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Glaube an die Existenz des Teufels nimmt ab, sein Einfluss nimmt zu

30. März 2019 in Spirituelles, 53 Lesermeinungen
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Bis zu seinem Besuch im Konzentrationslager Dachau habe er selbst daran geglaubt, der Teufel sei nur eine Metapher für die dunkle Seite des Unterbewussten und das Übel in der Welt, schreibt P. Pat Collins.


Dublin (kath.net/jg)
Im gleichen Ausmaß in dem der Glaube an die Existenz des Teufels abgenommen hat, ist ein Zunehmen seines Einflusses in Europa sichtbar geworden. Diese Beobachtung macht der irische Exerzitienleiter und Exorzist P. Pat Collins CM in seinem Buch „Freedom from Evil Spirits: Released from Fear, Addiction, and the Devil“, das im Februar 2019 erschienen ist.

Bei seiner Priesterweihe im Jahr 1971 sei er selbst noch der Ansicht gewesen, der Teufel sei ein metaphorischer Ausdruck für die dunkle Seite des Unterbewussten und die systematischen Übel ungerechter und unterdrückender Strukturen der Gesellschaft.


Ein Jahr später reiste er nach Deutschland und besuchte das ehemalige Konzentrationslager Dachau. Angesichts der Gaskammern und Krematorien änderte sich seine Einstellung. Er habe ein unmittelbares Gefühl für das Geheimnis des Bösen verspürt, schreibt Collins. In diesem Moment sei ihm klar geworden, dass der Holocaust dämonischen Ursprungs sei.

Der Rückgang des Glaubens an Gott und an die Existenz Satans habe dazu geführt, dass die böswillige Aktivität des letzteren in ganz Europa zugenommen habe, fährt er fort. Sein priesterlicher Dienst sei zu einem großen Teil Menschen gewidmet, die Befreiung von dämonischen Einflüssen suchen. Dazu könnten auch Angst und Süchte gehören. Angst sei eine natürliche Emotion und Süchte seien Krankheiten, der Teufel könne sie dazu instrumentalisieren, um Menschen zur Sünde zu verführen. Die Einflüsse der Dämonen seien subtiler und allgegenwärtiger als Filme wie „der Exorzist“ sie darstellen würden, warnt er in seinem Buch.



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