25 Februar 2016, 11:40
Walburgafest: Bischof Hanke fordert Aufbruch in die eigene Berufung
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Neuevangelisierung'
In seiner Predigt zum Fest der heiligen Walburga hat Bischof Gregor Maria Hanke die Gläubigen dazu aufgerufen, sich auf den Weg der Evangelisierung zu machen.

Eichstätt (kath.net/pde) In seiner Predigt zum Fest der heiligen Walburga hat Bischof Gregor Maria Hanke die Gläubigen dazu aufgerufen, sich auf den Weg der Evangelisierung zu machen. Beim Pontifikalamt in der Abtei- und Wallfahrtskirche St. Walburg in Eichstätt am Donnerstag, 25. Februar, sagte er, dieser Weg beginne mit dem Aufbruch in die eigene Berufung. Im Gegensatz zur Bistumsheiligen Walburga müssten die Gläubigen dazu heute nicht erst das eigene Land verlassen. Bereits die eigenen Kinder und Enkelkinder würden sich oft schwer mit dem Glaubensleben tun: „Es gibt noch viel christliche Etikette und christliches Brauchtum, doch fehlen oftmals die christlichen Inhalte.“

Werbung
ninive 4


Der Gedenktag der heiligen Walburga sei eine gute Gelegenheit, von ihr zu lernen. Evangelisierung sei keine alleinige Sache der hauptamtlichen kirchlichen Mitarbeiter, sondern eine, die alle Gläubigen angehe. „Evangelisierung heißt zunächst einmal, in der Spur Jesu zu gehen“, sagte Hanke. Dazu sollten sich Christen fragen: „Lebe ich mein Christsein als Aufbruch zu Christus? Oder verwalte ich mich und meine Ideen mit frommen Instrumentarien, mit Mitteln des Glaubens?“ Im Alltag könne das zum Beispiel dadurch geschehen, dass man in das hineinhöre, was andere einem Unangenehmes sagen – und nicht mauere.

Der Gedenktag der Diözesanheiligen ist in der Benediktinerinnenabtei St. Walburg auch ein Tag der Begegnung. Neben verschiedenen Gottesdiensten besuchen die Gläubigen auch die Gruftkapelle der Abtei mit der Grabstätte der heiligen Walburga. Viele nehmen an der Pforte das Walburgisöl mit – Wasser, das sich am Grab der Heiligen sammelt, und dem eine heilende Wirkung zugeschrieben wird. Der Zweigverein Eichstätt des Katholischen Deutschen Frauenbunds richtet zudem eine Kaffeestube im ehemaligen Pfarrheim von St. Walburg ein.

Die aus Südengland stammende Walburga ist die Schwester des ersten Bischofs von Eichstätt, des heiligen Willibald. Sie kam kurz vor 750 nach Germanien und fand Aufnahme in einem Kloster in der Nähe von Heidenheim bei ihrer Verwandten Lioba. Nach dem Tod ihres Bruders Wunibald übernahm sie die Leitung des familieneigenen Klosters und errichtete ein zusätzliches Frauenkloster. Als Äbtissin stand sie an der Spitze des Doppelklosters. Der Überlieferung nach starb Walburga am 25. Februar 779. Ihr Gedenktag ist daher der 25. Februar.

Foto Bischof Hanke bei dieser Predigt:




Video des Bistum Augsburg: Missionierung heute - Wach auf, mach auf!





Foto (c) Presse Bistum Eichstätt/Anika Taiber







kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 

meist kommentierte Artikel

Wiederverheiratete und 'Pathologie schismatischer Zustände' (79)

Gouverneur Brown zum Klimawandel: ‚Gehirnwäsche’ notwendig (53)

Kardinal Ouellet verteidigt "Amoris laetitia" in Vatikanzeitung (46)

„Kanzlerin Merkel ist doppelt geschwächt, aber noch alternativlos“ (32)

Bärtige Männer fordern Ordensfrauen zur Konversion zum Islam auf (27)

Papst Johannes Paul II. warnte 1992 vor einer „Invasion des Islams“ (24)

Limburg: „Bischof und Bistum werben nicht für Abtreibung“ (23)

'Repräsentanten einer ethisch, humanistisch orientierten Organisation (20)

Kardinal Marx gegen bedingungsloses Grundeinkommen (15)

'Weihnachtsblut. Warte...' (15)

Papst zum Lebensende: Einstellung der Therapie ist keine Euthanasie (15)

Angst und Unsicherheit führen zu einem falschen Gottesbild (15)

Bundesjugendseelsorger gegen "Antworten auf ungestellte Fragen" (12)

Unsere Liebe Frau in Jerusalem (10)

Schavan: Papst überfordert nicht bei Migration, er ermutigt (10)