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Erzbischof Marx: Unterstützt die Anliegen des Papstes!

21. April 2008 in Deutschland, keine Lesermeinung
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Benedikt XVI. habe in New York auf Grundlagen hingewiesen, die alle teilen könnten: dass alle Menschen eine "gemeinsame Würde" hätten und "jenseits aller Unterschiede" zu einer Menschheitsfamilie zählten.


München (www.kath.net / ok) Für eine Globalisierung, die “das Weltgemeinwohl“ im Blick hat und nicht partikulären politischen, kulturellen oder weltanschaulichen Interessen dient, hat sich der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, ausgesprochen. Anlässlich des dritten Jahrestages der Wahl von Papst Benedikt XVI. rief er am Sonntag, 20. April, bei einem Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom dazu auf, den Papst zu unterstützen, der bei seinem Besuch in den USA vor den Vereinten Nationen erneut für die große Idee einer solidarischen, untereinander verbundenen Menschheitsfamilie geworben habe, die eine „Gestaltungsaufgabe“ für alle sei.

Es gebe berechtigte Ängste vor einer falsch verstandenen Globalisierung, in der sich die Starken durchsetzten und die Schwachen auf der Strecke blieben. Viele fragten deshalb besorgt, ob das große Konzept „der einen Welt“ unter solchen Voraussetzungen der Menschheit dienen könne. Der Papst habe jetzt in New York auf Grundlagen hingewiesen, die alle teilen könnten und die nicht von politischen, wirtschaftlichen oder anderen Interessen abhingen. Dazu gehöre, dass alle Menschen eine „gemeinsame Würde“ hätten und „jenseits aller Unterschiede“ zur Gemeinschaft der Familie aller Menschen zählten.

Die katholische Kirche, die an der Idee der „einen Welt“ stets festgehalten habe, weise immer wieder darauf hin, dass die Würde des Menschen von Gott komme. Dies sei keine christliche Besonderheit, auch andere Religionen teilten diese Erkenntnis. Jeder Mensch habe, „weil er Mensch ist“, eine unteilbare, von keinen politischen oder wirtschaftlichen Interessen abhängige Würde, die ihm niemand nehmen könne. Dazu gehöre „als besonderer Ausdruck“ auch das Menschenrecht der Religionsfreiheit. Ein Land könne letztlich nur dann wirklich dem Menschlichen dienen, wenn es die Menschenwürde und die Religionsfreiheit garantiere.

Für die Christen sei ihr Glaube, dass Gott Mensch geworden sei und sich damit „jedem Menschen verbunden“ habe, eine besondere Herausforderung. Die Kirche verkündige das Evangelium allen Menschen, nicht um Erhaltung ihrer selbst willen, sondern um die Taten Jesu Christi zu verkünden, der der Weg, die Wahrheit und das Leben sei.

Letztlich sei auch die Hinwendung zu den Schwachen und Armen durch Christus in die Welt gekommen, auch wenn die Kirche in ihrer Geschichte das nicht immer vollkommen gelebt habe. Das Evangelium helfe jeder Kultur und Zivilisation zu einem weiterführenden Denken. Er sei daher dankbar für den Dienst des Petrusamtes, insbesondere für den „konkreten, lebendigen Petrus“, Benedikt XVI., der das Evangelium vor aller Welt verkünde und sich dafür einsetze, dass die Völker der Erde zu einer Welt zusammenwüchsen und dass vor allem „das Weltgemeinwohl im Blick bleibt“.



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