Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  8. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  9. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  10. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  11. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  12. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  13. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  14. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  15. Der Glaube, der Gott nicht loslässt

Kreuz-Verleugnung am Tempelberg: Jüdischer Historiker verstärkt Kritik

15. November 2016 in Aktuelles, 43 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Bild“: Michael Wolffsohn kritisiert nochmals Kardinal Marx, Bedford-Strohm – Das Portal „evangelisch.de“ habe sich wegen sogenannter „rechtsgerichteter Kritik“ „mir gegenüber vergaloppiert“


München (kath.net)
Der jüdische Historiker Michael Wolffsohn hat in der jüngsten Ausgabe der BILD-Zeitung seine Kritik am Auftreten der höchsten Vertreter des Christentums in Deutschland geübt, weil diese beim jüngsten Besuch in Jerusalem am Tempelberg das Kreuz abgelegt hatten. In einem Offenen Brief mit dem Titel „Wo bleibt der Bekennermut der deutschen Kirchenvertreter?“ schreibt Wolffsohn: „Als Jude habe ich Ihre Haltung kritisiert, denn ebenso wie Sie Muslimen und Juden gegenüber Toleranz leben, dürfen Sie umgekehrt Toleranz von Muslimen und Juden Ihnen gegenüber erwarten. Jemanden tolerieren, bedeutet nicht Selbstaufgabe, sondern das Anders-Sein des Anderen zu akzeptieren.“ Der Historiker wirft Kardinal Marx/DBK und Bedford-Strohm von der EKD (Evangelische Kirche Deutschlands) dann vor, dass sie damit einer Forderung ihres islamischen Gastgebers unterworfen haben. Den offiziellen Erklärungsversuch der beiden, dass dies auch jüdische Verantwortliche gefordert hätten, weist Wolffsohn zurück und vertritt, dass deren Aussagen nicht der Wahrheit entsprächen. Seine eigenen Recherchen in Israel haben bestätigt, dass kein „politischer, militärischer oder religiöser Vertreter“ Israels beide dazu aufgefordert habe. (Vgl. dazu auch: diesen kath.net-Artikel).


Der jüdische Historiker kritisiert dann explizit Bedford-Strohm, weil dieser behauptet habe, dass mit der Kritik ein „Kulturkampf“ inszeniert werde, „um zu zeigen, der Islam sei intolerant.“ „Nicht der Islam ist das Thema. Sie sind es. Sie und Kardinal Marx unterwerfen sich als Christen. Wo bleibt Ihre Vorbildfunktion, wo Ihr Bekennermut, wo Ihre Zivilcourage?“

Wolffsohn übte dann auch Kritik am Portal „evangelisch.de“, weil dort behauptet wurde, dass die Kritik „vor allem aus rechtsgerichteten Kreisen“ kommen. Dies lasse er sich als Jude nicht unterstellen. Seine Eltern und Großeltern mussten 1939 als Juden vor Hitler und seinen Schergen fliehen. Als Überlebende des Holocausts kamen sie 1949/1954 wieder nach Deutschland zurück, dies haben man „nie bereut“. Dann erläuterte er: „‚Rechtsgerichtet‘ hat in Deutschland den Beigeschmack ‚Nazi‘. Sie sehen sicher ein, dass ‚Ihr‘ EKD-Organ sich mir gegenüber vergaloppiert hat.“

Link zum Foto der Delegation im (muslimischen) Felsendom auf dem Tempelberg – Homepage der Deutschen Bischofskonferenz

Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm ziehen Bilanz der ökumenischen Heilig-Land-Reise: ´Wir nehmen den Schwung mit!´



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kreuz

  1. Das Kreuz im Wappen des brasilianischen Fußballverbandes
  2. „Karfreitag. Das Kreuz steht da“
  3. Papst wird das Kreuz am Kolosseum selbst tragen
  4. Ostern – oder die Frage, die wir vermeiden
  5. „Der Kampf um das Kreuz geht weiter und berührt jede Generation“
  6. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  7. „Bekreuzigen Sie sich, wenn Sie an einer Kirche vorbeigehen?“
  8. Nicaragua: „Kirche in Not“ verurteilt Brandanschlag auf Kathedrale
  9. Erstmals live übertragenes Gebet vor Turiner Grabtuch
  10. Die Hand Jesu – Eine Betrachtung in einer außergewöhnlichen Fastenzeit






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  3. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  4. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  5. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  6. Generalstaatsanwalt von Texas: „Baby Gabriel verdient eine Chance auf Leben“
  7. Katholisches College erwirbt Freimaurertempel
  8. „Habt keine Angst – Noch sind die Glocken nicht verstummt“
  9. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  10. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  11. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  12. Sechste Staffel von „The Chosen“ angekündigt: Fokus auf die Passion Christi
  13. "Es wird Europa zerstören, für immer!"
  14. Orthodoxe bereiten sich mit Fasten auf "Mariä Entschlafung" vor
  15. Erdbeben in Kolumbien: Priester evakuierte Gläubige während der Messfeier

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz