Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  13. „Das Ende von Maria 2.0“
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Mexikanischer Priester: Der wahre Glaube kam mit den Spaniern

17. April 2019 in Weltkirche, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein ‚historischer Manichäismus’, der in den indigenen Völkern Lateinamerikas nur Gutes und in den Spaniern nur böse Eroberer sehe, sei nicht angebracht.


Mexiko-Stadt (kath.net/LSN/jg)
Die Mexikaner würden den spanischen Missionaren das wichtigste verdanken, das sie hätten: den wahren Glauben, schrieb Hugo Valdemar, ein Priester des Erzbistums Mexiko-Stadt.

In einem Gastbeitrag für das Magazin Contra Replica nahm Valdemar zu zwei Briefen des linksgerichteten mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador Stellung. Der Politiker hatte Papst Franziskus und den spanischen König Felipe VI. dazu aufgefordert, sich für die Misshandlungen der indigenen Bevölkerung Mexikos durch die spanischen Konquistadoren im 16. Jahrhundert zu entschuldigen.


Valdemar warnte davor, in einen „historischen Manichäismus“ zu verfallen, der in den indigenen Völkern Mexikos die Guten sehen wolle, die fast noch im Stand der ursprünglichen, paradiesischen Gnade gelebt hätten, während die bösen spanischen Eroberer gekommen seien, um die großartigen Kulturen zu zerstören.

Ohne die Tragödie der Eroberung zu verniedlichen betonte Valdemar, dass die Geschichte sehr komplex sei. Die Spanier hätten Mexiko nicht alleine erobert, sondern mit Hilfe indigener Völker, die vorher vom aztekischen Imperium unterdrückt und ausgebeutet worden seien. Alleine hätten die 200 Spanier das Aztekenreich niemals erobern können, schrieb der Priester.

Bei der Verbreitung des christlichen Glaubens sei es immer wieder zu „Exzessen“ gekommen, räumte er ein. Die Missionare seien aber die großen Beschützer der indigenen Völker gewesen. Sie hätten deren Würde als menschliche Personen verteidigt, sie aus der Sklaverei befreit und ihre Kultur geschützt. Ihr größtes Geschenk sei der Glaube an Jesus Christus gewesen, „des einzigen Erlösers des Menschen“. Bald nach der Ankunft der Missionare sei die Jungfrau von Guadalupe erschienen und habe die Mission Lateinamerikas unterstützt.

Der christliche Glaube habe die „Barbarei der Menschenopfer“ und die „Dunkelheit des Götzendienstes“ beendet. Gleichzeitig hätten die Mexikaner Werte der indigenen Welt bewahrt, wie die Gastfreundschaft, einen starken Sinn für das Soziale und den Sinn für die Zusammengehörigkeit, schrieb Valdemar.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Mexiko

  1. Erzdiözese Mexiko will angemessenes Begräbnis für abgetriebene und nach der Geburt gestorbene Babys
  2. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  3. 30 Priesterweihen in der mexikanischen Erzdiözese Guadalajara
  4. Mexikos Bischöfe verurteilen Massaker an pfarrlicher Jugendgruppe
  5. "Mein Kampf ist für das Leben. Mein Kampf ist für die Freiheit"
  6. Mexikos Bischöfe stellen Abtreibungs-Urteil infrage
  7. Mexikanische Feministin räumt ein: Zahl der Opfer illegaler Abtreibungen übertrieben
  8. Mexikanische Diözese: keine Kommunion an Pro-Abtreibungs-Politiker
  9. Mexiko: Oberster Gerichtshof bestätigt Abtreibungsverbot
  10. "Figur der Pachamama ist eine Figur des Antichristen"







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  3. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  4. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  5. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  6. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  7. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  8. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  9. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  10. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  11. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  12. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  13. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  14. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  15. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz