Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  4. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  5. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  8. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  9. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  10. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  11. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  12. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther von der CDU immer mehr unter Druck
  15. Iran: Mindestens 12.000 Tote bei Protesten gegen das Regime

Gegen die innere Wüste

12. Oktober 2010 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Botschaft des Christentums muss neu in ihrem Wesen verkündet werden. Der Präsident des Rates für die Neuevangelisierung Salvatore Fisichella zur Herausforderung Benedikts XVI. an die säkularisierte Welt. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Ziel des neuen Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung sei es, angemessene Formen für die Erneuerung der Verkündigung bei den vielen Getauften zu finden, die den Sinn der Zugehörigkeit zur christlichen Gemeinschaft nicht mehr verstehen und Opfer des Subjektivismus unserer Zeiten sind, dies verbunden mit einer Verschlossenheit und einem Individualismus, dem es an öffentlicher und sozialer Verantwortung mangelt. Mit diesen Worten erklärte Erzbischof Salvatore Fisichella die Grundabsicht des Rates, der heute mit der Veröffentlichung des Motu proprio „Ubicumque et semper“ der Öffentlichkeit vorgestellt worden ist.

Erzbischof Fisichella charakterisierte die aktuelle Situation als eine Zeit der „großen Herausforderungen“. Diese würden viele positive Elemente aufweisen, aber auch Formen des Abfalls vom Glauben als Folge einer verbreiteten religiösen Gleichgültigkeit, Vorspiel eines de-facto-Atheismus. Oft führe das Fehlen von Kenntnissen hinsichtlich der grundlegenden Inhalte des Glaubens dazu, moralische Verhaltens- und Urteilsformen anzunehmen, die oft im Widerspruch mit dem Wesen des Glauben stünden. Der Relativismus und die Folgen eines Säkularismus, der darauf ausgerichtet sei, den heutigen Menschen von seiner Grundbeziehung mit Gott zu entfernen, würden eine „innere Wüste“ hervorbringen, wie Papst Benedikt XVI. hervorgehoben habe.


Die Christen seien dazu berufen, in Politik, Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft sowie in allen Ausdrucksformen gegenwärtig zu sein, die zum Leben der Menschen gehörten und das Leben der Gesellschaft bildeten, so der Erzbischof. Der Begriff „Politik“ sei dabei im Sinne des „Aufbaus der Polis“ zu verstehen. Daraus ergebe sich eine der Aufgaben des neuen Dikasteriums: „den Katholiken dabei zu helfen, den tiefen Sinn ihrer Verantwortung wiederzugewinnen, dies für ein konsequentes Zeugnis vor allem der Laien, in den Bereichen, zu denen aufgrund ihres Status nur sie gelangen können“. Es sei notwendig, nach einer Zeit der passiven Hinnahme des Säkularismus wieder stark und mutig das Wort zu ergreifen.

Hinsichtlich des Beziehung zu den anderen Dikasterien des Heiligen Stuhls und dabei besonders zur Kongregation für die Evangelisierung der Völker erklärte Fisichella, dass die Aufgabe der Kongregation die erste Verkündigung betreffe, die „missio ad gentes“. Der neue Rat setze sich dagegen mit den Ländern auseinander, in denen Kirchen antiker Tradition lebten. Für Erzbischof Fisichella befindet sich die Neuevangelisierung im zentralen Schnittpunkt des Lebens und des Handelns der Kirche. Aus diesem Grund sei es notwendig, dass die einzelnen Dikasterien und Institutionen in der Kirche zu einer größeren Zusammenarbeit fähig sind.

„Wir leben in der Geschichte und die Daten haben ihre Bedeutung“, so Fisichella. „Auch das neue Dikasterium blickt aufmerksam auf einige Daten, die es aufgrund deren symbolischen Wertes aus der Nähe betreffen.“ Der Papst habe die Einrichtung des Rates während der ersten Vesper des Festes der heiligen Petrus und Paulus angekündigt. Das Motu proprio sei am 21. September unterzeichnet worden, dem Tag des heiligen Apostels und Evangelisten Matthäus. Diese beiden Daten würden dazu führen, zum einen die Treue zum Nachfolger Petri zu beachten und zum anderen das Engagement dafür, das Evangelium als Wort des Heiles für die Zeitgenossen zu überbringen.

„Das Evangelium ist kein Mythos, sondern das lebendige Zeugnis eines historischen Ereignisses, das das Antlitz der Geschichte verändert hat“, so Fisichella abschließend. Die neue Evangelisierung müsse vor allem die historische Person Jesu und seine Lehre so kennenlernen lassen, wie sie treu von den Urgemeinden überliefert worden und in den Schriften des Neuen Testaments normativ festgehalten seien.

Das Motu proprio in deutscher Sprache

Das Motu proprio in lateinischer Sprache




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Neuevangelisierung

  1. England und Wales: Katholische Erwachsenen- und Jugendtaufen steigen deutlich, Messbesuch leicht
  2. Bischof Varden: „Ich denke, wir dürfen sagen, dass bei uns die Säkularisierung jetzt zu Ende ist“
  3. „Es gibt Anzeichen dafür, dass der Katholizismus wieder im Trend liegt“
  4. US-Bistum Bridgeport: Messbesuche sind seit 2022 um 22 Prozent gestiegen
  5. Kardinal Filoni: "Europa braucht Re-Evangelisierung"
  6. Die unerwarteten Wurzeln des Taufbooms in Frankreich
  7. Bistum Passau richtet eine neue Hauptabteilung ein mit dem Thema: „Bildung und Evangelisierung“
  8. „Die Zeiten selbstverständlicher Kirchenmitgliedschaft sind vorbei“
  9. Kirche in Not veröffentlicht Beiträge von James Mallon, Johannes Hartl
  10. "Synodaler Weg": Theologin vermisst Forum über Evangelisierung






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  8. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  9. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  10. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  13. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  14. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  15. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz