24 November 2009, 15:44
Alois Glück für Lockerung der Zölibatspflicht
 
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Der neue Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken spricht sich für eine Lockerung der Zölibatspflicht aus. Das "Problem" könne aber nur auf weltkirchlicher Ebene gelöst werden

München (kath.net/KNA)
Alois Glück (69), neuer Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), will nur eine Amtsperiode bestreiten. «Danach ist es Zeit für den Ruhestand», sagte der CSU-Politiker der Münchner «Bild»-Zeitung" (Dienstag). Der Oberbayer war erst am Freitag in Bad Godesberg für vier Jahre an die Spitze der katholischen Laien in Deutschland gewählt worden. Als vordringlich für seine Aufgabe bezeichnete Glück die Vorbereitung des Zweiten Ökumenischen Kirchentags im Mai 2010 in München, aber auch im ZdK wolle er Inhalte und Schwerpunkte der Arbeit in den nächsten Monaten auf den Prüfstand stellen.

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Der neue ZdK-Präsident sprach sich in dem Interview für eine Lockerung der Zölibatspflicht in der katholischen Kirche aus. «Ich würde es begrüßen, wenn bewährte, verheiratete Diakone mit einer entsprechenden Fortbildung zur Priesterweihe zugelassen würden», sagte er. Das „Problem“ könne aber nur auf weltkirchlicher Ebene gelöst werden.

Glück verteidigte das Schulkreuz und das Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen. Das Kruzifix in den Klassenzimmern sei keine Provokation Andersgläubiger, sondern «ein Zeichen für die gesamte geistige, ethische und kulturelle Entwicklung unseres Landes». Das Kopftuch sei nicht Ausdruck einer Glaubensüberzeugung, «sonst müsste man es zulassen». Vielmehr werde es aber als Ausdruck eines mit dem Grundgesetz unvereinbaren Frauenbilds verstanden. Es sei daher sinnvoll, das Kopftuch an den Schulen zu verbieten.

Die CSU bezeichnete derweil die Wahl Glücks zum ZdK-Präsidenten als «Krönung seines gesamten politischen Lebens». Der 69-Jährige sei bis heute stets ein Vordenker, wenn es um das «C» im Namen der Partei gehe, sagte der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Hans-Peter Friedrich, am Dienstag in Berlin.

(C) 2009 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

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