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Kardinal Koch über 'das grundlegende Problem' der Piusbruderschaft

15. Jänner 2013 in Aktuelles, 23 Lesermeinungen
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Kurt Kardinal Koch im Zusammenhang mit der antijüdischen Äußerung des Piusoberen Fellay: „Wenn eine Gruppe ein Konzil und ein Lehramt nicht akzeptiert, so muss sie sich fragen, wie sie sich als katholisch sehen kann“. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Kurt Kardinal Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen sowie der Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum, nahm Stellung zu den Erklärungen des Oberen der Priesterbruderschaft St. Pius X., Weihbischof Bernard Fellay, nach denen „Juden, Freimaurer und Modernisten“ die Feinde der Kirche sind und sich einer Aussöhnung zwischen der Bruderschaft und dem Heiligen Stuhl widersetzen (kath.net hat berichtet).


Unmissverständlich erklärte Koch laut einer Meldung der Nachrichtenagentur SIR der italienischen Bischofskonferenz vom 15. Januar: „Es besteht kein Zweifel in der katholischen Kirche, dass die Erklärung ‚Nostra aetate’ (über die Beziehungen mit den anderen Religionen) auch heute noch gilt“. „Es ist nur die Gruppe der Lefebvrianer, die den ökumenischen Dialog, die Beziehungen zu den Juden und die Religionsfreiheit nicht akzeptiert“, so der Kardinal weiter. Die Juden „sind unsere älteren Brüder: vor allem in der Sicht Benedikts XVI. hinsichtlich der Einheit zwischen den beiden Testamenten sind wir mit den Juden untrennbar verbunden“.

Bei diesen Themen handle es sich „um zentrale Punkte des Lehramtes des Heiligen Vaters, und wenn eine Gruppe ein Konzil und ein Lehramt nicht akzeptiert, so muss sie sich fragen, wie sie sich als katholisch sehen kann. Das ist das grundlegende Problem“.

Jede Form von Antisemitismus „ist ein unchristlicher Akt“, so Koch. Die katholische Kirche müsse „mit all ihren Kräften gegen dieses Phänomen ankämpfen“. Somit bestehe nicht im geringsten Sinne die Gefahr, dass die Kirche einen Rückschritt machen werde. Die Kirche „kann das Konzil nicht in Frage stellen. Das ist undenkbar. Und der Heilige Vater kann sein Lehramt nicht verleugnen“.

Foto Kurt Kardinal Koch: © kath.net/Petra Lorleberg


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