Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  9. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  10. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  11. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  12. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  13. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  14. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  15. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“

Die Skandale des Alder Hey Kinderkrankenhauses

1. Mai 2018 in Prolife, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Organentnahmen ohne Zustimmung der Eltern, fehlende Standards in den Operationsräumen. Das Krankenhaus, das durch Alfie Evans bekannt geworden ist, war schon früher im Kreuzfeuer der Kritik.


Liverpool (kath.net/jg)
Das Alder Hey Kinderkrankenhaus, dessen bekanntester Patient wohl der vor wenigen Tagen verstorbene Alfie Evans war, ist schon in früheren Jahren in die Schlagzeilen geraten. Dies berichtet die Lebensschutzorganisation Live Action auf ihrer Internetseite.

Laut einem Bericht der britischen Zeitung The Guardian vom Januar 2001 hat das Kinderkrankenhaus in den Jahren von 1991 bis 1993 bei Operationen entnommene Thymusdrüsen an ein pharmazeutisches Unternehmen abgegeben und dafür finanzielle Gegenleistungen erhalten. Die Zustimmung der Eltern wurde dabei nicht eingeholt.

Die Thymusdrüsen wurden bei komplexen Herzoperationen entfernt, um besseren Zugang zum Bereich des Herzens zu erhalten und die eigentlichen Operationen durchführen zu können.


Das pharmazeutische Unternehmen, dem Guardian zufolge handelte es sich um Aventis Pasteur, habe £ 5 pro Thymusdrüse bezahlt, sagte Dr. Mark Caswell, ein Kinderarzt des Alder Hey Krankenhauses, gegenüber den Medien.

Aventis Pasteur habe die Organe zur Herstellung eines Medikaments zur Behandlung von aplastischen Anämien verwendet. 1993 habe man die Transaktionen eingestellt, aus Sorge, diese könnten als „Verkauf von Organen“ verstanden werden, auch wenn es sich bei den fünf Pfund nur um eine „symbolische Zahlung“ gehandelt habe, sagte Caswell.

Das Alder Hey war in einen weiteren Skandal verwickelt, der ebenfalls im Januar 2001 offiziell bekannt wurde. Damals gab Liam Donaldson, als Chief Medical Officer für England der höchste Beamte des Gesundheitsministeriums, bekannt, dass in englischen Spitälern 50.000 Organe verstorbener Kinder aufbewahrt wurden, davon 3.000 im Alder Hey Kinderkrankenhaus in Liverpool. Auch dies war ohne Einverständnis der Eltern geschehen.

Das Alder Hey Krankenhaus sei auch in diesem Skandal ein „besonderer Fall“ gewesen, weil Dick Van Velzen, ein Pathologe des Krankenhauses, ganze Organsysteme gesammelt habe. Van Velzen sei vor einen Disziplinarausschuss der Ärztekammer geladen, berichtete der Guardian damals. 2005 verlor er seine Zulassung als Arzt, wurde aber nie strafrechtlich verfolgt, berichtet Live Action.

Im Februar 2014 wurde bekannt, dass das Alder Hey Krankenhaus vier von fünf nationalen Standards in seinen Operationsräumen nicht erfülle. Die „Care Quality Commission“, welche die Standards überprüft, habe dies festgestellt, nachdem sie von Mitarbeitern des Krankenhauses alarmiert worden sei. Diese hätten die Mängel selbst festgestellt, das Management des Krankenhauses habe auf ihre Hinweise aber nicht reagiert, berichtete der Guardian.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesundheit

  1. Studie belegt: Ehrenamtliches Engagement in Wohltätigkeitsorganisationen hält gesund
  2. Weiterhin Hl. Messen in Regensburg, Passau und Bamberg
  3. Schönborn: Kirche hält sich an staatliche Vorgaben zu Coronavirus
  4. Bekannte Kirche in Rom wegen Coronavirus geschlossen
  5. 'Übertragungen durch Weihwasser bisher nicht beschrieben'
  6. Kapitänin der Fußballnationalmannschaft: Lungenembolie durch Pille
  7. Sie drückte sich im Drogenrausch die Augen aus
  8. US- Studie: Wer verheiratet ist, hat weniger Stress
  9. Kein Platz für Übergewichtige im Lobpreisteam?
  10. Wissenschaftliche Studie: Verhütungspille erhöht Depressionsrisiko






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  4. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  5. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  6. Bischof Hansen/Oslo kündigt Diözesansynode an – Keine Abstimmung über die kirchliche Lehre
  7. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  8. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  9. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  10. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  11. Präfekt des Dikasteriums für die Gesetzestexte: Kirchenrecht soll dem Heil der Seelen dienen
  12. Bistum Limburg: Franziskaner verlassen nach mehr als 150 Jahren Kloster Marienthal
  13. Ein Fall für den Staatsfunk: Wie Georg Restle Verschwörungsmythen als „Haltung“ verkauft
  14. Expertin fordert nach Aufsichtsversäumnissen in den Provinzen nun nationalen Sterbehilfe-Watchdog
  15. Frankreich: Massenansturm auf Kartenreservierungen für die Papst Leo-Reise!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz