Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Corona: Grazer Theologen sehen Impfpflicht "problematisch"
  2. Papst: Messritus aus Zaire mögliches Modell für Amazonas-Liturgie
  3. Andere Leeren – Krippen auf dem Petersplatz. La Piazzetta
  4. Warum wir am 21. Dezember 2020 unbedingt den Himmel beobachten sollten!
  5. Erscheint uns wieder der Stern von Bethlehem?
  6. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  7. Zur Nichtwahl eines Churer Bischofs durch das Domkapitel
  8. Propagandaexpertin warnt: COVID-Isolierung dient offensichtlich der sozialen Kontrolle
  9. "Und dann kam der November 2020"
  10. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  11. O Heiland, reiß die Himmel auf, herab, herab vom Himmel lauf!
  12. Autoritäre Regime verwenden Corona als Waffe
  13. Wien: 'Tot den Christen'-Aufruf im Gemeindebau
  14. US-Bischof fordert: Keine Impfung, die mit Hilfe abgetriebener Babys entwickelt wurde
  15. Die Chancen stehen gut, dass das Fehlurteil kassiert wird

Nicaragua: „Kirche in Not“ verurteilt Brandanschlag auf Kathedrale

4. August 2020 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ (international: Aid to the Church in Need – ACN) verurteilt auf das Schärfste den terroristischen Brandanschlag auf die katholische Kathedrale in Managua, der Hauptstadt Nicaraguas.


Wien-München (kath.net/KIN)

Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ (international: Aid to the Church in Need – ACN) verurteilt auf das Schärfste den terroristischen Brandanschlag auf die katholische Kathedrale in Managua, der Hauptstadt Nicaraguas. „Wir fühlen uns den Katholiken des Landes in dieser schweren Stunde nahe und versichern ihnen unseren Beistand im Gebet“, erklärte der Geschäftsführende Präsident von „Kirche in Not“ International, Dr. Thomas Heine-Geldern. „Dies ist der jüngste Vorfall in einer Kette von anti-christlichen Übergriffen – nicht nur gegen Bauwerke, sondern gegen den katholischen Glauben. Wir hoffen, dass der oder die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.“


 

Erzdiözese spricht von Terrorakt

Am 31. Juli verübte einer Stellungnahme der Erzdiözese Managua zufolge ein bislang unbekannter Täter einen Brandanschlag auf die Sakramentskapelle der Kathedrale von Managua. Dabei wurde ein wertvolles Kruzifix aus dem 17. Jahrhundert fast völlig zerstört. Vor dem Kreuz hatte der heilige Papst Johannes Paul II. anlässlich seines Nicaragua-Besuches im Jahr 1996 gebetet.

Die Stellungnahme des Erzbistums sprach ausdrücklich von einem „Terrorakt“ und widersprach damit der Vizepräsidentin Nicaraguas. Sie hatte erklärte, der Brand sei durch brennende Kerzen ausgelöst werden. Wegen des historischen und religiösen Wertes des Kruzifixes sei auf peniblen Brandschutz in der Kapelle geachtet worden. Die Erzdiözese Managua sieht stattdessen aufgrund von Zeugenaussagen eine geplante und durchdachte Attacke als Ursache für den Brand an. Der oder die Täter hätten sich offensichtlich gut mit Brandsätzen ausgekannt.

„Diese Angriffe auf den Glauben des katholischen Volkes verlangen eine gründliche Analyse, um die geistigen und materiellen Urheber dieses makabren und sakrilegischen Aktes aufzuklären“, so die Erklärung.

 

Vermehrte Attacken auf kirchliche Einrichtungen

Der Brandanschlag ist das jüngste Ereignis in einer Reihe von Übergriffen gegen katholische Kirchen in Nicaragua. Allein seit Mitte Juli ist es zu drei Anschlägen auf Kirchen gekommen. Dabei wurden Gotteshäuser beschädigt und religiöse Gegenstände gestohlen. Dem Erzbistum zufolge drücke sich darin nichts Anderes als Hass auf die katholische Kirche und ihre Arbeit aus.

Nicaragua steckt seit 2018 in einer politischen Krise. Damals brachen Massenproteste gegen die sandinistische Regierung unter Präsident Daniel Ortega aus. Die katholische Kirche hatte zwischen Regierung und Opposition zu vermitteln versucht. Auch hatte sie protestierenden Studenten, die von Militärs angegriffen worden waren, Obhut in kirchlichen Einrichtungen gewährt. Daraufhin wurden Bischöfe und Priester selbst vielfach Opfer von Attacken durch Regierungsanhänger.

Foto: Zerstörtes Kreuz nach dem Brandanschlag auf die Kathedrale von Managua. © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Chris2 5. August 2020 
 

Erschreckend.

Das zerstörte Kreuz erinnert stark an "mo-derne sakrale Kunst". Ehrlich gesagt, war ich mir gar nicht sicher, ob das nicht nur ein Symbolbild ist, bis ich die Erläuterung zum Bild gelesen habe. Möge es als Mahnung erhalten bleiben, solche Verwüstungen an heiliger Stätte nicht mehr als "Kunst" teuer einzukaufen...


2

0
 
 SalvatoreMio 4. August 2020 
 

Was ist los in Nicaragua?

Ich denke, dieser Kontinent ist im Großen und Ganzen sowieso nicht in unserem Blickfeld - und wenn schon, dann das Amazonas-Gebiet oder wenn es Erdbeben gibt.- Und unsere Nachrichten bei ZDF und ARD: Deutschland, Amerika, ein bisschen Nah-Ost, und das war's. - So schließe ich Nicaragua (und auch besonders VENEZUELA) ins Nachtgebet mit ein.


3

0
 
 Winrod 4. August 2020 
 

"Kirche in Not" hat recht mit ihrer Anklage

Aber wo sind die anderen? Der Protest müsste weltweit sein!


3

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kreuz

  1. Erstmals live übertragenes Gebet vor Turiner Grabtuch
  2. Die Hand Jesu – Eine Betrachtung in einer außergewöhnlichen Fastenzeit
  3. „Ich war ein Baum. Ich wurde zum Kreuz“
  4. Kreuzweg-Meditationen
  5. Schweiz: Jägermeister-Logo darf das Kreuz behalten
  6. Wien: Erzdiözese bedauert Verzicht auf Kreuze in Spital
  7. ÖVP Wien will "Kreuze für jedes Klassenzimmer"

Nicaragua

  1. Brandanschlag in Kathedrale: Vatikan fordert von Nicaragua Klärung
  2. Managua: Mütter politischer Gefangener aus Kathedrale evakuiert
  3. Nicaragua: Eine Kirche an der Seite des Volkes
  4. Papst schreibt an Nicaraguas Präsident Ortega
  5. Kardinal: Kirche in Nicaragua "offen unterdrückt"
  6. Nicaragua: „Offene Unterdrückung der Kirche“
  7. Organisation Amerikanischer Staaten verurteilt Ortega wegen Repression








Top-15

meist-gelesen

  1. Warum wir am 21. Dezember 2020 unbedingt den Himmel beobachten sollten!
  2. kath.net-PAULUS-Leserreise: Fronleichnam auf Malta - Mit Michael Hesemann und P. Leo Maasburg
  3. Zur Nichtwahl eines Churer Bischofs durch das Domkapitel
  4. Andere Leeren – Krippen auf dem Petersplatz. La Piazzetta
  5. "Und dann kam der November 2020"
  6. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre DRINGENDE Hilfe!
  7. Eine seltsame Botschaft auf Twitter von Erzbischof Schick
  8. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  9. Allein den Betern kann es noch gelingen - Schicken Sie uns Ihr Anliegen!
  10. Als der Terror begann, verschanzten sich die Jugendlichen in der Kirche
  11. Autor der ‚Benedikt-Option’ warnt: Der Westen wird totalitär
  12. Propagandaexpertin warnt: COVID-Isolierung dient offensichtlich der sozialen Kontrolle
  13. Hohe Vertreter der Kirche haben das Kerngeschäft der Seelsorge verlassen
  14. Die 13 neuen Kardinäle im Kurzporträt. Der Weg des Lebens und der Geschichte
  15. Erscheint uns wieder der Stern von Bethlehem?

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz