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Verhaltenskodex im Bistum Passau: "Fühle mich stigmatisiert"

4. März 2019 in Deutschland, 37 Lesermeinungen
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Der neue Verhaltenskodex des Bistums Passau zur Prävention von Missbrauch und Grenzüberschreitungen sorgt für sehr gemischte Reaktionen


Passau (kath.net)
Für den neuen Verhaltenskodex des Bistums Passau zur Prävention von Missbrauch und Grenzüberschreitungen gibt es offensichtlich nicht nur bei Priester sehr gemischte Reaktionen. Darüber berichtet die PNP (Passauer Neuen Presse) in ihrer jüngsten Ausgabe. So meinte Alois Kaiser, Pfarrer in Haidmühle: "Ich habe von dem Kodex erst heute aus der Zeitung erfahren. Ich habe keine Schwierigkeiten mit dem Inhalt. Aber ich fühle mich stigmatisiert und unter Generalverdacht gestellt." Auch ein anderer Pfarrer meint, dass er davon aus der Zeitung erfahren habe. Andere Pfarrer wie Josef Tiefenböck, Pfarrer aus Ruhstorf, meinten gegenüber der PNP, dass ohnedies schon vieles gelte. Im neuen Verhaltenskodex sind für 10.000 Beschäftigte des Bistums sowie für viele Ehrenamtliche Regeln aufgestellt. Untersagt sind in Zukunft unter anderem gemeinsame Urlaube mit Minderjährigen oder regelmäßige private Einladungen. Körperkontakt ist nur erlaubt, wenn es um Trost, Erste Hilfe oder Pflege geht. Vor jeder Berührung müsse außerdem um Einverständnis gefragt werden.




In der Fastenzeit Friedenspfeife rauchen - Video Blog Montag #5 from kath.net on Vimeo.

Foto: Symbolbild


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Lesermeinungen

 Komplet 9. März 2019 
 

Da ist man andernorts schon viel "Weiter"

https://pv-balve-hoennetal.jimdo.com/app/download/11308916095/Institutionelles+Schutzkonzept.pdf?t=1550660159

Solche Texte zu ersinnen, hat für mich schon etwas mit Hexenjagd zu tun.
Eine Vorsorge ganz andere Art: Nämlich derart, daß man im Falle des Falles jemanden anklagen kann. Und das muss ja nicht der Täter sein.


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 Bernhard Joseph 8. März 2019 
 

@Komplet

Das Problem in der überwiegende Mehrzahl der Fälle ist die sexuelle Orientierung der Täter und nicht ein diffuser Klerikalismus.


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 Komplet 8. März 2019 
 

Wie kann man unter solchen Bedingungen idealistisches Arbeiten erwarten?

Unter solchen Bedingungen würde ich weder aus Idealismus arbeiten wollen noch würde ich der Kirche mein Kind anvertrauen. Misstrauen lernt es auch so, dazu braucht es keine kirchliche Jugendarbeit.
Das Problem ist der Klerikalismus, bestimmt sind es nicht Umarmungen oder Geschenke. Nur der Klerikalist braucht ein "Gefälle". Beim einen ist die Luxuswohnung, der nächste prügelt und der dritte braucht die sexuelle Erniedrigung seines Gegenüber.


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 Bernhard Joseph 5. März 2019 
 

@freya

Vom Grundgedanken haben Sie natürlich völlig recht, nur besteht doch das Problem darin, dass von einflussreichen relativistischen Kreisen in der Kirche, die katholische Morallehre mittlerweile grundsätzlich(!) infrage gestellt wird und sich die Bischöfe hierzulande dem Trend fast schon freudig beugen.

Auf welcher Gurndlage soll Bischof Oster Seminaristen "anschauen", wenn der christliche Glaube selbst brüchig geworden ist, was ja durch den Formalismus eines Verhaltenskodex klar zum Ausdruck kommt.

Man traut sich in der Kirche gegenseitig nicht mehr, jeder ist verdächtig, der Glaube trägt also nicht mehr, es ist wie bei Petrus, der aus dem Boot steigt, vojm Glauben getragen Jesus auf dem See entgegenschreitet und dann, vom Zwiefel übermann, langsam im See versinkt.

Wer sich an einem Verhaltenskodex statt an der göttlichen Wahrheit festhält, findet keinen echten Halt, der versinkt in der Bodenlosigkeit.


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  5. März 2019 
 

Bischof Oster sollte sich stattdessen seine Priesteramtskandidaten genau anschauen bevor er sie weih

Und vor allem sollte er alle homosexuell veranlagten Aspiranten konsequent vom Priesteramt ausschließen. Damit würde er der Kirche einen viel größeren Gefallen tun und einen effektiveren Beitrag an Missbrauchs-Praevention leisten!


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 martin fohl 5. März 2019 
 

Thalelaios

Hier wäre wohl ein Exkurs Kirchenrecht und Staatsrecht ganz interessant; unter Einbeziehung des VatII, insbesondere des Dekrets über die Religionsfreiheit: „Bonum Commune“


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 Bernhard Joseph 5. März 2019 
 

Dieser Verhaltenskodex ist Ausdruck der totalen Entsittlichung

Es ist ein Wesenszug totalitären Denkens, dass in ihm einerseits alles Sittliche sich in Schein auflöst, andererseits aber ein Zwangsapparat aufgebaut wird, der jegliche Handlungsfreiheit unterdrückt. Gerechtfertigt wird der Zwang immer mit dem Verweis auf die Notwendigkeit bürokratischer Regulative auf Grund menschlichen Unvermögens.

Einerseits erklärt man das Sittliche für überholt - siehe Doris Wagners Aussage, die Sexualmoral der Kirche sei absurd, was ja selbst bei einem Bischöf in Wien Gehör fand - andererseits errichtet man Regulative, die den Folgen der Entsittlichung vorbeugen sollen.

Statt den Verfall der christlichen Moral als Ursache zu erkennen, werden abstrakte Handlungsanweisungen formuliert, die implizieren, dass der Mensch in Wahrheit unfähig zum moralischen Handeln sei und nur im Korsett eines sinnleeren Verhaltenskodex gebändigt werden könne.

Was Bischof Oster offenbar nicht erkennt, ist, dass er damit die Bankrotterklärung christlicher Moral erklärt.


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 Thalelaios 4. März 2019 
 

@Martin Fohl: Wenn Sie behaupten, es gebe keine Gesetzgebung in der Kirche,

darf ich feststellen, dass dies Unsinn ist. Daran ist nichts Aggressives! Im Fall des Kardinals Pell in Australien und den Diskussionen in diesem Zusammenhang können Sie sogar sehr gut das Aufeinandertreffen von Unvereinbarkeiten in den beiden Rechts- und Gesetzessystemen wahrnehmen, z.B. im Hinblick auf das Beichtgeheimnis. In Ihrem Posting suggerieren Sie obendrein, dass staatliche säkulare Gesetzgebung das Maß aller Dinge sei. Das ist es für mich als Christen mitnichten! Denn ich höre im Zweifel mehr auf Gott als auf die Menschen. Nicht wenige Menschen haben nur deshalb im Laufe der Geschichte ihr Leben als Martyrer verloren und verlieren es gegenwärtig. Was Sie hier behaupten, ist erstens faktisch falsch und zweitens von einer machiavellistischen Tendenz zur grundsätzlichen und fraglosen Unterwerfung unter die Macht des Leviathan, den die römische Kirche mit Recht immer bekämpft hat.


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 Passero 4. März 2019 
 

Darf man jungen Menschen auch keine Hand mehr geben??? Kopfschütteln statt Händeschütteln??? ”Gebt einander ein Zeichen des Friedens und der Versöhnung - aber bitte keinem Kind und keinem Jugendlichen!"

Wie fragt der Priester ein B a b y, das er liebkosen will?

Ein Kreuzlein auf die Stirn eines Kindes machen - aber bitte mit vorheriger Erlaubnis?

Hoffentlich kommt kein Papst mehr nach Bayern, da müsste er vorher allzu viele Kinder um Berührungserlaubnis fragen...

Gute Nacht aus Absurdistan!


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 lakota 4. März 2019 
 

Na wunderbar

"Körperkontakt ist nur erlaubt, wenn es um Trost, Erste Hilfe oder Pflege geht."
"Vor jeder Berührung müsse außerdem um Einverständnis gefragt werden".

Und wenn dann ein Kind hinfällt, zu Schreien anfängt, stelle ich mich mit den Händen auf dem Rücken vor das Kind hin und frage, ob es getröstet werden will!
Was ist eigentlich mit dem "Bruderkuss" unter Bischöfen und Kardinälen? Sollte man den in der jetzigen Situation nicht auch lieber bleiben lassen?


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 Passero 4. März 2019 
 

Roboter

Zu @elisabetta:
Ja, das scheint die Lösung zu sein: Roboter für die Erziehung und Betreuung von Kindern!
Dann bitte aber auch Roboter in die Ordinariate!


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 Diadochus 4. März 2019 
 

Restriktion

Der Pfarrer von Haidmühle, Alois Knauer, fühlt sich durch den neuen Verhaltenskodex stigmatisiert. Da stimme ich ihm zu. Er ist nicht nur durch den Verhaltenskodex stigmatisiert, sondern durch Bischof Oster selbst. Warum sollen alle Pfarrer Restriktionen erleiden, nur weil sich die Kirche weigert, Missbrauchstäter aus der Kirche zu entfernen? Das schafft kein Vertrauen. Das Vertrauen ist dadurch grundlegend gestört.


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 Zeitzeuge 4. März 2019 
 

Bischof Oster sollte sich präventiv auch einmal ...T. 2:

Auch bei den Sportvereinen herrschen bzgl.
Prävetntion u. Verhaltenskodex noch große
Defizite.

Hierzu kann jeder selbst "googeln", z.B verweise ich auf einen Artikel
bei dosb.de v. 15.11.18

Schutz von Kindern vor Mißbrauch in Sportvereinen im Sport

Darin wird u.a. der Bundesmissbrauchsbeauftragte, Rörig, zitiert, daß lt. einer Umfrage 1/3
der deutschen Spitzensportler/innen
sexueller Gewalt ausgeliefert war.
Dagegen wären Präventionsmaßnahmen
nur für etwa die Hälfte der Sportvereine
ein relevantes Thema!

Auch unsere Leitmedien beschäft. sich
auffallend wenig mit dem Thema sexueller
Missbrauch im ausser Catholica-Bereich,
warum wohl nicht?

Stattdessen werden die ca. 96% kath. Geistlicher, die sich nichts haben zuschulden kommem lassen so gut wie nie
erwähnt, während die ca. 4% Schandtäter
aus dieser Personengruppe so herausgehoben werden, daß viele Menschen
denken, die kath. Kirche wäre geradezu eine Brutstätte des sexuellen Missbrauchs u. kein Bischof stellt sich
v.d. 96%, warum??


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0
 
 Zeitzeuge 4. März 2019 
 

Bischof Oster sollte sich präventiv auch einmal um die

Verstöße gegen die verbindliche katholische Sexualmoral beim BD"K"J
kümmern!

Ein angemessener Verhaltenskodex ist natürlich angebracht und sollte allerdings generell, auch in den Schulen
und Sportvereinen gelten!

Bzgl. der Schulen stößt man bei Recherechen auf schreckl. Schandtaten
bzgl. sexueller Gewalt, in einem Ausmaß,
das früher so niemals vorhanden war!

Zum Einstieg i.d. Problematik empfehle
ich einen Artikel aus zeit.de v. 22.2.18

Wo sind die Helikoptereltern wenn es ernst wird?

Ich bin davon überzeugt, daß der Missbrauch bereits bei Zwangs-Sex-Unter-
richt beginnt. Während ich davon noch
verschont blieb, war meine wesentlich
jüngere Ehefrau bereits hilflos dieser
"Pädagogik" ausgeliefert und sagt, daß
"vorher" keine besonderen Misstöne zu
verzeichnen war, während "nachher" es
oft gerade f.d. Mädchen ein regelrechtes "Spiesrutenlaufen" gab.

Inzwischen sind nicht nur Konservative
davon überzeugt, daß Monoedukation f.d.
Kinder besser wäre als Koedukation!

T. 2 folgt!


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 Federico R. 4. März 2019 
 

Gut gemeinte Vorsorge, sicherlich. Aber mal ehrlich: Wer möchte da überhaupt noch kirchlicher Mitarbeiter/Mitarbeiterin sein oder werden? Doch wohl nur noch ein paar über jeden Verdacht erhabene alte Damen – oder?


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 Bernhard Joseph 4. März 2019 
 

@winthir

Auch Sie zeigen eine sehr realtivistische Einstellung zur Sittlichkeit.

In unserer medialen Welt hat jeder Form der Entsittlichung Rückwirkungen auf die Sexualmoral.

Da können dann ganz schnell die Grenzen zwischen dem, was erlaubt ist, verschwimmen. Lesen Sie bitte was Professor Huber im Interview (kath.net Artikel "Bei Pell wurde auf Leitsatz 'In dubio pro reo' verzichtet") sagt.

"In den 20 Jahren nach 1968 war das noch anders. Beispiele dafür gibt es zahlreiche: z.B.

1. Der Geschäftsführer der grünen Bundestagsfraktion, Volker Beck forderte in einem Buchbeitrag 1988 die "Entkriminalsierung der Pädosexualität"

2. Jürgen Trettin trat 1981 für Straffreiheit bei gewaltfreien sexuellen Handlungen zwischen Kindern und Erwachsenen ein .

3. Christel Bookhagen et al beschrieben in dem Kursbuch 17 (1969) mit Fotographien die "Liebesspiele im Kinderzimmer“
(Die Welt , 21. 9. 2013 S. 1; FAZ 25. 4. 2018 S 3)"

Hier gab´s doch schon Versuche der Enttabuisierung!


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 Bernhard Joseph 4. März 2019 
 

@Phil2

"Körperkontakt ist nur erlaubt, wenn es um Trost, Erste Hilfe oder Pflege geht."

Schön, und wenn das nachträglich dann bewusst anders gedeutet wird?

"...sondern auch dem Schutz der Akteure vor falschen Beschuldigungen"

Eben nicht, sonst müsste, wie @Kirchental schon anmerkt, immer ein weiterer Zeuge dabeisein.

"Oder was wollen Sie eigentlich?"

Dass wir uns nicht zu emotionslosen Robotern machen lassen, nur weil eine kleine Gruppe eine pervertierte Sexualität hat.

Und wo einerseits die Entsittlichung medial als Befreiung von einer verklemmten Sexualmoral der Kirche gefeiert wird, kann man doch andererseits nicht so tun, als ob einem etwas an Sittlichkeit läge.

Wer noch über eine intakte Sittlichkeit verfügt, wird sich nicht unsittlich einem Kind annähern.

Jeder Verhaltenskodex wird zu einer albernen Veranstaltung, wo die Moral als Ganze erodiert, das gilt natürlich auch in der Kirche!


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 Kirchental 4. März 2019 

Besonders deplatziert

finde ich die Ausdehnung auf Ehrenamtler.

Also darf ich künftig als Kommunionmutter Klassenfreunde meiner Kinder nicht mehr bei mir übernachten lassen oder in den Kurzurlaub mitnehmen, weil ich kirchlich ehrenamtlich tätig bin? Was für ein Quatsch!

Diese Regelung wird keinen einzigen Missbrauch verhindern, aber jede Menge harmlose Begebenheiten in komisches Licht rücken, und "normale" Menschen völlig verunsichern.


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 Phil2 4. März 2019 
 

Prävention

Im Übrigen dienen solche Richtlinien auch nicht nur der Prävention von als übergriffig empfundenem Verhalten (echte Missbrauchstäter werden sich ja kaum an Richtlinien halten), sondern auch dem Schutz der Akteure vor falschen Beschuldigungen. Natürlich gilt es nicht in Paranoia zu verfallen, aber es gibt doch durchaus vermeidbare Situationen, die schwer zu erklären sind, auch wenn es keinerlei Fehlverhalten gibt.


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 Phil2 4. März 2019 
 

Lesen?

Ich kenne diese Richtlinien von Bischof Oster jetzt nur aus diesem sehr knappen Artikel, aber selbst da steht doch: "Körperkontakt ist nur erlaubt, wenn es um Trost, Erste Hilfe oder Pflege geht. Vor jeder Berührung müsse außerdem um Einverständnis gefragt werden."

Es darf also natürlich getröstet werden - halt nur wenn und wie es das betroffene Kind möchte - und auch geholfen, wenn es nötig ist.

Und dass unerwünschte Berührungen generell keinen Platz in kirchlichen Kontexten haben, sollte eigentlich selbstverständlich sein, egal ob es um Kinder, Nonnen, Seminaristen oder ganz egal wen geht.

Oder was wollen Sie eigentlich? Wenn Juckern busseln darf, soll das auch der Herr Pfarrer dürfen? Wenn es im TV Ratschläge zu Orgasmen gibt rechtfertigt das im kirchlichen Umfeld genau was?


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 Thalelaios 4. März 2019 
 

@Martin Fohl: "Einzig gesetzgebendes Organ ist und bleibt der Staat!" ????????

Seit wann wurde die kirchliche Gesetzgebung abgeschafft? Haben Sie wirklich noch nichts vom Codex Iuris Canonici gehört? Seit Jahrtausenden werden Juristen BEIDERLEI Rechte ausgebildet und promoviert.

Traurig, den gegenwärtigen Zustand der Allgemeinbildung zu sehen!


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 winthir 4. März 2019 

jetzt kommt auch noch der "Christopher Street Day"

nun, soweit ich weiß sind das alle Erwachsene. Wenn sich jemand an der Leine führen läßt - meine Sache wäre das eher nicht, aber bitte, wer's denn mag.

und, ich wiederhole: Es geht hier um sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche.

oder sollte ich da etwas falsch verstanden haben?


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 Bernhard Joseph 4. März 2019 
 

War wohl einer unterbewussten Assoziation geschuldet

Sollte natürlich Ratschläge statt Radschläge heißen.


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 Passero 4. März 2019 
 

GOTTES GEBOTE kommen zu kurz - Menschensatzungen werden mehr und mehr

Es ist zu bezweifeln, ob diese Regeln von Bischof Oster ausgearbeitet wurden; eher wohl von Schreibtischtheoretikern, die nie mit Kindern gespielt habe, nie ein unkompliziertes, vertrautes Verhältnis zu jungen Menschen gehabt haben und nie die Spontanität von Kindern erlebt haben.
Vom 6. und 9. Gebot getrauen sich viele Verantwortliche schon lange nicht mehr zu sprechen oder sie stehen selbst nicht mehr dazu und wollen sie ändern, aber gewisse Verhaltensweisen (die überhaupt nichts mit Missbrauch zu tun haben) wollen sie bis ins Kleinste reglementieren. Man schüttet mit diesem Kodex das Kind mit dem Bad aus! Priester, Religionslehrer u.a. geraten in Generalverdacht, und man kann sicher sein, dass auf diese Weise noch weniger junge Männer in unserem Land Priester werden wollen und dass viele Männer keinen Beruf mehr ergreifen werden, der mit Kindern zu tun hat. Manch Regeln des Regelwerkes sind in Ordnung, aber nicht alle! Arme Jugend, der ein schlimmes Priesterbild vermittelt wird!


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 Herbstlicht 4. März 2019 
 

ins andere Extrem fallen?

So sehr ein Verhaltenskodex sinnvoll sein kann, darüber darf aber nicht die Hinwendung und Empathie einem Kind oder Jugendlichen gegenüber geopfert werden.
Ist ein Kind -jünger oder schon älter- traurig oder weint es gar, darf man es dann nicht mehr tröstend in den Arm nehmen.
Was ginge da an menschlicher Wärme verloren?


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 elisabetta 4. März 2019 
 

Roboter wären die Lösung,

sind sie doch erhaben über jedes zwischenmenschliche Gefühl. Arme Welt! Dass hinter jeder Berührung eine schlechte Absicht besteht, ist wohl nicht anzunehmen, wird aber suggeriert. Dazu fällt mir das gestrige Evangelium ein, wo es geheißen hat: Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor und der böse Mensch bringt aus dem bösen das Böse hervor.


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 Bernhard Joseph 4. März 2019 
 

@winthir - Da verkürzen Sie aber arg.

Eine junge Frau muss sich doch auch im Parlament nicht von einem Politiker sexuelle belästigen lassen. Wie war das noch mit Bill Clinton und der Praktikantin Monika Lewinski?

Die Frage, wie es zu sexueller Gewalt kommt, wo also die tieferen Ursachen liegen, bleibt seltsamerweise im Dunkeln, so als wäre jeder Mensch ein potentieller Triebtäter. Nach dieser Logik müsste man dann selbst jedem Vater diesen Verhaltenskodex auferlegen und schon die Umarmung des eigenen Kindes als Tabu ansehen.

Die radikale Emotionslosigkeit in allen sozialen Interaktionen wäre also das Ideal. Gleichzeitig schwärmt die Presse von angeblich erfüllter Sexualität in sogenannten "Swinger-Klubs" und gibt in ihren Gazetten Radschläge zur besseren Erlangung des Orgasmus, so dass man sich fragt, wie tief eigentlich die Moral noch sinken kann.

Und wie sieht es bitte mit dem Verhaltenskodex bezüglich der "Christopher-Street" Umzüge aus, wo Menschen anderen am Hundehalsband mit Leine führen?

Das geht dann?


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 Kirchental 4. März 2019 

@Makkabäer

Sind Sie an einer Grundschule tätig?

Was machen Sie, wenn sich ein Kind übergeben muss? Wenn es in die Hose gemacht hat? Das kommt in der Grundschule ca einmal die Woche vor! Wenn sich Kinder auf der Toilette verschanzen, um Quatsch zu machen, ein anderes Kind zu terrorisieren, die Toilette mit Klopapier zu verstopfen?

So und so ähnlich sehen die Möglichkeiten aus, in denen ich als Betreuungsperson mit einem oder mehreren Kindern "in Sanitätsräumen" allein bin. Denn leider stehen mir keine zwei weiteren Kollegen zur Verfügung - einer als Anstandswauwau und der andere, um inzwischen die Klasse zu beaufsichtigen.

Und genau so sieht es bei Kindergärten und Kindergruppen aus.

Die Vorschrift klingt zunächst logisch, ist aber leider undurchführbar.

Allerdings ist mir klar, dass die Herren im Ordinariat sich mit DIESEN Sorgen bisher sicherlich nicht beschäftigt haben!


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 Wawamann 4. März 2019 

Ein Feigenblatt

Es ist schon fast krankhaft wie schnell wir in unserer Kirche Regeln in Hochglanzbroschüren drucken. Sie erscheinen mir manchmal fast wie moderne Ablaßbriefe, durch die das Problem erledigt werden soll. Es gibt kaum eine Regel die man nicht mit einer gehörigen Portion Arglist umgehen könnte. Aus diesem Grund sind all die "neuen" Regeln nicht mehr als alter Wein in neuen Schläuchen. Das Hauptproblem einer mangelnden Glaubensfestigkeit, die eigentlich Ursache dieser Arglist ist, bleibt hingegen unbearbeitet. Wie soll unsere Kirche auf diese Weise glaubwürdiger werden.


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 winthir 4. März 2019 

nun, Bernhard Joseph,

es geht (meine Meinung) bei dem hier angesprochenen Thema vordringlich um Verhinderung von Ausübung sexueller Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen.

Im Europaparlament (etc.) dürfte dies wohl eher wenig ein großes Thema sein.

In Fußball-Vereinen vielleicht eher schon - hier ein Beispiel:

https://www.bfv.de/cms/docs/029-Schutz_vor_sexuellem_Missbrauch-Verhaltenskodex_Fussballvereine.pdf


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 wedlerg 4. März 2019 
 

Lächerlich

Man stelle sich das mal vor. Ein Trainer darf seinem Spieler keinen Schulterklopfer mehr geben, Umarmungen nach Siegesjubel fallen weg, man kann niemanden mehr wegschubsen, etc.

Gleichzeitig kann ich niemanden mehr aufmuntern, anschieben oder auch nur disziplinieren.

Wer einen solchen Verhaltenskodex aufstellt, muss schon arg in der Defensive sein.

Gleichzeitig ist natürlich in der Schickeria-Society jede Umarmung, Küsschen-Arie etc. ganz "normal".

Nein - so wird das alles nichts. Sexueller Missbrauch hat nichts mit Berührungen zu tun, sondern mit dem Motiv hinter der Berührung.


26

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 Bernhard Joseph 4. März 2019 
 

@winthir / @Makkabäer

@Makkabäer
Dieser Verhaltenskodex hat für mich als Lehrer schon immer gültig

- auch in der Odenwaldschule schon immer?

@winthir
Wo andernorst? In der Politik nicht, im Europaparlament nicht, in Vorstandsetagen großer Konzerne nicht, im Show-Business nicht und vor allem im Medienbetrieb, also Funk- und Fersehen definitiv nicht!


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 Makkabäer 4. März 2019 
 

Dieser Verhaltenskodex hat für mich als Lehrer schon immer gültig - wo genau ist jetzt das Problem? Ist ja auch ein Selbstschutz.


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 winthir 4. März 2019 

"Andernorts" gibt es schon lange Präventionsrichtlinien,

wie mir das Internet erzählt, und "innerorts" übrigens auch Deutsche Bischofskonferenz ab 2010, also vor neun Jahren.

Nun wurde in der Diözese Passau ein aktualisierter Verhaltenskodex erlassen und im Amtsblatt veröffentlicht. Die Aufregung verstehe ich nicht so recht (außer, dass Pfarrer sich - zu Recht - aufregen, dass sie kirchliche Vorschriften zuerst aus der Presse und dann erst aus dem Amtsblatt erfahren).


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 martin fohl 4. März 2019 
 

Dass Maßnahmen

ergriffen werden müssen ist klar. Ich denke da vor allem auch an Gremien, welche Bischöfe kontrollieren, dass es keine Vertuschungsfälle gibt! Regeln für Mitarbeiter ja sogar Ehrenamtliche sollten nicht den Anschein einer Freiheitsberaubung erwecken oder gar einen Generalverdacht nähren. Einzig gesetzgebendes Organ ist und bleibt der Staat!


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 Phil2 4. März 2019 
 

@BerhardJoseph

Da haben Sie aber wieder schnell mit dem Finger auf andere gezeigt.
Gut, dass sich Bischof Stefan nicht so äußert wie Sie, sondern konkrete Anweisungen für "den eigenen Stall" herausgibt. Er ist nun einmal für das Bistum Passau zuständig und nicht für den Fußballverein oder die Europäische Kommission.

Wenn man die Stimmen der Pfarrer hört, hätte der Bischof das vielleicht etwas besser vorbereiten und kommunizieren können, aber ich sehe es weitaus positiver, dass er jetzt konkret wird. Ob und wie sich diese Maßnahmen bewähren muss man sehen, bei Bedarf auch korrigieren.


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 Bernhard Joseph 4. März 2019 
 

Na, dann sollte man diesen Verhaltenskodex auch andernorts einführen:

In Schulen, Vereinen, politischen Organisationen, Kultureinrichtungen, Krankenhäusern und Parlamenten.

Zuallererst hätte dann der knutsch- und knudedelfreudige Jean-Claude Jincker ein Problem!


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