Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  4. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  5. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  6. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  9. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  10. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  11. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  12. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  13. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  14. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  15. Neuer Hirtenstab für Papst Leo XIV. betont die Auferstehung

Evangelische Petition für Tempolimit 130 km/h startet

6. März 2019 in Kommentar, 19 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Doch eine Sache stört mich bei dieser Petition massiv…“ kath.net-Kommentar von Petra Lorleberg


Frankfurt-Stuttgart (kath.net/pl) Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) startet heute zum Aschermittwoch eine Petition an den Deutschen Bundestag: man sammelt Unterschriften für das Tempo 130 auf Autobahnen. Falls es gelingt, dass 50.000 Bürger diese Petition unterzeichnen, muss sich der Petitionsausschuss des Parlaments in Berlin mit diesem Thema beschäftigten. Als Gründe für das Tempolimit führt die EKM maßgeblich das Thema Umweltschutz an, es könne damit von mindestens zwei Millionen Tonnen CO2-Einsparung ausgegangen werden. Sekundär würden Autobahnen und Reifen geschont und das Lärmaufkommen verringert werden, außerdem sei ein Zusammenhang zwischen Tempolimit und weniger Verkehrstoten statistisch nachweisbar.

Was ist davon zu halten? Christen können zum Tempolimit unterschiedliche Standpunkte vertreten.

Zum einen: Grundsätzlich sollte das Thema Umweltschutz – sofern es vernünftig und nicht zu ideologisch angegangen wird – auch in der täglichen Lebenspraxis von Christen eine Rolle spielen. Zum anderen: Über Sinn und Unsinn eines Tempolimits mag gestritten werden. Und drittens: Warum ausgerechnet schneckenhafte 130 Stundenkilometer? Der aktuelle Vorstoß von Volvo, das Tempo ihrer Autos von vornherein auf 180 km/h zu beschränken, weist in eine vielleicht realistischere Richtung. Ich selbst würde ein generelles Limit bei 160 km/h präferieren, denn es geht m.E. ja nur darum, aus dem Autobahngejage die allerschlimmsten Spitzen zu entnehmen.


Doch etwas anderes stört mich im Zusammenhang mit dieser Petition massiv: JA, wir als Christen wollen und sollen weiterhin moralischer Impulsgeber auch der säkularen Gesellschaft sein. Doch wann in den letzten Jahren haben evangelische Landeskirchen in Deutschland Petitionen etwa für den Lebensschutz gepuscht? Zu Lebensschutzinitiativen frage ich schon seit Jahren die evangelischen Landeskirchen kaum mehr um Stellungnahmen an, wie mir erst jetzt richtig bewusst wird, etwa bei dieser europaweiten Bürgerinitiative im Jahr 2013 zum Embryonenschutz: DBK: Kein Aufruf zur Unterstützung von 'Einer von uns'. Wo wir in der katholischen Kirche in Deutschland immerhin noch um unsere Positionen im Lebensschutz ringen, ist, so scheint es, der Kampf um Lebensschutz in den evangelischen Landeskirchen wohl schon verloren. Die Bibeltreuen unter den Landeskirchlern geraten dabei erkennbar immer stärker in eine binnenkirchliche Minderheitenposition.

Ein Wegbrechen des landeskirchlich-evangelischen Einsatzes für christliche Grundwerte (wie das unbedingte Recht auf Leben vom Moment der Empfängnis an bis zum natürlichen Tod) oder auch der Verzicht auf Fragen zum massiven Einsatz der Verhütungspille (wir erinnern uns an den Ausspruch der früheren EKD-Präses Margot Käßmann: „Die Pille ist ein Gottesgeschenk“ – während wir inzwischen erfahren, dass diese Hormone unser Grundwasser immer mehr verschmutzen) ist vielleicht mainstreamkonform. Für das christliche Engagement reicht das einseitige Vorantreiben des Umweltschutzes allerdings keineswegs aus.

Ich hoffe und bete, dass wir uns als Christen in Deutschland auch mit den evangelischen Landeskirchlern wieder mehr auf christliche, bibelbasierte Grundwerte einigen können (mir fallen da durchaus einige Bereiche ein, in denen diese Übereinkunft derzeit schwächelt). Dann wird auch das Engagement von Christen im Umweltschutz nochmals mehr Strahlkraft gewinnen.

Um mit einem zum Thema passenden Wortspiel zu schließen: Für das Christentum ist in Deutschland derzeit Winterzeit. Da braucht es eben Reifen mit MEHR Profil!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Umwelt

  1. US-Investmentfonds rücken von ESG Agenda ab – EU setzt weiter darauf
  2. Ex-Energieminister der USA: Grüne verbreiten ‚Falschinformationen’ über Atomkraft
  3. Kurienkardinal meint: Greta Thunberg auf Linie der katholischen Lehre
  4. ‘Sünden gegen die Umwelt’ könnten Teil kirchlicher Lehre werden
  5. NO JOKE: Kirche von Schweden erklärt Greta zur Jesus-Nachfolgerin
  6. Boris Palmer warnt vor „Extinction Rebellion“
  7. Palmer an Thunberg: „Nein, wir haben deine Jugend nicht zerstört“
  8. Papst wendet sich gegen Leugnung des Klimawandels
  9. „Ja, läutet bitte die Glocken – auch für das Leben!“
  10. "Religion" Klimarettung?






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  5. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  9. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  10. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  13. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  14. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  15. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz