30
'Der geheimnisvolle Atem unter meinem Bett'
 
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„Spät in der Nacht wurde ich wach und glaubte, in meinem Zimmer jemanden atmen zu hören.“ Von Bischof Andreas Laun

Salzburg (kath.net) Es ist noch nicht lange her, da übernachtete ich bei Freunden. Als ich vor dem Ins-Bett-Gehen noch ins Bad huschte, kreuzte der Hund des Hauses meine Schritte und verschwand in meinem Zimmer. Als ich ins Zimmer zurückkam, war der Hund weg, ich legte mich ins Bett und schlief ein.

Spät in der Nacht wurde ich wach und bevor ich wieder einschlief, glaubte ich, jemanden atmen zu hören. Ich dachte, ich müsse mich geirrt haben, und schloss wieder meine Augen, um weiterzuschlafen. Aber dann wurde ich wieder wach, lauschte und meinte wiederum, jemanden in meinem Zimmer atmen zu hören. Ich knipste das Licht an und schaute um mich. Niemand zu sehen, auch nicht hinter dem Vorhang. Wieder versuchte ich weiter zu schlafen, aber der geheimnisvolle Atem, ruhig und gleichmäßig, war immer noch zu hören.

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Da fiel mir endlich der Hund ein. Vielleicht er? Aber wo könnte er sein? Unter dem Bett? Ich stand auf, bückte mich und tatsächlich, ich sah unter meinem Bett etwas Schwarzes. Wenn es der Hund war, wollte ich ihn ertasten, aber nicht schrecken durch eine plötzliche Berührung mit meiner Hand. So gutmütig er war, in diesem Fall, so überrascht, könnte er schnappen. Um dennoch Sicherheit zu erlangen, tastete ich mit der Hand ganz vorsichtig und berührte tatsächlich etwas Haariges. Es war also doch der Hund. Beruhigt legte ich mich wieder ins Bett und schlief bis zur Früh ruhig weiter.

Aber ich dachte auch noch ein wenig nach bezüglich meiner Predigt, die ich halten sollte, und da kam mir der Gedanke: Der Hund, der ohne mein Wissen in meinem Zimmer schlief, hätte, wäre ein Fremder hereingekommen, gebellt und mich auf diese Weise gewarnt und vielleicht richtig geschützt. Seinen Atem hatte ich zuerst nicht deuten können, aber der Hund war da und bewachte mich. Meine Gedanken gingen weiter: Ist es nicht so ähnlich auch mit Gott? Er ist immer bei mir, ich könnte ihn auch erkennen, aber tue es lange Zeit nicht, weil ich schlafe, Ihn nicht wirklich suche und Seinem „Atem“ nicht nachgehe, den ich eigentlich hören könnte!

Also sagte ich dann den Menschen in der Predigt: „Achtet, ob Ihr nicht den ‚Atem Gottes in Eurer Nähe‘ hört. Er ist dort, wo Ihr ihn nicht vermutet. Ihr seid durch Seine Gegenwart in Sicherheit!“.

Darf man Gott mit einem Hund unter dem Bett vergleichen? Ja, weil die Bibel Gott auch mit Tieren vergleicht, z. B. mit einem Adler, der seine Jungen aus der Gefahr hinausträgt, und einem Bären, seine Jungen gegen jemand, der sie ihm nehmen will, verteidigt. Warum also nicht auch mit einem Hund, der unerkannt bei uns ist?

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