Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  2. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  3. "Vaccine Amen"
  4. Spanien am moralischen Abgrund
  5. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  6. Christliche Werte unerwünscht - Einschränkung der Meinungsfreiheit in Finnland!
  7. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  8. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  9. Papst gratuliert neuer Erzbischöfin von Canterbury
  10. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  11. Panik in Magdeburg
  12. Dienst, Ordnung, Sendung: Die hierarchische Gestalt der Kirche
  13. Maria – Marta – Lazarus: Christus, der Freund des Lebens
  14. Kardinal Eijk zelebriert erstes Hochamt im Vetus Ordo: „Eindrückliches, unvergessliches Erlebnis“
  15. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef

Psychiater sollten Religiosität von Patienten ernster nehmen

22. Dezember 2005 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Warum Fachärzte und Therapeuten zu mehr Sensibilität aufgefordert sind, erklärte der Grazer Psychiater Raphael M. Bonelli.


Graz (www.kath.net) Fachärzte und Therapeuten sollten sensibler mit den religiösen Bedürfnissen von Patienten umgehen. Das stellt der Grazer Psychiater Raphael M. Bonelli in einem Beitrag für die jüngste Ausgabe der Zeitschrift „Imago Hominis“ fest. Die Zeitschrift wird vom „Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik“ (IMABE) herausgegeben.

Eine 1999 veröffentlichte Studie zeigt, dass zwei Drittel der Patienten wünschen würden, im Falle einer schweren Krankheit von ihrem Arzt auf ihren Glauben angesprochen zu werden. Der spirituelle Faktor sei in der medizinischen Forschung lange tabuisiert worden, rücke nun aber vor allem in den USA wieder ins wissenschaftliche Interesse, erklärt Bonelli in seinem Beitrag „Religiosität in der modernen Psychiatrie“.

Europa habe darin Nachholbedarf. Studien, unter anderem jene des renommierten Psychiater Kenneth S. Kendler, würden zeigen, dass Religiosität ein protektiver Faktor sei, sowohl für Suchterkrankungen als auch bei Depression und Suizid. Religiöse Menschen sind bei Depressionen weniger stark selbstmordgefährdet und zeigen geringere Aggressivität als nicht-religiöse, ist eines der Ergebnisse.

Psychotherapeuten – auch wenn sie selbst nicht derselben Glaubensgemeinschaft angehören – sollten es Patienten ermöglichen, religiöse Fragen im ärztlichen Gespräch einzubringen, ist der Grazer Psychiater überzeugt. Umgekehrt sollten Seelsorger in der Lage sein, psychisch auffällige Menschen an den Fachmann weiterzuempfehlen, statt zum „umfassenden Heiler“ zu werden, betont Bonelli.

Lesetipp: Raphael Bonelli: Religiosität in der modernen Psychiatrie



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Psychologie

  1. Falsche Studie über religiöse Erziehung zurückgezogen
  2. Gerichtsgutachter: Gesellschaft leidet an Wertschätzungskrise
  3. Erworbenes und übernatürliches Wissen – wo liegt die Grenze?
  4. Konservative sind glücklicher als Progressive
  5. Sexuelle Übergriffe - Attacken auf die Seele
  6. Führen gute Charaktereigenschaften automatisch zum besseren Menschen?
  7. Die zerstörerischen Elemente des Triebes
  8. Glaubensverführer auf hohem Niveau
  9. Gottesdienstbesuch reduziert Selbstmordrisiko bei Frauen
  10. Psychologie der Askese






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Spanien am moralischen Abgrund
  4. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  5. Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"
  6. Panik in Magdeburg
  7. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  8. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament
  9. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  10. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  11. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag
  12. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  13. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  14. Wenn das künftige nominelle Kirchenoberhaupt mit dem eigenen Glauben fremdelt
  15. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz