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'In der neuen Messe ist alles so laut'

31. Dezember 2019 in Deutschland, 38 Lesermeinungen
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Gerald Goesche, Propst des bekannten Instituts St. Philipp Neri in Berlin, kritisiert die "grüne Angsthysterie" in Deutschland. Dies sei eine Folge davon, weil man nichts mehr glaube. Bei AfD vieles bedenklich, andere Parteien seien aber nicht


Berlin (kath.net)
"Ich werde oft angesprochen als Pfarrer, und weil ich so aussehe, reden die Leute auch gleich über den lieben Gott." Mit sehr offenen Worten hat Gerald Goesche, Propst des bekannten Instituts St. Philipp Neri in Berlin, in einem Interview mit der NZZ das Tragen der Soutane in der Öffentlichkeit verteidigt. Angesprochen auf sein Institut in Berlin, wo seit vielen Jahren die "Alte Messe" zelebriert wird, erklärt Goesche, dass die Messe auch bei Gemeinschaften wie der Petrusbruderschaft ähnlich zebriert werde, das Institut aber stärker römisch und auch englisch geprägt sei. Die Schönheit der Liturgie spiele beim Institut eine überragende Rolle. Die Orgel wurde extra aus England eingeführt, das Hauptwerk sehe laut Goesche aus wie das Harry-Potter-Schloss. Sein Oratorium sehe er als einen frommer "Gentlemen’s Club." Als er zum ersten Mal den alten Ritus erlebt habe, sei er selbst überwältigt gewesen. "In der neuen Messe ist alles so laut. Dieser Lautsprecher macht mich wahnsinnig", meinte der Propst.


Angesprochen auf die Frage der Hand- und Mundkommunion erklärt Goesche, dass er keine Handkommunion gebe. Auf, die Frage, ob er "Konservativ" sei, meinte er lakonisch: "Erzkonservativ? Wir sind noch schlimmer" und erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass sich auch die CDU als "konservativ" verstehe und dadurch das Konservativsein doch "irgendwie Pillepalle" sei.

Kritisch sieht der Propst die "grüne Angsthysterie", die es derzeit gibt. "Wenn es aber einen Weltuntergang gibt, dann weil Gott die Welt untergehen lassen will, nicht weil wir am Klima herumfummeln." Diese "grüne Angsthysterie" sei aber eine Folge davon, dass man nichts mehr in Gottes Hände geben könne, weil man nichts mehr glaube.

Die katholischen Kirche in Deutschland ist für den Propst eine "unerklärte Staatskirche". Bei der AfD finde er ganz vieles"bedenklich", die anderen Parteien seien aber auch nicht besser. Vieles im linken Spektrum sei genauso gottlos wie im rechten. Es gäbe aber Ängste und Bedürfnisse, die echt seien. Er persönlich hätte lieber gzielt Flüchtlinge aufgenommen, die Christen sein. Dies werde aber nicht einmal in der CDU verstanden.

Die Frage, ob sich die Kirche dem Zeitgeist zu stark angepasst habe, bejahte der Propst abschließend. "Die Kirche muss nicht den Zeitgeist nähren, sondern den Glauben und die Tradition überliefern." Er frage sich manchmal, was denn passiert wäre, wenn die Kirche in der Vergangenheit etwas stabiler geblieben wäre." Die Kirche sei laut Goesche "CDU-artig dem Mainstream hinterhergehoppelt.

Foto: (c) www.institut-philipp-neri.de


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Lesermeinungen

 jabberwocky 1. Jänner 2020 

@hape

Ja, es macht Sinn, weil die Schönheit und Innerlichkeit Zeugen braucht, die darauf hinweisen. Ohne diese Hinweise hätte ich nicht einmal gewußt, daß es den AOR überhaupt gibt. Und lange dachte ich: Warum sollte ich in einer Sprache beten, in der ich nicht denken kann?

Letztendlich ist es ja so: Wenn es bei jemandem nicht zündet, ist nichts verloren; wenn jemand, so wie ich, Feuer fängt, ist alles gewonnen.


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 hape 1. Jänner 2020 

Lieber @jabberwocky,

ganz herzlichen Dank für Ihre schöne Rückmeldung, von der auch ich mich angesprochen fühle. In letzter Zeit habe ich mich zunehmend öfter gefragt, ob es z. Zt. überhaupt noch Sinn macht, die eigene Liebe und Begeisterung für den Vetus Ordo nicht nur unter Gleichgesinnten zu teilen, sondern auch in der medialen Öffentlichkeit zu bekennen. Sie haben meine Zweifel beseitigt!

Im Gebet verbunden, hape


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 jabberwocky 1. Jänner 2020 

Dank

Ich kann nur Danke!!! an alle diejenigen sagen, die unermüdlich auf die Schönheit des Klassischen Römischen Ritus hingewiesen haben. Denn durch dieses Zeugnis hatte ich immer wieder neu Versuche unternommen, mich dem von mir als fremd Empfundenen innerlich zu nähern. Und irgendwann hats einfach klick gemacht. Seitdem gehe ich regelmäßig in die Hl. Messe des AOR und komme erfüllt und froh von dort nach Hause. Es ist ein Ritus der Innerlichkeit, auf den ich nicht mehr verzichten möchte.


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 Rolando 1. Jänner 2020 
 

Fortsetzung

... sie haben ja den Mund nicht geöffnet, sie sagte, ich hab doch so (Handaufhalten) gemacht, er sagte, wer macht das so, sie sagte, das haben wir im Urlaub, in Holland gemacht, der Pater sagte, ich war auf den Mund fixiert, die Hände sah ich nicht. Der Pater sagte mir dann, er ging in sich, fragte den Herrn, was das soll, da fiel ihm ein begnadeter alter Mitbruder im Kloster ein, den er fragen wollte. Als er zu dessen Zelle wollte, kam ihm der Mitbruder entgegen und sagte, bevor der Pater ihn fragen konnte, gib jedem die Hl. Kommunion, wie er sie verlangt. Das war eine bedeutende Aussage, der Pater riet mir weder zur Hand-, noch zur Mundkommunion. Ich entschied mich für die kniende Mundkommunion und kurzen Abständen bei der Hl. Beichte, denn es ist ja der Herr. Allen Kommentatoren und dem Redaktionsteam ein gesegnetes Neues Jahr und ein auf den Herrn vertrauendes Weitergehen zum Vaterhaus.


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 Rolando 1. Jänner 2020 
 

Ein paar Worte zum Kommunionempfang

Ich rang nach meiner Bekehrung darum. Nachdenklich machte mich eine alte Ordensschwester, die als Letze nach Vorne ging, schwer laufend, am Stock. Sie kniete sich als Einzige mühsam nieder und erhob sich noch mühsamer am Stock um die kniende Mundkommunion zu empfangen. Ich sprach sie dann mal an, sie sagte, sie ist Konvertitin, war evangelisch, auch die Evangelischen empfingen früher das Abendmal kniend, da sie damals eine Knieverletzung hatte, traute sie sich nicht stehend zu empfangen, weil alle knieten. Als sie die Realpräsenz erkannte und begriff, gab es für sie nur Konversion und knienden Kommunionempfang. Ein mich begleitender Pater, nach der Umkehr, sagte mir, er teilte mal die Hl. Kommunion aus, da stand vor ihm eine Frau, die den Mund nicht öffnete, er ging weiter, doch sie war dann immer noch in der Reihe und öffnete weiterhin den Mund nicht, er überging sie wieder. Mach der Messe stellt sie den Pater zur Rede, sie fragte warum sie keine Kommunion bekam, er sagte, sie haben j


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 Chris2 1. Jänner 2020 
 

Nach einem Requiem im klassischen Ritus

merkte eine zuvor kritische Mesnerin an, man habe dabei "endlich einmal so richtig herunterkommen" können. Ja, wer beide Ruten gut kennt, weiß um die erheblichen Unterschiede...


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 Montfort 1. Jänner 2020 

Ermutigende Worte zum Jahresbeginn...

Danke, lieber @Zeitzeuge,
für den Link zum Artikel in der Tagespost!

"Die Liturgie sei die Kirche, unterstrich Mosebach. Jede im überlieferten Geist gefeierte Messe sei unendlich viel wichtiger als jedes Wort jedes Papstes 'Sie ist der rote Faden, der sich durch Glanz und Elend der Kirchengeschichte ziehen muss. Wo sie fortdauert, werden Phasen päpstlicher Willkürherrschaft zu Fußnoten der Geschichte.' [!!!]

Angesichts der weltweit wachsenden Zahl von Messfeiern in der außerordentlichen Form des römischen Ritus mochte Mosebach nicht resignieren: 'Die Totalität des progressistischen Anspruchs ist gebrochen – und das ist das Werk Papst Benedikts XVI.'"


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 gerhardn 1. Jänner 2020 
 

Vortrag Pfarrer Jussel Teil2

Zu diesem Thema hat sich Weihbischof Anastasius Schneider, der in diesem Forum sehr geschätzt wird, auch schon mehrfach ausgesprochen.


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 gerhardn 1. Jänner 2020 
 

Vortrag von Pfarrer Jussel Teil1

Es gibt einen sehr guten Vortrag auf youtube ( Die Macht Satans) von Pfarrer Jussel ( auch Exorzist) auf dem Jahr 1972.

https://www.youtube.com/watch?v=VPf8K7o75_8

Dieser Vortrag ist sehr empfehlenswert von einem tiefgläubigem Priester.
Er zeigt u.a. viele Beispiele auf, was Dämonen ihm beim Exorzismus äußern. Dabei kommt auch das Thema Handkommunion zu Sprache. Der Dämon äußert dem Priester gegenüber, " das mit der Handkommunion haben wir geschafft".
Der Priester fragte den Dämon, wie die Muttergottes wohl den Herrn in der Eucharistie empfangen würde, wenn sie jetzt noch bei uns auf Erden leben würde.
Der Dämon antwortete: " Sie würde den Herrn kniend mit dem Mund empfangem".
Die Antwort muß natürlich jeder für sich finden, aber ich bin immer berührt, wenn Menschen ehrfurchtvoll sich beugen vor dem Herrn beim Kommunionempfang. In der Bibel steht, jedes Knie wird sich beugen, jede Zunge.....
Ich möchte mich gerne jetzt schon vor ihm verbeugen.


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 Zeitzeuge 1. Jänner 2020 
 

Im Link füge ich einen Bericht aus der Tagespost

über eine Tagung bzgl. "Summorum ponitficum" bei.

Prof.Dr. Graulich, Rom, führte u.a.
aus, das die Leitlinie der DBK
in einem wichtigen Punkt gegen das
päpstliche Recht verstoßen!

Daher habe wohl nicht nur ich den Eindruck, daß es um mehr geht als "nur"
um die Liturgieform der hl. Messe.

www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/Mutiger-Schritt-der-Versoehnung;art312,177511


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 Ad Verbum Tuum 1. Jänner 2020 

@carolus romanus

Ja, das Institut ist zu empfehlen. Sonntags war ich zugegebenermaßen noch nicht dort - aber gelegentlich zu einem der tagtäglichen Abendgottesdienste, davor auch immer mit der Gelegenheit zur Beichte.
Die Roratemessen sind auch wunderschön und last but not least haben sie auch immer gute Bücher zum Kauf, bei denen man sich nicht erst im Voraus informieren muss, ob sie rechtgläubig sind. Gut, dass es so was noch gibt.


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 Authentisch 1. Jänner 2020 

Mundkommunion und Gandkommunion

(3 von 3)
... "... zur Sühne für alle Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeiten, durch die ER SELBST beleidigt wird. Durch die Verdienste SEINES HEILIGSTEN HERZENS und das Unbefleckte Herz Mariens bitte ich (demütig) um die Umkehr von uns Armen Sündern ".
Wir sind NICHT würdig, NUR der HERR KANN UNS WÜRDIG MACHEN!
ALLES Gute, GOTTES REICHEN SCHUTZ UND SEGEN für das neue Jahr 2020 Ihnen allen und dem Team kath.net!


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 Authentisch 1. Jänner 2020 

Mundkommunion und Handkommunion

(2 von 3)
... die Gebete: "Barmherziger HERR JESUS, ich tauche ein in das Meer DEINER unerschöpflichen Barmherzigkeit die versammelte Gemeinde, den Priester (evtl. mit Namen) und die MinistrantInnen" (bei: "MEIN LEIB") und "EWIGER VATER, ich opfere DIR auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit DEINES über alles geliebten SOHNES, UNSERES HERRN JESUS CHRISTUS, zur Sühne für unsere Sünden und für die Sünden der ganzen Welt" (bei: "MEIN BLUT").
Beim persönlichen Empfang selbst bete ich das Gebet so, wie es der Hl. Erzengel Michael die Seherkinder von Fatima gelehrt hat: "HEILIGSTE DREIFALTIGKEIT, VATER, SOHN UND HEILIGER GEIST, in tiefer Ehrfurcht bete ich dich an und opfere DIR auf, den kostbaren Leib, das Blut, die Seele und die GOTTHEIT JESU CHRISTI selbst, DER in allen Tabernakeln dieser Welt wahrhaftig gegenwärtig ist, ..."
...(3 von 3)


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 Authentisch 1. Jänner 2020 

Mundkommunion vs. Handkommuniin

(1 von 3)
Ich glaube, dass die Mundkommunion "von außen betrachtet" die "ordentlich-ere" Weise IST!
Ich bin liturgisch/theologisch NICHT so gebildet, um hier in der Wahrheit richtig zu argumentieren.
Ich habe - von meinem Geburtsjahrgang her - auch die Handkommunion gelehrt bekommen.
Ich bin glücklich, wenn ich in einem Gottesdienst bin, in dem die Mundkommunion die grundsätzliche Weise darstellt und ich dann aus ganzem Herzen selbstverständlich auch Mundkommunion praktiziere.
Jetzt zur (inneren) Haltung beim Empfang der Heiligen Kommunion: Ich glaube aus ganzem Herzen, dass ich Jesus Christus empfange in der Hl. Kommunion. Ich bemühe mich nach bestem Vermögen, mir DESSEN bewusst zu sein. Ich bete in der Wandlung bei "... dies ist MEIN LEIB ...", "... dies ist MEIN BLUT ..." jeweils ...(2 von 3)


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 Ad Verbum Tuum 1. Jänner 2020 

@pjka

Die Ehrfurcht & Demut etc. drückt sich sicherlich noch viel stärker durch den knieenden Empfang der Kommunion aus - aber darüber haben schon viele hier geschrieben.
Es gibt aber auch ein sehr pragmatisches Argument für die Mundkommunion: in jedem Krümmel der gewandelten Hostie ist unser Herr Jesus Christus ganz gegenwärtig. Bei der Handkommunion ist es nahezu unvermeidbar, dass Krümmel in der Handfläche verbleiben und/oder zu Boden fallen. Das gab bei mir den Letztausschlag...


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 Zeitzeuge 1. Jänner 2020 
 

Abendmal - Eucharistie - Priestertum - Dogma

Das Dogma des Konzils von Trient ist
eindeutig:

"Wer sagt, durch jene Worte "Tut dies zu
meinem Andenken" habe Christus seine
Apostel nicht zu Priestern bestellt,
oder nicht angeordnet, daß sie selbst
und die anderen Priester seinen Leib
und sein Blut opferten, der sei aus-
geschlossen."

Bzgl. "Handkommunion" verweise ich auf
die wichtige Rezension des Buches von
Kpl. Schallinger: Das Lamm in Menschenhand auf kath.net im Link!

Persönliches:

Hier wurden entgegen den Richtlinien
Papst Benedikts XVI. in "Summorum pontificum" schon zweimal Anträge auf
hl. Messen nach dem a.o. Ritus abgelehnt!

Also fahre ich nach Möglichkeit ein-
bis zweimal im Monat etwas weiter weg
in hl. Messen nach dem a.o. Ritus.

Ich denke, bei Ablehnungen geht es wohl
nicht nur um die Liturgie!

Lex orandi, lex credendi!

Allen wünsche ich ein gesegnetes, neues
Jahr 2020!

kath.net/news/62929


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 supernussbi 1. Jänner 2020 

Würdig - unwürdig? (2. Teil)

Seither weise ich meistens bei Beerdigungen und Festgottesdiensten oder Firmungen immer daraufhin, dass wer nicht ehrlich auf „Der Leib Christi“ hin nicht ehrlich „Amen!“ sagen kann oder diesem Empfang sonst etwas entgegensteht, das zuerst bereinigt werden müsste, dürfe auch am Platz bleiben und die geistige Kommunion-Gemeinschaft pflegen. Vom Hl. Bruder Klaus wüssten wir ja, dass man damals weniger zur Hl. Kommunion ging, sein Fastenhunger aber immer nach der geistigen Kommunion weg d.h. gestillt war. Die Hl. Kommunion sei das kostbarste Geschenk Christi, für das unsere Vorfahren den riesengrossen Tabernakelthron geschaffen hätten. Grundsätzlich gibt es in drei von 4 Sonntagsmessen ein Kommunionlied, das zum Kommuniongang vorbereitet. So sagte ein Aushilfspriester mehrmals, er kenne keine Pfarrei, in der so viele (auch Hand...) würdig zur Kommunion kommen würden. Man muss halt liebevoll das Feld beackern. Sicher, es gibt auch unwürdige Mundkomm. mit rausgestreckter Zunge...


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 supernussbi 1. Jänner 2020 

Würdig - unwürdig?

pjka und bernhard... Zum Glück sieht nur Gott ins Herz, wie die Absichten sind. Von daher ist es für uns immer schwierig ein Urteil zu fällen. Natürlich kann man in der Regel vom Äusseren auch auf das Innere schliessen bzw. beeinflusst der Glaube von innen her.
Als Johannes-Paul II. in einem Schreiben darauf hinwies, die Gläubigen möchten doch (vor allem,wenn nicht kniend kommuniziert wird) vor dem Empfang ein Zeichen der Anbetung setzen, organisierte ich für den bestehenden aber nicht mehr benutzten Kommunionbank ein Kniepolster und begann in den wöchentlichen Schulmessen und damit auch am Weissen Sonntag sowie in der Kommunionspendung für Arbeitende am Ende der dreistündigen Donnerstaganbetung das Allerheiligste am Kommunionbank zu spenden. Seither wird weniger gehetzt. Aber auch auf diese Art kamen schon Kommunionen weg. Am meisten jedoch musste ich stehenden Kommunizierenden nachgehen und sie bitten, sofort zu kommunizieren oder die Hl. Hostie zurückzugeben. (siehe Teil 2)


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 Stefan Fleischer 1. Jänner 2020 

Übrigens

Beim Weiterspinnen meines letzten Gedankens kam mir ein Erlebnis von letztem Sommer in den Sinn. Ich betrat eine Kirche für eine kurze Anbetung. Vorn beim Marienaltar stand eine Gruppe Kinder, vermutlich im Erstkommunionalter. Die Katechetin betete mit ihnen das Vaterunser und verabschiedete sich dann von ihnen, wobei sie diesen an Herz legte, nicht zu vergessen beim Ausgang das Weihwasser zu nehmen. Von einer Kniebeuge vor dem Allerheiligsten war nicht die Rede. Dass diese Kinder nachher - soweit ich es beobachten konnte - ohne Kniebeuge aber laut schwatzend aus der Kirche stürmten, war so wohl unvermeidlich. Wo hier angesetzt werden müsste dürfte klar sein.


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 Stefan Fleischer 1. Jänner 2020 

@ Diadochus

Es ist schon so, dass die äussere Haltung die innere beeinflusst und umgekehrt. Auch das ist ein Wechselspiel, bei dem man nie so recht weiss, was nun zuerst war, und welche anderen Faktoren noch eine Rolle spielen. Meines Erachtens sind in unserem Fall das Glaubenswissen einerseits und die ganze Umgebung und Erziehung und deren Glaubwürdigkeit andererseits ebenfalls entscheidende Faktoren. Deshalb finde ich es nicht ganz richtig, wenn aus dieser Frage, meist ganz unbewusst, ein Entscheidungskriterium zwischen guten und weniger guten Katholiken gemacht wird.
Meinen persönlichen Weg zur Hochschätzung der Handkommunion habe - wenn ich mich richtig erinnere - schon einmal hier dargelegt.

www.stefanfleischer.ch/EINZELTEXTE/Hand.html


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 ThomasR 1. Jänner 2020 
 

@Montira

selbstverständlich kann man die Handkommunion auch würdig empfangen (1*kniend) und spenden (*begleitet durch einen Ministranten mit Kommunionpatene entsprechend Redemptionis sacramentum Nr. 93- gilt auch für Handkommunion) Ich vermute bei 99% der Heiligen Messen in Deutschland wird weder 1* noch 2* noch 1*+2* angeboten


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 Paddel 1. Jänner 2020 

Abendmahl @pjk

konsequent weitergedacht dürften dann auch nur Männer kommunizieren.
Für mich sind die Abendmahlsjünger eher Priester denn Laien und Priester machen ja keine Mundkommunion.
Beim Abendmahl haben also Priesterhände das gebrochene Brot in priesterliche Hände gegeben...


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 girsberg74 31. Dezember 2019 
 

Nebenbei:

Probst Gerald Goesche hat in „Cato“ („Cato“, Magazin für neue Sachlichkeit, Nr. 1 - Januar 2020) einen ansprechenden Beitrag über religiöse Kunst geschrieben. Er befasst sich mit der Ausstattung der drei alten Hauptkirchen der ehemaligen Bischofsstadt Brandenburg an der Havel, wo man in der Nähe von Berlin nicht gleich solche Schätze vermuten würde.

Ich war überrascht, Gerald Goesche in „Cato“ anzutreffen; seine Wertschätzung der alten Kirchenschätze lässt an seine würdige Feier der Heiligen Messe denken.


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 carolus romanus 31. Dezember 2019 

Empfehlung!

Das Institut St. Philipp Neri von Propst Dr. Goesche ist sehr zu empfehlen.

http://www.institut-philipp-neri.de/


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 MontiRa 31. Dezember 2019 
 

@Stefan Fleischer Ich bin zutiefst

davon überzeugt, dass man auch eine Handkommunion würdig empfangen kann, allerdings nicht "im Vorbeigehen", wie das heute allgemein üblich ist. Und diese Art der Kommunion-Austeilung ist nur ein Mosaiksteinchen von vielen, die zu einem Verhalten führen, über das man nur noch den Kopf schütteln kann.


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 Diadochus 31. Dezember 2019 
 

Nonverbale Verkündigung

Pfarrer Goesche spricht mir aus dem Herzen. Die neue Messe empfinde ich als sehr oberflächlich, ohne Tiefgang. Das ist für mich keine Gottesverehrung. Das neue Jahr beginne ich jedenfalls mit einem lateinischen Hochamt. Ehre sei Gott in der Höhe.
@Stefan Fleischer, Sie sprechen davon, die Ehrfurchtslosigkeit bei der Handkommunion beruhe auf einer mangelnden Verkündigung. Der Mangel an Glaubenswissen an die Realpräsenz sei katastrophal. Das ist nur bedingt richtig. Es gibt auch eine nonverbale Verkündigung, eine Verkündigung ohne Worte. Eine Form davon ist die knieende Mundkommunion. Das lehrt mehr über die Ehrfurcht und die Realpräsenz als tausend Predigten. Es liegt also doch am Empfang. Wer Gott wirklich liebt, wird sein Knie beugen.


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 Winrod 31. Dezember 2019 
 

d`accord, Herr Fleischer

Es ist heute so ähnlich, wie Richard Niebuhr in den 30er-Jahren den liberalen Protestantismus beschrieb: "Ein Gott ohne Zorn bringt Menschen ohne Sünde in eine Reich ohne Gericht durch den Priesterdienst eines Christus ohne Kreuz."


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 Stefan Fleischer 31. Dezember 2019 

Handkommunion oder Mundkommunion?

Liegt es wirklich an der Form des Empfangs? Liegt es nicht viel mehr am katastrophalen Mangel an Glaubenswissen und damit an Glauben in Bezug auf die Realpräsenz? Dies aber beruht auf einer katastrophalen Verkündigung, welche schon lange vor dem Konzil begonnen hat. Die Empfehlung des Empfangs der Kommunion in jeder Heiligen Messe, machte diese zudem zu etwas «Alltäglichem» und zu einem gesellschaftlichen «Muss», analog der Sonntagspflicht. Die Tabuisierung der «Drohbotschaften» führte dazu, das Bewusstsein der ganzen Grösse und Heiligkeit Gottes auszulöschen, und die Gerechtigkeit Gottes als Gegensatz zu seiner Liebe und Barmherzigkeit darzustellen. Hinter all dem aber steht der Paradigmenwechsel von gottzentriert zu menschzentriert und der damit verbundene Verlust einer tragfähigen Gottesbeziehung. Wir müssen wieder Gott als Gott, den ganzen, wahren, personalen und in der Geschichte handelnden Gott verkünden. Alles andere ist Sisyphusarbeit


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 Winrod 31. Dezember 2019 
 

"In der neuen Messe ist alles so laut"

"und so schnell", würde ich hinzufügen. Es geht "ratzfatz" von einer Sequenz zur anderen. Keine Stille mehr und kein Raum mehr für Besinnung.


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 Sol 31. Dezember 2019 
 

AFD und andere Parteien

Den Erklärungen von Probst Goesche kann ich bis auf sein Urteil über die AFD voll zustimmen. Ich hätte mir gewünscht, wenn er die bedenklichen Positionen einmal benannt hätte. Vielleicht kann ich hier diesbezüglich durch einen Kommentar aufgeklärt werden.


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 Adamo 31. Dezember 2019 
 

Die stehend empfangene Handkommunion ist eine große Ehrfurchtslosigkeit.

Sie fördert die Nichtanerkennung der Realpräsenz.

Die Handkommunion wurde eingeführt mit der Abschaffung der Kommunionbänke.

Ich mußte einmal einen Buben beobachten, der vom Handkommunionempfang kam, mit dem Herrn in den Händen rumspielend zu seinem Platz marschierte.

Weil er nicht wußte was er mit dem weißen runden Ding anfangen sollte, dann hat er das komische Spielzeug einfach in den Mund gesteckt, so wie es bei den Erwachsenen sah.

So sieht die Praxis mit den Ehrfurchts-losigkeiten der Handkommunion aus!


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 borromeo 31. Dezember 2019 

@pjka: Mundkommunion

Seit meiner Erstkommunion hatte ich immer nur Handkommunion empfangen, weil ich es damals so gelernt hatte und nicht anders kannte. Vor ca. neun Jahren habe ich zur Mundkommunion gewechselt, nachdem ich mir auch wegen des Beispiels von Papst Benedikt XVI. viele Gedanken zum Empfang der Hl. Kommunion gemacht hatte. Ich bin bis heute bei der Mundkommunion geblieben und praktiziere sie sowohl in der neuen als auch in der überlieferten Form der Messe, wo sie ja den Normallfall darstellt. Ich bin überzeugt davon, daß das päpstliche Indult zur Handkommunion aus dem Jahre 1969 nicht unwesentlich zum Verblassen des richtigen Eucharistieverständnisses bei vielen Katholiken beigetragen hat.

Eine gute und aktuelle Zusammenfassung über die Ausbreitung der Handkommunion und zu Ursachen und Auswirkungen des genannten Indults hat z.B. Giuseppe Nardi geschrieben, siehe Link. Ist sehr lesenswert!

katholisches.info/2019/12/30/50-jahre-handkommunion-eine-verheerende-bilanz/


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 ottokar 31. Dezember 2019 
 

Toller, glaubensstarker Priester, sehr viele davon scheint es nicht mehr zu geben.


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 bernhard_k 31. Dezember 2019 
 

@pjka - Mundkommunion

Dass (knieende) Mundkommunion ehrfürchtiger ist als (stehende) Handkommunion, liegt sozusagen "auf der Hand" ...


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 Selene 31. Dezember 2019 
 

AfD und andere Parteien

Welche Partei ist heute für einen katholischen Christen noch unbedenklich zu wählen? Das frage ich mich immer öfter.

Nicht zur Wahl zu gehen ist aber auch keine Lösung. Also das kleinste Übel wählen?

Unter Frau Merkel gibt es de facto nur noch eine rot - grüne Einheitspartei und eine kleine Partei, die eine echte Opposition darstellt, Das ist die verteufelte AFD.


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 u-man 31. Dezember 2019 
 

Es gibt immer mehr Menschen, die meinen

sie könnten, "Gott-gleich", die Welt und ihr Klima retten. Sie sollten lieber ihre Seelen vor den Versuchungen schützen.


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 pjka 31. Dezember 2019 

Mundkommunion?

Aber haben die Apostel beim Abendmahl auch Mundkommunion bekommen? Ganz sicher nicht. Da die Kommunion beim Abendmahl sicher gültig ist, ist sie auch heutzutage legitim. Gleiches gilt für die ursprüngliche Liturgie wie sie aus dem 1.Jhd überliefert ist. Natürlich ist es schwierig, bei einer Werktagsmesse mit vielleicht 35 Minuten Dauer die Kommunion würdig zu empfangen. Das geht nur, wenn man sich schon vor der Messe darauf vorbereitet. Aber letztendlich ist sie immer eine Gnade und Gott gibt, was dem Menschen noch fehlt dazu. Und wer von uns ist würdig die Kommunion zu empfangen - egal wie lange die Liturgie dauert?


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 Herbstlicht 31. Dezember 2019 
 

Klare Aussagen!

Ich hoffe, dass immer mehr Katholiken die Qualität der "Alten Messe" kennen und wertschätzen lernen.

Die Aussagen des Probstes Gerald Goesche bezüglich der Parteien, der Klimahysterie und der Anpassung der Kirche an den Zeitgeist empfinde ich als erfrischend offen, klar und deutlich.


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  14. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"
  15. Vatikan besorgt über Einbrüche im weltweiten Tourismus

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