18 Oktober 2011, 11:00
'Zölibat und Ehe' sind 'sehr eng verwandte Lebensformen'
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Zölibat'
KATH.NET-Interview mit Michael Prüller, Pressesprecher von Christoph Kardinal Schönborn, während der Heiligenkreuzer Tagung über den Zölibat

Heiligenkreuz (kath.net) „Zölibat und Ehe“ sind „sehr eng verwandte Lebensformen“. Dies sagte Dr. Michael Prüller, Pressesprecher von Christoph Kardinal Schönborn, Erzdiözese Wien, am Rande einer Tagung über den Zölibat im Stift Heiligenkreuz im Gespräch mit Christof Zellenberg/KATH.NET. Über die Tagung hat kath.net bereits berichtet.

Werbung
messstipendien


Prüller erläuterte, dass beide Lebensformen „sehr viel gemeinsam“ hätten, „weil sie ein Bund sind“. Beide schließen als Form des „lebenslangen, bewusst gewählten, ausschließlichen Lebens“ „das Kapitel: ‚Schaun wir mal, was da vielleicht noch Besseres nachkommen könnte‘ ein für alle Mal in dieser Biographie ab“.

„Beides“, so der frühere stellvertretende Chefredakteur der „Presse“, „Zölibat und lebenslange ausschließliche Ehe, sind Formen, die nur dann funktionieren, wenn man sich darauf verlassen kann, dass die Gnade in diesen Lebensformen wirkt.“

Prüller, der selbst verheiratet und Vater von acht Kindern ist, nannte sowohl die christliche Ehe wie auch den Zölibat um des Himmelreiches willen „gleichermaßen ein Zeugnis für die Hoffnung auf diese Gnade.“ „Es wird keine lebenslange Ehe halten und eine wirklich erfüllte Ehe sein – und die Erfüllung ist ja letzten Endes auch die Funktion der Ehe für beide – wenn nicht die beiden Ehepartner in der Liebe zueinander immer mehr wachsen.“ Doch genauso werde auch der Zölibat „ohne die Liebe zu Christus als DER einzigen Bezugsperson im Leben des Menschen“, einer Liebe, „die also so eine solche Ausschließlichkeit oder Exklusivität hat“, „nicht funktionieren“, Und der Zölibat „funktioniert letzten Endes auch ohne den Glauben nicht“, Glaube „verstanden als ein ständiges Bemühen, auch auf den hinzugehen, auf den dieses Zusammenleben gründet“. Beide Lebensformen stünden zueinander „in Wechselbeziehung“.

Hinweis: Alle Vorträge von der Tagung im Stift Heiligenkreuz können exklusiv im KATHSHOP.at als DVD bestellt werden: KATHSHOP.at





In voller Länge auf kathTube: KATH.NET-Interview mit Dr. Michael Prüller beim Zölibatskongress im Stift Heiligenkreuz









kath.net ist Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Webseiten konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann.


Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 

meist kommentierte Artikel

Hinter der Gender-Ideologie steht die Lüge des Teufels! (62)

Bischof Fürst plädiert für ein Diakonat der Frau (39)

Die Gefahr eines ideologischen Glaubens (26)

Kardinal Marx: Auch viele Katholiken wollen Abschottung Europas (26)

Papst der Gesten: Hochhaus, Klohäuschen und Essen mit Häftlingen (23)

Gender: Listig wie die Schlange im Garten! (20)

Sebastian Kurz: Viele NGOs sind Partner der Schlepper (19)

Die Entgöttlichung Christi und die 'Figur Jesu von Nazareth' (18)

Papst würdigt Ständige Diakone: Keine ‚halben Priester’ - UPDATE (16)

Afrika: Die ‚Amoris laetitia’ Debatte ist beendet (15)

Chilenische Bischöfe: Papst gegen Kommunion für Wiederverheiratete (14)

Ein Kolossaldenkmal in Trier für einen Antisemiten (14)

'Franziskus betreibt keine Abkehr von Tradition der Kirche' (13)

Die Gefahr der Verheidung und der atheistische Katholik (13)

Die hässliche Sünde der Trägheit des Herzens (13)