
Dortmund/Warschau (kath.net/idea) Er ist einer wenigen Spieler bei der Fußball-Europameisterschaft, der sich offen zum persönlichen Glauben an Jesus Christus bekennt: der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft, Jakub Blaszczykowski (Borussia Dortmund) – genannt „Kuba“. Der Katholik liest täglich in der Bibel und betet.
Über seinen Glauben sagte er im vergangenen September: „Ich persönlich glaube und bin überzeugt, dass Christus im Alltag hilft.“ Weder Prestige noch Geld machten „so glücklich wie ein Leben mit Gott“. Als Zehnjähriger hatte Blaszczykowski ein traumatisches Erlebnis: Er musste mit ansehen, wie sein Vater Zygmunt seine Mutter Anna erstach. Er wuchs bei seinem Onkel, Ex-Nationalspieler Jerzy Blaszczykowski, und seiner Großmutter Felicja auf, die ihn sehr religiös erzog.
Jedes Tor, das der 26-Jährige schießt, widmet er seiner Mutter – so auch sein Ausgleichstor im EM-Spiel gegen Russland. Auf Knien hockend reckte er die Arme gen Himmel. „Meine Mutter passt auf mich auf“, hatte er vor der Europameisterschaft gesagt. Der Vater von „Kuba“ starb im Mai kurz nach der Haftentlassung im Alter von 56 Jahren. Zu einer Begegnung der beiden kam es nicht mehr. Der Nationalspieler nahm aber an der Beerdigung teil. Über seinen Vater sagte er später: „Ich versuche zu vergeben, so wie es Jesus getan hat.“
Tweet
Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben



Tippfehler melden
Druckversion
Artikel versenden



Anderswo...
Top Artikel der letzten 7 Tage

