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Nicht die Fortsetzung der Religionen mit anderen Mitteln

11. Juli 2008 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Erzbischof Reinhard Marx bei Wallfahrt zum heiligen Ulrich: Das Alleinstellungsmerkmal unseres Glaubens ist Jesus. Und der Mensch kann nicht von sich aus einen Zugang zu Gott finden, sondern nur durch Jesus Christus


Augsburg (kath.net/IBA)
Der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, hat dazu aufgerufen, den Egoismus aufzubrechen und Jesus Christus in die Mitte des Glaubens und Lebens zu stellen. Der Metropolit der Kirchenprovinz München-Freising sprach zu mehreren Hundert Menschen in der Basilika St. Ulrich und Afra anlässlich der Ulrichswoche 2008. „Gott ist leidenschaftlich verliebt in den Menschen. Diese Liebe findet ihren Höhepunkt in Jesus Christus“, so Marx.

Das Christentum, so Marx mit Hinweis auf Papst Benedikt XVI., sei „nicht die Fortsetzung der Religionen mit anderen Mitteln“, sondern etwas völlig Neues. „Das Alleinstellungsmerkmal unseres Glaubens ist Jesus. Und der Mensch kann nicht von sich aus einen Zugang zu Gott finden, sondern nur durch Jesus Christus“, erklärte der Erzbischof. Die Christen seien aufgefordert durch ihr Zeugnisgeben für das Evangelium die Menschen zu begeistern, sagte er mit Blick auf das Motto der Ulrichswoche „Lasst Euch vom Geist entflammen“ (Röm 12,11).

Der Christliche Glaube müsse die Gesellschaft prägen. Auch Nichtchristen sollen sehen, was Christen für das Allgemeinwohl tun. „Wir müssen unser Zeugnis in die Gesellschaft hineintragen und dies in Augenhöhe mit unserer Zeit. Dabei muss die Gesellschaft Religion und Vernunft zusammenbringen“, sagte Erzbischof Marx mit Bezug auf Papst Benedikt XVI. Bereits das I. Vatikanische Konzil (1869/70) habe darauf verwiesen, dass der denkende Mensch auf Gott stoße.


Kathpedia: Bischof Marx



Foto: (c) Bistum Augsburg


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