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Humanae vitae hat sich dem Strom der vorherrschenden Kultur widersetzt

17. Mai 2008 in Jugend, keine Lesermeinung
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Benedikt XVI. würdigte erneut die Enzyklika Humanae vitae: Diese hat die Qualität einer ehelichen Liebe bekräftigt, die nicht vom Egoismus manipuliert und für das Leben offen sei


Rom (kath.net/Zenit.org)
„Die Gemeinschaft des Lebens und der Liebe, die auf der Ehe eines Mannes und einer Frau gründet, die eine Familie bildet, ein unersetzliches Gut für die gesamte Gesellschaft, das nicht mit anderen Formen des Zusammenlebens verwechselt oder gleichgestellt werden darf.“ Mit diesen Worten wandte sich Papst Benedikt XVI. heute in seiner auf Italienisch, Französisch, Deutsch und Englisch gehaltenen Ansprache an rund 200 Vertreter des Forums der Familienverbände und der Föderation der katholischen Familienverbände in Europa (FAFCE).

Der Papst hob in der Sala Clementina im Vatikan hervor, dass eine Politik, die langfristig in die Zukunft blicken will, die Familie in den Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit und Programme stellen müsse.


Benedikt XVI. würdigte die Enzyklika Humanae vitae Papst Pauls VI., die vor 40 Jahren veröffentlicht worden war, wie auch die Charta der Rechte der Familie aus dem Jahr 1983.

„Humanae vitae“ habe die Qualität einer ehelichen Liebe bekräftigt, die nicht vom Egoismus manipuliert und für das Leben offen sei. Somit habe sich die Enzyklika dem Strom der vorherrschenden Kultur widersetzt.

Die „Charta der Rechte der Familie“ wende sich sowohl an die Regierenden als auch an die Familien. Sie stelle ein Modell und einen Bezugspunkt für die Erarbeitung einer angemessenen politischen Familiengesetzgebung dar und ermutige die Familien, sich zur Verteidigung und Förderung ihrer Rechte zusammenzuschließen.

Die Wahrheit von Ehe und Familie sei in der Wahrheit vom Menschen verwurzelt. Sie habe ihre Verwirklichung in der Heilsgeschichte gefunden. „Die biblische Offenbarung ist… zuallererst Ausdruck einer Liebesgeschichte, nämlich der Geschichte vom Bund Gottes mit den Menschen.“ Dies sei der Grund, warum die Ehe Symbol der Heilsgeschichte sei. Aus diesem Grund sei die auf der Ehe gegründete Familie „ein unersetzliches Gut für die gesamte Gesellschaft, das nicht mit anderen Formen des Zusammenlebens verwechselt oder gleichgestellt werden darf“.

Das aktuelle soziale Umfeld stelle viele Herausforderungen an die Familien. Der Papst hob als eines der großen Probleme die soziale Prekarität hervor. Benedikt XVI. forderte eine Unterstützung der Familien in sozialer, wirtschaftlicher, juristischer und geistlicher Hinsicht. Besonders wichtig sei ein auf die Familie zugeschnittenes Steuersystem, das es den Familien konkret ermöglicht, „Kinder zu haben und sie in der Familie zu erziehen“.

Die Familie ist, so bekräftigte Benedikt XVI. zum Schluss seiner Ansprache, Zelle der Gesellschaft und „kleine Hauskirche“, dazu berufen, der Welt die Liebe Gottes zu offenbaren. In diesem Sinn rief der Heilige Vater die Christen dazu auf, die der Menschheit gemeinsamen Werte des Lebens, der Familie und der Erziehung zu verteidigen. Diese Werte entstammten keinem Glaubensbekenntnis, sondern der Gerechtigkeit, die die Rechte jedes Menschen respektiere.

Kathpedia: Humanae vitae


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