07 März 2019, 12:00
Hamburger Erzbischof: Dann hätten sie den Scheiß allein machen können
 
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Geplante Schulschließungen im Erzbistum sorgen bei Katholiken und darüber hinaus weiter für heftige Diskussion. Erzbistum möchte Schulen, die von Schließung bedroht sind, nicht an Fundación Arenales übertragen, die dem Opus Dei nahestehen soll

Hamburg (kath.net/rn)
Im Erzbistum Hamburg sorgen die geplanten Schulschließungen bei Katholiken und darüber hinaus weiter für heftige Diskussion. Dies berichtet die FAZ. Nachdem das Bistum festgestellt hatte, dass der eigene Schulverband kaum Pensionsrückstellungen gebildet und die Schulen nicht kostendeckend betrieben wurden, wurde die Notbremse gezogen und acht Schulschließungen beschlossen. Nach einer Überschuldung des Haushalts in Höhe von 83 Millionen Euro im Jahr 2017 würden die Schulden in den kommenden fünf Jahren laut Darstellung des Bistums auf 350 Millionen Euro steigen. Die Nerven im Erzbistum Hamburg dürften auch bei der Bistumsleitung blank liegen. Die FAZ zitiert den Hamburger Erzbischof Heße wie folgt: Wenn er gewusst hätte, was ihn in Hamburg erwarte, „dann hätten sie den Scheiß alleine machen können“.

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Interessant ist auch, dass das Erzbistum Hamburg den Schulen, die geschlossen werden sollten, angeboten hatte, neue Trägerschaftsvereine zu gründen. Eine Direktorin gründete daraufhin eine Edith-Stein-Schule, die seit dem 1. Januar 2019 eine Tochter des Diakoniewerks Neues Ufer Rampe, eines gemeinnützigen christlichen Trägers aus der Region. Auch eine andere Schule hat bereits ähnliche Schritte unternommen.

Laut FAZ sollen aber nach wie vor sechs der insgesamt 21 Schulen des Erzbistums geschlossen werden, für zwei weiter gilt ein Moratorium von einem Jahr.

Eine explizit katholische Schule möchte das Erzbistum Hamburg allerdings auch vermeiden. Denn ein Angebot der Schulübernahme durch eine spanische Stiftung namens Fundación Arenales, die laut FAZ dem Opus Dei sowie dem Neokatechumenat nahesteht, wurde abgelehnt. Die Fundacion betreibt bereits in München einen Kindergarten. Das Erzbistum erklärte, dass man der Stiftung keine Schulen übertragen möchte.

Die Zahl der Schüler an den katholischen Schulen in Hamburg ist übrigens seit 2013 von mehr als 10000 auf jetzt etwa 8500 zurückgegangen.

Pressefoto des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße




Archivfoto Erzbischof Heße (c) Erzbistum Hamburg

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