20 Juni 2015, 21:42
Hundertausende protestieren in Rom gegen ‚Homo-Ehe‘
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Homosexualität'
‚Schützen wir unsere Kinder‘ als Motto der Demonstration für die klassische Familie.

Rom (kath.net/KNA/red)
Hundertausende Italiener haben am Samstag in Rom gegen die Einführung gleichgeschlechtlicher Ehen und für den Schutz der traditionellen Familie demonstriert. Träger des «Family Day» vor dem Lateranpalast, dem Sitz des Bistums Rom, waren zahlreiche katholische Organisationen wie der «Neokatechumenale Weg», die «Bewegung für das Leben» und die geistliche Gemeinschaft «Communione e Liberazione».

Werbung
messstipendien


Unter dem Motto «Schützen wir unsere Kinder» richtete sich der Protest auch gegen die Genderlehre an Schulen. Die Demonstranten, darunter viele Familien und Jugendliche, waren aus ganz Italien angereist. Auf T-Shirts und Transparenten standen Slogans wie «Die Kinder zuerst» und «Keine Familie ohne Mama und Papa».

Konkret galten die Proteste einem Gesetzentwurf der Regierung des sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi. Der Entwurf soll Ehen von Schwulen und Lesben ermöglichen und sie der klassischen Ehe gleichstellen. Unter den Teilnehmern in Rom waren zahlreiche Mitglieder der konservativen Oppositionsparteien.

Maurizio Gasparri, langjähriger Minister unter dem damaligen Regierungschef Silvio Berlusconi und für dessen Partei Forza Italia im Senat, bezeichnete die Demonstration als beeindruckendes Signal an jene politischen Kräfte, «welche die Familie massakrieren wollen». Sie richte sich auch gegen Kirchenvertreter, die sich in Opportunismus flüchteten und damit die Botschaft von Papst Franziskus verrieten. Dieser habe sich in seiner jüngsten Enzyklika «Laudato si» noch einmal klar gegen gleichgeschlechtliche Ehen und die Genderlehre ausgesprochen.

Der Gründer der Gemeinschaft «Neokatechumenaler Weg», Kiko Arguello, verwies auf einen Brief, den er vor kurzem dem Papst zu diesen Themen geschrieben habe. «Und der Papst hat mir geantwortet, als er vorigen Sonntag sagte es gebe Ideologien, die die Familien kolonisieren wollen und gegen die man vorgehen muss.» Wer glaube, dass Franziskus solche Proteste nicht unterstütze, liege falsch.

Das Bistum Rom erklärte in einem Brief an seine Religionslehrer, es gehöre nicht zu den Veranstaltern, empfehle jedoch die Teilnahme. Der Päpstliche Familienrat bekundete Medienberichten zufolge ebenfalls seine Zustimmung zu dem Protest und wünschte den Veranstaltern «vollen Erfolg».

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Jegliche mediale Nutzung und Weiterleitung nur im Rahmen schriftlicher Vereinbarungen mit KNA erlaubt.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!









kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.

Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Affären, Macht und Intrigen? (85)

ÖBK-Mitglied ruft zum gemeinsamen Kommunionempfang auf (79)

Verkündigung – Dienst – Unentgeltlichkeit (57)

Eine Märchenstunde von Bischof Feige (42)

Australien berät Aufhebung des Beichtgeheimnisses bei Missbrauch (39)

"Was die Nazis machten, heute tun wir das mit weißen Handschuhen" (35)

Die Beleidigung tötet die Zukunft des anderen (35)

Lohnt sich der Kinofilm über Papst Franziskus? (32)

Die neue Würde, die Jesus der Frau schenkt (31)

Abendmahl und Eucharistie (27)

Irland möchte katholische Krankenhäuser zur Abtreibung zwingen (26)

Österreichische Regierung schließt erste Moscheen und weist Imame aus (24)

Eucharistie für alle: Warum um den heißen Brei geredet wird (20)

Amazonas-Synode: Ämterfrage wird Thema (18)

"Ausnahme nicht zur Regel machen" (17)