Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  2. "Möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen!"
  3. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  4. Lobpreis, die Beziehung zum Vater, Ruhe in Jesus
  5. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  6. Kritik: „Gewissensfreiheit durch die Hintertür eines faktischen Teilberufsverbots aushebeln“
  7. Diözese Linz verlinkt umstrittenes Bekenntnis zur LGBT-Propaganda
  8. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  9. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  10. Lackner: Werte kommen ohne Tradition und Vorgegebenes nicht aus
  11. R.I.P. Ennio Morricone
  12. Der synodale Weg funktioniert nicht
  13. Der Glaube ist „verdunstet, verdampft, verflüchtigt“, auch an den katholischen Schulen
  14. „Black Lives Matter“ fordert Auflösung der Kernfamilie
  15. Wir knien nur vor dem allmächtigen Gott nieder!

Zwei besondere Tücher und die wichtigste Frage unseres Lebens

16. Dezember 2014 in Interview, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der bekannte Buchautor Paul Badde betont im kath.net-Interview über das Grabtuch von Turin und das Schweißtuch von Manoppello: „Zwei Bilddokumente aus dem Grab Christi erzählen aus der Stunde Null der Christenheit!“


Manoppello (kath.net) Das Grabtuch von Turin und das Schweißtuch von Manoppello „erzählen – in einzigartiger Bilderschrift! – von der Menschwerdung Gottes, von seiner Passion, seinem Tod und seiner Auferstehung“. Dies erläutert der Buchautor und Journalist Paul Badde (Foto) im kath.net-Interview über die beiden geheimnisvollen Tücher. „Die beängstigend große Krise der Kirche mit ihrer dramatischen Entleerung unserer Gotteshäuser“ wurzle vor allem in der „Implosion des Glaubens an die wirkliche Auferstehung Christi von den Toten“, betont der seit Jahren in Italien lebende frühere Korrespondent der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der „Welt“.

kath.net: Warum noch ein Buch zu den Grabtüchern Jesu? Ist nicht schon alles dazu gesagt?

Paul Badde: Das Gegenteil ist der Fall. Das Grabtuch von Turin und das Schweißtuch von Manoppello beginnen in unseren Tagen gemeinsam zu sprechen wie nie zuvor.

kath.net: Was sagen sie denn gemeinsam?

Badde: Dass wahr ist, was Christen seit 2000 Jahren glauben. Die Tücher erzählen – in einzigartiger Bilderschrift! – von der Menschwerdung Gottes, von seiner Passion, seinem Tod und seiner Auferstehung.

kath.net: Aber machen das nicht in allen Sprachen schon längst die vier Evangelien und eine große Zahl von Zeugen?

Badde: Lange haben sie das getan – und sie tun es auch immer noch bei einer großen Zahl von Christen. Gleichzeitig wagen gerade in Deutschland aber selbst viele gute Theologen es kaum noch, öffentlich das leere Grab Christi am Ostermorgen für wahr zu halten. Dieser Glaube gilt seit Rudolf Bultmann mehr oder weniger als erledigt und „unwissenschaftlich“. Diese Verwerfung ist längst zu einem neuen Dogma des Unglaubens geworden, mit dem zahlreiche Professoren seit Jahrzehnten junge Priesterkandidaten ausbilden. Es ist eine Verneinung von innen her, die das christliche Credo seit langem aushöhlt.

Die beängstigend große Krise der Kirche mit ihrer dramatischen Entleerung unserer Gotteshäuser wurzelt vor allem in dieser Implosion des Glaubens an die wirkliche Auferstehung Christi von den Toten.

kath.net: Wäre aber – um mit Bultmann zu sprechen - das Leben und die Lehre Christi nicht auch ohne dieses letzte Wunder reich genug?

Badde: Auf keinen Fall. Nur die Auferstehung beglaubigt Jesus als Messias und als Gottes Sohn. Die Auferstehung ist das Beglaubigungswunder seiner Messianität schlechthin. Seiner Göttlichkeit. Seiner barmherzigen Allmacht.


Nur von daher wissen wir, dass wir ihm ganz und gar trauen dürfen. Dass wir ihm etwa auch wirklich glauben dürfen, dass er in der Eucharistie leibhaftig gegenwärtig ist. Dass wir den Evangelien trauen dürfen wie Kinder ihren Eltern trauen. Dass es keine Märchen sind. Dass Christus tatsächlich der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Und so weiter.

Die Auferstehung Christi aus dem Reich des Todes ist der Dreh- und Angelpunkt unseres gesamten Glaubens.

kath.net: Und was fügen die Tücher aus dem Grab dem hinzu?

Badde: Nichts und alles. Sie zeigen Jesus einmal als Toten in dem großen blutigen Grabtuch in Turin und einmal als Lebenden in dem zarten Schweißtuch in Manoppello, mit letzten Spuren seiner Marter, doch geheilt. Beide Tücher gehören zusammen!

Nachdem Generationen evangelischer wie katholischer Exegeten die Texte der Evangelien also quasi dekonstruiert haben, sehen wir deshalb in diesen Tüchern plötzlich, am Beginn des neuen Jahrtausends: Vom Tod Jesu am Kreuz und seiner Auferstehung erzählen nicht nur die vier Evangelien, sondern auch diese beiden Bilddokumente aus dem Grab Christi. Aus der Stunde Null der Christenheit! Keine Predigt kann heute den Glauben an die Auferstehung Christi von den Toten glaubwürdiger befestigen.

kath.net: Papst Franziskus wird am 21. Juni 2015 zum Grabtuch Christi nach Turin pilgern.

Badde: Ja, wie Papst Benedikt XVI., der am 2. Mai 2010 nach Turin gepilgert ist, und schon am 1. September 2006 nach Manoppello. Vor seiner Reise nach Turin im Juni pilgert Papst Franziskus im nächsten Januar aber zunächst in die Philippinen, zur größten christlichen Nation Asiens. Und ausgerechnet von dort wird der Pilgerstrom nach Manoppello seit einem Jahr auf geheimnisvolle Weise täglich größer. Vielleicht steckt ja der heilige Johannes Paul II. dahinter.

Die Filippinos kommen zu dem Schweißtuch Christi jedenfalls wie die Hirten auf dem Feld, die sich auf die Nachricht der Engel unverzüglich zur Krippe aufmachten, um die Quelle der Freude der ganzen Welt mit eigenen Augen zu erblicken. Darum habe ich mein neues Buch auch als einen Pilgerführer gestalten lassen, der in jedes Handgepäck passt.

kath.net: Aber wissen die Pilger nach Turin und Manoppello nicht sowieso schon seit langem, wohin sie sich aufmachen?

Badde: Das kann ich so nicht sagen. In Manoppello zum Beispiel lerne ich täglich dazu. Es ist ja auch ein Lernen über die Augen. So wird zum Beispiel ein kleiner Film, den ich zu Ostern über das Schweißtuch Christi gemacht habe, bei kathTube Tag und Nacht von immer mehr Menschen angeschaut. Jetzt steht er da auf Platz 8, Tendenz steigend. Es werden einfach immer mehr. Ähnlich ging es mir bei einem neuen Film über Pater Domenico da Cese, der das Schweißtuch als erster vor Jahrzehnten in Manoppello entdeckte. Vieles daran war mir ganz und gar neu.

Diese Filme bilden aber jeweils nur Kapitel meines neuen Buches ab. Denn ich bin ja eigentlich kein Filmemacher, sondern zuerst und zuletzt ein Autor.

kath.net: Wird Papst Franziskus auch bald einmal nach Manoppello pilgern?

Badde: Das müssten Sie ihn selber fragen. Er ist ja täglich für Überraschungen gut.

Am letzten Freitag hat mich im Petersdom jedenfalls sehr fasziniert, wie zärtlich und überzeugend er am Festtag Unserer Lieben Frau von Guadalupe von jener „nicht von Menschenhand geschaffenen“ Ikone Mariens sprach, die in Latein-Amerika als eine Art fünftes Evangelium begriffen wird.

Dieses Bilddokument ruht seit 1531 in Mexiko auf dem Agavenmantel eines indianischen Witwers, mit dem Maria zur „großen Missionarin wurde, die das Evangelium in unser Amerika brachte“, wie Papst Franziskus sagte. Auch dieses heilige „Bild“ ist – wie die Lichtbilder auf den Grabtüchern Christi in Turin und Manoppello – so wunderbar unerklärlich, dass es nicht anders als eine eigene Neuschöpfung Gottes begriffen werden kann.

kath.net: Was käme Ihnen als Erstes in den Sinn, wenn Sie die Botschaft der Grabtücher in einem Satz zusammenfassen müssten?

Badde: Heute vielleicht dies: Licht und Leben. Ewiges Licht und ewiges Leben. Sehen Sie, Albert Camus hat einmal gesagt, die wahre philosophische Frage sei die Frage nach dem Selbstmord. Das ist natürlich blühender Unsinn. Diese Frage beantworten heute – und übrigens recht unphilosophisch – die gruseligen Todesagenten der so genannten „Sterbehilfe“ quasi nebenbei.

Die wichtigste Frage unseres Lebens ist die nach dem Tod.

Und in diesen beiden Tüchern sehen wir, dass Christus, der in Bethlehem in einem Stall geboren wurde, diese Frage in einer Grabhöhle in Jerusalem endgültig beantwortet hat. Hier hat er den Tod für immer überwunden – für uns alle, zum ewigen Leben.

kath.net-Buchtipp
Die Grabtücher Jesu in Turin und Manoppello
SUDARIUM ET VESTES
Von Paul Badde
Taschenbuch, 180 Seiten
2014 Wolff Verlag Berlin
ISBN 978-3-941461-30-7
Preis 14,90 EUR

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

- Link zum kathShop

- Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus:

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected]
Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und dem RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten.

Baddes Bilder - DAS MENSCHLICHE ANTLITZ GOTTES im Heiligen Schweißtuch von Manoppello


Titelblatt des Buches


Foto Paul Badde (c) Paul Badde


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 kreuz 19. Dezember 2014 

[email protected]

auf Wunsch gerne ein Dementi.
das voltosanto hat keine Pigmente, weil sich Muschelseide (Byssus) nicht färben läßt.
Das ZDF verbreitete mit seinem Film diesen Schmarrn.

viell lassen Sie sich ja ein wenig von Badde`s Film inspirieren, der in kurzer Zeit zu den meistgesehenen auf KT wurde.

ges. Adventszeit

www.kathtube.com/player.php?id=34427


0

0
 
 kreuz 17. Dezember 2014 

verschiedene Deutungen zu lesen in Wiki,

die sich ja soweit um Neutralität bemühen.
immerhin ist dort folgender Satz zu lesen :-)

"Bemerkenswert ist, dass der Schleier von Manoppello wie das Grabtuch von Turin einzigartig zu sein scheint; die Kunstgeschichte kennt kein gleichartiges Bildnis."

de.wikipedia.org/wiki/Schleier_von_Manoppello


0

0
 
 OStR Peter Rösch 17. Dezember 2014 
 

@Theobald

Die Farbpigmente sind mehr oder weniger zufällig vorhanden, denn sie stammen wohl von sakralen Gegenständen, die zur Segnung auf das Bild aufgelegt wurden. Farbaufträge haften ja auch nicht auf dem Byssus-Gewebe. Die Farbe kommt von den Byssus-Fäden selbst, aus denen das Manoppello-Tuch gewoben ist. Dieser Sachverhalt ist aber eigentlich unmöglich, sodaß die Sache rätselhaft bleibt.


0

0
 
 Theobald 16. Dezember 2014 
 

@Rademann

das erklärt sich durch Farbe.
Farbpigmente wurde ja auf dem Tuch entdeckt - wenngleich da die Erklärungen wieder auseinander gehen.
So lange die Kirche das Tuch als Ikone bezeichnet, darf jeder glauben, was er will.


2

0
 
 Rademann 16. Dezember 2014 

Faszinierendes Video

Das Video vom Schweißtuch Christi ist in der Tat faszinierend. Besonders die Detailtreue, mit der das Antlitz auf dem Schweißtuch abgebildet ist, insbesondere die Augen, sind erstaunlich. Wie erklärt man sich denn die farbliche Darstellung des Herrn auf dem Tuch, denn der Körper sondert ja keinen farbigen Schweiß ab, der zum Beispiel die Pupillen abbilden würde?


2

0
 
 SpatzInDerHand 16. Dezember 2014 

Vollste Zustimmung!

"Die beängstigend große Krise der Kirche mit ihrer dramatischen Entleerung unserer Gotteshäuser wurzelt vor allem in dieser Implosion des Glaubens an die wirkliche Auferstehung Christi von den Toten."
"Diese Verwerfung ist längst zu einem neuen Dogma des Unglaubens geworden, mit dem zahlreiche Professoren seit Jahrzehnten junge Priesterkandidaten ausbilden. Es ist eine Verneinung von innen her, die das christliche Credo seit langem aushöhlt."


8

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Badde

  1. 21 Märtyrer
  2. Christus ist auferstanden. Gott sei Dank und Halleluja!
  3. Das Abbild Jesu in zwei Tüchern
  4. Ohne Judentum steht das Christentum auf tönernen Füßen
  5. Heimat ist komplizierter
  6. Ja, wir hatten ein Halbes für das Ganze gehalten
  7. Das ist die Geschichte eines Engels
  8. Christus ist auferstanden. Resurrexit vere
  9. Ursprung der Welt und Ursprung der Geschichte
  10. Er hat das Licht der Welt gesehen und spiegelt dieses Licht








Top-15

meist-gelesen

  1. Benedikt XVI.: „Vergelt’s Gott, lieber Georg, für alles“
  2. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  3. "Möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen!"
  4. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  5. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  6. Der synodale Weg funktioniert nicht
  7. „Herr, ich bin da!“ – Georg Ratzinger über seine Primiz
  8. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  9. Wir knien nur vor dem allmächtigen Gott nieder!
  10. „Unser aller aufrichtige Anteilnahme gilt dem Papa emerito Benedikt XVI.“
  11. „Das Bekenntnis zur Wahrheit betrachtete Kardinal Meisner als heilige Pflicht“
  12. „Black Lives Matter“ fordert Auflösung der Kernfamilie
  13. „Der nächste Papst“: Welchen Herausforderungen muss er sich stellen?
  14. Trondheim bekommt nach elf Jahren wieder eigenen Bischof
  15. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz