Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  2. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  3. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  4. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  10. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  11. Der anderskatholische Papstkritiker
  12. „Wir werden erwartet“
  13. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  14. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  15. ‚Entschuldigung, aber … was?‘

Mexikanischer Priester: Der wahre Glaube kam mit den Spaniern

17. April 2019 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein ‚historischer Manichäismus’, der in den indigenen Völkern Lateinamerikas nur Gutes und in den Spaniern nur böse Eroberer sehe, sei nicht angebracht.


Mexiko-Stadt (kath.net/LSN/jg)
Die Mexikaner würden den spanischen Missionaren das wichtigste verdanken, das sie hätten: den wahren Glauben, schrieb Hugo Valdemar, ein Priester des Erzbistums Mexiko-Stadt.

In einem Gastbeitrag für das Magazin Contra Replica nahm Valdemar zu zwei Briefen des linksgerichteten mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador Stellung. Der Politiker hatte Papst Franziskus und den spanischen König Felipe VI. dazu aufgefordert, sich für die Misshandlungen der indigenen Bevölkerung Mexikos durch die spanischen Konquistadoren im 16. Jahrhundert zu entschuldigen.


Valdemar warnte davor, in einen „historischen Manichäismus“ zu verfallen, der in den indigenen Völkern Mexikos die Guten sehen wolle, die fast noch im Stand der ursprünglichen, paradiesischen Gnade gelebt hätten, während die bösen spanischen Eroberer gekommen seien, um die großartigen Kulturen zu zerstören.

Ohne die Tragödie der Eroberung zu verniedlichen betonte Valdemar, dass die Geschichte sehr komplex sei. Die Spanier hätten Mexiko nicht alleine erobert, sondern mit Hilfe indigener Völker, die vorher vom aztekischen Imperium unterdrückt und ausgebeutet worden seien. Alleine hätten die 200 Spanier das Aztekenreich niemals erobern können, schrieb der Priester.

Bei der Verbreitung des christlichen Glaubens sei es immer wieder zu „Exzessen“ gekommen, räumte er ein. Die Missionare seien aber die großen Beschützer der indigenen Völker gewesen. Sie hätten deren Würde als menschliche Personen verteidigt, sie aus der Sklaverei befreit und ihre Kultur geschützt. Ihr größtes Geschenk sei der Glaube an Jesus Christus gewesen, „des einzigen Erlösers des Menschen“. Bald nach der Ankunft der Missionare sei die Jungfrau von Guadalupe erschienen und habe die Mission Lateinamerikas unterstützt.

Der christliche Glaube habe die „Barbarei der Menschenopfer“ und die „Dunkelheit des Götzendienstes“ beendet. Gleichzeitig hätten die Mexikaner Werte der indigenen Welt bewahrt, wie die Gastfreundschaft, einen starken Sinn für das Soziale und den Sinn für die Zusammengehörigkeit, schrieb Valdemar.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Mexiko

  1. Erzdiözese Mexiko will angemessenes Begräbnis für abgetriebene und nach der Geburt gestorbene Babys
  2. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  3. 30 Priesterweihen in der mexikanischen Erzdiözese Guadalajara
  4. Mexikos Bischöfe verurteilen Massaker an pfarrlicher Jugendgruppe
  5. "Mein Kampf ist für das Leben. Mein Kampf ist für die Freiheit"
  6. Mexikos Bischöfe stellen Abtreibungs-Urteil infrage
  7. Mexikanische Feministin räumt ein: Zahl der Opfer illegaler Abtreibungen übertrieben
  8. Mexikanische Diözese: keine Kommunion an Pro-Abtreibungs-Politiker
  9. Mexiko: Oberster Gerichtshof bestätigt Abtreibungsverbot
  10. "Figur der Pachamama ist eine Figur des Antichristen"







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Karmelitinnen in Pennsylvania bauen von Hand ein Kloster für 1.000 Jahre
  3. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  4. „Wir werden erwartet“
  5. Leo XIV. drängt auf internationale Regeln für Künstliche Intelligenz
  6. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um
  7. Papst dankt Mercedes für "100 Jahre Papamobil"
  8. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  9. Vatikan warnt vor ‚Extremismus‘ und ‚Spaltung‘ durch Knien beim Kommunionempfang
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. „Die ‚Irish Times‘ hat den 3293. Artikel von jemandem veröffentlicht, der nicht mehr zur Messe geht“
  12. Ulf Poschardt warnt vor Islamismus: Erst sind die Synagogen dran, dann die Christen
  13. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  14. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  15. Papst Leo beantragte Briefwahl-Unterlagen für die Midterms - Papst hat tatsächlich gewählt!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz