Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  12. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  13. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  14. „Das Ende von Maria 2.0“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Die Skandale des Alder Hey Kinderkrankenhauses

1. Mai 2018 in Prolife, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Organentnahmen ohne Zustimmung der Eltern, fehlende Standards in den Operationsräumen. Das Krankenhaus, das durch Alfie Evans bekannt geworden ist, war schon früher im Kreuzfeuer der Kritik.


Liverpool (kath.net/jg)
Das Alder Hey Kinderkrankenhaus, dessen bekanntester Patient wohl der vor wenigen Tagen verstorbene Alfie Evans war, ist schon in früheren Jahren in die Schlagzeilen geraten. Dies berichtet die Lebensschutzorganisation Live Action auf ihrer Internetseite.

Laut einem Bericht der britischen Zeitung The Guardian vom Januar 2001 hat das Kinderkrankenhaus in den Jahren von 1991 bis 1993 bei Operationen entnommene Thymusdrüsen an ein pharmazeutisches Unternehmen abgegeben und dafür finanzielle Gegenleistungen erhalten. Die Zustimmung der Eltern wurde dabei nicht eingeholt.

Die Thymusdrüsen wurden bei komplexen Herzoperationen entfernt, um besseren Zugang zum Bereich des Herzens zu erhalten und die eigentlichen Operationen durchführen zu können.


Das pharmazeutische Unternehmen, dem Guardian zufolge handelte es sich um Aventis Pasteur, habe £ 5 pro Thymusdrüse bezahlt, sagte Dr. Mark Caswell, ein Kinderarzt des Alder Hey Krankenhauses, gegenüber den Medien.

Aventis Pasteur habe die Organe zur Herstellung eines Medikaments zur Behandlung von aplastischen Anämien verwendet. 1993 habe man die Transaktionen eingestellt, aus Sorge, diese könnten als „Verkauf von Organen“ verstanden werden, auch wenn es sich bei den fünf Pfund nur um eine „symbolische Zahlung“ gehandelt habe, sagte Caswell.

Das Alder Hey war in einen weiteren Skandal verwickelt, der ebenfalls im Januar 2001 offiziell bekannt wurde. Damals gab Liam Donaldson, als Chief Medical Officer für England der höchste Beamte des Gesundheitsministeriums, bekannt, dass in englischen Spitälern 50.000 Organe verstorbener Kinder aufbewahrt wurden, davon 3.000 im Alder Hey Kinderkrankenhaus in Liverpool. Auch dies war ohne Einverständnis der Eltern geschehen.

Das Alder Hey Krankenhaus sei auch in diesem Skandal ein „besonderer Fall“ gewesen, weil Dick Van Velzen, ein Pathologe des Krankenhauses, ganze Organsysteme gesammelt habe. Van Velzen sei vor einen Disziplinarausschuss der Ärztekammer geladen, berichtete der Guardian damals. 2005 verlor er seine Zulassung als Arzt, wurde aber nie strafrechtlich verfolgt, berichtet Live Action.

Im Februar 2014 wurde bekannt, dass das Alder Hey Krankenhaus vier von fünf nationalen Standards in seinen Operationsräumen nicht erfülle. Die „Care Quality Commission“, welche die Standards überprüft, habe dies festgestellt, nachdem sie von Mitarbeitern des Krankenhauses alarmiert worden sei. Diese hätten die Mängel selbst festgestellt, das Management des Krankenhauses habe auf ihre Hinweise aber nicht reagiert, berichtete der Guardian.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesundheit

  1. Studie belegt: Ehrenamtliches Engagement in Wohltätigkeitsorganisationen hält gesund
  2. Weiterhin Hl. Messen in Regensburg, Passau und Bamberg
  3. Schönborn: Kirche hält sich an staatliche Vorgaben zu Coronavirus
  4. Bekannte Kirche in Rom wegen Coronavirus geschlossen
  5. 'Übertragungen durch Weihwasser bisher nicht beschrieben'
  6. Kapitänin der Fußballnationalmannschaft: Lungenembolie durch Pille
  7. Sie drückte sich im Drogenrausch die Augen aus
  8. US- Studie: Wer verheiratet ist, hat weniger Stress
  9. Kein Platz für Übergewichtige im Lobpreisteam?
  10. Wissenschaftliche Studie: Verhütungspille erhöht Depressionsrisiko







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  3. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  4. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  5. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  6. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  7. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  8. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  9. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  12. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  13. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  14. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  15. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz