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Zeit neben einem Kranken eine an Gnade reiche Zeit

4. Dezember 2009 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Papst Benedikt zum Welttag der Kranken: Wirksam die Werte des Evangeliums zum Schutz des menschlichen Lebens in all seinen Phasen von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende vermitteln.


Rom (kath.net/Zenit.org)
Im aktuellen historisch-kulturellen Moment wird die Notwendigkeit einer aufmerksamen und verbreiteten Gegenwart der Kirche neben den Krankern noch mehr wahrgenommen. Dasselbe gilt für die Gegenwart der Kirche in der Gesellschaft. Sie muss fähig sein, wirksam die Werte des Evangeliums zum Schutz des menschlichen Lebens in all seinen Phasen von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende zu vermitteln.

Diesen Aufruf an alle Christen erneuert Papst Benedikt XVI. in seiner diesjährigen Botschaft zu 28. Welttag der Kranken, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Der Welttag wird am 11. Februar 2010 zusammen mit dem 25. Jahrestag der Einrichtung des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst begangen.

Mit dem jährlichen Welttag der Kranken beabsichtige die Kirche, so Benedikt XVI. in seinem Schreiben, die kirchliche Gemeinschaft für die Wichtigkeit des Krankendienstes im weiten Bereich des Gesundheitswesens zu sensibilisieren. Dieser Dienst bilde einen integralen Bestandteil der Sendung der Kirche.

Mit dem Beispiel der Fußwaschung beim Letzten Abendmahl sowie mit dem Gleichnis vom guten Samariter wende sich Jesus auch an den Christen von heute „und ermahnt uns, uns über die Verletzungen des Leibes und des Geistes vieler Brüder und Schwestern zu beugen, denen wir auf den Strassen der Welt begegnen“. Dadurch könne verstanden werden, dass die Erfahrung der Krankheit und des Leides mit Hilfe der Gnade Gottes, die tagtäglich aufgenommen und gelebt wird, eine Schule der Hoffnung werden könne.

Nicht dadurch, dass man dem Leiden aus dem Weg gehe, werde der Mensch geheilt, so der Papst. Vielmehr gehe es darum, die Qual des Leidens zu akzeptieren, in ihr zu reifen und durch die Einheit mit Christus einen Sinn zu finden.

Das humanitäre und geistliche Wirken der kirchlichen Gemeinschaft gegenüber den Kranken und Leidenden sei im Lauf der Jahrhunderte in vielfältigen Formen und auch institutionellen Strukturen im Gesundheitswesen zum Ausdruck gekommen. Dabei handle es sich um ein kostbares Erbe, das der Tatsache entspreche, dass „die Liebe auch der Organisation“ bedarf. Die Schaffung des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst vor 25 Jahren gehöre in den Bereich dieser Sorge der Kirche um die Welt der Gesundheit.

Im Priester-Jahr gilt der Gedanke des Papstes dann auch den Priestern. Sie seien „Diener der Kranken“ und „Zeichen des Mitleides Christi, das jeden vom Leiden gezeichneten Menschen erreichen müsse.

Abschließend lädt Benedikt XVI. ein, sich nicht aufzusparen. Die Zeit, die neben den Kranken verbracht werde, offenbare sich für die anderen Dimensionen der Seelsorge als eine an Gnade reiche Zeit. Die Kranken bittet der Papst, ihre Leiden für die Priester aufzuopfern, „damit sie ihrer Berufung treu bleiben können und ihr Dienst zum Wohl der ganzen Kirche reich an geistlichen Früchten sei“.



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