21 März 2012, 11:35
Schönborn: Es gibt begründete Hoffnung auf Frühling des Glaubens
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Bischof Schönborn'
Wiener Kardinal feierte Messe der Österreichischen Bischofskonferenz im Kärntner Eberndorf: Die lebensspendende Kraft des Glaubens wird sich erweisen, wenn Christen 'mit den Augen Jesu sehen, mit seinen Herzen fühlen und seinen Händen wirken'

Klagenfurt (kath.net/KAP) Es gibt begründete Hoffnung auf einen "neuen Frühling des Glaubens und der Kirche". Davon zeigte sich Kardinal Schönborn beim zweisprachigen Festgottesdienst am Dienstagabend in der Stiftskirche von Eberndorf/Dobrla Vas in Südkärnten überzeugt.

Reformen in der Kirche könnten nur gelingen, wenn sie aus der lebendigen Quelle des Glaubens kommen, sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz in seiner Predigt im Blick auf das von Papst Benedikt XVI. angekündigte "Jahr des Glaubens".

Werbung
Franken2


Das Evangelium zu leben beginnt damit, "die Not des anderen zu sehen", betonte der Kardinal mit Bezug auf das Tagesevangelium von der Heilung des Gelähmten durch Jesus. Das Wort des Kranken an Jesus - "Ich habe keinen Menschen" - sei auch heute für viele eine traurige Realität.

Demgegenüber werde sich die lebensspendende Kraft des Glaubens dann erweisen, wenn Christen "mit den Augen Jesu sehen, mit seinen Herzen fühlen und seinen Händen wirken", so der Wiener Erzbischof.

Der in deutscher und slowenischer Sprache gestaltete Festgottesdienst mit dem Apostolischen Nuntius Erzbischof Peter Zurbriggen und den österreichischen Bischöfen wurde vom Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser geleitet. Neben zahlreichen Gläubigen waren auch der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler und zahlreiche Repräsentanten des öffentlichen Lebens im südlichen Bundesland in die historische Südkärntner Stiftskirche gekommen.

Das sowohl beim Gottesdienst als auch insgesamt spürbare "neue Miteinander im Land" stand im Zentrum der Ansprache von Landeshauptmann Dörfler beim anschließenden Empfang im Bildungshaus Tainach/Tinje. Ein ausdrücklicher "Dank für die Unterstützung bei der Lösung der Volksgruppenfrage" galt dabei dem Diözesanbischof von Gurk-Klagenfurt, Alois Schwarz. Diesen zeichne dabei seine "noble, zurückhaltende Art sowie Nähe zu den Menschen und zum Land" aus, so Dörfler.

Positive Worte für die neuen Verhältnisse fand auch Kardinal Schönborn. Er gratulierte den politisch Verantwortlichen für den "nun so guten Weg in der schmerzlichen Frage" der Erreichung der vertraglichen Verpflichtungen gegenüber der slowenischen Volksgruppe in Österreich.

Copyright 2012 Katholische Nachrichtenagentur Wien, Österreich.Alle Rechte vorbehalten.

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Das katholische Priestertum (168)

Vatikanjournalist: Franziskus setzte Benedikt XVI. unter Druck (87)

Der verwüstete Weinberg (37)

'Diese Todsünde ist die Nichtzahlung der Kirchensteuer' (36)

Erzbischof Carlo Maria Viganò bei Anti-Marx-Kundgebung in München! (32)

Kriminologe Pfeiffer: Kardinal Marx soll zurücktreten! (26)

Franziskus: Schutz Ungeborener von "überragender Priorität" (20)

Koch zu Ökumene: „Viele offene Fragen im Verständnis der Eucharistie“ (19)

„Ohne Menschenfurcht unseren katholischen Glauben öffentlich bekennen“ (19)

Liturgische Bücher von 1962 nun lateinisch-deutsch erhältlich (18)

Appell gegen die Kirchensteuer (17)

Warum klammert sich die Kirche so an ein NS-Gesetz? (17)

Evangelische Kirchengemeinde streicht klassischen Sonntagsgottesdienst (14)

Bischof Hanke: Papstbrief „weitgehend folgenlos geblieben“ (14)

Organspende - "Schweigen bedeutet keine Zustimmung" (13)