Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  6. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  7. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  8. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  9. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  10. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  11. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  12. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  13. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  14. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  15. Viel Lärm um nichts?

Evangelischer Pfarrer nimmt Spende von Bordell nun doch nicht an

12. Februar 2016 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Köln: Hans Mörtter bedauert sein Verhalten: Ich habe einen großen Fehler gemacht: „Ich bin ein Verbündeter gegen jede Form der Zwangsprostitution und des Menschenhandels – Er distanziere sich entschieden vom Frauenbild des Bordellbetreibers


Köln (kath.net/idea) Der evangelische Pfarrer Hans Mörtter (Köln) wird die Spende eines Kölner Bordells doch nicht annehmen und bittet um Entschuldigung für sein Verhalten. Zum Hintergrund: Mörtter hatte das „Pascha“, das als einer der größten Betriebe für Prostitution in Europa gilt, anlässlich eines „Wohltätigkeitsabends“ zum 20-jährigen Bestehen besucht. Dort stellte man ihm eine Spende in Höhe von 8.500 Euro für die Flüchtlingsarbeit seiner Lutherkirche in der Kölner Südstadt in Aussicht. Mörtter hatte im WDR-Nachrichtenmagazin „Lokalzeit“ unter anderem gesagt, dass das Bordell „völlig in Ordnung“ sei. Das hatte zur scharfen Kritik von Kirchenvertretern und Frauenverbänden geführt. Mörtter schreibt in einer am 11. Februar veröffentlichten Stellungnahme, dass er seine Teilnahme an der Veranstaltung bedauere. Damit habe er viele Menschen, vor allem Frauen, verletzt: „Meine positiv klingenden Äußerungen im WDR waren spontan, sehr unüberlegt und unklar.“ Sie hätten sich nicht auf das Bordell bezogen, „sondern auf den Umgang der dort arbeitenden Menschen miteinander, soweit ich das mitbekommen hatte“. Er habe aber nicht berücksichtigt, dass es eine Notgemeinschaft von Frauen sei. Entschieden distanziere er sich vom Frauenbild des Bordellbetreibers Hermann Müller. Dieser hat in der WDR-Lokalzeit die Meinung vertreten, dass eine Frau auf die Welt komme, „um einem Mann zu dienen und zu gehorchen“.


Mörtter hebt hervor, dass er sich nicht instrumentalisieren lasse: „Ich bin ein Verbündeter gegen jede Form der Zwangsprostitution und des Menschenhandels.“ Nun habe er einen großen Fehler gemacht: „Ich bitte um einen gnädigen Umgang im Sinne einer ,Kultur der Fehlerfreundlichkeit‘.“

Er betont, den Fehler als „einzelner Mensch und Pfarrer“ gemacht zu haben. Ihn „auf die gesamte Evangelische Kirche zu projizieren, wäre ungerecht gegenüber dem hohen Einsatz aller Mitarbeitenden unserer Kirche“.

Die Erklärung folgte im Anschluss an ein Gespräch mit einem Vertreter der rheinischen Kirchenleitung in Düsseldorf am 10. Februar.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Geld

  1. Vatikan holt Finanzexperten als Vermögensverwalter
  2. Schweizer Staatskirchen - Geld statt Gott?
  3. Evangelische Kirche Berlin stellt „Digitalen Klingelbeutel“ vor
  4. Warum der Dollar nach dem Großvater von Jesus benannt ist
  5. Mehrere deutsche Diözesen in finanziellen Schwierigkeiten
  6. 12.526 Euro im Monat für Kardinal Marx
  7. Großspende von Apple an das ‚Southern Poverty Law Center’
  8. Gläubiger Rentner knackt 50-Mio.-Jackpot
  9. Gott will nicht, dass wir die Sicherheit lieben
  10. Der Hunger in der Welt darf uns Christen nicht kaltlassen







Top-15

meist-gelesen

  1. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  2. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  3. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  4. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  5. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  6. "Derselbe Polarstern"
  7. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  8. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  9. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  10. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  11. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  12. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  13. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  14. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium
  15. „Die Generation Z, die in Manhattan zur Messe kommt, sucht keine alternative Clubszene“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz