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Keiner der Verantwortlichen getraute sich diese Wahrheit auszusprechen

2. August 2010 in Österreich, 25 Lesermeinungen
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Salzburg (kath.net)
Die Regierung will nächstes Jahr etwa 100.000 Menschen ins Land holen, höre und lese ich, aber kein Wort, dass all die vergangenen Jahre, Jahr für Jahr, rund ebenso viele Österreicher, Männer und Frauen, abgetrieben wurden und werden und dass diese Menschen jetzt fehlen und dass wir deswegen Menschen von anderen Ländern und aus anderen Kulturen holen müssen! Hinterhältigerweise will man dabei gerade und nur die gut Ausgebildeten kommen lassen, also jene, die uns „nützlich“ sind, aber ihren eigenen Ländern zu deren Aufbau fehlen werden! Statt einer Kritik ein Märchen:

In einem fernen Land, lebten die Menschen, glücklich und zufrieden. Es gab alles, was die Menschen zum Leben brauchten, vor allem auch Wasser, die meisten Häuser hatten eine eigene Quelle. Allerdings, viele Quellen-Besitzer schätzten ihr Wasser nicht und wollten ihre Brunnen eigentlich zuschütten, um kostbares Bauland zu gewinnen. Aber der König, der ein kluger und vorausschauender Mann war, erließ, trotz allen Drängens von Seiten der Leute, Gesetze zum Schutz der Quellen: „Kein Leben ohne Wasser, keine Zukunft ohne Wasser“, pflegte er zu sagen! Eines Tages starb der König, ein Neuer kam an die Macht und er – er kannte seinen Vorgänger nicht wirklich und lachte über dessen „konservative“ Einstellung! Er erlaubte das Zuschütten und sogar Zubetonieren der Quellen: Er wolle niemanden bevormunden, jeder solle selbst entscheiden, was er mit seiner Quelle machen wolle, sagte er! Und so kam es, dass mehr und mehr Quellen stillgelegt oder ins Meer abgeleitet wurden.


Als das Wasser im Land spürbar knapp zu werden begann und die Felder austrockneten, lachten der König und seine Minister. Sie ließen Wasser einführen, mehr und mehr. Dieses kostete viel Geld und zudem musste es, weil mit Meerwasser vermischt, aufbereitet werden! Aber die Regierung ließ weiter Wasser einführen und unterstützte sogar das Zuschütten von Quellen, um so, sagte sie, die Freiheit der Menschen nicht zu beschränken und es jedem zu ermöglichen, so zu leben, wie er wolle! Alle wussten inzwischen, dass der alte König recht gehabt hatte mit seinem: „Ohne Wasser kein Leben, ohne Wasser keine Zukunft“. Unübersehbar war, dass die Ernte-Erträge zurückgingen und das Land verarmte, alle begriffen längst, dass man die Quellen wieder aufmachen und schützen sollte. Aber die Mächtigen im Land konnten und wollten um keinen Preis zugeben, dass sie sich geirrt hatten!

Während sie die Steuern erhöhten und der Bevölkerung neue, teuere Wasser-Importe ankündigten, erwähnten sie mit keinem einzigen Wort, wie viele Quellen es im Land eigentlich gab und wie viele, Jahr für Jahr zugeschüttet worden waren, dass dieses Wasser bester Qualität und die Freilegung der Quellen die billigste und einzig wirklich erfolgreiche Problem-Lösung wäre! Nur, keiner der Verantwortlichen getraute sich diese Wahrheit auszusprechen, und die wenigen, die sie hinausschrien, wurden mundtot gemacht, als Ewiggestrige und Feinde des Fortschritts verlacht! Ob es dieses Land in 10 oder 20 Jahren noch geben wird, weiß niemand, sicher nicht so, wie es heute noch ist!

KLARTEXT von Bischof Andreas Laun erscheint regelmäßig auf kath.net und auf kathTube.com


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