Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  3. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  4. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. Der anderskatholische Papstkritiker
  7. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  11. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  12. Drei Stunden im Fegefeuer
  13. „Das Leben mit Jesus muss zu hundert Prozent gelebt werden – sonst lohnt es sich nicht!“
  14. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist
  15. Organspende? - Schweigen ist keine Zustimmung, Hirntod ist kein Tod im landläufigen Sinne

Mission heute. Wie geht das?

17. Dezember 2013 in Kommentar, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der anglikanische Pfarrer, dessen Schüler weinend das Schulhaus verließen, hat eine große Chance zur Missionierung verpatzt. Von Michael Schneider-Flagmeyer (Forum Deutscher Katholiken)


Bonn (kath.net/Blog Forum Deutscher Katholiken) Am 14.12.13 brachte kath.net eine Meldung der KNA über einen britischen Pfarrer, der Kinder zum Weinen gebracht habe. Der anglikanische Pfarrer in Chippenham hatte Kindern in einer Volkschule gesagt, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt.

Der Pfarrer, so der Bericht, hatte in einer Volksschule die Echtheit des Weihnachtsmannes bestritten und auf die Heiligenlegende des Bischofs Nikolaus von Myra hingewiesen. Nach seinem Vortrag verließen laut der Zeitung “The Times” zahlreiche Kinder weinend die Schule.

Glaubt man diesem Bericht, so hätte dieser Pfarrer allerdings eine große Chance zur Missionierung verpatzt. Es ist immer wieder zu beklagen, wie wenig Geistliche aus allen Konfessionen mit der Geschichte der Kirche vertraut sind, sei es aus mangelhaftem Interesse oder durch schlechte theologischer Ausbildung.


Ein Satz des großen jüdischen Philosophen Spinoza aus der Frühzeit der Aufklärung sollte auch unsere Bemühung um die Neu-Missionierung begleiten. “Wenn du willst, dass die Zukunft besser wird als die Gegenwart, musst du in die Vergangenheit schauen.”

Schauen wir also bei der Missionierung von Kirche und Welt in die frühe Zeit des Christentums z.B. in das zweite Jahrhundert und werfen einen Blick auf die Methoden des großen Symbolikers der frühen Kirche, Clemens von Alexandrien (gest. 216 n.Chr.). Er war ein Meister darin, den Menschen des Heidentums die Mysterien Christi nahezubringen. Er fällte in Alexandria ein Götterbildnis wie der heilige Bonifatius später in Deutschland die Donareiche, und schob den entsetzten Gläubigen einleuchtend mit großem pädagogischem Geschick den heiligen Erzengel Michael unter an die Stelle des Gottes. Ähnliches versuchte auch der britische Pfarrer aber offensichtlich mit weniger Geschick.

Clemens von Alexandrien schreibt in seinem „Protreptikos“ (Ermahnung). „Komm, ich will dir den Logos zeigen und die Mysterien des Logos, und ich will sie dir erklären in Bildern, die Dir vertraut sind.“ (Cl.Alex. Protreptikos XII.119.I).

Wenn wir diese Methode in dem Fall unseres englischen Pfarrers verwenden, könnte das so aussehen, dass wir den Kindern erklären, dass der Weihnachtsmann einen Namen hat, den des heiligen Bischofs von Myra und dass dieser sein Leben gewidmet hat dem Christkind, das der eigentliche Geber der guten Gaben und der Erfüllung der Lebenswünsche auch besonders der Kinderwünsche ist und in dessen Namen er handelt.

Dieses in einer kindgerechten Sprache wäre dann ein wunderbarer Aufhänger, weiter über den zu sprechen, der den wahren Weihnachtsmann St. Nikolaus beauftragt hat, seinen Kindern gute Gaben zu geben. Wäre das nicht ein wunderbarer Einstieg in einen die christlichen Wahrheiten der Kirche wieder unverfälscht vermittelnden Religionsunterricht und in die Katechese für die Kommunionskinder, deren Unterricht in diesen Tagen beginnt, statt mit den Kindern Halloween im Pfarrzentrum zu feiern, wie das ein Dechant im Saarland tut?



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 gertrud mc 18. Dezember 2013 
 

Ja, so hätte es auch gehen können!

Danke für diesen guten Kommentar!


2
 
 Bichler 17. Dezember 2013 

Hervorragender Kommentar!


4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Neuevangelisierung

  1. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  2. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  3. US-Erzbischof Fulton Sheen wird seliggesprochen – Er war eine bedeutende Stimme der Evangelisierung
  4. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  5. England und Wales: Katholische Erwachsenen- und Jugendtaufen steigen deutlich, Messbesuch leicht
  6. Bischof Varden: „Ich denke, wir dürfen sagen, dass bei uns die Säkularisierung jetzt zu Ende ist“
  7. „Es gibt Anzeichen dafür, dass der Katholizismus wieder im Trend liegt“
  8. US-Bistum Bridgeport: Messbesuche sind seit 2022 um 22 Prozent gestiegen
  9. Kardinal Filoni: "Europa braucht Re-Evangelisierung"
  10. Die unerwarteten Wurzeln des Taufbooms in Frankreich







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Tragödie in Florida: Pilot betete kurz vor Flugzeugabsturz das Vaterunser
  3. Schwindler feierte im Bistum Turin monatelang Messe und hörte Beichten
  4. Regensburger Bischof Voderholzer: „Jungen Menschen zuhören und Perspektiven aufzeigen“
  5. Die ersten US-Märtyrer für die Heiligkeit der Ehe: Seligsprechung der Märtyrer von Georgia
  6. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  7. Neuer Visitator für Medjugorje: Cavina folgt auf Cavalli
  8. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben
  9. Der katholische Osten in der Analyse
  10. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  11. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  14. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  15. Uruguay, man muss sich auf den Weg machen! Leo XIV. vertraut Uruguay der Gottesmutter an

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz