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Wachsendes Interesse an Latein

29. September 2012 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
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Daniel Gallagher, Mitarbeiter im Staatssekretariat: Das Interesse an Latein wachse nicht nur innerkirchlich, sondern auch außerkirchlich.


Rom (kath.net/CC/CNS/pl) Junge Menschen „versuchen zu verstehen, wer sie sind und woher sie kommen und entscheiden sich deshalb von selbst für Latein“. Das wachsende Interesse an der lateinischen Sprache, so beobachtete Msgr. Daniel Gallagher, zeige sich nicht zuletzt auch beim jungen Klerus. Der US-amerikanische Priester arbeitet im vatikanischen Staatssekretariat und ist dort für die lateinische Sprache zuständig. Die innerkirchliche Bewegung hin zum Latein reflektiere das auch außerkirchlich steigende Interesse an der lateinischen Sprache, das sich in der wachsenden Beliebtheit von Lateinunterricht an säkularen Bildungseinrichtungen niederschlage.


Eine moderne Sprache zur allgemeinen Kirchensprache zu machen, würde die Einheit der Katholiken unterminieren, vertrat Gallagher. Denn ein Teil der Weltkirche würde dadurch über andere Teile erhoben werden. Dagegen sei Latein die Sprache „von jedem und von niemandem“, „kein Volk und keine Ethnie besitzt sie“.

Europäer wieder mit Latein zu verbinden, sei seitens der Kirche „ein Teil der Re-Evangelisierung“, erläuterte Gallagher. Dabei gehe es „nicht nur um die Sprache, sondern um die gesamte menschliche Tradition, in welcher die Botschaft des Christentums vor 1.500 Jahren präsentiert wurde“.

Der Heilige Stuhl erwägt derzeit, auf Vorschlag von Papst Benedikt XVI. eine Päpstliche Lateinakademie zu errichten, welche das Studium der lateinischen Sprache und Sommer-Intensivkurse fördern solle sowie internationale Konferenzen in Zusammenarbeit mit großen säkularen Universitäten unterstützen könnte.

Bei der in Kürze beginnenden Bischofssynode in Rom plant Donald Kardinal Wuerl, der Erzbischof von Washington, zwei Hauptreden in lateinischer Sprache zu halten.

Das ´Credo´ (Latein) gesungen - zum Lernen mit unterlegtem Text



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